<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren und Vorrichtung ZUl'mechanischen Herstellung von GIashohlkörlwrn.
Der Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur mechanischen Herstellung von Glashohlkörpern, wie Kolben für elektrische Glühlampen und ähnliche Gegenstände. Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf diejenigen Verfahren, bei denen ähnlich dem Verfahren nach dem österreichischen Patente Nr. 67629 geschmolzenes Glas aus dem Ofen oder Glashafen in die Form eines Entnahmekopfes eingesaugt, das überschüssige Glas durch ein unter der Form hergehendes Messer abgeschnitten und das erzeugte Külbel mit dem durch das Abschneiden entstandenen Ende auf die Blaspfeifenmündung aufgesetzt und mit dem Rande daran festgehalten wird.
Bei diesem bekannten Herstellungsverfahren erhielt das Külbel am unteren Teil einen etwas verengten Hals, der nach oben hin in einen seitlich vortretenden, herumlaufenden Flansch überging. Bei der Abgabe des Külbels an die Blaspfeife trat der verengte Kolbenhalsteil in die Mündung der Pfeife ein, während der vortretende Flansch über die Pfeifenmündung hinwegfasste und an letzterer durch die beweglichen Haltebacken der Pfeife festgehalten wurde.
Der aus dem bekannten Külbel mittels der abwärts geschwenkten Blaspfeife und der Fertigform hergestellte Kolben hat zufolge des am Külbel vorhandenen, nicht zur Verblasung kommenden Halsansatzes einen dicken Glasansatz, dessen Öffnung nur einen verhältnismässig geringen Durchmesser besitzt. Dieser Ansatz muss entfernt werden, um in den Kolben den Glühfadenträger oder sonstige Einbauteile einsetzen und befestigen zu können. Hiedurch wird naturgemäss das Herstellungsverfahren umständlich und seine Wirtschaftlichkeit verringert.
Diese Nachteile werden durch die Erfindung vermieden, u. zw. vornehmlich dadurch, dass in der Saugform ein Külbel mit an der Schnittfläche grösster Ausdehnung erzeugt und dieses anders beschaffene Külbel dann mit der Schnittfläche, also mit der Fläche, von der das überschüssige Glas abgetrennt ist, auf der Stirnfläche der Pfeifenmündung aufgesetzt und festgelegt wird.
Um ein besonders wirksames Festhalten des Külbels auf der Pfeifenmündung zu erreichen, wird dieses ebenfalls mit einem seitlich vortretenden herumlaufenden Flansch versehen und in bekannter Weise mittels umgreifender Klauen an der Pfeife festgehalten. Der Külbelflansch wird jedoch im Gegensatz zu den bisherigen Verfahren nicht beim Einsaugen der Glasmasse in die Form, sondern erst nach dem Aufsetzen des Külbels auf die Blaspfeife erzeugt, u. zw. dadurch, dass beim Abwärtsgehen von an der Blaspfeife geführten, über den Pfeifen-und auch den Külbelrand greifenden Klauen die Külbelrandmasse zu einem Flansch umgebildet wird. Dieser liegt also nicht, wie bisher, oberhalb eines verengten Halsteiles, sondern bündig mit der Schnittfläche des Külbels.
Die Ausgestaltung und Festklemmung des Killbels gestattet es, auch bei diesem Verfahren zur Herstellung von Glashohlkörpern Saugformen zu benutzen, die nur aus einem Stück bestehen und deren Formaushöhlung an der Mündung den grössten Querschnitt besitzt. Um die Saugform bei gedrängter Bauart nicht nur leicht auswechselbar zu gestalten, sondern auch sicher und genau zentrisch in Stellung zu halten, hat sie die Gestalt eines abgestumpften Kegels, der durch eine auf den Hals des Entnahmekopfes
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
verlängert, da ihre der Einwirkung der heissen Glasschmelze in der Wanne am meisten ausgesetzte Mündung nunmehr durch den leicht auswechselbaren Ring gebildet wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens veranschaulicht, u. zw. ist Fig. 1 ein senkrechter Schnitt durch den die Saugfonn enthaltenden Entnahmekopf und den oberen Teil des dazugehörigen Pfeifenmundstuckes, Fig. 2 ein senkrechter Schnitt durch das Pfeifenmundstück, die Klauen in der geschlossenen, aber noch angehobenen Stellung veranschaulichen.
Fig. 3 ein ähnlicher Schnitt wie Fig. 2, jedoch mit gesenkten Klauen, Fig. 4 ein senkrechter Schnitt durch das beim Blasen abwärts hängende Pfeifenmundstück mit dem bereits geblasenen Kolben und Fig. 5 ein senkrechter Schnitt durch ein nach den bisherigen Verfahren erzeugtes Külbel.
