AT119654B - Vorrichtung zur Aktivierung und Wiederbelebung von Kohle. - Google Patents

Vorrichtung zur Aktivierung und Wiederbelebung von Kohle.

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AT119654B
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John Jay Naugle
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John Jay Naugle
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vorrichtung zur Aktivierung und   Wiederbelebung   von Kohle. 



   Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für die Aktivierung und Wiederbelebung von Kohle, besonders für die Behandlung von Entfärbungskohle, welche von kalzinierten, kohlenhaltigen, flüssigen   Rückständen   der Papierfabrikation herrührt. 



   Gemäss der Erfindung wird das zu aktivierende Gut durch einen längsgestreekten horizontalen Trog in dünner Schicht allmählich hindurchgeführt und dabei im ersten Teil des Troges beheizt und im hinteren Teil des Troges   allmäh1ich wieder abgekühlt.   Zu diesem Zweck sind die dem Beschickungsende   nächstgelegenen,   den Trogboden bildenden   Meta latten   mit unterer Flammenbeheizung versehen. Diese Metallplatten werden gleichzeitig als Mittelleiter oder aber auch als   Wärmeschutz   benutzt für zwei hintereinander in den Trog bis dicht an den Boden reichende   Hei7stromelektroden,   während die in der Fördervorrichtung folgenden Bodenplatten das Arbeitsgut wieder abkühlende Kühlwassermäntel aufweisen.

   Mit Fensterausschnitten für den Durchtritt des bewegten   Arbeitsgutes versehene Schaufeln   oder Rechen, welche winkelförmige oder einseitig schräg gebogene Unterenden haben, bewirken bei der das Material hin- und herschiebenden Bewegung eine stärkere Förderung in Richtung auf das Austragende des Troges. Die in ihrer   Längsrichtung   auseinandergezogene offene Vorrichtung lässt die Aktivierung besonders gut in ihren einzelnen Stadien übersehauen und kontrollieren. 



   In der Zeichnung ist : Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung, Fig. 2 eine Draufsicht derselben, Fig. 3 eine vergrösserte Seitenansicht des Einlassendes und Fig. 4 ein Querschnitt nach der Linie A-A der Fig. 3 in Pfeilrichtung gesehen. 



   Der Apparat ruht auf Beinen 2 passender Höhe. Der Boden des Troges 1 ist mit Ausnahme des Einlassendes zweckmässig mit wassergekühlten, gusseisernen Platten 3 ausgelegt und die Seiten sind mit feuerbeständigem   Material 4 gefüttert.   



   Nahe dem Einlassende des Troges ist der Boden mit gusseisernen Platten 5 ausgelegt, die nicht mit Wassermänteln versehen sind. Unter den Platten 5 befindet sich eine Anzahl Gasbrenner, die ausser der später erwähnten elektrischen Heizung zur Erwärmung dienen. 



   Nahe der Mitte   befindet sich eine zweckmässig rillenförmige Stange   9. Diese Stange ist durch Laschen   10   an einer Anzahl   Querstangen 11 aufgehängt.   



   Die Querstangen 11 sind je an jedem Ende mit Nutenrollen 12 versehen, die auf Schienen 13 an jeder Seite des Troges laufen. Ein Bock 14 erstreckt sich von der Stange 9 nach oben und ist an einer 
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 Klemmen 19 durch Schrauben 50 befestigt, die Schlitze 51 durchdringen, so dass der Boden der Schaufeln mit Bezug auf den Boden der Truhe genau eingestellt werden kann und sich gewöhnlich in kleinem Abstand über diesem Boden befindet. 



   Gewöhnlich sind einige der Schaufeln oder Rechen 18 am Boden mit geraden Stangen 53 ausgerüstet, die lediglich der Bewegung und Durchführung der Kohlenteilchen dienen und einige der Rechen 17 sind am Boden mit V-förmigen Stangen 54 versehen, welche die Kohlenteilchen   allmählich   durch die Truhe fördern. 



   Die Förderreehen 17 sind so geformt, dass die Rechen mehr oder weniger durch das Material bei der Rückwärtsbewegung gleiten und dieses Material bei der Vorwärtsbewegung teilweise mitnehmen. Auf diese Weise wird das zu aktivierende Material   allmählich   durch den Apparat nach dem   Auslassende   zu bewegt. 

