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Einrichtung für Bildtelegraphie.
Eine in der Bildtelegraphie bekannt gewordene Methode zur Erzielung eines synchronen Betriebes der Sende-und Empfangsanlage besteht darin, die Übertragung der Bildzeichen in bestimmter Zeitfolge zu unterbrechen und im Augenblick der Pause die Synchronisierung der Einrichtungen zu bewerkstelligen.
Auf dem Empfangsbild machen sich diese. Unterbrechungen des Bildes natürlich unangenehm bemerkbar.
Es ist daher versucht worden, eine durch die Bildzeichen modulierte Trägerwelle zur Synchronisierung zu verwenden. Da dieses Verfahren nicht einfach ist, hat man femer versucht, Bildzeiehen und Synehroni-
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impulse die oben erwähnten Nachteile der Unterbrechung der Bildzeichen möglichst zu verhindern.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich jedoch auf eine Methode, bei der die Bildzeichen und Syn- chronisierungszeichen beliebig unabhängig voneinander übertragen werden können.
Erfindungsgemäss wird gleichzeitig mit den Bildzeichen jedoch ohne Rücksichtnahme darauf, ob ein Bildzeichen gesandt wird oder nicht, eine Synchronisierungsfrequenz durch entsprechende Steuerung einer Röhre auf der Sendeseite erzeugt und übertragen. Auf der Empfangsseite wird durch die geeignete Einstellung der Empfangsapparatur dafür gesorgt, dass die Synchronisierungszeichen das Bild in keiner Weise stören. Der grosse Vorteil dieser Methode besteht darin, dass man in der Wahl der Frequenz der Synchronisierungszeichen völlig unabhängig ist.
Der Erfindungsgedanke selbst sei zunächst an Hand der Figuren erläutert.
Fig. 1 zeigt die Bildzeichen und Synchronisierungszeiehen, wie sie gleichzeitig übertragen werden, Fig. 2 die schematisch dargestellte Sendeeinrichtung, während durch die Fig. 3 die Schaltung der Empfangseinrichtung gezeigt wird. Die elektrischen Verhältnisse in der Empfangsröhre ergeben sich aus der Fig. 4, die gleichzeitig das Arbeiten der Bildaufzeichnungsvorrichtung erläutert.
Die Übertragung eines Bildes geschieht mit der beispielsweise dargestellten Einrichtung auf folgende Weise :
Auf der in Fig. 2 mit 1 bezeichneten Sendewalze ist das Original aufgespannt, das entweder, wie in der Figur dargestellt, mit einem Stift oder nach einem der bekannten Verfahren unter Anwendung einer lichtelektrischen Zelle abgetastet wird. Der Schreibstift liegt unter Zwischenschaltung eines geeigneten Widerstandes 2 in dem Gitter der Röhre 3, während die Anode über den Widerstand 5 mit der Anodenbatterie 4 verbunden ist. Die Schwankungen des Anodenstromes werden dem Gitter der Röhre 9 zugeführt. Der Röhre 9 wird eine geeignete Vorspannung durch die Batterie 7, die mit einer Anzapfung versehen ist, gegeben.
Ein zwischen der Anode der Röhre 3 und der Batterie 7 liegender Widerstand 6 kann durch einen Kurzschliesser 8, der mit der Anzapfung der Batterie 7 verbunden ist, kurzgeschlossen werden. Mit 10 ist die Anodenbatterie der Röhre 9 und mit 11 die Ausgangsklemmen der Sendeeinrichtung bezeichnet. Der Kurzschliesser 8 wird durch eine entsprechende Übersetzung mit der Sendewalze verbunden, so dass die Zahl der Kurzschliessungen pro Umdrehung der Sendewalze genau festliegt.
Die Charakteristik (Anodenstrom la in Abhängigkeit von der negativen Gitterspannung) der Röhre 9 ist in Fig. 4 dargestellt.
Auf der Empfangsseite befindet sich in der in Fig. 3 schematisch dargestellte Empfänger, dessen Eingangsklemmen 12 mit dem Gitter bzw. der Kathode der Röhre 13 verbunden sind. Im Anodenkreis liegt die Batterie 16, der Widerstand 15 und das Galvanometer 14, das zum Aufzeichnen des Bildes dient. Zum Widerstand 15 ist eine nur schematisch dargestellte Siebkette 17 parallel gelegt.
