AT125006B - Bandfilter, insbesondere für Vielfachfernsprechen und Vielfachtelegraphie. - Google Patents

Bandfilter, insbesondere für Vielfachfernsprechen und Vielfachtelegraphie.

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AT125006B
AT125006B AT125006DA AT125006B AT 125006 B AT125006 B AT 125006B AT 125006D A AT125006D A AT 125006DA AT 125006 B AT125006 B AT 125006B
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  Bandfilter, insbesondere für Vielfachfernsprechen und   Vielfachtelegraphie.   



   Die Erfindung bezieht   sieh   auf sogenannte Bandfilter, die im Fernsprechwesen und in der Hochfrequenzteehnik verwendet werden, um Schwingungen verschiedener Frequenz oder verschiedene Frequenz- bänder voneinander zu trennen. Insbesondere in Analgen für Vielfachfernsprechen oder Vielfachtelegraphie kommt es vor, dass zwei oder mehrere Bandfilter mit verschiedenen Frequenzbändern untereinander parallel geschaltet oder   reihengesehaltet   werden sollen, u. zw. entweder an den   Eingangsseiten   oder an den Ausgangsseiten.

   Bei bisher bekannten einfachen, eingliedrigen Bandfiltern sind die Charakteristiken auf beiden Seiten   (Eingangs-und Ausgangscharakteristiken)   untereinander gleichartig, insofern als sie beiderseits des   Frequenzbandes   des Siebes entweder beide abfallend oder beide ansteigend sind. Im ersteren Falle sind die Siebe nicht zur Parallelschaltung geeignet, weil die Charakteristik jedes der parallel zu schaltenden Siebe niedrige Impedanzwerte für Schwingungen innerhalb der Frequenzbänder der übrigen Siebe aufweist, so dass jedes Sieb praktisch genommen einen   Kurzschluss für die ändern   Siebe bilden würden.

   Anderseits sind die Siebe der letztgenannten Art. bei welchen also die Charakteristik beiderseits des Frequenzbandes ansteigend ist. nicht zur Reihenschaltung geeignet, weil in diesem Falle jeder der in Reihe zu schaltenden Siebe eine sehr grosse Impedanz   für Schwingungen   innerhalb der Frequenzbänder der übrigen Siebe bildet. Vorliegende Erfindung hat den   Zweek.   ein einfaches Bandfilter herzustellen. welches in vorteilhafter Weise sowohl in Parallelschaltung als in Hintereinanderschaltung verwendet werden kann.

   Es wird ferner mit der Erfindung bezweckt, ein effektiv wirkendes Filter in möglichst einfacher Form herzustellen und in einem solehen einfach   zusammengesetzten   Filter die für ein Bandfilter erwünschten Eigenschaften zu vereinigen. welche Eigenschaften bischer nur mit verhältnismässig komplizierten Anordnungen erreicht werden konnten. 



   Die Erfindung soll an Hand der beigefügten Zeichnungen näher beschrieben werden. Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform eines eingliedrigen Filters nach der Erfindung. Fig. 2 und 3 sind Diagramme. 
 EMI1.1 
 und 10 zeigen Abänderungen des eingliedrigen Siebes nach Fig. 1, Fig. 11 und 2 zeigen Ausführungen von Reihen- bzw. Parallelschaltungen von Sieben nach der Erfindung. 



   Das eingliedrige Filter nach Fig. 1 setzt sich aus zwei induktiv miteinander gekoppelten Induk- 
 EMI1.2 
 Kondensator   C2   zusammen. Die Eingangsklemmen 1 des Filters sind dures die   mit dem Kondensator C'i   verbundenen Klemmen der Induktanz Li gebildet. Das freie Ende der Wicklung L2 und der äussere Pol des Kondensators   O2   bilden die Ausgangsklemmen 2 des Filters. Durch passende Wahl des übersetzungverhältnisses des Transformators und des Kopplungsfaktors   k desselben.   sowie durch passende Bemessung der Induktanzen und Kapazitäten kann das Filter den an die Eingaangs- bzw.

