<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zum fortlaufenden Plattieren von Blechtafeln.
Vorliegende Erfindung hat eine Vorrichtung zum Plattieren von Blechtafeln zum Gegenstand, die auf einfachem und betriebssicheren Wege das Festhalten, den Transport und die Entnahme der Blechtafeln aus dem galvanischem Bade ermöglicht. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Vorrichtung Tafelhalter aufweist, welche mit Mitnehmervorrichtungen zur Fortbewegung auf der Transportspindel und mit Klemmvorrichtungen, die die Tafeln festhalten, versehen sind.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 die Vorrichtung im vertikalen Längsschnitt, Fig. 2 einen Schnitt nach Linie in-il der Fig. 1, Fig. 3 eine Draufsicht auf die Gesamtvorrichtung. Die Fig. 4 und 5 zeigen die bei der Vorrichtung angewendeten Klemmvorriehtungen für die Tafelware in verschiedenen Funktionsstellungen. Fig. 6 zeigt in Ansicht eine Variante der Tafelklemmvorrichtungen gemäss den Fig. 4 und 5.
Über einen Badbehälter 1 ist eine am Orte drehbare, mit Schraubengewinden versehene Triebspindel 15 angeordnet ; sie ist an den Enden in elektrisch isolierten Lager 16 (Fig. 3) gelagert und wird z. B. von Scheiben 17 angetrieben. Zwischen den Endlagern 16 sind an geeigneten Stellen Stützlager c (Fig. 1, 2,3) für die Triebspindel15 vorgesehen, die in eigenartiger Weise so konstruiert sind, dass sie unter Stromübertragung auf die Spindel und die Klemmapparatur der Ware a (Fig. 2) das Wandern entlang der Spindel ermöglichen. Die Stromzuführung zu den vorerwähnten Lager c erfolgt durch die Leitung 28. Die Stützlager bestehen aus auf der Wanne befestigten Konsolen 20, die durch eine Schiene 21 (Fig. 3) verbunden sind.
Die Schiene 21 wird von einem zweiteiligen Lager 22 umfasst, das durch elektrische Isolierungen 23 (Fig. 1) gegen die Schiene 21 wirksam isoliert ist. Die untere Lagerschale 22 besitzt einen Fortsatz 24, der die Triebspindel teilweise umgreift (Fig. 2,4). Von der Stützlagerkonstruktion zweigen zwei Bügel 30, 31 (Fig. 2) ab. die in der Längenrichtung des Bades verlaufende Schienen 32,33 tragen.
Die Klemmapparatur für die Tafeln (Fig. 2,4, 5) besitzt einen in die Triebspindel eingreifenden Mitnehmer 40 beliebiger Bauart, der in einer, die Triebspindel teilweise übergreifenden Schale 41 eingebaut ist. Die Schale trägt einen Fortsatz 42, an welchem ein Klemmbacken 50 befestigt ist. Dieser Klemmbacken trägt ein Scharnier 51, durch welches der zweite Klemmbacken 52 mit dem ersten Klemmbacken verbunden ist. An dem Klemmbacken 52 ist eine federlose, aus starren Lenkern 53,54 gebildete Schliess- und Öffnungsvorrichtung für die Klemmbacken angebracht, die durch den Griff 55 betätigt werden kann.
Am Klemmbacken 50 ist ein Anschlag 55'vorgesehen, durch welchen die Lage der Bleche gegenüber den Klemmbacken fixiert wird. 56 ist ein Anschlag, der das starre Lenkergestänge 53,54 in der Sehliesslage fixiert. Wie Fig. 4 zeigt, liegen die an den Bügeln 30, 31 befestigten Schienen 32, 33 in der Schliesslage der Klemmvorrichtung an den Klemmbacken an. Auf diese Weise wird einerseits eine gute Führung der auf der Triebspindel aufgehängten Klemmapparatur ermöglicht, anderseits im Bedarfsfalle noch eine zusätzliche Strom Zuführung zur Ware bewirkt. Bei der Plattierung von Tafeln grösseren Formats empfiehlt es sich, zwei oder mehrere der vorbeschriebenen Klemmapparate auf die betreffenden Tafeln einwirken zu lassen.
