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Richtantenne.
Die Erfindung betrifft eine Richtantenne.
Die österr. Patente Nr. 104664 und Nr. 115014 derselben Anmelderin zeigen Antennen, die lang im Verhältnis zur verwendeten Wellenlänge sind und bei denen die Strahlung von abwechselnden Wellen-
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einer Richtung senkrecht zur Antennenlänge erhält. Mit der Antenne gemäss der vorliegenden Erfindung werden auch sehr günstige Richtwirkungen erzielt, ohne dass eine Unterdrückung der Strahlung vorgenommen zu werden braucht.
Erfindungsgemäss werden bei einer im Verhältnis zur Wellenlänge langen Antenne abwechselnde
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Bei einer Ausführungsform (Fig. 2 der Zeichnung) ist die unterste Halbwellenlänge als einfacher senkrechter Draht ausgebildet. Die zweite Halbwellenlänge verläuft auf 0'1 der Wellenlänge als Verlängerung dieses Drahtes weiter, biegt dann rechtwinklig um und läuft in dieser Richtung auf 0'05 einer Wellenlänge. Die Antenne wird dann wieder um 900 abgebogen und läuft dann auf 0-2 abwärts, worauf sie wieder um 900 abgebogen wird und um 0'05 waagrecht verläuft. Der weitere Verlauf der Antenne ergibt sich aus der Zeichnung Fig. 2.
Zu bemerken ist, dass unter dem Ausdruck Halbe Wellenlänge"zu verstehen ist die Strecke, die die Welle während einer halben Schwingungsperiode längs des Drahtes fortschreitet.
Antennen gemäss der Erfindung können senkrecht, waagrecht oder unter jedem beliebigen Winkel verwendet werden. Im Gebrauch können sie an einem Ende durch einen Widerstand geerdet werden, der gleich dem Wellenwiderstand ist, oder es kann die Reflexion durch eine andere Anordnung, etwa gemäss dem britischen Patent Nr. 281762, vermieden werden.
Dadurch, dass man die Drahtlänge zwischen den Mittelpunkten der nebeneinanderliegenden Antennenabschnitte grösser oder kleiner als eine halbe Wellenlänge macht, kann man zwischen den Abschnitten eine fortschreitende Phasenänderung erhalten. Auf diese Weise kann man erforderlichenfalls die grösste Strahlung in Richtung erhalten, die von der Richtung rechtwinklig zur allgemeinen Richtung der Antenne verschieden sind.
Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind auf der Zeichnung in sechs Figuren dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Antenne gemäss dem österr. Patent Nr. 104664, während Fig. 2-6 die Antennen gemäss der vorliegenden Erfindung zeigen.
Bei allen Figuren ist angenommen, dass die Zufuhrung unten bei X erfolgt ; die Mitten der Halb-
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bei X zugeführt werden, treten Ströme gleicher Phasen in den Teilen auf, deren Mitten bei A, C und E liegen, und Ströme von unter sich gleicher Phase, aber den ersteren gegenüber entgegengesetzter Phase in den Teilen, deren Mitten bei B, D und F liegen.
Die in der Antenne fortschreitende Welle wird normal an dem oberen Ende Y reflektiert, und, richtige Endverhältnisse vorausgesetzt, wird die reflektierte Welle mit der hingehenden Welle an den Punkten A, B, C, D usw. in Phase sein und in der Leitung eine stehende Welle erzeugen. Diese reflektierte Welle, die naturgemäss wegen des Strahlungsverlustes schwächer ist als die hingehende Welle, kann erforderlichenfalls ausgeschaltet werden, beispielsweise dadurch, dass die Impedanz am Ende Y gleich dem Wellenwiderstand der Leitung gemacht wird.
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