DE646471C - Druckluftpistole zum Zerstaeuben und Aufschleudern schmelzbarer Stoffe - Google Patents
Druckluftpistole zum Zerstaeuben und Aufschleudern schmelzbarer StoffeInfo
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Description
Vorliegende Erfindung betrifft eine Pistole zum Zerstäuben bzw. Aufschleudern schmelzbarer
Stoffe,,wie Glas und Metall, die in Form eines Drahtes oder Stabes zugeführt werden,
dessen Vorschub durch eine mittels Druckluft betriebene Turbine bewirkt wird, wobei der
Stoff durch eine Sauerstoffgebläseflamme geschmolzen und sodann durch die Druckluft auf
den zu überziehenden Körper geschleudert wird.
Eine Druckluftpistole dieser Art besteht sonach
aus einem Gehäuse mit Turbine und Drahtvorschubgetriebe in Verbindung mit einem Schmelz- und Aufspritzbrenner, der einerseits
mit brennbarem Gas und Sauerstoff, andererseits mit Druckluft betrieben wird.
Die den Gegenstand der Erfindung bildenden, Neuerungen erstrecken sich insbesondere auf die
Spritzpistolenteile, die von der Druckluft und den vorerwähnten Gasen durchströmt werden.
Ein Hauptmerkmal der Erfindung besteht darin, daß der die Flamme erzeugende Brenner sowie
die zur Zuführung des Brenngases, des Sauerstoffs und der Luft dienenden Teile sämtlich auf
einer abnehmbaren Platte angeordnet sind, die am Vorderteil des das Vorschubgetriebe enthaltenden
Gehäuses befestigt ist. Diese Neuerung ist von tiefgreifender Bedeutung. Denn bei den
bisherigen Druckluftpistolen waren die Teile und Kanäle zur Zuführung des Brenngases, des
Sauerstoffs und der Luft in der Wandung des Pistolengehäuses selbst untergebracht, was die
Fertigung erschwerte und daher viel Ausschuß zur Folge hatte.
Ein weiteres Erfindungsmerkmal besteht darin, daß die abnehmbare Vorderplatte eine in
die Mischkammer für das Brenngas und den Sauerstoff eingebaute Sicherheitsvorrichtung
trägt, die aus einer leicht zerreißbaren Membrane (z. B. Zinnmembran) besteht, die im Falle eines
Zerknalls oder eines Flammenrückschlages aufplatzt.
An sich ist es bereits bekannt, bei Injektorschweiß- und Schneidbrennern ein federbelastetes
Rückschlagventil zu verwenden, das sich bei eintretendem Zerknall oder bei Flammenrückschlag
ins Freie öffnet. Bei Druckluftpistolen hat indessen ein Sicherheitsventil dieser
Art bislang noch keine Anwendung gefunden. Auch würde ein federbelastetes Ventil, bei Spritzpistolen
angewendet, zu unerwünschten Undichtheiten führen. Die Benutzung einer zerreißbaren
Membran dagegen gewährleistet eine vollkommene, dauernd zuverlässige Abdichtung.
Gemäß einer ersten Ausführungsform werden die Druckluft-, Brenngas- und Sauerstoffleitungen
durch getrennte Stiftverschlüsse gesteuert, um unerwünschte Verbindungen zwischen den einzelnen Leitungen zu vermeiden.
Bei einer anderen Ausführungsform führen I wird. Andererseits ist die Leitung 56 durch eine
die Speiseleitungen zu einem mit einem Doppel- oder mehrere Leitungen 62 mit dem Spritzgehäuse
versehenen Hahn, der durch zwei^L brenner 63 verbunden.
Hahnküken gesteuert wird. Beide Hahnküfc^;-;^Unmittelbar hinter der Brenngaszuführungs- 65
sind zwar voneinander getrennt, aber sie ^;
durch Vermittlung einer passenden Verbindung^ wie z. B. einer »Schraubenzieherverbindung« derart miteinander fest verbunden, daß man sie
einzeln nachschleifen kann.
Auf der Bahn des Brenngas- und Sauerstoffgemisches ist im Innern des Brenners eine Art Dorn vorgesehen, der gleichzeitig dazu dient, den schmelzbaren Stoff der Flamme zuzuführen, aber sich durch auf dessen Umfang vorgesehene windeiförmige Nuten kennzeichnet, in welche das Gas- und Sauerstoffgemisch geleitet wird. Der genannte Dorn wird von einer Hülse umgeben, die mit einem Innengewinde von geringer Steigung und mit wendeiförmigen Nuten versehen ist, um eine innige Mischung der Gase zu gewährleisten.
