<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung und weitere Ausgestaltung der Langantenne gemäss Patent Nr. 104664.
Das Hauptpatent betrifft eine Langantenne, die so angeordnet ist, dass die Ausstrahlung von abwechselnden halben Wellenlängen aufgehoben oder unterdrückt ist. Versuche haben ergeben, dass, wenn eine solche Antenne eine elektrische Länge besitzt, die beträchtlich im Vergleich zu der angewendeten Wellenlänge ist, die Ströme in den strahlenden Abschnitten kleiner werden, um so weiter diese Abschnitte von dem gespeisten Ende entfernt werden.
Hieraus ergibt sich, dass die Antennenlänge, die man zweckmässigerweise verwenden kann, und die erreichbare Konzentration einer unerwünschten Beschränkung unterworfen wird.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird die Langantenne so angeordnet, dass die Stralilung abwechselnder halber Wellenlängen unterdrückt oder so verringert wird, dass sie wesentlich kleiner als die Strahlung von andern halben Wellenlängen ist.
Die auf der Zeichnung dargestellte Antenne besteht aus fünf Abschnitten A, B, C, D, E, jede eine halbe Wellenlänge lang. Von diesen Abschnitten sind die Längen A, C, E vollstrahlend und bestehen in der üblichen Weise aus einem gestreckten Draht. Die Abschnitte B und D dagegen enthalten einen nichtstrahlenden Teil B, D (beispielsweise eine Spule oder einen zickzackförmig gebogenen Draht) und Schwanzstücke TB T2B, ?'D T2D. Der unterste Abschnitt F ist durch die Spule X geerdet und wird von R gespeist. Bei dieser Konstruktion ist die Ausstrahlung der Abschnitte B und D kleiner als die Abschnitte A, C und E ; gute Resultate sind erzielt worden, wenn der Strahlungswiderstand jeder dieser Abschnitte B und D ungefähr 30% der Widerstände der Abschnitte A, C und Eist.
Die Relativstrahlung, die man von den Abschnitten einer Antenne, beispielsweise der dargestellten. erhalten kann, kann mit ziemlich genauer Annäherung dadurch berechnet werden, dass man die Abschnitte als Hertz'sche Strahler betrachtet, d. h., die Strahlung der Abschnitte B und D der dargestellten Antenne als eine Funktion des Quadrates des Abstandes zwischen den Mitten der Schwänze nimmt.
Nimmt man z. B. an, dass die Antenne auf einer Wellenlänge von 26 m gespeist werden soll, dass die Länge jeder der Abschnitte l, C und E 13w ist, die der Schwänze 1'1 T2B
EMI1.2
ungefähr 300/0 von der von A, C und E, ein Wert. der die besten Resultate ergeben hat.
Versuche haben ergeben, dass die Wirkung davon, dass man den Abschnitten B und D eine merkbare Strahlung, aber geringer als die der Abschnitte A. C und E, gestattet, die ist, dass die in den Abschnitten A, C und E erhaltenen Ströme gleichmässiger sind und infolgedessen die höheren Abschnitte der Antenne wirksamer werden. Beispielsweise haben Versuche folgende Zahlen ergeben :
EMI1.3
<Desc/Clms Page number 2>
Mitten der Abschnitte A, *. und E Ströme von 7'5 ; 3 und 1'2 Ampère beobachtet Wenn die Abschnitte S und D als Spulen mit zwei Meter langen Schwänze ausgebildet wurden, dann waren die entsprechenden Stromwerte 5'7 ; 5 und 4'5 Ampère.
Wenn die Abschnitte B und D als Spulen ausgebildet waren, die vier Meter lange Schwänze erforderte, wurden die Werte 5-5 ; 5'2 und 4'9 Ampère.
Die Wirksamkeit der Antenne als Sender oder Empfänger wurde ausgeprägt besser, wenn die Abschnitte B und D wie in dem letzten Beispiel angeordnet waren ; eine weitere Verringerung der Induktanz und Vergrösserung der Schwanzlänge hatte keine Verbesserung der Wirkung zur Folge, während bei noch weiterer Vergrösserung, der Schwanzlänge eine um- gekehrte Wirkung festgestellt wurde.
Wie weit Strahlung von den abwechselnden halben Wellenlängen unterdrückt werden soll, hängt von besonderen Erfordernissen ab, jedoch soll allgemein die Unterdrückung nicht kleiner als 70% sein, d. h., es soll im allgemeinen nicht mehr als 30% Strahlung von den unterclrückten Abschnitten im Vergleich zu den andern Abschnitten auftreten.
Erforderlichenfalls können mehrere solcher Antennen zusammengefasst werden, indem man sie koppelt bzw. verbindet, so dass Ströme in jeder Antenne in den andern Antennen Ströme derselben Frequenz und Phase induzieren, z. B. indem man die Antennen eine halbe Wellenlänge voneinander entfernt anordnet bzw. benachbarte Antennen an ihren niohtstrahlenden Teilen koppelt. Man kann auch die Antennen an ihren äussersten strahlenden Abschnitten in einer Weise verbinden, wie in der britischen Patentschrift Nr. 263943 beschrieben ist.
Versuche haben ergeben, dass die oben beschriebenen Antennen eine starke Konzentration und Ausstrahlung in der Drahtebene ergeben und dass die Stärke der Ausstrahlung von den strahlenden Abschnitten langsam in dem Masse abnimmt, als sie von den gespeisten Enden der Antenne weiter entfernt sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Langantenne nach Patent Nr. 104664, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlung von abwechselnden halben Wellenlängen nicht völlig unterdrückt, aber so verringert wird, dass sie kleiner ist als die Strahlung von den andern halben Wellenlängen, wobei sie zweckmässig etwa 30 /o dieser Strahlung beträgt.