AT115615B - Verfahren zum Klären und Entwässern von verunreinigten, in Waschmaschinen für chemische Reinigung verwendeten Lösungsmitteln. - Google Patents
Verfahren zum Klären und Entwässern von verunreinigten, in Waschmaschinen für chemische Reinigung verwendeten Lösungsmitteln.Info
- Publication number
- AT115615B AT115615B AT115615DA AT115615B AT 115615 B AT115615 B AT 115615B AT 115615D A AT115615D A AT 115615DA AT 115615 B AT115615 B AT 115615B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- solvent
- clarifying
- dry cleaning
- dewatering
- washing machines
- Prior art date
Links
- 239000002904 solvent Substances 0.000 title claims description 27
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 11
- 238000005406 washing Methods 0.000 title description 13
- 238000005108 dry cleaning Methods 0.000 title description 4
- 239000000344 soap Substances 0.000 claims description 7
- 239000003153 chemical reaction reagent Substances 0.000 claims description 4
- KWYUFKZDYYNOTN-UHFFFAOYSA-M Potassium hydroxide Chemical compound [OH-].[K+] KWYUFKZDYYNOTN-UHFFFAOYSA-M 0.000 claims 3
- HEMHJVSKTPXQMS-UHFFFAOYSA-M Sodium hydroxide Chemical compound [OH-].[Na+] HEMHJVSKTPXQMS-UHFFFAOYSA-M 0.000 claims 3
- QGZKDVFQNNGYKY-UHFFFAOYSA-O Ammonium Chemical compound [NH4+] QGZKDVFQNNGYKY-UHFFFAOYSA-O 0.000 claims 2
- DGAQECJNVWCQMB-PUAWFVPOSA-M Ilexoside XXIX Chemical compound C[C@@H]1CC[C@@]2(CC[C@@]3(C(=CC[C@H]4[C@]3(CC[C@@H]5[C@@]4(CC[C@@H](C5(C)C)OS(=O)(=O)[O-])C)C)[C@@H]2[C@]1(C)O)C)C(=O)O[C@H]6[C@@H]([C@H]([C@@H]([C@H](O6)CO)O)O)O.[Na+] DGAQECJNVWCQMB-PUAWFVPOSA-M 0.000 claims 1
- ZLMJMSJWJFRBEC-UHFFFAOYSA-N Potassium Chemical compound [K] ZLMJMSJWJFRBEC-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims 1
- 239000004115 Sodium Silicate Substances 0.000 claims 1
- 239000012445 acidic reagent Substances 0.000 claims 1
- 229910052783 alkali metal Inorganic materials 0.000 claims 1
- 150000001340 alkali metals Chemical class 0.000 claims 1
- ANBBXQWFNXMHLD-UHFFFAOYSA-N aluminum;sodium;oxygen(2-) Chemical compound [O-2].[O-2].[Na+].[Al+3] ANBBXQWFNXMHLD-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims 1
- 150000004649 carbonic acid derivatives Chemical class 0.000 claims 1
- 238000005189 flocculation Methods 0.000 claims 1
- 230000016615 flocculation Effects 0.000 claims 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims 1
- 238000006386 neutralization reaction Methods 0.000 claims 1
- 229910052700 potassium Inorganic materials 0.000 claims 1
- 239000011591 potassium Substances 0.000 claims 1
- 235000011118 potassium hydroxide Nutrition 0.000 claims 1
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 claims 1
- 229910052708 sodium Inorganic materials 0.000 claims 1
- 239000011734 sodium Substances 0.000 claims 1
- 229910001388 sodium aluminate Inorganic materials 0.000 claims 1
- 235000011121 sodium hydroxide Nutrition 0.000 claims 1
- NTHWMYGWWRZVTN-UHFFFAOYSA-N sodium silicate Chemical compound [Na+].[Na+].[O-][Si]([O-])=O NTHWMYGWWRZVTN-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims 1
- 229910052911 sodium silicate Inorganic materials 0.000 claims 1
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 6
- VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N Silicium dioxide Chemical compound O=[Si]=O VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 5
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 4
- 239000000243 solution Substances 0.000 description 3
- 238000004821 distillation Methods 0.000 description 2
- 239000012065 filter cake Substances 0.000 description 2
- 239000000706 filtrate Substances 0.000 description 2
- 238000001914 filtration Methods 0.000 description 2
