AT114086B - Vorrichtung zur selbsttätigen Verhinderung der Bremswirkung der Druckluftbremseinrichtung beim Anstellen der Gegendruckbremse an Lokomotiven. - Google Patents

Vorrichtung zur selbsttätigen Verhinderung der Bremswirkung der Druckluftbremseinrichtung beim Anstellen der Gegendruckbremse an Lokomotiven.

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AT114086B
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Knorr Bremse Ag
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  Vorrichtung zur selbsttätigen Verhinderung der Bremswirkung der Druckluftbrems- einrichtung beim Anstellen der Gegendruckbremse an Lokomotiven. 



   Bei Lokomotiven, die auf Hügelland-und Gebirgsbahnen verkehren, hat man zur Schonung der
Radreifen neben der als Klotzbremse wirkenden Druckluftbremse vielfach eine   Getriebebremse   an- geordnet, die darauf beruht, dass die Arbeitskolben der Lokomotivzylinder durch Verlegen der Umsteue- rungsvorrichtung in die der Fahrtrichtung entgegengesetzte Richtung als Kompressorkolben wirken,   j so   dass das   Arbeitsvermögen   der Lokomotive bzw. des Zuges zu einem erheblichen Teil zur Leistung von Kompressionsarbeit nutzbar gemacht und dabei vernichtet wird. Wird bei einer solchen Betriebs- weise die Druckluftbremse in Wirksamkeit gesetzt, so fällt die Bremswirkung an der Lokomotive so stark aus, dass ein Blockieren der gekuppelten Achsen zu befürchten ist. 



   Dies zu verhüten, ist die Aufgabe des Erfindungsgegenstandes. 



  Dieser stellt sich als ein dem Bremszylinder vorgeschaltetes Sperrventil dar, das bei der Benutzung der Gegendruckbremse selbsttätig derart gesteuert wird, dass es die Druckluft, die bei Bedienung der
Druckluftbremse vom   Hilfsluftbehälter   zum Bremszylinder überströmen würde, ins Freie ableitet. 



   Das Sperrventil steht erfindungsgemäss unter dem Einfluss eines Steuerkolbens, der sich in einem
Zylinder befindet, der seinerseits mit einem derjenigen Räume in Verbindung steht, die bei der Benutzung der Gegendruckbremse unter Druck gelangen. Der Zylinder für den Steuerkolben kann demgemäss bei- spielsweise an diejenige Leitung angeschlossen sein, die eine   Druckmittelquel ! e-beispielsweise den  
Hauptluftbehälter der Lokomotive-über das An-und Abstellventil der Gegendruckbremse mit einem
Schaltzylinder verbindet, der beim Anstellen der   Gegendruckbremse   wirksam wird. Er kann auch un- mittelbar an das Gehäuse für das An-und Abstellventil der Gegendruckbremse angeschlossen sein. 



  Ein durch Druck gesteuertes, selbsttätiges Sperrventil ist auf der Zeichnung sehen atiseh im Schnitt dargestellt, u. zw. im Zusammenhang mit gewissen Teilen der Druckluftbremse, auf deren Wirken es
Einfluss nimmt. 
 EMI1.1 
 den hinweg die Vorrichtung mit dem Gehäuse des An-und Abstellventils der Gegendruck-bzw. Getriebe- bremse in Verbindung steht bzw. an die Verbindung zwischen dem   Hauptluftbehälter   und dem Schalt- zylinder angeschlossen ist, in die auch das An-und Abstellventil der   Gegendruckbremse   eingebaut ist. 



    I   ist eine Freiluftöffnung des Ventils. 



   Wird bei der Talfahrt der Lokomotive bzw. des Zuges die Gegendruckbremse angestellt, indem die Umsteuerungsvorrichtung in die der Fahrtrichtung entgegengesetzte Richtung verlegt und das An- stellventil geöffnet wird, so tritt die von den Arbeitskolben der Lokomotive verdichtete Luft oder die dem Hauptluftbehälter über das geöffnete Anstellventil der   Gegendruckbremse   entnommene Druck- luft unter den Steuerkolben   h,   hebt diesen gegen die Wirkung der Belastungsfeder an und hebt dadurch das Ventil e von seinem Sitz. Wird jetzt zur Abbremsung des Zuges die   Druckluftbremse   angestellt, so vermittelt in bekannter Weise das Steuerventil b die Verbindung zwischen dem Hilfsluftbehälter c und dem Gehäuse d des Ventils e.

   Eine Verschiebung des Bremskolbens im Bremszylinder findet jedoch nicht 

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 statt, weil die Druckluft des   Hilfsbehälters   über das geöffnete Ventil e und die Freiluftöffnung   1c ins FreIe   entweicht. 



   Die dargestellte Einrichtung gilt nur als Ausführungsbeispiel. Die Einrichtung kann unter sinngemässer Änderung des Steuerorgans auch bei Saugluftbremsen Verwendung finden. 



   Bei elektrischen Lokomotiven kann die Einrichtung sinngemäss zur Anwendung gebracht werden. 



  Das Ventil e wird dann durch einen Elektromagneten od. dgl. gesteuert, der bei derjenigen Schaltung erregt wird und das Ventil e öffnet, die bei der Talfahrt der elektrischen Lokomotive die Antriebsmotoren von der Stromzuführung abschaltet. Der Erregerstrom für das Steuerorgan des Ventils e kann dann beispielsweise von den gegebenenfalls nunmehr als Generatoren laufenden Motoren entnommen werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur selbsttätigen Verhinderung der Bremswirkung der Druckluftbremseinrichtung beim Anstellen der Gegendruckbremse an Lokomotiven, dadurch gekennzeichnet, dass ein vor den Druck- luftbremszylinder der Lokomotive geschaltetes Sperrventil einen Auslass ins Freie überwacht und durch den bei Anwendung der Gegendruckbremse entstehenden Druck im Sinne des Freilegens jenes Auslasses gesteuert wird.

Claims (1)

  1. 2. Eine Ausführungsform einer Vorrichtung nach Anspruch 1 für elektrische Lokomotiven, dadurch gekennzeichnet, dass das vor den Druckluftbremszylinder geschaltete, den Auslass ins Freie überwachende Sperrventil im Sinne des Öffnens dieses Ventils durch einen Elektromagneten od. dgl. gesteuert wird, der bei als Generatoren laufenden Motoren erregt wird. EMI2.1
AT114086D 1927-08-02 1928-06-13 Vorrichtung zur selbsttätigen Verhinderung der Bremswirkung der Druckluftbremseinrichtung beim Anstellen der Gegendruckbremse an Lokomotiven. AT114086B (de)

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