AT117482B - Schleuderverfahren für Zuckerfüllmassen und ungereinigte Zuckerkristalle. - Google Patents

Schleuderverfahren für Zuckerfüllmassen und ungereinigte Zuckerkristalle.

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AT117482B
AT117482B AT117482DA AT117482B AT 117482 B AT117482 B AT 117482B AT 117482D A AT117482D A AT 117482DA AT 117482 B AT117482 B AT 117482B
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Raffinerie Tirlemontoise Sa
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  • Centrifugal Separators (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Das bisher Verwendung findende Schleuderverfahren besteht darin, gekochte oder gemischte   Feuil-   massen durch Schleudern normaler Umdrehungszahl, welche eine Fliehkraft bis etwa der   800fachen   des Eigengewichtes entwickeln, in Sirup und Zuckerkristalle zu zerlegen. Durch einfaches Abschleudern werden jedoch einerseits die Zuckerkristalle nicht ganz vom Sirup befreit, und es war deshalb, um vollständig weisse Kristalle zu erhalten, üblich, die beim Abschleudern in der Schleuder zurückgebliebenen Kristalle durch eine Wasser-oder Dampfdeeke rein zu waschen. Hiebei wird aber ein Teil der Kristalle aufgelöst, wodurch die Ausbeute an reinen   Zuckerkristallen   bedeutend verringert wird. 



   Anderseits ist der abgeschleudert Sirup noch so reich an Zucker, dass er in den Raffinationsbetrieb   zurückgeführt   werden muss, wo er auf Füllmasse mitverkoeht wird. 



   Die Erfindung bezweckt nun, durch Steigerung der Schleuderkraft der verwendeten Zentrifugen eine so wirksame Trennung zwischen Zucker und Sirup zu erzielen, dass jede weitere Reinigung des abgeschleuderten Zuckers durch Wasser- oder Dampfdecke vollständig überflüssig wird, da der Sirup vollständig oder fast vollständig abgeschleudert wird und selbst so   zuekerarm   ist, dass er aus dem regulären Saftumlauf praktisch ausgeschieden werden kann. 



   Dieser Effekt wird in manchen Fällen bereits erreicht mit einer Schleuderkraft, die das 1200fache des Eigengewichtes der Schleudermasse beträgt. Die jeweils erforderliche Schleuderkraft hängt von der verarbeiteten Rohzuckersorte ab, sie kann unter Umständen, insbesondere bei ganz eingetrockneten Zuckern, auch ein Vielfaches des oben genannten Wertes betragen. 



   Beispiel   l.   



   Rohzucker, dessen Zusammensetzung sich aus folgender Analyse ergibt : 
 EMI1.2 
 
<tb> 
<tb> Polarisation <SEP> 94.4
<tb> Organischer <SEP> Nichtzueker <SEP> 1.86
<tb> Asche............................................ <SEP> 0-99
<tb> Wasser <SEP> .................................... <SEP> 2.75
<tb> 
 wird in einer Siebschleuder von 250 mm Durchmesser geschleudert, deren Sieb Maschen von 0-3 mm Breite und 5 mm Länge hat. Jede der vier Abteilungen der Trommel wird mit gleichen Mengen Rohzucker gefÜllt, um das Gleichgewicht herzustellen, dann wird die Trommel durch einen aufgeschraubten Deckel gut geschlossen und auf Touren gebracht. Die Abschleuderungsdauer beträgt zehn Minuten, die Tourenzahl der Trommel schwankt zwischen 3750 und 3800, was etwa dem   2000fachen   des Eigengewichtes des Schleudergutes entspricht. 



   Der ablaufende Sirup enthält nur geringe Mengen Feinkorn. Eine Probe des zurückgebliebenen Zuckers gibt bei der Untersuchung folgende Daten : 
 EMI1.3 
 
<tb> 
<tb> Polarisation <SEP> 99
<tb> Organiseher <SEP> Nichtzncker...,,,.,,.....,.......,.,.., <SEP> 0'33
<tb> ASche <SEP> ..................................... <SEP> 0-23
<tb> Wasser <SEP> 0-54
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Der Zucker hat eine ganz schwach gelbliche Farbe und ist infolge seines hohen Reinheitsquotienten   von 9955   geeignet, ohne weitere Reinigung durch Wasser-, Dampf-oder Sirupdecke, nur durch Filtration über Knochenkohle, gute Klären für Raffinaden zu liefern.

   Würde man dagegen die sonst anfallen- 
 EMI2.1 
 zuführen, so würde die   Knochenkohlestation   zu stark belastet werden und nicht imstande sein, die Reini-   gung   in genügend weitem Masse zu vollziehen. Das Resultat wären Säfte, aus denen gute Raffinaden nicht zu kochen sind. Durch Abschleudern des Zuckers in den Zentrifugen mit einer Tourenzahl, die weit   ilber   das bisher bekannte Mass hinausgeht, wird also ein erheblicher technischer bzw. wirtschaftlicher Vorteil erreicht. 



   Beispiel 2. 



   Rohzucker mit den Analysenwerten : 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Polarisation <SEP> .............................. <SEP> 94.60
<tb> Wasser <SEP> 2 <SEP> 23
<tb> Nichtzucker <SEP> 3-17
<tb> 
 wird gemäss der oben angegebenen Arbeitsweise abgeschleudert und liefert dabei einen Sirup von der Reinheit 64-50. 



   Dies entspricht umgerechnet auf 100 kg Rohzucker einer Ausbeute von   88'74 leg affiniertem   Zucker, wie sich folgendermassen berechnen lässt : 
 EMI2.3 
 
Wenn man dagegen mit einer Schleuder arbeitet, deren Schleuderkraft nach der bisher angewendeten Arbeitsweise nur das etwa 700faehe des Eigengewichtes der Schleudermasse beträgt, so erhält man Sirup von der Reinheit 88 oder an affiniertem Zucker : 
 EMI2.4 
 
Die Erhöhung der Zuckerausbeute pro   100 leg   beträgt   somit 88-74 -71-26 kg   =   17-48 kg.   



   Werden Schleudern verwendet, deren Schleuderkraft eben nur das   700faehe   des Eigengewichtes der   Schleudermasse   beträgt, so muss man, wie bereits eingangs bemerkt, noch eine Wasser-oder Dampfdecke anwenden, um reinen Zucker zu erhalten ; dagegen kann bei Anwendung des Schleuderverfahrens gemäss der Erfindung der Zucker direkt als Konsumzucker auf den Markt kommen oder braucht nur noch zur Filtration mit Knochenkohle zu gehen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Schleuderverfahren für Zuckerlullmassen und ungereinigte Zuckerkristalle, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Umlaufzahl der Schleuder so hoch gesteigert wird, dass der Sirup vollständig oder fast vollständig von den Kristallen abgeschleudert wird, so dass er aus dem regulären Saftumlaufe praktisch ausgeschaltet wird.
AT117482D 1926-09-09 1926-10-11 Schleuderverfahren für Zuckerfüllmassen und ungereinigte Zuckerkristalle. AT117482B (de)

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