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Schaltungsanordnung zur Beseitigung von Stör- und Nebenwellen in drahtlosen Kreisen.
In dem D. R. Patent Nr. 452.661 ist ein Weg angegeben worden, um in Wechselstromkreisen, besonders in Schwingungskreisen für drahtlose Sender, unerwünschte Störwellen, wie solche beispielsweise bei der Frequenzvervielfachung mittels statischer Frequenztransformatoren in Form störender Seitenwellen auftreten, zu beseitigen.
Es wurden dort Schluckkreise angegeben, welche die Eigenschaft haben, bestimmte, besonders
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einer bestimmten Grundfrequenz als Nutzwelle dienen soll, die 7. und 11. Harmonische abzusaugen.
Dagegen haben sie in ihrer Gesamtheit für die Nutzwelle den Charakter eines Sperrkreises, d. h. eines hohen Widerstandes. In der Fig. 1 ist die Abhängigkeit des Scheinwiderstandes einer solchen Anordnung für alle Frequenzen dargestellt. Der besseren Übersichtlichkeit halber ist nicht die Frequenz selbst als
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und unendlich kleine Frequenzen wächst der Widerstand R wieder an bis oo.
Diese Anordnung hat tatsächlich im Verhältnis zu andern bekannten Siebkreisen eine besonders gute Saugwirkung in dem angegebenen Sinne. Es ist jedoch dabei noch nichts gesagt über die günstigste
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überall da überflüssig, wo es sich nur darum handelt, eine Hauptwelle nicht durchzulassen und für bestimmte Nebenwellen durch je einen Saugkreis einen Kurzschluss zu schaffen. Man wählte deshalb bisher die Selbstinduktionen und Kapazitäten in der gleichen Grössenanordnung, wie die übrigen Schaltelemente des Senders. Waren noch mehr als zwei Nebenwellen vorhanden, so mussten notwendig noch ebensoviele Sauglreise vorgesehen werden, als Störwellen vorhanden waren.
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grosser Widerstand für die Nutzwelle und möglichst kleiner Widerstand (Kurzschluss) für die zwei am meisten störenden Nebenwellen, nach wie vor erfüllt bleiben.
Man kann eine solche Form der Resonanzkurve dadurch erreichen, dass man den Kapazitäten extrem grosse Werte und den Selbstinduktionen
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Abflachung der Resonanzkurve an der Stelle c bzw. durch Erhöhung des Widerstandes an den Stellen Mi, M wieder aufgehoben wird.
Beispielsweise erhalten die Selbstinduktionsspulen 6 und 8 nur je eine einzige Windung, die zur Erzielung möglichst geringer Dämpfung aus mehreren parallelgeschalteten Hochfrequenz1itzen von grossem
Querschnitt besteht. Um die Resonanzbedingungen zu erfüllen, müssen die Kondensatoren entsprechend grosse Werte, z. B. 3-4mF bei einer Nutzwelle von X = 500 m annehmen, wobei es ebenfalls wichtig ist, dass die Kondensatoren möglichst geringen Verlustwiderstand besitzen.
Wie man aus den Kurven Fig. 2 sieht, ist jetzt der Schwingungswiderstand R auch für Frequenzen, die ziemlich weit oberhalb und unterhalb der Nutzfrequenz liegen, ebenfalls sehr gering, während der Wert von R bei wo sehr hoch und sehr schnell ansteigt. Es wird also das ganze Frequenzband einerseits zwischen den. Geraden I und 111, anderseits zwischen 11 und IY nahezu vollständig unterdrückt, wobei noch zu berücksichtigen ist, dass mit der Entfernung von M normalerweise die Amplituden der Stör- frequenzen stetig abnehmen.
Fernerhin ist es vorteilhaft, die Saugkreisanordnung an solche Stellen des Nutzschwingungskreises anzuschliessen, an denen für die Nutzwelle die geringste Potentialdifferenz herrscht. Z. B. stellt Fig. 3 diese Art der Schaltung dar. Es ist darin 1 ein Frequenzwandler, der ausser der Nutzwelle noch ein ganzes Spektrum Nebenwellen enthält, von denen gewöhnlich zwei, die ziemlich nahe an der Nutzwelle liegen, besonders stark ausgeprägt sind. Der Kreis 1, 2, 3, 4 ist auf die Nutzwelle abgestimmt. Sind die Kapazitäten 2 und 3 im Verhältnis zu den Selbstinduktionen 1 und 4 richtig gewählt, so herrscht an den Punkten A und B der Nutzwelle ein Spannungknoten, d. h. dies sind zwei Punkte geringsten Spannungsunterschiedes für die Nutzwelle, während für alle andern Frequenzen eine mehr oder weniger grosse kapazitive oder induktive Spannung vorhanden ist.
An diese Punkte A und B wird die Kombination von Sieb-und Sperrkreis 6,7, 8, 9 angeschlossen. Der Widerstand dieser Kombination ist nun für die Nutzwelle sehr hoch, für die beiden nächstliegenden Seitenwellen fast 0 und ist für die weiter abliegenden, die an und für sich immer schwächer ausgeprägt sind, je weiter sie von der Nutzfrequenz entfernt sind, auch noch sehr gering, so dass in dem Kreis 6, 7 ein praktisch absolut oberwellenfreier Strom von der Frequenz der Nutzwelle fliesst.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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welle bilden, eine möglichst grosse Kapazität und möglichst kleine, beispielsweise eine aus einer oder zwei Windungen bestehende Selbstinduktion, bei möglichst kleiner Dämpfung besitzen.