Auf der Bahn des Brenngas- und Sauerstoffgemisches ist im Innern des Brenners eine Art Dorn vorgesehen, der gleichzeitig dazu dient, den schmelzbaren Stoff der Flamme zuzuführen, aber sich durch auf dessen Umfang vorgesehene windeiförmige Nuten kennzeichnet, in welche das Gas- und Sauerstoffgemisch geleitet wird. Der genannte Dorn wird von einer Hülse umgeben, die mit einem Innengewinde von geringer Steigung und mit wendeiförmigen Nuten versehen ist, um eine innige Mischung der Gase zu gewährleisten.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigt
Abb. ι die Pistole im Aufriß, Abb. 2 dieselbe in der Draufsicht,
Abb. 3 einen Schnitt in größerem Maßstab durch den Brenner und die Vorderplatte der
Pistole,
Abb. 4 eine Vorderansicht dieser Vorderplatte im Schnitt und
Abb. 5 eine andere Ausführungsform der Vorderplatte.
Die in den genannten Abbildungen dargestellte Pistole besteht im wesentlichen aus einem
Gehäuse 10, an welchem ein Griff 11 befestigt ist, mit welchem man die Pistole in der Hand
halten kann. Innerhalb des Gehäuses 10 ist ein durch Druckluft betätigtes Getriebe enthalten,
durch welches die Pistole mit dem zu verspritzenden schmelzbaren Stoff gespeist werden kann;
der genannte Stoff wird in der Gestalt eines Drahtes 49 zugeführt.
Erfindungsgemäß ist im Vorderteil des Gehäuses 10 mit Hilfe von zwei mit Schraubenmuttern
51 versehenen Stiften 50 eine Platte 52 befestigt, an deren unterem Teil Anschlußdüsen
53. 54. 55 befestigt sind, durch weiche der Pistole Druckluft (Düse 53) bzw. Brenngas
(Düse 54) und Sauerstoff (Düse 55) zugeführt wird.
An die Druckluftzuführungsdüse 53 setzt sich
im Innern der Vorderplatte 52 eine Leitung 56 fort, die durch eine Stiftschraube 57 gesteuert
wird, an deren äußerem Ende sich ein Bedienungsrändelknopf 58. befindet.
Von der Leitung 56 zweigt sich über die Stiftschraube 57 hinaus eine Nebenleitung 59
ab, die selbst durch eine Stiftschraube 60 gesteuert wird und durch eine Leitung 61 mit der
öffnung 42 verbunden ist, durch welche Druckluft dem Gehäuse 13 der Turbine 14 zugeführt
54 mündet die sich an diese Düse anschÜe-Leitung 64, die im Innern der Vorder-
;vplatte 52 angeordnet ist, in die Leitung 65 ein, die sich an die Sauerstoffzuführungsdüse 55
anschließt. Die Leitung 65, welcher demnach beide Mittel zugeführt werden, wird durch eine
Kugel- und Stiftschraube 66 gesteuert, die mit einem äußeren Rändelknopf 67 versehen ist;
über diese Stiftschraube hinaus zweigt eine Leitung 68 ab, durch welche die Gase einer im
Fuß des Brenners 63 vorgesehenen ringförmigen Nut 69 zugeführt werden.
Mit dieser Nut ist ebenfalls ein Raum 70 verbunden, der vom Außenraum durch eine leicht
zerreißbare Wand 71, beispielsweise ein Bleistreifen oder ein Pergament blatt, getrennt ist.
Die genannte Wand wird durch einen Schraubenstöpsel 72 festgehalten. Sollte ein Flammenrückschlag
etwa infolge eines Unfalls im Brenner stattfinden, so würde der so entstehende Überdruck
die Membran 71 zerreißen und eine weitere Fortpflanzung des Flammenrückschlages
sofort verhindern.
Die Abb. 3 zeigt im Schnitt und in größerem Maßstab die innere Anordnung des eigentlichen
Brenners.
In der Platte 52 ist ein Drahtführerdorn 74 festgeschraubt, der aus zwei aneinander befestigten Teilen besteht; dieser Dorn besitzt
einen Längskanal 75 für den Durchgang des Drahtes 49; zunächst geht der Dorn durch die
Mitte der ringförmigen Nut 69, von welcher ab der Dorn außen mit schraubenförmigen Nuten 76
versehen ist; über diese Nuten hinaus besitzt der Dorn 74 zunächst einen glatten zylindrischen
Teil und dann einen kegelförmigen Teil 77, der längs dessen Erzeugenden mit Schlitzen versehen
ist.
