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Maschine zum Prüfen der Abnützung durch Schleifvorgänge.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Prüfen der Abnutzung von Gegenständen unter Verwendung von zwei umlaufenden Scheiben, von denen die eine ein Priifstiick, die andere eine Schleifscheibe darstellt. Beide Scheiben werden ständig gegeneinander gepresst und laufen unter Aufrechterhaltung einer gegenseitigen Schlüpfung um. wodurch eine Abnützung des Priifstiickes erzielt wird, die der natürlichen Abnützung entspricht und aus welcher Schlüsse über das Verhalten des Materials gegen Abnützung gezogen werden können. Es sind bereits derartige Maschinen, insbesondere zum Prüfen der
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Schleifscheibe in Umlauf versetzt.
Die gegenseitige Sehlüpfung wird hiebei beispielsweise durch Schiefstellen des Prüfstüekes oder dadurch erzielt, dass die Drehung der Schleifscheibe verzögert wird. Die
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und Schleifscheibe, die Verzögerung der letzteren und die Umlaufgeschwindigkeit des ersteren konstant, so würde die Sehlüpfung bei verschiedenen zu prüfenden Materialien verschieden sein, so dass ein Vergleich zwischen den Abnützungen verschiedener Materialien zu unrichtigen Folgerungen führen würde. Anderseits ist zu bedenken, dass der Durchmesser des Prüfstückes im Laufe des Versuches infolge der Schleifwirkung geringer wird, so dass sich nach Massgabe der Abnützung die Geschwindigkeitsverhältnisse und somit auch die Schlüpfung ändern.
Um nun bei Berücksichtigung der angegebenen umstände für jedes Prüfmaterial zu Versuchsbedingungen zu gelangen, die der natürlichen Abnützung in weitestem Masse entsprechen, und gleichzeitig Versuchsergebnisse zu erhalten, die den richtigen Vergleich zwischen verschiedenen Prüfmaterialien gestatten, ist es erforderlich, die Sehlüpfung während des Versuches genau regeln zu können.
Zu diesem Zwecke sind gemäss der Erfindung Tachometer, die die Umdrehungszahl von Prüfstück und Sehleifseheibe anzeigen, und überdies Tourenzähler vorgesehen, die die Gesamtumdrehungszahlen
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Versuchsdauer ermöglichen. Die Schliipfung wird gemäss der Erfindung in einfacher Weise durch eine verstellbare Bremse geregelt, die die Verzögerung der Schleifscheibe gegenüber dem Prüfstück bewirkt.
Eine solche Bremse wird zweckmässig durch einen mit der Schleifscheibe verbundenen magnetischen Teil gebildet, der zwischen den Polen eines Elektromagneten umläuft und je nach Erregung desselben
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antreibt, in welchem Falle die Bremse auf letztere wirkt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Maschine gemäss der Erfindung schaubildlich dargestellt.
Das Prüfstück 1 wird durch einen Elektromotor 2 angetrieben. dessen Umlaufszahl durch ein Tachometer. 3 angezeigt und durch einen Rheostaten J kontrolliert wird, um das Prüfstück mit immer genau gleicher Umlaufzahl umlaufen zu lassen, u. zw. unabhängig von äusseren Einflüssen, wie beispielsweise Änderungen des Motorstroms. Der Rheostat 4 ist mit dein Anker des Motors verbunden, dessen Leitung über einen Anlasser 6 und Sehalter 7 mit der Leitung 5 verbunden ist. Das Prüfstück 1 liegt in Berührung mit einer Schleifseheibe 8 und wird von ihr durch Reibung mitgenommen. Zur Erzielung des erforderlichen Druckes zwischen beiden Scheiben ist das Prüfstück am Ende eines schwingenden Armes 9, der bei 10 zwischen den beiden Stützteilen 11 gelagert ist, angebracht.
Der Druck wird durch
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u. zw. unabhängig von dem veränderlichen Antrieb durch das Prüfstück. Um dies zu erreiehen. sieht die Erfindung ein Tachometer 15 zum Anzeigen der Drehzahl der Schleifscheibe 8 sowie eine Einrichtung zur Veränderung der Verzögerung derselben vor. Mit Hilfe eines Rheostaten 16 kann der den Magnet der Bremse 14 erregende Strom, somit auch die Verzögerung der Schleifscheibe verändert werden. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, schliesst der Magnetkreis ausserdem noch einen festen Widerstand in Gestalt. einer Lampe 17 ein.
Der Gesamtbetrag der Schlüpfung in einem gegebenen Zeitabschnitt, z. B. während eines voll- ständigen Versuches, wird durch zwei Zähler 18 und 19 bestimmt, von denen die Gesamtumlaufzahlen der Schleifscheibe und des Prüfstückes abgelesen werden.
Um die Oberfläche der Schleifscheibe sauber und von abgeschliffenen Teilen freizuhalten. ist eine sich drehende, schief liegende Drahtbürste 20 vorgesehen, durch die die Oberfläche der Scheibe gebürstet wird. Man kann aber auch ein Luftrohr 21 anordnen, mit dem man die Oberfläche durch Absaugen oder Blasen reinigen kann.
Man kann z. B. anstatt einer elektrischen eine verstellbare mechanische Bremse mit der Schleifscheibe verbinden. Die beschriebene Bremse ist indessen besonders zweckmässig, da sie besonders leicht einzustellen ist. Des weiteren kann man in Verbindung mit dem Prüfstück und der Schleifscheibe Mittel vorsehen, durch die die Drehzahl der Scheibe selbsttätig konstantgehalten wird. Man kann z. B. die Drehung der Scheibe zur Erzeugung elektrischen Stromes verwenden, der sich entsprechend dem durch
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PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Maschine zum Prüfen der Abnützung durch Sehleifvorgänge unter Verwendung von unter
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von Prüfstück und Schleifscheibe angeben.
2. Maschine nac hAnspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verzögerung der angetriebenen
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während des Versuches geregelt wird.