DE265198C - - Google Patents

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DE265198C
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oils
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soda
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benzene
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DENDAT265198D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B13/00Recovery of fats, fatty oils or fatty acids from waste materials
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W30/00Technologies for solid waste management
    • Y02W30/50Reuse, recycling or recovery technologies
    • Y02W30/74Recovery of fats, fatty oils, fatty acids or other fatty substances, e.g. lanolin or waxes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
V£ 265198 KLASSE 23«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Oktober 1911 ab.
Die von Putzwolle, Putzbaumwolle usw. aufgenommenen öle werden in den meisten Betrieben verloren gegeben. Meistens wohl wird die gebrauchte Putzwolle als Feuerungsmaterial gebraucht. Da die Zylinderöle, Schmieröle usw. zum großen Teile unverändert von der Putzwolle aufgenommen werden, gehen so ungeheure Werte verloren. Man hat daher versucht, durch Extraktion, Zentrifugieren mit Dampf u. a. m. die Öle wieder zu gewinnen und wieder verwertbar zu machen. Da Putzwolle schwer zu behandeln ist und Alles (Drehspäne usw.) zurückhält, wurde sie zum Teil durch Putztücher (50 X 50 cm) ersetzt.
Dieselben nehmen etwa 100 Prozent ihres Gewichtes (50 bis 60 g) an ölen auf, sind leicht zu extrahieren und können, weiter gereinigt, wieder Verwendung finden. Die extrahierten oder auf anderm Wege gewonnenen öle halten aber wegen ihrer großen Viskosität alle feinen und feinsten Verunreinigungen — Eisen-, Kohlen-, Graphitteilchen, Schmirgelstaub, saure Chemikalien usw. — zurück und lassen sich nach den üblichen Methoden (Zentrifugieren und Filtrieren, Filtration unter Druck, Absitzenlassen, Zusatz der bekannten Klärmittel) hiervon nicht oder nur sehr unvollkommen befreien, stets aber unter großem Verlust von öl. Danach ist das bisher von einigen Fabriken ,und Wäschereien geübte Regenerierungsverfahren wenig rentabel, und die meisten Fabriken benutzen nach wie vor Putzwolle und vernichten das verbrauchte Putzmaterial.
Bei der großen wirtschaftlichen Bedeutung, die diesem Problem innewohnt, hat der Erfinder versucht, ein Verfahren auszuarbeiten, das technisch leicht ausführbar und rentabel ist, und bei dem die öle quantitativ und — wie die Putzmaterialien — in wieder benutzbarem bzw. verwertbarem Zustande wiedererhalten werden.
Durch Filtration die wiedergewonnenen Öle bzw. deren Lösung in einem der gebräuchlichen Extraktionsmittel zu reinigen, ist nur in ganz seltenen Fällen möglich. In den weitaus meisten Fällen verstopfen die Verunreinigungen der öle bzw. deren Lösung entweder die Filter oder gehen durch dieselben hindurch. Es ist eben weniger die Menge des Schmutzes, als seine äußerst feine Verteilung in den ölen bzw. die Kleinheit der Schmutzteilchen, was die Reinigung dieser Abfallöle so erschwert.
Die Erfindung besteht nun darin, diese schwebenden feinen Teilchen teils auf chemischem Wege unmittelbar niederzuschlagen oder von einem niederfallenden Stoff mit niederreißen zu lassen und sie andernteils filtrierbar und einen dritten Teil derart wasserlöslich zu machen, daß er leicht auswaschbar wird.
Wie nach zahlreichen Versuchen erkannt wurde, werden diese Bedingungen sehr zweckmäßig durch Natronlauge erfüllt, und zwar gerade bei einer bestimmten Konzentration, die einem Gehalte von 5 bis 10 Prozent Na OH entspricht, also etwa 8 bis 150Be. In den meisten Fällen wird es bei den gebrauchten Putzmaterialien sich um eine Mischung verschiedener Öle handeln, um Mineralöle, die von Alkalien nicht verändert werden, und um pflanzliche Öle, die mit denselben Seifen bil-
den. Die Verunreinigungen bestehen aus Kohlenstaub, Ruß, Rost, feinen Eisenteilchen, Graphit, Säuren, Metallsalzen, Feuchtigkeit u. a. m. Setzt man nun praktisch zu einer Lösung der öle in Benzol, Petroleumbenzin oder einem andern der gebräuchlichen Fett- und ölextraktionsmittel (wie 1:5 bis 1:10) das gleiche Volumen 5 bis 10 prozentiger Natronlauge und rührt längere Zeit tüchtig durch, so scheidet sich alsbald ein hellgelber bis rostbrauner oder schwarzer Schlamm ab, der nach Beendigung des Durch rührens sich größtenteils an der Trennungszone der beiden Flüssigkeitsschichten ansammelt. Ein Teil fällt zu Boden, ein Teil bleibt in der öllösung suspendiert. Die Wirkungsweise der Natronlauge läßt sich wie folgt erklären: Ein kleiner Teil der in den Putzmaterialien enthaltenen leicht seifenbildenden öle gibt Seifen, die in Benzol und in Natronlauge unlöslich sind, flockig oder gelatinös ausfallen und wie Hausenblase, Gelatine usw. als Klärungsmittel wirken. Die feinsten Verunreinigungen, die durch kein Filter zurückgehalten werden, werden mitgerissen und fallen mit den Seifenflocken zu Boden oder bleiben suspendiert und können leicht abfiltriert werden. Säuren werden neutralisiert, Metallsalze zersetzt und die Metalle als Hydroxyde ausgefällt, wobei einige, z. B. die des Eisens und der Tonerde, noch als Klärungsmittel wirken.