Die Ausgangs-
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Idemmen derselben sind mit der Primärwicklung eines Übertragers 18, deren Sekundärseite unter Zwischenschaltung einer Vorspannungsbatterie 22 an dem Gitter der Röhre 19liegt. Die Synchronisierungsströme werden also über die Röhre 19, in deren Anodenkreis die Batterie 20 liegt, den Klemmen 21, an die die Synchronisierungseinrichtung angeschlossen ist, zugeführt. Die hier dargestellte Siebkette 17 ist zum Arbeiten der Einrichtung nicht unbedingt nötig. Es ist selbstverständlich, dass man im praktischen Betrieb sowohl auf der Sende-wie auf der Empfangsseite je eine gemeinsame Anodenbatterie vorsehen wird. In der Fig. 4a-d ist das Arbeiten des Galvanometers dargestellt.
Die Sendeeinrichtung arbeitet nun folgendermassen :
Fliesst beispielsweise im Anodenkreis der Röhre 3 kein Strom, so herrscht im Gitter der Röhre 9
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und es fliesst ein Anodenstrom entsprechend dem Wert G2. Die Dauer dieses Flusses wird durch die Kon- taktdauer des Kurzsehliessers bestimmt. Es ergibt sich ein Synchronisierungszeichen entsprechend der in Fig. 4 dargestellten Form s. Beginnt beispielsweise in einer Pause ein Bildzeiehen, so steigt der Anoden-
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Form b dar.
Solange der Kurzschliesser 8 geöffnet ist, bleibt der Wert Ga erhalten. Wird er jedoch geschlossen, so wird die Gitterspannung noch weniger negativ und der Anodenstrom steigt auf den Wert G4 und die Synchronisierungszeiehen addieren sich zu den Bildzeichen dazu entsprechend der in Fig. 4 weiter dargestellten Form. Fällt ein Synchronisierungszeichen nicht völlig mit einer Pause oder mit einem Bildzeichen zusammen, so wird es einfach geteilt und wird teilweise in der Pause, teilweise mit dem Bildzeichen übertragen (siehe s', s"). Das Gesamtbild einer Übertragung setzt sieh somit aus Zeichen der in der Fig. 1 dargestellten Form zusammen, wobei wiederum s die Synehronisierungszeichen, b die Bildzeichen bedeuten.
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Es wird beispielsweise ein Galvanometer gewählt, wie es in der Bildtelegraphie üblich ist und bei dem ein Spalt durch den Schatten des Galvanometerfadens abgedeckt wird. Wird dem Galvanometer keinerlei Strom zugeführt, so ist der Spalt durch den Fadenschatten, wie in Fig. 4a gezeigt, völlig abgepeckt.
Fliesst der Synchronisierungsstrom durch das Galvanometer, so wird der Faden wohl etwas verschoben, aber der Schatten gibt den Spalt noch nicht frei (Fig. 4b). Erst wenn der Strom die Grösse Cg annimmt, wird das Galvanometer geöffnet und der Lichtstrahl kann auf die Empfangswalze fallen.
Addiert sich zu dem Bildzeichen ein Synchronisierungszeiehen, so wird das Galvanometer lediglich noch weiter geöffnet (Fig. 4f). Die Synchronisierungsimpulse beeinflussen die Aufzeichnung des Bildes in keiner Weise, solange die Amplitude der Synchronisiermgszeiehen geringer ist, als die der Bildzeiehen. Die Frequenz der Synchronisierungszeiehen kann grösser oder kleiner sein, als die höchste Frequenz der Bildzeiehen, da das Galvanometer, ganz gleichgültig, in welcher Stellung sich der Faden befindet, durch die Synchronsierungszeiehen nicht geöffnet wird.
Dass sich das obige Verfahren sowohl für Übertragungen auf Leitungen wie auch für drahtlose Übertragungen in gleicher Weise eignet, ist selbstverständlich.
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