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Bandfilter.
Die Erfindung betrifft einen Bandfilter mit abstimmbaren Schwingungskreisen. bei weichem die Kopplung der Kreise durch einen gesonderten Schwingungskreis erfolgt, und besteht darin, dass die Eigenwelle des gesonderten Schwingungskreises annähernd gleich oder grösser ist als die grösste Welle, auf die die Schwingungskreise des Bandfilters abgestimmt werden können, zum Zwecke, die festeste Kopplung bei niedrigeren Frequenzen, also längeren Wellen zu erhalten.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in Fig. 1 im Schaltschema dargestellt. Fig. 2 zeigt die Charakteristik des Filters.
Der bisher verwendete induktiv gekoppelte Filter zeigte eine Frequenzabhängigkeit solcher Art. dass mit zunehmender Frequenz, also mit Fallen der Wellenlänge die Kopplung fester wurde ; ein Bandfilter, der somit beispielsweise bei der Welle 200 m richtig gekoppelt war, um eine gewisse Bandbreite
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Bandbreite, da die Kopplung für diese längere Welle zu lose ist. Beim kapazitiv gekoppelten Filter liegen die Verhältnisse annähernd umgekehrt.
Beim gemischten, also kombinierten Filter wurde bisher getrachtet durch die gleichzeitige Anwendung kapazitiver und induktiver Kopplung einen annähernd gleichmässigen Verlauf der Bandbreite über den Abstimmbereich herzustellen, jedoch war in diesem Falle sowie bei der rein kapazitiven Kopplung die Serienschaltung eines Kopplungskondensators in die abstimmbaren Schwingungskreise Voraussetzung. Dieser Kondensator dessen Grösse je nach den Schwingungskreisen zwischen 30.000 und 100.000 cm schwankt und infolge seiner Grösse praktisch nicht als Kondensator mit Luftdielektrikum ausgeführt werden konnte, erhöht die Dämpfung der abstimmbaren Schwingungkreise um ein nicht unbeträchtliches Mass.
Ausserdem ist es bei der Anwendung des in Serie geschalteten Kondensators notwendig, entweder die Rotoren der Abstimmkondensatoren oder die Fusspunkte der Spulen von der gemeinsamen, meist geerdeten Verbindung abzutrennen, was bei der konstruktiven Ausführung von Empfängern als Nachteil empfunden wurde.
Der Kondensator brachte somit eine Reihe von Nachteilen mit sieh. Die Erfindung beseitigt alle diese Nachteile dadurch, dass die Kopplung der abstimmbaren Schwingungskreise durch einen getrennten Hilfskreis erfolgt, dessen Eigenwelle annähernd gleich gross oder grösser ist als die grösste einstellbare Welle des Bandfilters ; mittels eines in den Hilfskreis eingebauten Kondensators kann dessen Eigenwelle an einem beliebig gewünschten Punkt verschoben und damit die festeste Kopplung der beiden Bandfilterkreise bei einer beliebigen Wellenlänge erzielt werden. Ausserdem kann durch Veränderung des Kopplungsgrades des Hilfskreises mit den abstimmbaren Kreisen die Bandbreite beliebig eingestellt werden ; die Wellenlänge, bei der diese nunmehr eingestellte Bandbreite ihr Maximum erreichen soll, wird durch die Wahl der Eigenwelle des Hilfskreises bestimmt.
Mit dem erfindungsgemässen Filter kann somit eine gleiche Charakteristik wie mit einem kapazitiv gekoppelten Filter erzielt werden, ohne dass der Nachteil des damit verbundenen Serienkondensators in Kauf genommen werden muss.
In Fig. 1 stellt der aus Drehkondensator 1 und Selbstinduktion 2 gebildete Schwingungskreis den ersten, und der aus Drehkondensator 3 und Selbstinduktion 4 gebildete Schwingungskreis den zweiten Abstimmkreis eines Bandfilters dar. Die Kopplung dieser beiden Kreise erfolgt lediglich mittels eines gesonderten Schwingungskreises, der aus den Selbstinduktionen 5, 6 und dem Kondensator 7 besteht.
Hiebei ist die Selbstinduktion J mit der Selbstinduktion 2 und die Selbstinduktion ss mit der Selbst-
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induktion 4 induktiv gekoppelt. Eine Kopplung zwischen den Spulen 2 und 4 auf direktem Wege muss durch entsprechende Abschirmung verhindert werden.
Durch entsprechende Grössenbemessung der Selbstinduktionen 5 und 6 sowie des Kondensators 7 kann die Eigenwelle des Kreises 5, 6,7 gleich grösser oder kleiner wie die maximale abstimmbare Welle der Kreise 1, 2 und 3,4 werden.
Um eine Charakteristik, die ähnlich der des kapazitiv gekoppelten Filters ist, zu erzielen, wird die Eigenwelle des Kreises 5, 6,7 grösser als die maximale abstimmbare Welle gewählt ; werden weiters bei dieser Eigenwelle die Grössen der Selbstinduktionen 5 und 6 gross und der Kondensator 7 klein gewählt, so ergibt sich ein flaeher Verlauf der Charakteristik des Filters wie sie die vollausgezogene Linie 8 der
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jedoch niedrigere Ordinatenwerte, z. B. nach der punktierten Linie 10. Wird die Eigenwelle wesentlich kleiner als so verläuft die Charakteristik wesentlich ungleichmässiger und gelangt bald in ein unbrauchbares Gebiet.
Um eine annähernd horizontale Frequenzcharakteristik 12 (in Fig. 2 strichpunktiert gezeichnet) zu erreichen, kann eine zusätzliche Hilfskopplung mittes des sehr kleinen Kondensators 11, der in Fig. 1 punktiert dargestellt ist, angewendet werden. Die Kopplung durch diesen Kondensator H, der die den Fusspunkten der Schwingungskreise abgekehrten Enden der Selbstinduktionen 2,4 verbindet, nimmt mit steigender Frequenz, also abnehmender Wellenlänge, zu. Es tritt dadurch in der Charakteristik bei kurzen Wellenlängen eine Hebung der Ordinaten ein, was bei richtiger Bemessung den nahezu horizontalen Verlauf der Kurve 12 herbeiführt.
Bei der Anwendung dieser gemischten Kopplung, also unter Mitbenutzung eines Kondensators 11, müssen die Spulenanschlüsse der Selbstinduktionen 5 und 6 bzw. deren Wieldungssinn so gehalten sein, dass die richtigen Phasenlagen eingehalten werden, eine Massnahme, die an sich bekannt ist. Die Erfindung eignet sich zur Verwendung in Radioapparaten, Empfängern, Sendern und für Einrichtungen beim Fernsehen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Bandfilter mit abstimmbaren Sohwingungskreisen, bei welchem die Kopplung der Kreise durch einen gesonderten Schwingungskreis erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Eigenwelle des gesonderten Schwingungskreises annähernd gleich oder grösser ist als die grösste Welle, auf die die Schwingungskreise des Bandfilters abgestimmt werden können, zum Zwecke, die festeste Kopplung bei niedrigeren Frequenzen, also längeren Wellen, zu erhalten.