AT116053B - Verfahren zur Überführung von Rhodanammonium in Ammonsulfat und Schwefel. - Google Patents

Verfahren zur Überführung von Rhodanammonium in Ammonsulfat und Schwefel.

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AT116053B
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Christian Johannes Dr Hansen
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Christian Johannes Dr Hansen
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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   Es ist   bekannt, Rhodananimoniumlösungen.   wie sie z. B. bei der Reinigung von Gasen der Kohlendestillation usw. erhalten werden, durch Erhitzen mit   Säuren.   insbesondere verdünnter Schwefelsäure, hydrolytisch zu spalten. Hiebei entsteht einesteils   Ammonsulfat.   andernteils Kohlenoxysulfid bzw. hieraus unter der Einwirkung   des Wassers Kohlendioxyd und Schwefelwasserstoff.   



   Zur Durchführung eines derartigen Verfahrens ist also einerseits ein erheblicher Kostenaufwand für die Beschaffung der erforderlichen Schwefelsäure nötig, anderseits ergeben sich nicht unerhebliche Kosten für die Durchführung des Arbeitsvorganges an sich, wobei noch hinzukommt, dass die bei der Reaktion entstehenden Schwefelverbindungen gesondert verarbeitet werden müssen. 



    Die vorliegende Erfindung zeigt nun für den Fall der Anwendung irgendeines Thionatverfahrens zwecks Gewinnung von Ammonsulfat und Schwefel aus dem im Gas vorhandenen Ammoniak-und Schwefelwasserstoffgehalt einen fast kostenfreien, technisch ausserordentlich einfachen Weg, bei dem keinerlei Aufwand an Material, insbesondere Schwefelsäure, erforderlich ist. um das Rhodanammonium in einem einzigen Arbeitsvorgang im Rahmen irgendeines Thionatverfahrens in Ammonsulfat und Schwefel überzuführen. Die neue Arbeitsweise besteht darin, dass die Hydrolyse des Rhodanammoniums innerhalb der durch Erhitzen in Sulfat und Schwefel zu zerlegenden, bei dem Waschvorgang erhaltenen Waschlösung vorgenommen wird.

   Solche Lösungen enthalten als wirksame Bestandteile Polythionate oder eine entsprechende Menge Thiosulfat und deren gebundener schwefliger Säure, aus der sich bekanntlich das wirksame Polythionat bildet. Neben Polythionaten können derartige Lösungen auch Thiosulfat, Sulfit und Bisulfit enthalten. Unter der Einwirkung der Polythionate gehen diese Salze dann in Ammonsulfat und Schwefel über. 



  Der glatte Zerfall derartiger Lösungen in Sulfat und Schwefel ist bekanntlich an bestimmte Mengenverhältnisse der einzelnen Bestandteile gebunden derart, dass auf jedes Mol eines Polythionates 2 Mol Sulfit oder Thiosulfat, auf je 2 Mol eines Bisulfits ein Mol Sulfit oder Thiosulfat vorhanden ist. Ist mehr Sulfit oder Thiosulfat vorhanden, dann ist die Zersetzung nicht bis zum Ende durchzuführen, da die Lösung dann ausser Sulfat noch unzersetztes Thiosulfat enthält. Ist mehr Polythionat oder Bisulfit vorhanden, so bildet sich vor allem beim Arbeiten in geschlossenen Gefässen eine entsprechende Menge freier Schwefelsäure über Ammonsulfat hinaus. 



  Da bei der Hydrolyse des Rhodanammoniums durch das entstehende Ammoniak Schwefelsäure verbraucht wird, hat man daher die Möglichkeit, durch eine Erhöhung der verhältnismässigen Mengen des Polythionat-oder Bisulfitgehaltes der Lösung entsprechend der zu verarbeitenden Menge an Rhodanammonium die hiezu erforderliche Säuremenge in der Lösung selbst zu erzeugen, eine Massnahme, die letzten Endes durch verstärkte Zufuhr von schwefliger Säure in der Waschlösung zu erfolgen hat. Ebenso kann durch eine weitere Erhöhung des Polythionat-oder Bisulfitgehaltes dafür gesorgt werden, dass der bei der Hydrolyse des Rhodanammoniums auf dem Wege über Kohlenoxysulfid entstehende Schwefelwasserstoff durch Umsetzung mit diesen Verbindungen beseitigt wird. 



  Das Verfahren kann auch so durchgeführt werden, dass die Erhitzung des Rhodanammoniums allein mit Bisulfitlösungen, die auch einen Sulfitgehalt enthalten können, erfolgt. Es ist auch möglich, einzig und allein die Hydrolyse des Rhodanammoniums mit schwefliger Säure vorzunehmen.   

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 EMI2.1 
 zugefügt werden. Oder es kann auch so   verfahrerwssrden,   dass durch geeignete Fiihrung des Waschprozesses der Gehalt an Zyanverbindungen zusammen,   nlit-. dem Ammoniak   und   Schwefelwasserstoffgehalt   des Gases in einem einzigen Vorgang ausgewaschen wird.

   Wird anderseits das Rhodanammonium durch 
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 kann auch die zu zersetzende rhodanammoniumhaltige Polythionatlösung gegebenenfalls   vorgewärmt   in das bereits auf Temperatur gebrachte Zersetzungsgefäss eingedrückt werden 
 EMI2.3 
 haltigen Lösungen erhitzt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass dei Übrführung des Rhodanammoniums in Ammonsulfat und Schwefel durch Erhitzen mit Thiosulfat und schwefliger Säure erfolgt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Erhitzen zusammen mit Ammonsulfit oder Ammonsulfit-Bisulfintlösungen erfolgt. EMI2.4 von freier schwefliger Säure vorgenommen wird.
    5. Verfahren nach Anspruch l bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozess bei Temperaturen oberhalb etwa 140 C unter Druck vorgenommen wird.
    6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zu zerlegenden rhodan- EMI2.5
AT116053D 1928-04-14 1929-02-12 Verfahren zur Überführung von Rhodanammonium in Ammonsulfat und Schwefel. AT116053B (de)

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