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Elektrisch gesteuerte Bremseinriehtung für Kraftfahrzeuge.
Die Erfindung betrifft eine elektrisch gesteuerte Bremseinrichtung für Kraftfahrzeuge der- jenigen Art, bei der ein Festbremsen der Räder und somit ein Schleifen derselben auf der
Fahrbahn durch selbsttätiges Ausschalten der Bremskraft verhindert wird.
Bei solchen Bremseinrichtungen ist gewöhnlich ausser einem von dem Bremsbedienungs- hebel einstellbaren Stromunterbrecher ein zweites von der Drehgeschwindigkeit des zu brem- senden Rades beeinflusstes Schaltorgan vorgesehen, das das selbsttätige gänzliche oder teilweise
Ausschalten der Bremskraft bewirkt, sobald die Drehgeschwindigkeit des Rades ein bestimmtes
Mass unterschreitet und die Bremskraft wieder einschaltet, falls die Drehgeschwindigkeit des Rades den erwähnten Grenzwert überschreitet.
Der Erfindung gemäss wird nun eine solche Bremseinrichtung für Kraftfahrzeuge dadurch wesentlich verbessert, dass der zweite in die Bremskraftleitung eingeschaltete Stromunterbrecher von einem Elektromagneten eingeschaltet wird. der in einem besonderen vom Bremsstromkreis unabhängigen Stromkreis angeordnet ist und von einer von den zu bremsenden Rädern aus angetriebenen Erregermaschine gespeist wird.
Die Speisung des Elektromagneten kann auch aus einer in dem besonderen Stromkreis angeordneten sonstigen Stromquelle erfolgen, in welchem Falle in denselben Stromkreis noch ein mit den zu bremsenden Rädern verbundener Fliehkraftregler eingeschaltet wird.
Auf der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsformen der Erfindung schematisch dargestellt. Die elektromagnetische Bremse a ist in den Stromkreis b eingeschaltet, der von der Stromquelle aus gespeist wird. In den Stromkreis b sind zwei Unterbrecher hintereinander eingeschaltet, deren einer durch den Bremsbedienungshebel g durch Kontaktschluss bei lit, der zweite von einem Elektromagneten c durch Kontaktschluss bei m1 eingestellt wird. Der Elektromagnet c selbst ist in einem besonderen Stromkreis d angeordnet. der von einer von den zu bremsenden Rädern f aus angetriebenen Erregermaschine c gespeist wird (Fig. 1).
Während der Fahrt mit entsprechender Geschwindigkeit schickt die Erregermaschine Strom durch den Kreis d hindurch und der dabei erregte Elektromagnet c schaltet den zweiten Unterbrecher der Bremskraftleitung bei in1 cin, so dass es zum Anziehen der Bremse a nur noch der Einschaltung des Bedienungshebels. y bedarf. Unterschreitet die Drehgeschwindigkeit der gebremsten Radachse f ein bestimmtes Mass) so liefert die Erregermaschine e keinen Strom für den Kreis d. Dies hat zur Folge, dass der Elektromagnet c mangels Erregung den zweiten Unterbrecher der Bremskraftleitung b freigibt, so dass dieser durch eine, gegenüber dem Stromkreis b durch eine Platte 1 isolierte Feder le in die Offenlage eingestellt und dadurch die Bremskraftleitung unterbrochen wird.
Die hiebei von der Bremse freigegebenen Räder kommen dann der augenblicklichen Fahrzeuggeschwindigkeit entsprechend wieder in Drehung, die ErTegermaschine e wird wieder angetrieben und ihr durch den Kreis cl geschickter Strom erregt abermals den Magneten e, so dass dieser den Schalter bei tn i zum Schliessen des Bremsstromkreises b veranlasst.
Die Bremse wird wieder angezogen und das Spiel des selbsttätigen Ein-und Aussehaltens wiederholt sich von vorne solange, bis das Fahrzeug zum Stillstand gebracht wird oder. wenn der Fahrer den Bremsbedienungshebel schon früher freigibt, mit entsprechend herabgesetzter Geschwindigkeit sich fortbewegt.
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gespeist und durch einen von der Radachse f angetriebenen Fliehkraftregler i derart geschaltet, dass während der Fahrt mit entsprechender Geschwindigkeit der Kreis d durch den Fliehkraftregler i geschlossen, bei entsprechend verlangsamter Fahrgeschwindigkeit oder festgebremster Radachse dagegen der Stromkreise d unterbrochen wird. Im übrigen ist die Wirkungsweise der Bremse bei dieser Ausführungsform ähnlich wie hei der Anordnung nach Fig. 1.