In der Fig. 1 bedeutet 1 den in die nicht dargestellte Wanne eintauchenden Entnahmekopf, der einen abgesetzten Halsteil 2 mit Gewinde 3 und den üblichen Saugluftkanal 4 besitzt. Im Halsteil 2 des Entnahmekopfes befindet sich eine kegelförmige Aussparung 5, in welcher die aus einem Stück bestehende. in Gestalt eines abgestumpften Kegels ausgeführte Saugform 6 genau passrecht eingesetzt ist. 7 sind
Bohrungen in der Saugform 6, die über die sich daran schliessenden, auf der Aussenfläche der Form befindlichen Rillen 8 den ebenfalls kegelförmigen Hohlraum 9 der Form mit der Saugleitung 4 des Entnahmekopfes verbinden. Die Form 6 wird durch die Überwurfmutter. M gestützt und genau zentrisch in der
Aussparung 5 des Kopfes gehalten, u. zw.-zweckmässig unter Zwischenschaltung eines Ringes 11.
Der
Rand 12 der Formmündung, sowie der den Ring 11 gegen die Form 6 drückende Flansch 13 der Überwurf- mutter 10 sind mit der Konizität des Ringes 11 entsprechenden Abschrägungen versehen. Beim Anziehen der Überwurfmutter. M übt der Flansch 13 auf den Ring 11 einen Druck aus, der von diesem auf die
Form 6 übertragen wird, und letzteren in die konische Aussparung 5 des Kopfes 1 hineintreibt. Durch
Lösen der Mutter M können die Form 6 und der am stärksten durch die heisse Glasschmelze der Wanne beanspruchte Ring 11 leicht und schnell'ausgewechselt werden. 14 ist ein in bekannter Weise am Ent- nahmekopf drehbar angeordnetes, konzentrisch zur Formmündung bewegtes Messer und 15 die Mündung der zu beschickenden Blaspfeife 16.
Sobald der Entnahmekopf in die nicht dargestellte Wanne hineinbewegt ist, wird in bekannter
Weise durch Saugluftwirkung heisses Glas in die Aushöhlung 9 der Saugform 6 hineingesaugt und durch
Ausschwingen des Messers 14 das von der Form 6 unten vortretende, überschüssige Glas abgetrennt, so dass dieses wieder in die Wanne abfallen kann. Der in der kegelförmigen Formaushöhlung 9 durch
Saugluftwirkung festgehaltene Glaskülbel besitzt an der annähernd ebenen Schnittfläche seine grösste
Ausdehnung.
Da die Saugform im Innern keine seitlich zurücktretenden Teile aufweist, wie dies bei den bisherigen, ähnlichen Zwecken dienenden mehrteiligen Formen der Fall ist, so ist auch an dem fertigen Külbel 17 kein seitlich vortretender umlaufender Flansch vorhanden ; die Mantelfläche des Külbels ist vielmehr vollkommen glatt.
Nachdem der Entnahmekopf 1 aus der Wanne herausbewegt ist, wird das Külbel 17 in bekannter
EMI2.1
mit seiner Schnittfläche auf die Stirnfläche der Pfeifenmündung 15 aufsetzt, wie in Fig. 1 dargestellt ist.
Eine sichere Auflage des Külbels 17 wird hiebei noch besonders dadurch erzielt, dass die Mündungsweite der Sa. ugform 6 und damit der Durchmesser der Külbelschnittfläche mit dem äusseren Durchmesser der Pfeifenmündung genau übereinstimmt.
Die in bekannter Weise an der Blaspfeife 16 schwenkbar gelagerten zum Halten des Külbels 17 dienenden Klauen 18 sind derart ausgebildet, dass sie im zusammengeklappten Zustande (Fig. 2) mit ihren Um biegungen 19 senkrecht oberhalb des Pfeifen-und auch Külbelrandes stehen. Bei der Abwärtsbewegung der geschlossenen Klauen 18 pressen die Umbiegungen. ? derselben die Külbelrandmasse zwischen sich und dem Pfeifenrand 15, wodurch am Külbel J7 bündig mit der Schnittfläche ein Flansch 2n entsteht, mit dem dasselbe auf der Pfeife 16 durch Klemmwirkung festgehalten wird. Sofort nach der Festklemmung des-Külbels tritt Druckluft vom Innern der Blaspfeife auf die Unterseite des Külbels.
Die Blaspfeife schwenkt dann in bekannter Weise nach unten, so dass das eigentliche Aufblasen des Külbels bei hängender Pfeife stattfindet. Bei dem aus dem Külbel entstehenden Kolben 21 (Fig. 4) fehlt der sonst durch den verengten Glashals des Külbels bedingte, einen grossen Abfall bedeutende Glasansatz. Die Halsöffnung des erzeugten Kolbens 21 ist ausserdem genügend gross, um den Glühfadenträger oder sonstige Einbauteile ohne Schwierigkeit in den Kolben einführen und befestigen zu können.
Beim Vergleich des Külbels 17 mit dem nach den bisher angewendeten Verfahren hergestellten, in Fig. 5 veranschaulichten Külbel 22 ist der Unterschied in der Külbelform ohne weiteres zu erkennen.
EMI2.2
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.