DE577263C - Vorrichtung zum Isolieren von Draht mit Fasermaterial, vorzugsweise mit Asbestfasern - Google Patents

Vorrichtung zum Isolieren von Draht mit Fasermaterial, vorzugsweise mit Asbestfasern

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Publication number
DE577263C
DE577263C DEA56715D DEA0056715D DE577263C DE 577263 C DE577263 C DE 577263C DE A56715 D DEA56715 D DE A56715D DE A0056715 D DEA0056715 D DE A0056715D DE 577263 C DE577263 C DE 577263C
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DE
Germany
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wire
carding
rollers
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asbestos
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Expired
Application number
DEA56715D
Other languages
English (en)
Inventor
August Bohle
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AEG AG
Original Assignee
AEG AG
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Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
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Application granted granted Critical
Publication of DE577263C publication Critical patent/DE577263C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B13/00Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables
    • H01B13/06Insulating conductors or cables
    • H01B13/12Insulating conductors or cables by applying loose fibres

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AW
30. MAI 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 c GRUPPE 7
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaf t in Berlin*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Februar 1929 ab
Die ersten Versuche, elektrische Leitungen mit Asbest zu isolieren, um infolge der hohen Wärmebeständigkeit des Asbestes den Draht möglichst hoch belasten zu können, liegen schon sehr weit zurück. Zu unterscheiden sind hauptsächlich drei verschiedene Arten des Isolierverfahrens: die Beflechtung der Leiter mit Asbestfäden, das Bespinnen der Leiter mit gesponnenem Asbest oder neuerdings mit Asbestvorgarn und das Bekleben der Leiter mit losen Asbestfasern.
Die mit Asbestgarn beflochtenen oder besponnenen Leitungen können für die Wicklung von Maschinen nicht verwendet werden, weil die isolation in dieser Form zu stark aufträgt und infolgedessen nicht mit der Baumwollisolition in Wettbewerb treten kann. Zum Aufbringen loser Asbestfasern auf einen blanken Leiter sind die verschiedensten Verfahren und Maschinen ausprobiert worden. ZJB. hat man die Asbestfasern zu einem sogenannten Florband verarbeitet und dieses Florband unter Verwendung von Klebstoff um den rotierenden Leiter gewickelt.
Auch hierdurch kann keine gleichmäßige dünne Isolation erzielt werden, weil an den Stoßstellen der Florbänder die Stärke der Isolation nicht immer die gleiche ist wie die des Florbandes selbst. Auch können zwischen den Rändern der Florbänder Lücken entstehen. Ferner sind Maschinen gebaut worden, die auf irgendeine Weise zerkleinerte Asbestfasern durch Luftstrom gegen die mit Klebstoff versehenen Leiter blasen. Hierbei erfolgt jedoch die Auftragung ungleichmäßig,. und es bilden sich ungleich starke Stellen in der Isolation, so daß eine Verwendung der auf diese Weise isolierten Drähte für Maschinenwicklungen unwirtschaftlich ist.
Ferner ist das aus der Textilindustrie bekannte Krempelverfahren auch zur Isolierung von Drähten mit Asbestfasern benutzt worden. Das Asbestgarn wird bei diesem Verfahren durch die mit feinen Stahldrahtzähnen versehenen Walzen fein zerfasert und von der letzten Krempelwalze an den mit Klebstoff versehenen Draht abgegeben. Auf diese Weise wird zwar der Asbest sehr fein verteilt und auch eine dünne Isolation des Drahtes erzielt, doch hatte auch dieses be- 5< > kannte Verfahren erhebliche Mängel, die hauptsächlich auf die Bauart der benutzten Maschinen zurückzuführen sind. Zur Zerkleinerung der Asbestfasern muß nämlich eine größere Anzahl von Krempelwalzen verwendet werden, weil mit der Zahl der Walzen auch die Feinheit der Asbestfasern wächst. So hat man beispielsweise auf einer Maschine acht Krempelwalzen verwendet und in dem Aderkopf untergebracht, so daß alle um den Draht rotieren müssen. Nicht nur diese Kretnpelwalzen, sondern auch das Übersetzungsgetriebe, das den Walzen verschiedene Umdrehungsgeschwindigkeiten erteilt,