- 239000003921 oil Substances 0.000 description 2
- 239000000377 silicon dioxide Substances 0.000 description 2
- 239000000725 suspension Substances 0.000 description 2
- 239000002250 absorbent Substances 0.000 description 1
- 230000002745 absorbent Effects 0.000 description 1
- 238000007664 blowing Methods 0.000 description 1
- 230000001413 cellular effect Effects 0.000 description 1
- 239000004927 clay Substances 0.000 description 1
- 239000003245 coal Substances 0.000 description 1
- 239000000356 contaminant Substances 0.000 description 1
- 238000000354 decomposition reaction Methods 0.000 description 1
- 235000014113 dietary fatty acids Nutrition 0.000 description 1
- 238000001035 drying Methods 0.000 description 1
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 1
- 239000000194 fatty acid Substances 0.000 description 1
- 229930195729 fatty acid Natural products 0.000 description 1
- 150000004665 fatty acids Chemical class 0.000 description 1
- 239000000295 fuel oil Substances 0.000 description 1
- 239000012535 impurity Substances 0.000 description 1
- -1 infusor earth Substances 0.000 description 1
- 239000000976 ink Substances 0.000 description 1
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 1
- 238000001556 precipitation Methods 0.000 description 1
- 239000008149 soap solution Substances 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 210000002268 wool Anatomy 0.000 description 1
Landscapes
- Detergent Compositions (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Die Erfindung bezieht sich auf die chemische Reinigung, einschliesslich der Wollieinigung mit Hilfe von Lösungsmitteln und betrifft ein Verfahren, um das verunreinigte Lösungsmittel in den Waschmaschinen zu klären und wasserfrei zu machen.
Bisher wurde das für diesen Zweck verwendete Lösungsmittel auf verschiedene Weise geklärt und entwässert, z. B. durch Filtration, durch Verwendung von Zentrifugalabscheidern, Zersetzung oder Ausfällung mittels verschiedener chemischer Reagentien. Proben haben aber gezeigt, dass in keinem dieser Fälle der Abfluss tatsächlich vollkommen frei von Feuchtigkeit und Fremdkörpern ist. Z. B. haben Versuche mit Zentrifugalabscheidern erwiesen, dass nicht alle suspendierten Verunreinigungen und die
EMI1.2
entsteht, dass sich die in den zu reinigenden Gegenständen enthaltene Feuchtigkeit mit einem Bruchteil der frei werdenden Seifen und Öle emulgiert, in manchen Fällen auch mit der für chemische Reinigung verwendeten Seife.
Dieser Rückstand hält fein verteilte Feststoffe in kolloidalem Zustande fest und es ist unmöglich, diese durch mechanische Mittel zu beseitigen.
Man hat bei einem Verfahren zur Beseitigung ölhältiger Druckfarben aus Stoffen mittels eines Lösungsmittels, z. B. Benzin, bereits vorgeschlagen, das verunreinigte Lösungsmittel in einen Behälter zu leiten, in welchem es mit einer Substanz, wie Ton, Infusorienerde, Kohle od. dgl. behandelt wird. Das Lösungsmittel wird hierauf durch eine Filterpresse geschickt und das Filtrat in einen Destillationsbehälter übergeleitet, wo es verdampft und das schwere 01 im Lösungsmittel gewonnen wird, während das Lösungsmittel selbst kondensiert und zu einem Vorratsbehälter geleitet wird.
Auch wurde der Vorschlag erstattet, das Lösungsmittel vom Waschgefäss abzuziehen, es durch ein Filter zu leiten und wieder in das Gefäss zurückzuführen. Dieser Vorschlag ist praktisch nicht ausführbar, weil sonst ein Filterhilfsmittel der gewöhnliehen bekannten Alt verwendet werden würde, - wiewohl die Zugabe eines Filterhilfsmittels in dem erwähnten Vorsehlag überhaupt nicht vorgesehen ist,-das Filter, wie eingangs bemerkt, durch den gelatinösen Rückstand in aller kÜrzester Zeit verstopft sein würde.