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   Die Kohle wird zweckmässig in heissem Zustand durch den Trichter 20 eingebracht und häuft sich am Einlassende an, bis es in Berührung mit den Elektrodenrechen 21, 22 kommt. Diese Elektrodenrechen   21, 22   sind an der Stange 9 durch Klemmen 23 und M befestigt, die von der Stange durch Glimmertafeln oder durch anderes passendes Isoliermaterial isoliert sind. Die Klemme   24   hat eine seitliche Verlängerung 55. Von der Klemme 23 und der seitlichen Verlängerung 55 verlaufen Pfosten 25,26 nach oben und sind mit waagrechten Stangen 27, 28 verbunden, welche durch Schlitze 29, 30 elektrischer Bürsten 31, 32 gleiten. Die elektrischen Bürsten 31, 32 sind auf einem Teil 33 festgeklemmt, der den Apparat überbrückt und sind ferner von dem Teil 33 durch Glimmerstreifen oder anderes Material isoliert.

   Die Teile 21, 22,23, 24,   25,   26,27 und 28 sind von leitendem Material hergestellt und miteinander und einer passenden Elektrizitätsquelle durch die Bürsten 31, 32 verbunden. Die hin-und herbeweglichen Elektrodenrechen   21,   22 befinden sich im Abstand vom Boden des Apparates, so dass Strom durch eine beträchtliche Dicke des kohlenhaltigen Materials von einem Rechen in den gusseisernen Boden des Apparates geht und dann durch eine ungefähr gerade so dicke Materialschicht vom Boden nach dem andern Elektrodenrechen. Wenn wünschenswert, können die Bodenplatten   5   aus Isoliermaterial, wie Ziegelsteinen bestehen, in welchem Falle der Strom durch das kohlenhaltige Material von einer Elektrode zur andern geht.

   In diesem Fall ist es nicht nötig, die Elektrodenrechen 21, 22 im Abstand vom Boden des Apparates anzuordnen. 



   Die Elektrodenrechen 21, 22 können wie die Rechen 17 ausgebildet sein, doch durch die Schwerkraft wird   gewöhnlich   das Material in genügender Weise nach vorn befördert, so dass die unteren Enden der Elektroden flach sein können. 



   Der Strom ist so eingestellt, dass das Material auf eine bestimmte Temperatur, z. B.   450  C erwärmt   wird. Wenn einmal erwärmt, behält das Material die Temperatur oder diese wird sogar beim Durchgang 
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 der Masse ist daher reguliert und die Verbrennung wird durch die   Kühlplatten   3 begrenzt. Die Temperatur wird allmählich verringert in dem Masse, wie sieh das Material dem Auslassende des Apparates nähert. Hier fällt das Material auf den Boden oder in einen passenden Behälter oder auf eine   Fördervorriehtung.   



   Für die Aktivierung von Kohle ist ein offener Apparat, wie in den Figuren gezeigt, von Vorteil. 



  Für die Aktivierung erschöpfter aktiver Kohle ist es häufig   möglich,   das Material mit geringerer Verbrennung zu aktivieren. Dann ist es wünschenswert, den Apparat in passender Weise abzudecken, um die Zufuhr der Luft regeln zu können. Dies kann durch Platten entlang der Seiten des Apparates geschehen und ein Rauchkanal ist für die Abführung der Verbrennungsprodukte vorgesehen. 



     PATENT-ANSPRÜCHE   :
1. Vorrichtung zur Aktivierung kohlenstoffhaltiger Materialien durch Erhitzen in dünner Schicht unter ununterbrochenem Rühren, gekennzeichnet durch einen langgestreckten horizontalen Trog mit Metallplatten als Trogboden, von denen die   dem Beschickungsende nächsten   Platten   (5)   mit unterer Flammenheizung versehen sind und zweckmässig ferner gleichzeitig als Mittelleiter oder aber auch als   Wärmeschutz   benutzt werden für zwei hintereinander in den Trog bis dicht an den Boden reichende 
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 gut abkühlende   Kiihlwassermäntel   aufweisen.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an einer laufrollengeführten, längs über den Trog sich erstreckenden, hin-und herbewegten Schiene (9) eine grössere Anzahl in den Trog hineinreichender Schaufeln oder Rechen (17, 18) befestigt ist, welche den Trog in zahlreiche schmale Querabteilungen unterteilen und infolge ihrer Bewegung mit der sie tragenden Pendelschiene (9) das Arbeitsgut in dem Trog ständig umrühren und es dabei allmählich auf das Austragende zu befördern.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaufeln oder Rechen mit Fensterausschnitten für den Durchtritt des bewegten Arbeitsgutes versehen sind und winkelförmige oder einseitig schräg gebogene Unterenden (54) aufweisen.
    4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die der Eintragstelle für das Material am nächsten liegenden, als Stromzuführungselektroden dienenden Schaufeln oder Rechen (21, 22) an der Pendelschiene (9) elektrisch isoliert befestigt sind und mit oberen Verlängerungsstangen (27) zwischen isoliert gehaltenen Stromzuführungsbürsten (31, 32) entlang streichen.
AT119654D 1928-08-04 1928-08-04 Vorrichtung zur Aktivierung und Wiederbelebung von Kohle. AT119654B (de)

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