AT117195B - Vorrichtung zur Herstellung von glattem Tafelglas auf Walzenstraßen. - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung von glattem Tafelglas auf Walzenstraßen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Vorrichtung zur Herstellung von glattem Tafelglas auf Walzenstrassen. Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung zur Herstellung von glattem Tafelglas auf Walzenstrassen, bei der Organe angeordnet sind, die mit dem wandernden Glasband in Berührung stehen und quer zu seiner Bewegungsrichtung eine hin und her gehende Bewegung ausführen. Bei Verwendung der Vorrichtung nach der Erfindung erhält man ein vollkommen glattes, fehlerfreies Tafelglas, während bisher das maschinell erzeugte Tafelglas stets Ziehstreifen und Wellen aufwies, die seine Qualität wesentlich beeinträchtigten. Die Zeichnung zeigt beispielsweise in Fig. 1 eine erfindungsgemäss ausgebildete Walzenstrasse in schematischer Darstellung, die Fig. 2 und 3 zeigen Details. Die Walzenstrasse schliesst sich in ihrem Grundaufbau an bekannte Ausführungsformen an, u. zw. ist als Beispiel eine lotrechte Walzenstrasse gewählt, obwohl die Erfindung natürlich auch bei Walzenstrassen anderer Konstruktion Anwendung finden kann. Lotrecht auf dem Boden 1 (Fig. 1) steht der Rahmen 2 mit einer grossen Anzahl aufeinanderfolgender Walzenpaare 3, von denen in der Zeichnung nur die vorne liegenden Walzen sichtbar sind, durch welche die hinteren Walzen verdeckt werden. Zum Antrieb der Walzen dient die Welle 4, die auf nicht dargestellte Weise motorisch angetrieben wird und mit den Walzen durch die Wurmtriebe 5 gekuppelt ist. Das Glasband wird in an sich bekannter Weise durch die Walzenpaare aufwärts durchgezogen. Ein oder mehrere Walzenpaare sind nun erfindungsgemäss so ausgebildet, dass ihre Walzen ausser ihrer Drehbewegung eine hin und hergehende Bewegung quer zur Bewegungsrichtung des Glasbandes ausführen, u. zw. vollführen die auf gegenüberliegenden Seiten des Glasbandes liegenden Walzen jedes solchen Walzenpaares diese hin und her gehende Bewegung in entgegengesetztem Sinne. Nach Fig. 1 wird dies dadurch bewirkt, dass die Walzen des auf diese Weise ausgebildeten Walzenpaares 6 abgeschrägte Stirnflächen 7 haben. Gegenüber der Kante jeder solchen Stirnfläche ist eine Rolle 8 angeordnet, die auf einem Arm 9 des Rahmens 2 drehbar ist. Die beiden Rollen 8 liegen einander diametral gegenüber. Auf ihrer Welle 10, die von dem Wurmtrieb 5 angetrieben wird, ist die Walze axial verschiebbar aufgekeilt. Bei jeder Umdrehung vollführt sie daher eine Hin-und Herbewegung. Ausser den querbeweglichen Walzen, ist noch eine weitere Glättvorrichtung angeordnet, die ebenfalls aus zwei gleichen Teilen besteht, die sich auf beiden Seiten des Glasbandes gegenüberliegen und sich gegenläufig quer zur Bewegungsrichtung des Glasbandes bewegen. Jeder Teil dieser Vorrichtung weist eine in den Lagern 11 des Rahmens 2 verschiebbare Stange 12 auf, die eine Muffe 13 trägt, in welcher der Antrieb 14 für die Hin-und Herbewegung eingreift. Dieser Antrieb kann von der Welle 4 betätigt werden oder unabhängig von dieser angetrieben werden. Auf der Stange 12 sitzen, wie die Fig. 2 und 3 zeigen, auf Zapfen 15 drehbar Arme 16, die gegen das Glasband 19 ragen und an ihrem freien Ende eine Platte 17 tragen, deren Grundfläche zur Glasoberfläche parallel ist. Die Platten 17 sind mit feuerfestem Material, z. B. Asbestscheiben 18, abgedeckt. An jedem Hebel 16 greift eine Zugfeder 20 an, die mittels der Schraube 21 in dem Arm 22 der Stange 12 verstellbar ist. Durch diese Feder wird der Arm 16 bzw. die Platte 17 gegen das Glasband 19 gedrückt. Der Rahmen 2 der Walzenstrasse muss so ausgebildet sein, dass die Verstellschrauben 21 der vorderen und hinteren Stange 12 stets frei zugänglich sind, damit der Anpressdruck der einzelnen Hebel 16 auch im Betrieb jederzeit nachgestellt werden kann. Durch die Wirkung des Walzenpaares 6 und der Glättvorrichtung 12 wird die Bildung von Ziehstreifen und Wellen im Glasband vollständig verhindert, so dass ein fehlerfreies Tafelglas erzeugt wird. Voraussetzung für die Glättwirkung ist jedoch, dass die Temperatur des Glases noch hoch genug ist. <Desc/Clms Page number 2> Eine Temperatur von etwa 8000 erweist sich als besonders günstige Behandlungstemperatur. ist das Glasband schon zu stark abgekühlt, so muss man daher eine Zwischenerhitzung vorsehen, bevor das Glasband der Wirkung der Glättvorrichtungen, insbesondere Vorrichtung 12 ausgesetzt wird. Fig. 1 zeigt eine solche Zwischenerhitzung, zu der das Gebläse 23 dient, das heisse Luft ansaugt und durch den Kanal 24 durchdrückt. Dieser Kanal wird durch den Rahmen 2 geleitet und ist mit Ein-und Austritts- öffnungen für das Glasband versehen, das auf diese Weise durch den von heissen Gasen durchströmten Kanal hindurchgeht und dabei auf die gewünschte Temperatur erhitzt wird. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zur Herstellung von glattem Tafelglas auf Walzenstrassen, gekennzeichnet durch Organe, die mit dem wandernden Glasband in Berührung stehen und quer zu seiner Bewegungsrichtung eine hin und her gehende Bewegung ausführen.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Organe, einander gegenüber- EMI2.1 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Walzen der Walzenstrasse ausser ihrer Drehbewegung eine hin und her gehende Bewegung in axialer Richtung vollführen.4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass diese Organe die Form von Platten besitzen, die gegen das Glasband gedrückt werden.5. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine im Rahmen der Walzenstrasse ver- EMI2.2 (Asbest) abgedeckt sind.8. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Anordnung für eine Zwisehenüber- hitzung des Glasbandes vor seiner Berührung mit den Glättvorrichtungen.
Applications Claiming Priority (1)
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