Selbstverständlich kann der Fliehkraftschalter auch umgekehrt den Stromkreis d bei Stillstehen der Radachse schliessen und ihn während der Fahrt unterbrechen (Fig. 3) ; dann
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gegen die Feder die dann als Schliessfeder wirkt, unterbrechen.
Eine solche Bremseinrichtnng kann bei sinngemässer Anwendung ebenso eine durch Druck-oder Saugluft oder Druckflüssigkeit bediente Bremse steuern ; nur muss der Brems-
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sprechendes Verschlussglied steuern.
Die Fig. 4 zeigt als Ausführungsbeispiel der Erfindung eine solche durch Drucköl betätigte Bremseinrichtung. Es ist ! der Bremszylinder mit Kolben darin, der in eine Kreisleitung b'eingeschaltet ist, die von einer Ölpumpe 1/mit dazugehörigem Ölbehälter o aus gespeist wird.
In der Kreisleitung b'sind zwei Absperrorgane, beispielsweise ein Dreiwegehahn p und ein Absperrventil 1', hintereinander eingeschaltet, die durch den Bremsbedienungshebel g bzw. den Elektromagneten c eingestellt werden. Von dem Dreiwegehahn p ist noch eine Leerlaufleitung s abgezweigt, die gegebenenfalls zu dem Behälter o zurückgeführt werden kann (in der Zeichnung strichpunktiert dargestellt). Der Stromkreis d des Elektromagneten e stimmt mit der Anordnung nach der Fig. 1 überein. Die Fig. 4 zeigt die Bremsvorrichtung bei stehendem Wagen. Während der Fahrt schickt die Maschine e Strom durch den Kreis r7 hindurch und der Elektromagnet c dreht das Ventil r in die Absperrstellung.
Zur selben Zeit wird auch die Pumpe 1/angetrieben. Das Drucköl befindet sich im Kreislauf durch die Leitung s. Zum Anziehen der Bremse wird der Bedienungshebel g eingeschaltet, der den Dreiwegehahn um 90 dem Uhrzeigersinn entgegengesetzt verdreht, so dass die Pumpe 1/das Öl durch den Kreis b'in den Bremszylinder a, 1 drückt. Unterschreitet die Drehgeschwindigkeit der gebremsten Radachse f das bestimmte Mass, so wird der Kreis d stromlos und der Elektromagnet gibt den Hebel des Ventils/'frei. Die Feder k stellt das Ventil r in die dargestellte Offenlage zurück. Das Öl fliesst dann durch die Kreisleitung b'zu dem Behälter o zurück.
Die Pumpe h' befindet sich im Leerlauf und der Druck in dem Kreis b'sinkt, so dass die Bremse a ! ganz oder teilweise gelüftet und der Kolben durch eine nicht dargestellte Rückholvorrichtung gegen seine Ausgangsstellung zurückbewegt wird. Kommt die Radachse wieder ins Rollen. so beginnt das Spiel von vorne so lange, bis der Wagen stillsteht oder der Hebel g vom Fahrer wieder freigegeben durch seine Rückholfeder in die Ausgangslage gedreht wird.
Die Schalter mund 11/1 (Fig. 1-3) ebenso wie die Ventile und r in Fig. 4 brauchen den Stromkreis b bzw. die Öldruckleitung b'nicht plötzlich zu unterbrechen ; sondern es können die üblichen Einrichtungen zum stufenweisen Ein-und Ausschalten der Bremskraft Verwendung finden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrisch gesteuerte Bremseinrichtung für Kraftfahrzeuge, bei der ein Festbremsen der Räder und somit ein Schleifen derselben auf der Fahrbahn durch selbsttätiges Ausschalten der Bremskraft verhindert wird, mit zwei in. der Bremskraftleitung hintereinander geschalteten Unterbrechern, von denen der eine von dem Bremsbedienungshebel eingestellt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Unterbrecher von einem Elektromagneten (c) eingestellt wird. der in einem besonderen vom Bremsstromkreis (b) unabhängigen Stromkreis (d) angeordnet ist und von einer von den zu bremsenden Rädern (f) aus angetriebenen Erregermaschine (e) gespeist wird (Fig. 1).