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Fallklappenrelais für die Steuerung von Starkstrom.
Das Stammpatent betrifft ein mit Schwachstrom oder Induktorstrom betriebenes Fallklappenrelais beispielsweise für die Steuerung von Starkstromsignalapparaten, wie sie vorzugsweise in Schaltanlagen zur Ankiindigung von Schaltvorgängen in Anwendung kommen. Der Stromscluss zum Alarmapparat wird durch das beim Fallen der vom Relaisanker freigegebenen Klappe erfolgende Schliessen
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damit die Stromunterbreehung durch einen Riickstdihebel erfolgt. Die Klappe bleibt dann so lange in Ruhe, bis der Anker von neuem angezogen wird.
Wenn der Relaisanker in der Anzugstdiung festgehalten wird, macht sich der Übelstand bemerkbar, dass die Fallklappe nicht zurückgestellt werden kann. sondern dass sie immer wieder abfällt und der Alarmapparat jedesmal von neuem eingeschaltet wird. Bei den mit einer Schutzkappe versehenen Relais zeigt sich ausserdem, dass nur umständlich festgestellt werden kann, ob die Relaiswicklung noch unter Spannung steht.
Die Erfindung beseitigt diese Mängel durch eine zusätzliche Einrichtung, die nicht nur die Rückführung der Klappe in die Ruhelage bei angezogenem Anker ermöglicht, sondern auch bei beliebiger Stellung der den Messerschalter betätigenden Klappe zur Anzeige bringt, ob die Relaiswicklung noch unter Spannung steht.
Erfindungsgemäss ist neben der den Stromschluss bewirkenden Klappe eine weitere Klappe vor-
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wenn der Magnet seinen Anker loslässt.
Die beiden Fallklappen werden zweckmässig unterschiedlich ausgebildet und die Anordnung ist so getroffen, dass sie beide hinter einer Schauöffnung liegen.
In der Zeichnung ist schematisch ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in verschiedenen Stellungen dargestellt. Fig. 1 zeigt das Relais im Ruhezustand, in Fig. 2 ist der Anker angezogen ; beide Klappen
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gestelltem Messerschalter.
Ein mit der Klappenfahne 17 versehener Arm 1 ist auf einer Achse 8 zusammen mit einem zweiten Klappenarm 2 drehbar gelagert und wird in angehobener Lage (Ruhelage) durch einen an einem zweiarmigen Hebel 5 befestigten Stützpunkt 6, der sich dann unter einen am Arm 1 befestigten Stift 7 legt (Fig. 1), gehalten. Der Hebel 5 ist bei 18 drehbar gelagert und wird durch eine Feder 13 gegen einen
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bunden sind. Die Arme 1 und 23 strebt eine Feder 26 derart zusammenzuziehen, dass das Isolationsstüek 24 sich gegen einen Anschlag 27 am Arm 1 anlegt. Auf dem Isolationsstück 24 ist das Kontaktmesser 9 befestigt, das bei abfallender Klappe mit den festen Konlaktfedern 2. 9 in Eingriff kommt.
Zur Ruck-
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stellung der Klappe 1 dient der um eine Achse 31 drehbare zweiarmige Rückstellhebel 30, der in der Ruhestellung durch eine Feder 32 an einem Anschlag 33 gehalten wird und an dessen kurzem Hebelarm ein Bogenstück 34 angebracht ist, das beim Drücken des Tastenhebels an dem Stift 25 den Kontakthebel 23, 24, 9 in der Kontaktstellung festhält, dadurch, dass beim Drücken der Taste 30 das Bogenstück 34 an der rechten Seite des feststehenden Stiftes 25 entlanggleitet, während der Klappenarm 1 durch den Anschlag 35 des Tastenhebels an der Nase 36 zurückgestellt wird. Der Arm 2 ist mit einem Anschlagstift 11 für den Anker 19 versehen und steht unter dem Zug einer Feder 3.
Bai Erregung des Magneten 20 wird der Anker 19 angezogen und der Stützpunkt 6 des Klappenarmes 2 durch die den Hebel 5 mitnehmende Nase 15 von dem Stift 7 zurückgezogen. Die Klappe 1 fällt durch ihr Eigengewicht herab, nimmt mittels eines Stiftes 16 die Klappe 2 (unter Spannung der Feder 3) mit und bringt das Schaltmesser 9 mit den Kontaktfedern 29 in Eingriff.
Steht die Relaiswicklung noch unter Spannung, d. h. ist der Anker über die für den Messerschalter
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(Fig. 2) und verhindert bei der mittels des Tastenhebels 30 erfolgenden Rückstellung der Klappe 1, dass die Fallklappe 2 ebenfalls in die Ruhestellung zurückkehrt. Jedoch wird mittels eines Stiftes 12 an der Klappe 1 die Nase 15 ausgehoben, so dass der Stützanschlag 6 unter den Stift 7 treten kann. Damit der Stift 11 in der tiefsten Stellung der Klappe 2 unter die Spitze 10 des Ankers 19 gelangen kann, muss er sich seitlich (d. h. in waagrechter Ebene) verschieben lassen. Bei Rückstellung der Klappe 1 (Fig. 3) durch Drücken des Tastenhebels 30 drückt der Anschlag 35 gegen die Nase 36 der Klappe 1 und bewegt diese in ihre Ruhelage.
Dabei gleitet das Bogenstück 34 an dem Stift 25 entlang und hält den Hebel 23,24 fest, so dass die Feder 26 gespannt wird. Erreicht die Klappe 1 ihre höchste Stellung, so ist das Bogenstück 34 in seiner ganzen Länge an dem Stift 25 entlanggeglitten und gibt den Stift frei, so dass nun die Feder 26 den Hebel 23, 24 hochreissen kann. Fällt der Anker 19 ab, so wird die Fallklappe 2 durch Abgleiten der Nase 10 vom Stift 11 freigegeben und mittels der gespannten Feder 3 in die Ruhestellung zurückgeführt.
Die Nase 15 nimmt die in der Fig. 1 gezeigte Bereitsehaftstellung wieder ein, damit bei erneutem Anzug des Relaisankers die oben geschilderten Vorgänge sich wiederholen können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fallklappenrelais für die Steuerung von Starkstrom nach dem Patent Nr. 96107, dadurch gekennzeichnet, dass ausser der den Kontaktschluss bewirkenden Fallklappe (1) eine weitere Fallklappe (2) mit derartig ausgebildeten Sperrstücken vorgesehen ist, dass sie beim Fallen der ersteren durch diese unter Spannung einer Rückstellkraft (3) niedergezogen und für den Fall, dass die Relaiswicklung (20) über die Schaltzeit hinaus unter Strom steht, durch den Anker (19) gesperrt und erst bei Abfall des Ankers (19) freigegeben wird, während die Klappe (1) unabhängig davon in die Ruhelage rückgeführt werden kann.