<Desc/Clms Page number 1>
Seilbahn mit gelenkig in das bewegte Tragseil eingehängtem Förderkorb.
Zusatzpatent zum Patente Nr. 106534.
Die Erfindung des Stammpatentes Nr. 106534 besteht darin, dass bei Seilbahnen mit gelenkig in das bewegte Tragseil eingehängtem Förderkorb und Zwischenstützen die Seilenden an zwei gelenkig verbundenen Rahmen angreifen, die Achse des Rahmengelenkes beiderseits Führungsräder trägt und der Förderkorb an einer unter der Rahmenachse aufgehängten Längsachse hängt. Diese Erfindung wird durch die zusätzliche in der Weise weiter ausgebildet, dass die Seilenden an einem Steifrahmen angreifen (der aber auch durch zwei gelenkig miteinander verbundene Steifrahmen ersetzt werden kann), der (oder die) Steifrahmen die Laufrollen an seinen Enden trägt und der Förderkorb gelenkig am Steifrahmen zwischen seinen Enden hängt. Der Vorzug dieser Anordnung ist eine grössere Nachgiebigkeit der Aufhängung des Förderkorbes.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Fig. 1 ist eine Seitenansicht, Fig. 2 ein Grundriss einer Zwischenstütze der Seilbahn.
In dem Aufriss ist der Förderkorb in sieben verschiedenen Stellungen eingezeichnet, die erste Stellung in ausgezogenen Linien, die übrigen in unterbrochenen Linien. Der Förderkorb 1 hängt an dem Haken 2 auf der Achse 3 des Steifrahmens 4, an dessen Enden die Tragseile 5 und 6 gelenkig angreifen. Dargestellt sind drei Tragseile. An den beiden Enden des Steifrahmens 4 befinden sich Laufachsen mit Rollen 7. Der Steifrahmen ist biegungsfest, einmal mit Bezug auf die lotrechte Belastung durch den Förderkorb, anderseits gegen eine Verzerrung des Viereck in seiner Ebene durch die angreifenden Seilkräfte.
Die Seile 5 werden von den Seilscheiben 8 getragen, die an der Stütze fest gelagert sind. Ihre Anzahl und Verteilung gewährt dem Tragseil geringe Ablenkungswinkel an den Stützen. Wenn der Förderkorb die Zwischenstützen überfährt, laufen die Rollen 7 auf eine Auflaufbahn 9, die den ganzen Steifrahmen über die Seilscheiben hinwegheben. In der Zeichnung ist dies stark übertrieben dargestellt um die einzelnen Stellen des Förderkorbes deutlich zu machen. In der Stellung I hängt der Förderkorb noch frei. In der Stellung 11 läuft die Vorderrolle auf die Auflaufbahn 9 eben auf, die an ihren Enden parallel zu der Seilrichtung geführt und mit sanfter und stetiger Übergangskurve in die schräge Richtung zu der Seilrichtung geführt ist.
Der Druck der Vorderrolle auf die Auflaufbahn ist daher zunächst sehr klein, die Hinterrolle schwebt frei in der Luft, und der unvermeidliche Stoss wird sehr gering und wird in noch verringertem Masse auf den Förderkorb übertragen, da er den Förderkorb nicht unmittelbar trifft.
Bei der Weiterfahrt, hinter Stellung III, nimmt der Gegendruck der Auflaufbahn auf die Vorderrolle allmählich zu, die Hinterrolle aber schwebt immer noch in der Luft. Die Lagen 111, 11 und I des Steifrahmens sind parallel. Die Hinterrolle berührt die Auflaufbahn erst dann, wenn die Richtung der Auflaufbahn zwischen den Punkten, die unter den beiden Rollen des Steifrahmens gelegen sind, parallel der Richtung des Steifrahmens in Stellung I geworden ist. Auch hier kann durch entsprechend sanfte
Krümmung der Bahn der Gegendruck im Augenblick der Berührung sehr klein gehalten werden.
In Stellung IV hat die Vorderrolle starken Gegendruck, die Hinterrolle kleinen Gegendruck der Auflaufbahn, in Stellung V ist das umgekehrt, Stellung VI und VII sind gegengleich zu Stellung 111 und 1.
Die Verringerung der Stösse auf den Förderkorb bei dieser Anordnung rührt daher, dass er in den
Stellungen 111- VI in einer sehr weichen Federung hängt, da er einerseits von der Auflaufbahn, anderseits von den Seilen getragen wird. Auch die Seile werden nicht stossweise beansprucht, da der Gegendruck
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
ordnung mit grösserer Geschwindigkeit überfahren werden als bei den bisherigen Bauarten.
Beim Überfahren der Stützen werden die Seile zeitweise von den Seilscheiben 8 abgehoben ; während dieser Zeit werden die Rollen des Steifrahmens zwischen Führungsleisten 10 der Auflaufbahn geführt, deren Abstand an den Enden etwas erweitert ist.