Sind keine seifenbildenden öle zugegen, so können zwecks Bildung der klärenden Seifen kleine Mengen eines Pflanzenöles usw. zugesetzt werden, oder aber gebildetes Eisenhydroxyd, das wohl immer entstehen wird, übernimmt die Rolle der Seifen. Nach Absetzen der Niederschläge trennt man die Lauge von der benzolischen usw. öllösung, setzt zu dieser, um Feuchtigkeit zu entfernen und den suspendierten Niederschlag zusammenzuhalten bzw. zu Boden zu reißen, noch etwas Gips zu, rührt wieder tüchtig durch, filtriert die öllösung und destilliert dann das Lösungsmittel ab. Es hinterbleiben die reinen, ursprünglich zur Verwendung gekommenen öle. Die entölten Putzmaterialien können auch wieder Verwendung finden. In manchen Fällen kann die Natronlauge zweckmäßig durch feste Alkalien, Soda, Soda und Kochsalz, Soda und Gips oder auch Gips allein ersetzt werden. Als sehr zweckmäßig und auch bei komplizierten Ölgemischen nicht versagend, hat sich eine Mischung aus gleichen Teilen Soda und Gips erwiesen. Hierbei hat man noch den Vorteil, die Reinigung in einem Prozeß durchführen zu können.
Die Menge der anzuwendenden Fällungsbzw. Klärungsmitfel wird am besten von Fall zu Fäll durch einen Vorversuch festgestellt; Natronlauge sowohl wie Gips, Soda usw. können natürlich so lange und so oft wieder gebraucht werden, bis sie unwirksam geworden sind.
: Natronlauge kann durch andere alkalische oder basische Flüssigkeiten, Soda durch Pottasche usw. und Gips durch andere wasserentziehende und klärend wirkende Agentien ersetzt werden.
Beispiel 1.
1000 1 Benzol, die — wie ein Vorversuch ergab — etwa 200 kg Rohöl, aus Putzmaterialien durch Extraktion gewonnen, enthielten, wurden mit 1000 1 einer 5 prozentigen Natronlauge mehrere Stunden in einem gußeisernen Kessel gut durchgerührt. Nach zwölf stündigem Stehenlassen wurde die Natronlauge abgelassen und zur öllösung Gips unter Umrühren gegeben. Nach einigen Stunden hatte sich die Öllösung so geklärt, daß sie filtriert und in den Destillationskessel überführt werden konnte. Nach Abdestillation des Benzols usw. hinterblieben die reinen, neutralen und klaren öle.
Beispiel 2.
Eine gleiche öllösung wurde mit 20 kg eines Gemisches von Solvaysoda und Gips zu gleichen Teilen, ähnlich wie in Beispiel 1, behandelt mit gleich gutem Resultat. Erfahrungsgemäß konnte diese Mischung 5 bis 10 mal verwendet werden, so daß für eine Reinigungsoperation nur 2 bis 4 kg Masse verbraucht wujden bei nahezu quantitativer Wiedergewinnung der von den Putzmaterialien aufgenommenen öle.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Wiedergewinnung und gleichzeitigen Reinigung der in gebrauchten Putzmaterialien enthaltenen Öle, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Benzol, Petroleumbenzin oder einem andern Fettlösungsmittel aus den Putzmaterialien extränierten öle mit Natronlauge (zweckmäßig 5 bis 10 Prozent Na OH enthaltend) oder festen Alkalien bzw. alkalisch wirkenden Stoffen ■ behandelt, die ausgefallenen Stoffe abgeschieden und die in Suspension gebliebenen gegebenenfalls nach Zusatz von Gips filtriert werden, worauf das Lösungsmittel abgestrichen wird.
2. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch den Zusatz verseifbarer oder in ähnlicher Weise ausfällend und niederschlagend wirkender Stoffe.
DENDAT265198D Expired DE265198C (de)

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