*) Von dem Patentsweher ist als der Erfinder angegeben worden:
August Bohle in Berlin-Oberschöneweide.
muß infolgedessen um den Draht rotieren. Diese Bauart hat eine Reihe von Nachteilen, die sich in ungünstigen Eigenschaften der Drahtisolation und in wirtschaftlicher Beziehung auswirken. Durch die Erfindung wird die Maschine so verbessert, daß eine gleichmäßige Isolation mit hoher Geschwindigkeit, also in wirtschaftlicher Weise, hergestellt werden kann,
ίο In mechanischer Beziehung ist der bekannte, mit acht Kremperwalzen ausgerüstete Aderkopf sehr ungünstig, weil durch die vielen Walzen und Übersetzungsgetriebe ein großes Gewicht in schnelle Umdrehung um den Draht versetzt werden muß. Die Umdrehungsgeschwindigkeit ist infolgedessen sehr beschränkt und somit auch die Herstellungsgeschwindigkeit der Drahtisolation. Die Abnutzung der rotierenden Krempelwalzen und ihrer Drahtzähne wird durch die Rotation sämtlicher Walzen um den Draht gleichfalls ungünstig beeinflußt; die Lebensdauer der Walzen ist hier weit geringer als bei solchen Walzen, die nur um ihre eigene Achse rotieren. Sehr häufig brechen außerdem Krempelzähne von den vielen um den Draht rotierenden Walzen ab und gelangen in die Isolation des Drahtes, in der sie von dem Klebstoff festgehalten werden. Die Folge davon ist entweder erheblicher Ausschuß oder Kurzschlüsse in der Maschinenwicklung, wenn die Metallteile bei der Prüfung nicht festgestellt werden. Ein weiterer Nachteil des mit sämtlichen Walzen um den Draht rotierenden Aderkopfes besteht darin, daß die von allen Walzen zerrissenen Asbestfasern mit dem Aderkopf in schnelle Rotation versetzt werden; die Fasern wirbeln, soweit sie nicht von den Drahtzähnen festgehalten werden, mit dem Aderkopf um den Draht und fallen zum Teil auf den Draht, bleiben auf ihm haften und verstärken somit unnötiger- und ungleichmäßigerweise die von der letzten Krempelwalze aufgebrachte Isolationsschicht. Ein anderer Teil der um den Draht wirbelnden Asbestflocken wird jedoch aus dem Aderkopf herausgeschleudert und geht für die Isolation als unnötiger Abfall verloren.
Um diese und andere, die Verwendung von Draht- und Asbestisolation ungünstig beeinflussenden Fehler auszuschalten, wird nach der Erfindung die im folgenden beschriebene Bauart der Maschine vorgeschlagen. Um den Draht rotieren so wenig Krempelräder wie möglich. Als zweckmäßigste Ausführungsform hat sich die Anordnung von zwei um den Draht rotierenden Krempelrädern ergeben. Die anderen zur Zerfaserung des Asbestes notwendigen Krempelwalzen rotieren nur um ihre eigene Achse. Ihr Gewicht erhöht somit nicht die Zentrifugalkraft des Aderkopfes, und es ist ausgeschlossen, daß ihre Zähne beim Ausbrechen auf den isolierten Draht fallen, zumal wenn die festen Krempelwalzen seitlich des Aderkopfes und nicht über dem'Aderkopf angeordnet werden. Die Abnutzung der Krempel walzen mit fester Lage in der Maschine ist geringer als die der um den Draht rotierenden Walzen. Da der Aderkopf mit nur einer oder zwei Krempelwalzen viel leichter sein kann als beim Einbau von vielen Walzen in den Aderkopf, so kann er viel schneller um den Draht rotieren, ohne daß die zulässige Beanspruchung überschritten wird. Hierdurch wird die Geschwindigkeit, mit der die Isolation auf den Draht aufgebracht werden kann, erhöht und somit die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens verbessert.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen:
Abb. ι eine Gesamtansicht der Isoliermaschine,
Abb. 2 den Teil der Maschine, der zum Zuführen und Vorbereiten des Asbestvorgarns und den Aderkopf zum Aufbringen der Asbestfasern auf den Draht dient, schematisch,