Der Dorn 74 wird von einer Hülse 78 umgeben, die um die schraubenförmigen Nuten 76
ein Innengewinde von geringer Steigung 79 besitzt.
An die Hülse 78 schließt sich eine Düse 80 an, die innen kegelförmig ausgebildet ist. Diese
sogenannte Gasdüse reicht bis dicht an das kegelförmige Ende des Domes 74.
Außen ist das Ende 81 der Düse 80 zylindrisch ausgebildet, und um diese Düse ist eine zweite
sogenannte Luftdüse 82 angeordnet, die bei 83 an der Hülse 78 verschraubt ist. Das Ende der
Luftdüse ist zylindrisch ausgebildet, und zwar in seinem inneren Teil, um sich dem Ende 81 der
Gasdüse 80 genau anzupassen; dieses hat den Zweck, die Anordnung so zu gestalten, daß die
Luftdüse 82 durch einfaches Abschrauben mehr tao oder weniger über die Gasdüse 80 vorspringen
kann, ohne sich jedoch von dieser zu entfernen.
In der Abb. 3 ist angenommen, daß die Luftdüse 82 vollständig eingeschraubt ist und mit
der Gasdüse 80 bündig abschließt.
Um den Brenner endlich zu vervollständigen, ist die Gasdüse von einem aufgeschraubten
Ring 84 umgeben, der durch Vermittlung einer Feder 85 eine letzte sogenannte Außendüse 86
festhält, die durch die von den Leitungen 62 kommende Druckluft vorgeschoben werden
kann und den unteren Teil der Düse 86 vorschiebt, wobei die Feder 85 mehr oder weniger
zusammengedrückt wird.
Die Vorderplatte 52 läßt sich durch Abschrauben der Schraubenmuttern 51 sofort abnehmen.
Bisher war die Vorderplatte 52 am Gehäuse 10 angegossen, aber die Bearbeitung
derselben war sehr schwierig, und infolge der Porigkeit des Metalls oder durch Fehlgriffe beim
Bohren der vor dieser Platte angeordneten
ao Leitungen entstand beträchtlicher Ausschuß;
hierdurch wurden zahlreiche Pistolen unbrauchbar.
Durch die Anordnung nach der Erfindung . wird der Ausschuß auf die Vorderplatte 52 selbst
beschränkt und ist somit weit weniger beträchtlich. Übrigens ist es viel leichter, die genannte
Platte durch Guß herzustellen als vorher das vollständige aus dem Gehäuse und der Platte
bestehende Gebilde, dessen Gestalt viel verwickelt er war.
Es dürfte sich erübrigen, den durch die Membran 71 bei einem etwaigen Flammenrückschlag
gewährleisteten wirksamen Schutz noch besonders hervorzuheben; bisher hatte ein Flammenrückschlag
unfehlbar eine Explosion der Leitungen zwischen den Druckgasbehälterfiaschen und der Pistole selbst zur Folge, und oft wurden
hierdurch für den die Pistole haltenden Arbeiter schwere Unfälle verursacht. Bei dem Reißventil
nach der Erfindung werden die Beschädigungen auf den Verlust der leicht zu ersetzenden
Membran 71 beschränkt, und außerdem ist die Lage dieses Ventils eine solche, daß jede
Gefahr für den Arbeiter ausgeschlossen ist.
Durch die vom Innengewinde 79 umgebenen schraubenförmigen Nuten 76 wird den durch
die Leitung 68 der ringförmigen Nut 69 zugeführten Mischgasen eine Wirbelbewegung
mitgeteilt, und längs der Gewindegänge 79 entstehen weitere Wirbel, die zur Folge haben,
daß die Gase im Augenblick, wo sie zwischen der Gasdüse 80 und dem Ende 77 des Domes 74
strömen, innig miteinander vermischt sind und die Brennerflamme vollkommen gleichmäßig ist.
Diese Art der Gasmischung läßt sich leicht erreichen und erfordert sogar nach wiederholten
Flammenrückschlägen keine Unterhaltung, während die innige Durchmischung der Gase bei den Brennern der gewöhnlichen
Pistolen durch Stoßwände erfolgte, die mit äußerst kleinen Löchern versehen waren, die
man nach jedem Flammenrückschlag reinigen mußte, was die Pistole für längere Zeit außer
Betrieb setzte und dirf Mithilfe eines geschulten
Arbeiters für die Ausbesserung erforderte.