Es wurde nun gefunden, dass, wenn bei einem chemischen Reinigungsverfahren das verunreinigte
EMI1.3
Gewicht, welche Kieselerde später als Filterhilfsmittel bezeichnet werden soll, behandelt und das die Teilchen dieses Filterhilfsmittels in Suspension enthaltende Lösungsmittel zu einem Filter geschickt wird, das Filtrat im Wesen frei von Feuchtigkeit und Fremdstoffen ist und zur Waschmaschine in einem kontinuierlichen Kreislauf zurückgeführt werden kann.
Weiters kann die Geschwindigkeit, mit welcher das Lösungsmittel durch die Waschmaschine hindurchgeht, soweit erhöht werden, dass alle 5 Minuten ein Badwechsel eintritt, d. h. eine Menge Lösungsmittel, welche gleich ist dem Volumen des Bades, wird
EMI1.4
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
<Desc/Clms Page number 3>
keit verwendet werden, welche sich bei Mischung mit dem Lösungsmittel und Stehenlassen weder dissoziieren noch ablagern.
Bei Wiedereintritt in die Waschmaschine ist das Lösungsmittel dann im Wesen von allen Unreinigkeiten frei und in einem annähernd gleichen Zustande, in welchem es beim Beginn des Waschens in die Maschine eintritt, mit der Ausnahme, dass lösliche Stoffe, die aus der Ware während des Reinigungsvorganges herausgezogen oder während des Reinigens zugesetzt wurden, in Lösung bleiben. Die Lösung aus dem Lösungsmittel und der Seife kann wiederholt und so lange für folgende Waschvorgänge verwendet werden, als nicht zu viel lösliche Stoffe darin enthalten sind, in welchem Falle sodann eine Destillation oder gleichwirkende Behandlung notwendig wird. Die Fettsäuren der Seifen können gewonnen, geläutert und wieder, bzw. auch für andere Zwecke, verwendet werden.
Die gemäss der Erfindung zu verwendende Filterpresse soll durch einen oder mehrere Pumpen derart beschickt werden, dass in der Waschmaschine eine konstante Durchflussgeschwindigkeit herrscht ; dort, wo eine Anzahl von Waschmaschinen in Verwendung steht, sollen Einrichtungen getroffen sein, dass durch jede derselben ein im Wesen konstanter Durchfluss besteht. Die Filterpresse soll so bemessen sein, dass der Druck erst dann zu einer, eine Reinigung nötigenden Höhe ansteigt, wenn eine entsprechend grosse Anzahl von Wäschen vor sich gegangen ist. Das in dem Filterkuchen zurückbleibende Lösungsmittel kann durch Ausblasen mit Luft oder einem geeigneten Dampf oder Gas ans diesem entfernt werden.
In grösseren Anlagen, wo eine Anzahl von Filterpressen in Betrieb steht, kann der Presskuchen rasch ausgeblasen oder ausgewaschen und von der Hauptpresse herausgenommen, aufgemischt und einer andern Presse für eine endgültige Trocknung zugeführt werden, damit die Hauptpresse nur eine minimale Zeitspanne ausser Betrieb stehen muss. In solchen Fällen können für die Hauptpresse selbst entleerende Pressen verwendet werden, doch sind im allgemeinen Filterpressen aller beliebigen Typen gebrauchfähig.
