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Maschine für den Schlendprguss von HohIki'psse'l.
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nach und nach schwenkbaren Behältern gespeiste und in ihrer Längsrichtung bewegliche Giessrinne das geschmolzene Metall in eine sich drehende Form giesst. Bei diesen Maschinen werden die Bewegungen der schwenkbaren Behälter, der Giessrinne und der Form mittels Übertragungsmeehanismen von Elektromotoren bewirkt.
Damit mit diesen bekannten Maschinen der herzustellende Hohlkörper zufriedenstellend erhalten wird, ist es jedoch notwendig, dass der Zufluss des geschmolzenen Metalls, die Umdrehungsgeschwindigkeit der Form, die Geschwindigkeit der Giessrinne usw. aufeinander abgestimmt werden und dem jeweiligen Arbeitsvorgang entsprechend in Übereinstimmung mit den Dimensionen der zu giessenden Hohlkörper und ihrer Form abgeändert werden können.
Gegenstand der Erfindung ist eine Maschine der erwähnten Art, bei welcher die Abstimmung und deren Abänderung in besonders einfacher Weise möglich ist. Gemäss der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass für die vorteilhaft als Induktionsmotoren ausgeführten Elektromotoren Mittel für die In-
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den Form angeordnet ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel desErfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigen die Fig. 1 und 2 die Einrichtung für die Zuführung des Metalls, welche in einem vor der Vertikalebene BF angeordneten Teil der Maschine liegt ; die Fig., und 4 zeigen den zwischen den Ebenen EF und ( liegenden Mittelteil der Maschine, wobei angenommen ist, dass das Metall schon bei ungefähr einem Drittel der Länge angekommen ist.
Der Grundgedanke für den Schleuderguss von Hohlkörpern ist folgender : Man giesst das flüssige Metall in das Innere einer Form. die sich mit grosser Geschwindigkeit dreht und deren Achse horizontal oder leicht geneigt ist. Das flüssige Metall, welches auf die Innenwand dieser Form fällt. macht die Rotationsbewegung mit und haftet infolge der Zentrifugalkraft an der Wand. auf welche es gefallen ist. Dadurch, dass der Ausflusspunkt des Metalls mit konstanter Geschwindigkeit in horizontaler Richtung verschoben wird und die Menge des ausfliessenden Metalls so geregelt wird, dass der Fluss konstant ist, erhält man ein Rohr.
Für die harmonische Kombination dieser Bewegungen arbeiten mehrere Mechanismen zusammen, welche in den Zeichnungen schematisch dargestellt sind.
Die vorliegende Maschine für den Schleuderguss von Rohren besteht aus vier mechanischen Kom- plexen, von welchen jeder eine besondere Funktion hat.
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welche das Kippen desselben bewirken. Den Komplex B bildet die bewegliche Giessrinne. Der Komplex C enthält die sieh drehende Form und die Mechanismen, welche ihr die Rotationsbewegung erteilen. Ein weiterer nicht dargestellter Komplex dient zum Herausziehen des fertigen Rohres aus der Form.
Die Wirkungsweise jedes dieser Komplexe ist die folgende : Komplex A: Um einen vollständing regelmässigen Guss zu erzielen, verwendet man einen beson- deren Behälter 1. mittels welchem es möglich ist. in gleichen Zeiten gleiche Mengen des geschmolzenen Metalles auszugiessen, Der Behälter ist derart ausgebildet, dass seine Projektion senkrecht zur Achse
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Elektromotor 5 über ein Zahnradvorgelege 4 erteilt, dieses Vorgelege besitzt leicht auswechselbare Räder, um verschiedene Kippgeschwindigkeiten erreichen zu können. Dadurch kann die in dem Gefäss enthaltene Metallmenge und die ausfliessende Metallmenge nach Belieben geregelt werden, um Rohre von verschiedenem Durchmesser und verschiedener Wandstärke zu erhalten.
Mittels einer geeigneten Vorrichtung 5 kann die Bewegung auch von Hand aus ausgeführt werden.
Komplex B : Das aus dem Behälter 1 austretende flüssige Mete 11 wird in die Giessrinne 6 geführt. welche eine U-förmig gebogene Verstärkung oder Umhüllung 7 aufweist. Diese Rinne hat eine beträchtliche Länge und muss an einem Ende in dem Wagen gelagert sein, der ihr die Horizontalbewegung erteilt. damit sie in die Form eindringen kann ; sie ist jedoch durch seitliche Rippen verstärkt, die ihr genügend Festigkeit und in ihren verschiedenen Querschnitten eine konstante Widerstandsfähigkeit gegen Biegung geben. Man erhält so einen vollkommen geraden und festen Kanal, trotzdem er nur einseitig gelagert ist.