Die Abb; 5 zeigt in der Vorderansicht und teilweise im Schnitt eine andere Ausführungsform der Vorderplatte der Pistole nach der Erfindung,
bei welcher die Stiftschrauben 66 und 57 durch einen Hahn mit Doppelgehäuse ersetzt
sind. Die drei Stutzen 53, 54 und 55 münden nämlich in ein Doppelgehäuse ein, das
in der hier mit 87 bezeichneten Vorderplatte selbst vorgesehen ist. So mündet z. B. die
Düse 53 in ein erstes Teilgehäuse 88 und die beiden anderen Düsen in ein anderes Teilgehäuse
89 ein.
In diesen beiden zweckmäßig kegelförmig ausgebildeten Gehäusen sind zwei Hahnküken
von entsprechender Ausbildung 91 und 92 angeordnet und an der Stelle 90 durch eine passende
Verbindung, beispielsweise durch Nut und Feder, miteinander verbunden, so daß beide
Hahnküken mittels eines Handgriffes 93 gleichzeitig betätigt und trotzdem unabhängig voneinander
eingeschliffen werden können, um ihre gegenseitige Abdichtung vollkommen zu gewährleisten.
Am Ende des Hahnkükens 91 ist eine Stiftschraube 97 für die Regelung der für die Speisung
der Turbine entnommenen Druckluft angeordnet.
Aus der Abb. 5 ist die Leitung 61 ersichtlich, die zum Turbinengehäuse 13 führt; bei 94 und
95 sind ferner die Leitungen angegeben, welche die Gase der ringförmigen Nut 69 zuführen,
worin sie sich in der oben beschriebenen Weise miteinander vermischen.
Ein Kanal 96 enthält etwas öl, um eine vollkommene
Schmierung der Hahnküken 91 und 92 zu gewährleisten.
Durch die Anordnung der beiden getrennten Hahnküken 91 und 92 wird erreicht, daß bei
einer etwaigen Undichtigkeit die entweichende Druckluft bzw. das entweichende Gas in die
Außenluft gelangt, während bei einem Einzelkükenhahn im Falle einer Undichtigkeit
zwischen einer Düse und der anderen gefährliche zerknallende Gemische entstehen können.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Druckluftpistole zum Zerstäuben und Auf schleudern schmelzbarer Stoffe in Drahtoder Stabform, bestehend aus einer Zerstäuberdüse * und einem in einem abgeschlossenen Gehäuse befindlichen Vorschubgetriebe, durch welches die Drähte oder Stäbe der Zerstäubungsdüse zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der die " Flamme erzeugende Brenner (63) und die J Rohrstutzen (53, 54, 55) für die Zuführung des Brenngases, des Sauerstoffes und derDruckluft sowie die Mittel zur Regelung dieser Gase (97, 91, 92) sämtlich auf einer abnehmbaren Platte (52) angeordnet sind, die am Vorderteil des das Vorschubgetriebe enthaltenden Gehäuses befestigt ist.
- 2. Spritzpistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die am Brennerfuß angeordnete Brenngas-Sauerstoff-MischkammeY (69) ein Sicherheitsventil (71) von an sich bekannter Art eingebaut ist.
- 3. Druckluftpistole nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrstutzen (53, 54, 55) zum Gehäuse (88) eines Doppelhahnes führen, das zwei Küken (91, 92) aufweist, die in passender Weise, z. B. durch Nut und Feder (90), lösbar miteinander verbunden sind, so daß sie einzeln eingeschliffen werden können.
- 4. Druckluftpistole nach den Ansprüchen ι bis 3, bei der aus einer in ihrem Innern mit schraubengangartigen Nuten versehenen Kammer dem Brenner ein Gasgemisch zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß diese Mischkammer unmittelbar im Innern des Brenners angeordnet ist und die schraubengangartigen Nuten (76) am äußeren Umfange des mittleren Drahtf ührungsdornes (74) vorgesehen sind, wogegen die andere Wandung (78) der Kammer ein Muttergewinde (79) von geringer Steigung aufweist, das mit den schraubengangartigen Nuten (76) zusammenwirkt.Hierzu 1 Blatt ZeichnungenErgänzungsblatt zur Patentschrift 646 471 Klasse 48b Gruppe 12,Das Patent 646 471 ist durch rechtskräftige Entscheidung des Reichspatentamts vom 2.Juni 1938 dadurch teilweise für nichtig erklärt worden, daß die Ansprüche 1 und 2 gestrichen werden.
Applications Claiming Priority (1)
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Country Status (4)
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Also Published As
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