   Ausgangsklemmen angeschlossenen Impedanzen   Zi   und Z2 (Linien oder Apparaten) angepasst werden, u. zw. derart, dass Sehwin-   gungen   innerhalb des gewünschten Frequenzbandes ohne Reflexionsverluste durch das Filter durch- 
 EMI1.3 
 

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 EMI2.1 
   angepasst   ist und unter Voraussetzung, dass die Verluste in den Spulen und Kondensatoren   vernachlässigt   werden können, erhält man auf der allgemeinen Vierpoltheorie (vgl. Breisig. Theoretische Telegraphie. 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 Die beschriebene Anordnung des Filters ergibt die nachstehend beschriebenen Vorteile : 1.

   Wie aus   den Diagrammen Fig.   2 und 3 ersichtlich, die die Eingangs- und Ausgangscharakte- 
 EMI2.4 
 zur Reihenschaltung mit andern gleichartigen Filtern mit verschiedenen   Frequenzbändern   geeignet, während die Ausgangsseite 2-2 zur Parallelsehaltung geeignet ist. 



   2. Die Filterglieder nach der Erfindung besitzen weiters sowohl auf der Eingangs-als auf der Ausgangsseite eine Impedanz, die über den grössten Teil des Frequenzbandes praktisch   genommen   konstant ist. 



   3. Das Filter lässt überdies infolge der Transformierung innerhalb des Filters eine reflexionsfreie Verbindung zweier Impedanzen verschiedener Grösse zu. Die Bandbreite ist hiebei. wie aus der dritten Gleichung hervorgeht, unabhängig von dem   Übersetzungsverhältnis     des Transformatots   und nur durch den Kopplungsfaktor k bestimmt. 



   4. Beim Einschalten des Filtergliedes in den   Anodenkreis   einer Verstärkerühre nach Fig. 4 kann die Anode direkt durch die Spule Limit Gleichstrom gespeist werden, also ohne dass es nötig wird. eine besondere Drosselspule für den Gleichstrom und Blockkondensator oder andere   Kopplungselemente   vorzusehen. 



   5. Beim Einschalten eines   Filtergliedes   in den Gitterkreis einer Audionröhre ist es ferner erwünscht. für die dem Gitter zugekehrte Seite des Filters eine hohe Impedanz zu erhalten, d. h. das Filter mit einem   hohen Übersetzungsverhältnis   der Transformation auszuführen. Dabei würde jedoch bei anderer An- ordnung des Filters die maximal zu erreichende Transformation dadurch begrenzt sein. dass die Wicklungs-   kapazität der Induktanz Li seheinbar den Wert dieser Impedanz herabsetzt. Bei der vorliegenden Erfinduns ;   kann jedoch sowohl die Wicklungskapazität als die Gitterkapazität in Ci hineingerechnet werden und man sieht, dass die Wirkungsweise des Filters hier von der sonst störenden   Wieklungskapaxität   unab- hängig wird. 



   6. Das Filterglied nach der Erfindung ist weiteis dadurch charakterisiert. dass die Dämpfung beiderseits des Frequenzbandes sehr grosse Werte annimmt. Die Abhängigkeit der Dämpfung von der Frequenz ist in Fig. 6 symbolisch dargestellt. Aus dieser Kurve gehen die sehr günstigen Dämpfungseigenschaften dieses Filters bei der Verwendung desselben als Bandfilter hervor. 



   Es gibt kein bekanntes Filter, das sämtliche   obengenannte   Eigenschaften in sich vereinigt. 



   In Fig. 2 und 3 stellen die gestrichelten Zweige der Impedanzkurven rein imaginäre Werte der Impedanzen dar (reine Impedanzen und Kapazitäten), während der zwischen den Grenzfrequenze f1, f2 verlaufende, mit ganz ausgezogener Linie dargestellte Teil der Impedanzkurve in jeder Figur rein reelle Werte darstellt   (Ohmsche Widerstände).   



   Um das Filter symmetrisch zu machen, kann man den in Reihe mit der Induktanz L2 (Fig. 1) geschalteten Kondensator C2 durch zwei Kondensatoren mit je einer Kapazität von 2 C2 ersetzen. die nach Fig. 9 eingeschaltet werden. 



   Durch Kaskadenschaltung einer Anzahl von Filtergliedern nach der Erfindung entstehen die in Fig. 7 und 8 dargestellten Siebe. Wenn bei solcher Kaskadenschaltung zwei Kondensatoren parallel geschaltet oder in Reihe geschaltet werden, können dieselben offenbar zu einem einzigen Kondensator mit der doppelten bzw. halben Kapazität vereinigt werden. 