Die Innenseite der Rinne ist zweckmässig mit feuerfestem Material ausgekleidet, das aus kleinen Ziegeln von gleichen Dimensionen besteht, damit diejenigen unter ihnen, die beim Giessen beschädigt oder zerbrochen werden, ausgewechselt werden können. Diese Ziegel werden nach ihrem Einbau in die Metallrinne mit Graphit ausgestrichen, um ihre Rauheit zu vermindern und infolgedessen das Fliessen des flüssigen Metalles zu erleichtern.
Die Rinne ist an einem ihrer Enden auf einem Wagen 9 befestigt, welcher auf den Schienen 10 beweglich ist. Beim Beginn des Giessens ist die Rinne vollständig in die sich drehende Form eingeführt, und während des Giessens verschiebt sie sich derart, dass sie eine gleichmässige Bewegung aus der Form heraus ausführt, welche Bewegung von einem Mechanismus 11 abgeleitet wird, der ähnlich ist demjenigen, welcher das Kippen des Behälters hervorruft. Der Wagen wird durch eine Kette. K hin und her gezogen.
Eine bedeutende Schwierigkeit ergibt sich daraus, dass das Endstück des Rohres eine andere Form haben muss wie seine Wände, welche den übrigen Teil des Körpers bilden, da es kelchförmig ausgebildet sein oder einen Verstärkungsring oder eine Befestigungsflansche aufweisen muss. Dadurch wird es not-
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Type überwunden, welches Relais vom Bedienungsstandpunkt gesteuert und derart reguliert wird, dass der Motor, welcher die Rüekbewegung hervorruft, erst nach Ablauf einer gewissen, durch die Erfahrung bestimmten Zeit nach dem Beginn des Einfliessens des Metalls in Betrieb gesetzt wird oder in irgendeinem andern Zeitpunkte, welcher vom Arbeiter klar wahrgenommen werden kann.
Komplex C : Die sich drehende Form. K ist aus verschiedenen Elementen zusammengesetzt, die durch Bolzen zusammengehalten sind, und ihr inneres Profil stimmt mit dem äusseren Profil des zu giessenden Rohres überein. An der Aussenseite weist sie ausser dem Flanschs Bänder oder Ringe 14 auf, welche sich auf die angetriebenen Rollen 15 stützen, welche die Rotation der Form durch einfache Reibung bewirken.
Das Ende, welches dem Eintritt der Giessrinne entgegengesetzt ist, ist durch eine Scheibe. M geschlossen, die einen Tonkern 1'7 trägt, welcher genau das kelchförmige Profil des herzustellenden Rohres
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arhtung des Innern der Form während des Giessens und mittels eines Hakens 19 das Herausziehen des Rohres nach dem Erstarren des Metalles.
Die Drehbewegung wird der Form durch den Elektromotor '. ? erteilt mit Hilfe eines Wechselgetriebes.'1, welches innerhalb gewisser Grenzen eine Änderung der Rotationsgeschwindigkeit gestattet, und eines Getriebes 22, welches vollständig eingeschlossen ist, um eine intensive Schmierung aller sich drehenden Teile zu ermöglichen. Dieses Getriebe treibt die horizontale Achse 8 an, welche die Rollen 1.
5 trägt, auf die sich die Form l'J stützt. Das Getriebe besteht aus einer zweifachen Kegelradübersetzung J
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Die gesamte beschriebene Einrichtung ist derart ausgeführt, dass eine sich drehende Form durch eine andere verschiedener Länge und verschiedenen Durchmessers ersetzt werden kann und durch zweck-
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organs kann man auf derselben Maschine Rohre von ganz verschiedenen Typen und Dimensionen herstellen. Die sich daraus ergebende Mannigfaltigkeit ist eine sehr grosse. Diese wichtige Eigenschaft würde jedoch ausgeglichen werden, wenn die Formen einer starken Abmitzung unterworfen wären und infolgedessen ein häufiges Auswechseln erforderlich wäre.
Um diese Unzukömmliehkeit zu vermeiden, verwendet man Formen aus Gusseisen, welche mit einer inneren Auskleidung aus Stahl oder einem ändern geeigneten
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Selbstverständlich kann die Ausführung, die Dimensionierung und die Anordnung der einzelnen Teile im Rahmen der Erfindung auch geändert werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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in eine sich drehende Form giesst, wobei die Bewegungen der schwenkbaren Behälter, der Giessrinnen und der Form mittels geeigneter Übertragungsmechanismen von Elektromotoren bewirkt werden, dadurch gekennzeichnet, dass für die vorteilhaft als Induktionsmotoren ausgeführten Elektromotoren Mittel für die Ingangsetzung, Regelung und Abstellung vorgesehen sind. von welchen ein Teil automatisch arbeitet und die andern an einem einzigen Bcdienungsstandpunkt zentralisiert sind, der am freien Ende der sich drehenden Form angeordnet ist.