Abb. 3 den Aderkopf zum Aufbringen der Asbestfasern auf den Draht dient,
Abb. 3 den Aderkopf zum Aufbringen der Asbestfasern auf den Draht in Perspektive. Der blanke Drahte läuft, wie Abb. 1 zeigt, von der Abwickeltrommel 1 über die Leitrolle 2 durch die Richtrollen 3 zu dem mit Klebstoff versehenen Behälter 4 und tritt dann in das Gehäuse 5 ein, in dem er seine Isolierung erhält. Die Art der Aufbringung der Isolierung ist unten an Abb. 2 näher erläutert. Nach der Isolierung schließen sich die bekannten Verfahren an. Der isolierte Draht wird in gewissen Abständen, z. B. bei 6 und 8, nochmals geglättet, passiert die Führungsrollen 1J und 9. Nach dem Tränken der Isolation in dem Trog 10 läuft der Draht bei 11 durch ein Gehäuse mit mehreren Glättvorrichtungen, bei 12 und 13 durch nippelartige Glätter und wird bei 14 getrocknet, bei 15 durch ein mit Talkum gefülltes Gefäß geführt.
Nach Abb. 2 wird das zur Isolierung verwendete Vorgarn f von den Spulen b in Form von Einzelfäden über eine Leitrolle d durch in Walzenpaar e den Krempel walzen gv ä> gs zugeführt, die nur um ihre Achse rotieren. In der Zeichnung sind drei derartige Krempelwalzen dargestellt, doch können noch mehr Walzen außerhalb des Aderkopfes 1 angeordnet sein. Jede der Krempelwalzen git fs» Ss rotiert, je näher sie zum Aderkopf iegt, mit immer höherer Geschwindigkeit als
die vorhergehende. Die letzte feste Krempelwalze gs gibt die Asbestfasern an die um den Draht α rotierende Krempelwalze h ab, deren Umdrehungszahl ein Mehrfaches von derjenigen der Krempelwalze gB ist, und Walze h gibt die Fasern wieder an die Walze i. Von der Walze i erhält der mit Klebstoff versehene Draht α die fein zerteilten Asbestfasern. Der um den Draht rotierende,
ίο federnde Glätter k drückt die Fasern fest.
In Abb. 2 ist noch dargestellt, welche Einrichtungen getroffen sind, um zu verhüten, daß abbrechende Zähne und andere Fremdkörper, die im Rohgarn enthalten sein können, in die Isolation des Drahtes kommen. Wesentlich hierbei ist einmal die Lagerung der Walzen in dem Gehäuse seitlich des Drahtes a, die es verhindert, daß die TJahas. usw. auf den Draht fallen, wie es bei Anordnung der WaI-zen senkrecht über dem Draht der Fall wäre. Andererseits entfernt ein Ventilator m die an den Walzen ausfallenden schwereren Bestandteile des Asbestes und sonstige, das Endprodukt ungünstig beeinflussende Fremdkörper aus dem Gehäuse n.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Vorrichtung zum Isolieren von
    Draht mit Fasermaterial, vorzugsweise mit Asbestfasern, wobei das Fasermaterial der Vorrichtung in Form von Vorgarnfäden zugeführt und diese in der Vorrichtung zu Fasern zerlegt und die Fasern von einem Krempelrad direkt auf den mit Klebstoff versehenen Draht aufgebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß nur die zum Aufbringen des Faserstoffes auf den Draht erforderlichen Krempelräder im Aderkopf um den Draht rotieren, während die für den eigentlichen Krempel-Vorgang notwendigen Krempelräder außerhalb des Aderkopfes nur um feststehende Achsen rotierend angeordnet sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die feststehenden Walzen (^1, g2, gs) seitlich vom Aderkopf (1) so angeordnet sind, daß Fremdkörper und grobe Asbestteile abfallen und unter den feststehenden Walzen liegenden Behältern zugeführt und von dort weiterbefördert werden.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein an sich bekannter Glätter (k) in dem Aderkopf angeordnet ist und mit diesem um den isolierten Draht (α) rotiert und derart federnd auf den Draht gepreßt wird, daß auch bei Drähten von unrundem Querschnitt das Anliegen des Glätters an der Isolation gewahrt bleibt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEA56715D 1929-02-05 1929-02-05 Vorrichtung zum Isolieren von Draht mit Fasermaterial, vorzugsweise mit Asbestfasern Expired DE577263C (de)

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DE577263C true DE577263C (de) 1933-05-30

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