AT118544B - Sicherung für geringe Stromstärken. - Google Patents

Sicherung für geringe Stromstärken.

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AT118544B
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  Sicherung für geringe   Stromstärken.   



   Die Erfindung bezieht sieh auf eine Sicherung, welche mit einem Schmelzdraht versehen ist, der in einem entlüfteten oder mit einem, mit in Bezug auf den Schmelzdraht indifferentem Gas von niedrigem 
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 Stromstärken, z. B. 10-200 Milliampere, benutzt werden kann. 



   Die Sicherung gemäss der Erfindung ist mit einem   Schmelzdraht   versehen, der aus Nickelchrom hergestellt ist. Die hohe Zugfestigkeit des Nickelehroms macht es möglich, den aus dieser Legierung hergestellten Draht sehr dünn auszuziehen und diese Legierung hat noch'den weiteren grossen Vorteil, dass die Widerstandskennlinie sehr regelmässig mit der Temperatur verläuft. Bekanntlich hat die Anord-   nung   eines Schmelzdrahtes in einem entlüfteten oder mit Gas von niedrigem Druck gefüllten Raum den Vorteil, dass der Wärmeverlust durch Leitung verhindert wird, wodurch dem Draht wenig Wärme entzogen wird, so dass sogar ein   sehr geringer Strom Durchschmelzung   des   Schmelzdrahtes   zur Folge haben 
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  Obwohl die Wärmeverluste in dem mit Gas niedrigen Druckes gefüllten Raum bedeutender sind als in einem entlüfteten Raum, so können damit dennoch gute Ergebnisse erzielt werden und bei zweckmässiger Wahl kann das Gas noch den weiteren Vorteil bieten, dass die beim Durchschmelzen erzeugten Funken rasch gelöscht werden. Zu diesem Zweck wird vorteilhaft ein Gas von grosser   Elektronenaffinität,   z. B. Wasserstoff oder Stickstoff, benutzt. Zum Löschen ist es nämlich erforderlich, dass die Elektronen möglichst bald aus der Funkenbahn entfernt werden. Wird nun ein Gas   mit grosser Elektronenaffinität   benutzt, so werden die im   Entladungsraum vorhandenen Elektronen sieh mit den Gasmolekiien   zu negativen Ionen verbinden und dadurch der Bildung von Funken Einhalt tun. 



   Infolge der Zugfestigkeit und der sonstigen Eigenschaften des Nickelchroms kann die Sicherung nur bis zu einer bestimmten Mindeststromstärke hergestellt werden ; diese Mindeststromstärke kann nötigenfalls noch durch örtliche Schwächung des Drahtes unterschritten werden. Ein dazu vorzugsweise angewendetes Verfahren nach der Erfindung besteht darin, dass ein Draht zwischen zwei mit einem Ätzmittel   durchtränkt   Kissen gelegt wird, die den Draht   örtlich   umfassen und in dieser Weise durch Einwirkung des Ätzmittels eine Verringerung des Querschnittes bewirken. Bei Verwendung der Sicherung wird der Draht an der geschwächten Stelle zuerst durehschmelzen. 



   Da die Sicherung bei   gewöhnlichen Netzspannungen   verwendet werden kann, ist es nötig, besondere Vorkehrungen zu treffen, um das Auftreten von Funken zu verhindern. 



   Zweckmässig kann der Draht an zwei in einem Abstand   voneinander liegenden Steilen geschwächt   werden. Tritt   nun   der Schmelzstrom auf, so schmilzt der Draht an diesen zwei Stellen durch, wodurch 
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 der übrigbleibenden Drahtteile in einer gewissen Entfernung voneinander zu liegen kommen. 



   Eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 ist eine Seitenansicht der Sicherung gemäss der Erfindung, Fig. 2 ist ein Schnitt des Glasgefässes mit Schmelzdraht. Fig. 3 ist ein Schnitt des Glasgefässes, in das ein örtlich   geschwächter   Draht eingeschmolzen ist. 



  Fig. 4 zeigt eine Vorrichtung zur örtlichen Schwächung des   Schmelzdrahtes.   



   Die Sicherung gemäss der Erfindung ist mit Kappen 10 und 11 versehen, die auf einer entlüfteten Glasröhre 12 befestigt sind (Fig. 1). In die Röhre ist mittels der   Einführungsdrähte   13 und 14 (Fig. 2) 
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 der zwischen denselben liegende Drahtteil. ganz von dem Schmelzdraht abgetrennt wird und die unter   Spannung stehenden Enden der übrigbleibenden Drahtteile in bedeutender Entfernung voneinander zu liegen kommen.   



   In Fig. 4 ist eine Vorrichtung dargestellt, mittels welcher der Draht in zweckmässiger Weise örtlich geschwächt werden kann. Die Vorrichtung besteht im Wesen aus Kissen 20 und   21,   die aus nachgiebigem
Stoff hergestellt und mit einem Ätzmittel getränkt sind. Der zu schwächende Draht   16 wird auf die  
Kissen 20 gelegt, worauf die Kissen 21 abwärts auf die Kissen 20 bewegt werden. Durch die Einwirkung   des Ätzmittels wird nun der Draht an den Stellen geschwächt, an denen er von den Kissen umfasst wird. 



  Die Sicherung gemäss der Erfindung kann eine ausgedehnte Verwendung im Schwachstromgebiet   finden und sie ist ferner auch mit grossem Vorteil für empfindliche Messinstrumente verwendbar. Es ge-   schieht   nicht selten, dass Milliamperemeter irrtümlicherweise von einem zu hohen Strom   durchflossen   werden, wodurch das Instrument ernstlich beschädigt wird. Bei   Verwendung einer Sicherung gemäss   der Erfindung ist man dagegen gesichert. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Sicherung für geringe Stromstärke, die mit einem Schmelzdraht versehen ist, welcher in einem entlüfteten oder in einem mit in Bezug auf den Schmelzdraht indifferentem Gas von niedrigem Druck gefüllten Raum angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmelzdraht aus Chromniekel besteht.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung einer Sicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Draht (16) an einer oder mehreren Stellen örtlich geschwächt wird, indem er von Kissen (20, 21) aus einem nachgiebigen und mit einem Ätzmittel getränkten Stoff umfasst wird (Fig. 4). EMI2.2
AT118544D 1928-06-15 1929-05-02 Sicherung für geringe Stromstärken. AT118544B (de)

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