Zu diesem Zwecke werden zwei oder mehrere Klemmer mit Verbindungsschienen 60 (Fig. 4 und 6) verbunden. Die Griffe 55 können entweder einzeln oder durch Vermittlung einer Verbindungsstange 62 (Fig. 6) gemeinsam betätigt werden. Klemmer der vorstehend beschriebenen Art besitzen bei entsprechender Konstruktion der Einzelteile in sich eine überraschende Elastizität, so dass mit ihnen Tafeln verschiedener Stärke gleich fest verklemmt werden können.
Die Einhängung der Anoden b in das Bad kann auf verschiedene Weise erfolgen. Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel sind mehrere Anoden. z. B. drei auf einem Träger 70
<Desc/Clms Page number 2>
(Fig. 1) befestigt. Die Träger der Anodengruppe sind in der aus Fig. 1 und 3 ersichtlichen Weise miteinander verbunden. Die Stromzuführung erfolgt durch Flachstäbe 71 (Fig. 2), die auf dem Badbehälter aufliegen und gegen ihn gut isoliert sind. Mit den Flachstäben 71 ist eine um das Bad herumlaufende Rundleitung 80 verbunden, der in der Mitte des Bades (Fig. 2) durch Sammelschienen 81 Strom zugefÜhrt wird. Die Stromzuführung zu den Sammelschienen erfolgt durch die Flaehkupferleitungen 82.
Auf diese Weise werden alle Anodengruppen gleichmässig mit Strom beschickt. An den Flachstäben 71 sind Abstandsregler 90 aus nicht leitendem Material in geeigneter Weise befestigt (Fig. l und 2). Die Abstandsregler sind in bezug auf die Lotrechte des Badbehälters mit ihren unteren Enden der Ware a näher angeordnet als mit ihren oberen Enden und sind ausserdem im Sinne der Transportvorrichtung der Ware schräg gestellt (Fig. 1). Durch diese eigenartige Anordnung der Abstandsregler wird ohne Störung der Wanderbewegung der Tafeln erreicht, dass dieselben stets im gleichen Abstande von den Anoden das Bad passieren.
Im Bereiche des Badbehälters, wenn erforderlich an der Wand desselben, ist eine zweite Schraubenspindel 105 gelagert, die auf irgend eine Weise, z, B. von dem Triebwerk 17 der Transportspindel 15 mittels Riemenübersetzung 106, 107 angetrieben wird.
Mit der vorstehend beschriebenen Vorrichtung wird wie folgt gearbeitet : Die vorher dekapierte Ware a lässt sich zufolge der eigenartigen Konstruktion der Klemmapparatur sehr rasch und verlässlich
EMI2.1
so durchwandert die Tafel unter Strom und genauer Führung die ganze Länge des Bades. Ist die Tafel a mit der Klemmapparatur an dem Teil 15"der Treibspindel angelangt, so wird die Klemmapparatur mit der Tafel aus dem Bad ausgehoben und in schräger Lage so aufgehängt, dass der an der Tafel a noch anhaftende Elektrolyt in das Bad abtropfen kann. Ist dies geschehen, so wird die plattiert Tafel abgelegt bzw. weiter verarbeitet, während die Klemmapparatur auf die Rücktransportspindel 105 aufgelegt wird und automatisch wieder zur Ausgangsstelle zurückgeführt wird.
Bei der Vorrichtung gemäss der Erfindung lässt sich die Stärke der galvanischen Auflage durch Änderungen der Drehgeschwindigkeit der Triebspindel 15 und Regulierung der Stromstärke bzw. Kombination beider Massnahmen sehr empfindlich regeln. Trotz der überraschend grossen Leistungsfähigkeit des Bades wird jede Einzeltafel mit geringstem Bedienungspersonal im durchlaufenden Arbeitsgange vollständig gleichmässig plattiert. Gegenüber den Tafelplattierungsvorrichtungen nach dem Trommelprinzipe besitzt die vorliegende Vorrichtung eine vielfach gesteigerte Leistung, da bei den Trommelapparaten nur auf einer verhältnismässig kurzen Zone des Arbeitsvorganges plattiert werden kann, während bei der vorliegenden Vorrichtung tote Zonen nicht vorhanden sind.
EMI2.2
1.
Vorrichtung zum fortlaufenden Plattieren von Blechtafeln mit Transportsehraubenspindel. dadurch gekennzeichnet, dass sie Tafelhalter aufweist, welche mit Mitnehmervorrichtungen (40, 41) zur Fortbewegung auf der Transportspindel fM und mit Klemmvorrichtungen, welche die Tafeln festhalten JC. , versehen sind.