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   Ausser den oben angegebenen   Ausführungen   des Filters sind auch andere   AusfÜhrungsformen   desselben denkbar, z. B. kann der Transformator   Li,     L2 durch   sein gleichwertige Ersatzbild nach Fig. 10 ersetzt werden. Hier ist : 
 EMI3.1 
 
Fig. 11 zeigt die Ausführung der Reihenschaltung mehrerer Filter mit verschiedenen Frequenzbändern. Die Reihenschaltung erfolgt, wie aus der Figur hervorgeht, auf   denjenigen   Seiten, wo die Nebenschlusskondensatoren   01   eingeschaltet sind und wo die Charakteristiken. wie aus Fig. 2 hervorgeht, beiderseits der zugehörigen Frequenzbänder abfallend sind. Jeder der reihengeschalteten Siebe ergibt also nur eine sehr kleine Impedanz für Schwingungen innerhalb der Frequenzbänder der übrigen Siebe. 



   Die Parallelschaltung mehrerer Siebe erfolgt dagegen, wie aus Fig. 12 hervorgeht, auf denjenigen Seiten, wo die Reihenkondensatoren   O2   eingeschaltet sind. Die verschiedenen Siebe ergeben also nach Fig. 3 grosse Impedanzwerte für andere Schwingungen als diejenigen, die innerhalb der eigenen Frequenzbänder fallen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Bandfilter, besonders für Vielfachfernsprechen und   Vielfachtelegraphie,   bestehend aus einem oder mehreren hintereinander geschalteten Gliedern, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Glied aus zwei induktiv gekoppelten Induktanzen   (LI,     L2),   einer der einen Induktanz   (L1)   parallel geschalteten Kapazität (Cl) und einer in Reihe mit der andern Induktanz   (L2J   gekoppelten Kapazität   (C)   besteht, wobei Induktanzen, die Kapazitäten und der Kopplungsfaktor   (k)   zwischen den Induktanzen so bemessen sind, dass das Filterglied unsymmetrisch ist, derart, dass die eine Charakteristik beiderseits des Frequenzbandes abfallend (Fig. 2), die andere Charakteristik beiderseits des Frequenzbandes ansteigend ist (Fig.

   3) und ferner bei verschwindenden Verlusten in den Kopplungsgliedern die eine Charakteristik (Fig. 2) bei den Grenzfrequenzen unendlich, die andere dagegen (Fig. 3) Null ist.

Claims (1)

  1. 2. Bandfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Induktanzen, Kapazitäten und der Kopplungsgrad (k) zwischen den Induktanzen so bemessen sind, dass im wesentlichen EMI3.2 wo (fi,/2) die Grenzfrequenzen und (Zl, Z2) zwei angeschlossene Impedanzen sind.
    3. Bandfilter nach Anspruch 2, welcher an eine Elektronenröhre oder einen ändern Apparat mit innerer Kapazität angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass diejenige Seite des Filters, wo der Nebenschlusskondensator (Cl) angebracht ist, der Röhre oder dem Apparat zugekehrt ist, wobei die Wicklungskapazität und die innere Kapazität der Röhre oder des Apparates einen Teil der Kapazität des Nebensehlusskondensators bilden, und folglich unschädlich gemacht werden.
    4. Bandfilter nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehrere Glieder mit verschiedenen Frequenzbändern reihengeschaltet sind an denjenigen Seiten, wo ihre Charakteristiken beiderseits der zugehörigen Frequenzbänder abfallend sind, während die andern Seiten an getrennte Impedanzen angeschlossen sind (Fig. 11).
    5. Bandfilter nach Anspruch 1. 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehrere Glieder mit verschiedenen Frequenzbändern untereinander parallel geschaltet sind, an denjenigen Seiten, wo ihre Charakteristiken zu beiden Seiten dazugehöriger Frequenzbänder ansteigend sind, während die entgegengesetzten Seiten an getrennte Impedanzen angeschlossen sind.
AT125006D 1928-02-27 1929-02-09 Bandfilter, insbesondere für Vielfachfernsprechen und Vielfachtelegraphie. AT125006B (de)

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