Am Schluss des Behandlungsverfahrens ist gemäss der vorliegenden Erfindung die verunreinigte Lösungsmittelseifenlösung, welche aus der Waschmaschine abgezogen wurde, vollständig wasserfrei und auch frei von allen kolloidalen Suspensionen. Die'zur Behandlung notwendige Zeit kann, je nach der Menge und der Qualität der Filterhilfsmittel, der verwendeten Reagentien und der Leistungsfähigkeit der verwendeten Filterpressen, zwischen 10 und 30 Minuten sehwanken. Da jeder Reinigungsvorgarg in kiirzerer Zeit vollendet sein kann und da die gleiche Lösung aus Seife und Lösungsmittel weitaus öfter verwendbar ist, wird eine grosse Ersparnis sowohl am Lösungsmittel als auch an Seife erzielt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Klären und Entwässern des verunreinigten, in Waschmaschinen für chemische Reinigung verwendeten Lösungsmittels unter Zusatz eines absorbieren wirkenden Filterhilfsmittels und Filtration, dadurch gekennzeichnet, dass das verunreinigte Lösungsmittel mit fein verteilter poröser, zelliger Kieselerde von einem niedrigen, 0'2 nicht übersteigenden spezifischen Gewicht behandelt und samt den darin suspendierten Kieselerdeteilchen in stetigem Kreislauf zu einem Filter geführt und das gefilterte Lösungsmittel in die Waschmaschine riickgeleitet wird, vorzugsweise mit solcher Geschwindigkeit, dass während einer Wäsche die Menge an verwendeten Lösungsmitteln wiederholt die Maschine passiert.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das verunreinigte Lösungsmittel mit Reagentien, versetzt wird, welche nach Neutralisation mit sauren Reagentien eine sofortige Flockenbildung der im Lösungsmittel enthaltenen Fremdkörper hervorbringen.3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Reagentien Salze der Alkalimetalle verwendet werden, insbesondere Ätznatron, Ätzkali, Ammonium oder die Karbonate von Natrium, Kalium, Ammonium, Natriumaluminat oder Natriumsilikat.4. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Lösungsflüssigkeit eine Seife EMI3.1
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB115615X | 1925-12-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT115615B true AT115615B (de) | 1930-01-10 |
Family
ID=9988509
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT115615D AT115615B (de) | 1925-12-31 | 1926-12-14 | Verfahren zum Klären und Entwässern von verunreinigten, in Waschmaschinen für chemische Reinigung verwendeten Lösungsmitteln. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT115615B (de) |
-
1926
- 1926-12-14 AT AT115615D patent/AT115615B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1645813C3 (de) | Verfahren zur Gewinnung eines Schmieroels | |
| EP0153972B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von Filterelementen, insbesondere Filterkerzen | |
| DE2613878C2 (de) | Verfahren zum Reinigen von Walzölen | |
| CH515345A (de) | Verfahren zum Reinigen von Wolle | |
| DE2059859C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Auf bereiten von Detergentien enthaltenden Abwassern durch Ozon | |
| AT115615B (de) | Verfahren zum Klären und Entwässern von verunreinigten, in Waschmaschinen für chemische Reinigung verwendeten Lösungsmitteln. | |
| DE2243448A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur entfernung von oel und wasser aus komprimierter luft | |
| DE19654619A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Aufbereiten von Wasch- und Spülwasser zwecks Wiederverwendung | |
| DE535062C (de) | Verfahren zum Klaeren und Entwaessern der verunreinigten Waschfluessigkeit aus den bei der Trockenreinigung benutzten Waschmaschinen unter Verwendung von Filterhilfsstoffen | |
| DE1517227C3 (de) | Verfahren zum Aufbereiten des beim Oruckfarbenentfernen aus Altpapierstoff od.dgl. mittels Flotation gebildeten, die Farbteilchen enthaltenden Schaumes | |
| DE1617012C3 (de) | Verfahren zur Gewinnung von Lanolin aus Abwassern der Wollwäsche | |
| DE1941758B2 (de) | Verfahren zur regenerierung von bleicherde | |
| DE605736C (de) | Verfahren zur vollstaendigen Wiederbelebung erschoepfter Bleicherde | |
| DE265198C (de) | ||
| DE2341871A1 (de) | Verfahren und anlage zur reinigung von fett und erde enthaltenden abwaessern | |
| AT21279B (de) | Verfahren zur Reinigung von Zucker und Zuckerlösungen. | |
| US2139629A (en) | Dry cleaning process | |
| AT152901B (de) | Verfahren zur Reinigung bzw. Regenerierung und Verbesserung gebrauchter organischer Filterstoffe. | |
| DE355473C (de) | Verfahren zum Gewinnen von suspendierten OElen und Fetten aus Abwaessern | |
| DE4329719A1 (de) | Trennverfahren | |
| DE858097C (de) | Verfahren zum Trennen von Gemischen aus kristallisierten Teerkohlenwasserstoffen und oeligen Stoffen | |
| DE495949C (de) | Verfahren zur Verbesserung der Entwaesserung von Schaumschwimmkonzentraten | |
| DE340473C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur unmittelbaren Gewinnung von Wollfett aus Wollwaschwaessern | |
| DE2704469A1 (de) | Verfahren zur aufbereitung von hydraulikfluessigkeit auf phosphorsaeureesterbasis | |
| DE897996C (de) | Verfahren zur Behandlung von Fluessigkeiten mit Aktivkohlen |