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Anordnung zur Regelung der Bandbreite in Empfängern.
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Je nach dem Kopplungsgrad des Hilfskreises mit den beiden Filterkreisen lässt sich entweder lediglich eine Verbreiterung des Scheitels der Resonanzkurve oder Zweiwelligkeit oder es lassen sich unter kritischen Bedingungen Kurven nach Fig. 4 erzielen. Die Hervorhebung der Seitenbänder geschieht auch in diesem Fall durch Auftreten von Koppelwellen im Gegensatz zu bekannten
Anordnungen, bei denen das Anheben benachbarter Frequenzen durch Kreise erfolgt, die auf wesentlich von den Empfangsfrequenzen verschiedenen Frequenzen abgestimmt sind (britisches
Patent Nr. 378662).
Eine andere bekannte Anordnung benutzt eine Änderung der Kopplung, wodurch bei fester werdender Kopplung über den kritischen Wert Zweiwelligkeit eintreten müsste. Es kann hiezu die
Schaltung nach Fig. 1 verwendet werden, wobei der Widerstand 3 weggelassen wird und die Kopplung der Spule 1, 2 variabel ausgeführt wird.
Wird die Bandbreitenregulierung dadurch erzielt, dass lediglieh der Kopplungsgrad induktiv geändert wird, so tritt bei geeigneter Ausführung keine Verstimmung über den Regelbereich auf.
Wird jedoch noch eine Dämpfung verwendet, so ändert sich nach der Resonanzgleiehung die Frequenz über den Regelbereich.
Erfindungsgemäss wird diese Verstimmung ausgenutzt, um eine zusätzliche Bandfilterwirkung zu erzielen. Hiezu ist erforderlich, dass z. B. das erste Bandfilter bei zunehmender Bandbreite sich gegen die höheren Frequenzen, das zweite Bandfilter dagegen sieh gegen die niederen Frequenzen verstimmt.
Hiezu ist die Schaltung nach den Figuren geeignet.
Erhalten die Koppelspulen 2 sehr geringe Windungszahlen. z. B. ein Prozent der Bandfilterspulen 1 für eine Zwischenfrequenz von 130 kHz, so ergibt sich bei Kurzschluss des Widerstandes 3 eine zusätzliche Bandfilterwirkung ; werden im extremen Falle die Koppelspulen 2 identisch mit den Bandfilterspulen 1, so ergibt sich bei Kurzschluss des Widerstandes 3 eine Resonanzkurve, die der eines einfachen Kreises mit halbem Kreiswiderstand, halber Selbstinduktion und doppelter Kapazität entspricht, also der Resonanzkurve eines Einzelkreises. Dazwischen ergeben sich Zwisehenwerte. Bei den üblichen Zwischenfrequenzen und Kreisdimensionen wird die Kurve des Einzelkreises praktisch bereits bei einer Windungszahl der Koppelspule erreicht, die wenige Prozente der Gesamtwindungszahl eines Filterkreises beträgt.
Die Herausführung einer Spule mit relativ kleiner Windungszahl ergibt den Vorteil, dass geringe Kapazitätsänderungen im Regelkreis 2,3, 2 praktisch keine Verstimmung der abgestimmten Filterkreise hervorrufen.
Die Regelung mit der beschriebenen Anordnung geht wie folgt vor sieh. Bei Stellung des Regelwiderstandes 3 auf unendlich zeigt das Filter die grösste Selektion (Fig. 2, Kurve 1). In den Kurven der Fig. 2 und 4 bedeuten die Abszissen Frequenzen t und die Ordinaten Spannungen in Volt. Wird der Widerstand 3 langsam eingedreht, so tritt über den Regelwiderstand 3 eine zusätzliche Kopplung ein, gleichzeitig werden die Filterkreise 1 gedämpft, bis bei einem bestimmten Wert des Widerstandes 3 das Minimum der Verstärkung erreicht ist (Fig. 2, Kurve 2). Bis zu diesem Punkte wirkt die Anordnung so, als ob die Filterspulen stärker gedämpft und fester gekoppelt würden.
Wird der Regelwiderstand 3 weiter gegen den Kurzschlusspunkt bewegt, so nimmt die Verstärkung wieder etwas zu und die Selektionskurve nähert sich je nach dem Kopplungsgrad der Koppelspulen mehr oder weniger der eines einfachen Kreises (Fig. 2, Kurve 3). Wird die selektivste Filterkopplung etwas loser als die kritische Kopplung gewählt, so ändert sich die allgemeine Tonlage bei Betätigung des Reglers nicht wesentlich, dagegen werden die höheren Frequenzen hörbar und die Selektion des Empfängers sinkt. Durch die Kopplungs- änderung beim Regelvorgang tritt eine geringe Verstimmung des Filters ein, und es beträgt bei einer Zwischenfrequenz von etwa 130 kHz die Maximalabweichung etwa 1 kHz.
Bei rein induktiv oder rein kapazitiv gekoppelten Filtern kann dieser Fehler bei Vorhandensein mehrerer Bandfilter im Empfänger erfindungsgemäss dadurch eliminiert werden, dass der Richtungssinn der Koppelspulen, z. B. bei allen geradzahligen Filtern vertauscht wird (Fig. 7). Dadurch ergibt sich ausserdem, falls die Filter bei der selektivsten Stellung des Empfängers abgestimmt wurden, eine weitere Verbreiterung des Frequenzbandes bei kurzgeschlossenem Regelwiderstand und eine zusätzliche Bandfilterwirkung.
Die mit obiger Anordnung erzielbare Verbreiterung des Frequenzbandes ist eine feste Grösse und kann nicht beliebig geändert werden, es sei denn, dass statt der Zweifach der Zweifachfilter in analoger Weise Mehrfachfilter verwendet werden. Dieser Weg ist jedoch häufig nicht gangbar. Die Wiedergabe eines Empfängers, die eine gute Kompromisslosung zwischen guter Selektivität bei
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ist nach Messungen von ausgeführten Empfängertypen derart, dass eine Frequenz von 3000 Hertz noch mit etwa 100 der Spannung, die eine Frequenz von 400 Hertz liefert, am Ausgang des Verstärkers
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