AT118541B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fernsprechkabeln. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fernsprechkabeln.

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AT118541B
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Felten & Guilleaume Ag Oester
Stahl & Kupferwerke Aktien Ges
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  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fernsprechkabeln. 



   Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Fernsprechkabeln mit   Papierluftraumisolation.   



  Verschiedene Verbesserungen der Erzeugungsmethoden solcher Kabel, die eine Erhöhung ihrer Gleichförmigkeit zum Ziel hatten, wurden bereits gemacht, so z. B. die Verwendung gleichfarbigen Papieres für sämtliche Adern einer Adergruppe, Herstellung sämtlicher Adern einer Adergruppe auf ein und demselben Gang der Isoliermaschine usw. 



   Eine Quelle von Unregelmässigkeiten ist die Verwendung von Bremsen für die zum Aufbau der   Aderisolation dienenden Elemente (Papierband, Papierkordel usw. ), wenn deren Einstellung durch die   Arbeiter erfolgen muss. Die Spannung dieser aufzubringenden Elemente hängt nämlich von der Bremskraft ab und ändert sich bei den meisten Konstruktionen auch noch mit dem Durchmesser der Spulen, von denen das betreffende Element abläuft. Verschiedene Spannung der aufgebrachten Elemente bedingt aber auch verschiedene Aderdurchmesser und damit Unterschiede in der Kapazität, die starke Nebensprecherscheinungen hervorrufen können. 



   Es wurden bereits Bremskonstruktionen vorgeschlagen, bei denen die Spannung des aufzubringenden Elementes unabhängig vom Spulendurchmesser bleibt. Auch hat man durch Anordnung von An-   schlägen,   Skalen usw. ein gleichmässiges Einstellen der Bremsen zu erreichen versucht. Die erwähnten Konstruktionen haben aber den Nachteil, dass sie verhältnismässig kompliziert und teuer sind und dass ihre angestrebte Wirkung bei Bedienungsfehlern ausbleibt. 



   Es wurde nun erkannt, dass es zur Erreichung guter Eigenschaften eines Kabels nicht notwendig ist, die Spannungen der Isolationselemente über die ganze Kabellänge konstant zu halten, sondern es können ohne Nachteil auch solche Bremsen verwendet werden, bei denen sich die Spannung der aufzubringenden Elemente mit dem Spulendurchmesser ändert, wenn dafür gesorgt wird, dass nur solche Adern. zu einer Adergruppe vereinigt werden, bei welchen die gleichartigen Isolationselemente über die ganze Kabellänge untereinander gleiche Spannungsverläufe aufweisen.

   Um dies mit Sicherheit zu erreichen, ist nur notwendig, die Einstellung der Bremsen vollkommen unabhängig von der Bedienung zu machen, indem beispielsweise zur Bremsung das Spulengewicht verwendet wird, ferner bei der Aufbringung der Isolation sämtlicher Adern der Adergruppe mit untereinander gleich grossen und gleich schweren Spulen der Isolationselemente zu beginnen und, falls bei grösseren Längen eine Erneuerung der Spulen notwendig wird, auch wieder untereinander gleich grosse und gleich schwere Spulen zu verwenden. 



   Die Zeichnungen zeigen beispielsweise Ausführungsformen einer erfindungsgemässen Bremsvorrichtung im Schnitt in schematischer Darstellung. 



   Nach Fig. 1 sitzt die Kordelspule a auf einem trichterförmigen Bremsteller b auf, der rotiert. Durch die hohle Achse der Kordelspule wird von unten her der zu umspinnende   Draht e   zugeführt. Die Kordelspule wird lediglich durch ihr Gewicht gebremst, es kann aber zur Erhöhung der Bremskraft eventuell auch ein Zusatzgewicht d auf die Kordelspule aufgesetzt werden. 



   Eine Abart dieser Ausführung zeigt die Fig. 2. Bei dieser ist der konische Bremsteller b nicht direkt angetrieben, sondern durch eine Schraubenfeder elastisch mit dem angetriebenen Teil f gekuppelt. 



  Diese Ausführung hat den Vorteil, dass plötzliche Stösse beim Anfahren, die zum Abreissen der Kordel führen können, vermieden werden. 



   Eine weitere einfache Bremsung, die den gestellten Anforderungen genügt, zeigt die Fig. 3. In dieser ist mit a eine Papierbandspule bezeichnet, mit b der angetriebene Papierteller, mit c der zu 

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 eine zwischen Papierbandspule und Papierteller angeordnete Kautschukplatte, die am Papierteller   aufgekittet   ist und mit e ein Zusatzgewicht, das erforderlichenfalls zur Vergrösserung der Bremskraft auf die Papierbandspule aufgesetzt werden kann. 



   Bei allen angeführten Bremsmitteln ist die im aufzubringenden Element erzeugte Spannung eine Funktion des Gewichtes der Spule, ändert sich also während des Betriebes der Anordnung. Unter den oben angeführten Vorsichtsmassregeln hat diese Änderung aber keinerlei nachteilige Folgen. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :  
1. Verfahren zur Herstellung von Fernsprechkabeln mit Adern, deren Isolationselemente nicht mit konstanter Spannung aufgebracht wurden, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Isolationselemente der zum Aufbau einer Gruppe bestimmten Adern unter Verwendung von Bremsmitteln, deren Bremswirkung von vornherein gegeben ist und durch die Bedienung nicht beeinflusst werden kann, derart auf- 
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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von Bremsmitteln für die Isolationselemente, deren Bremswirkung eine Funktion des Gewichtes der Isolationsmaterialspulen ist, wobei die Erzeugung der Adern für eine Adergruppe mit untereinander gleich grossen und gleich schweren gleichartigen Isolationsmaterialspulen begonnen wird.
    3. Bremsvorrichtung für Aderumspinnmasehinen zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolationsmaterialspule auf einem gegebenenfalls trichterförmigen angetriebenen Reibteller aufsitzt.
    4. Bremsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Reibteller unter Zwischenschaltung einer Federkupplung mit dem Antrieb verbunden ist.
    5. Bremsvorrichtung nach Anspruch 3 und 4, gekennzeichnet durch die Anordnung reibungerhöhender Zwischenlagen zwischen Spule und Reibteller. EMI2.3
AT118541D 1929-04-18 1929-04-18 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fernsprechkabeln. AT118541B (de)

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