AT113666B - Verfahren zur Darstellung von Wasserstoffsuperoxyd durch kathodische Reduktion von Sauerstoff. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von Wasserstoffsuperoxyd durch kathodische Reduktion von Sauerstoff.Info
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Description
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Verfahren zur Darstellung von Wasserstoffsuperoxyd durch kathodische Reduktion von Sauerstoff.
Das von Traube gefundene Verfahren, Wasserstoffperoxyd dadurch herzustellen, dass in einem Elektrolyten gelöster Sauerstoff an der Kathode bei Stromdurchgang reduziert wird, liefert in seiner ursprünglichen Form nur sehr verdünnte Wasserstoffperoxydlösungen. Man erhält im allgemeinen nur 0'3-0'5%igue, unter Verzicht auf gute Stromausbeuten allenfalls l% ige Losungen. (Vgl. Foerster "Elektrochemie wässeriger Lösungen", 3. Auf !., Seite 349).
Um stärkere Wasserstoffperoxydlösungen zu erzielen, ist vorgeschlagen worden, die Elektrolyse unter höherem als atmosphärischem Druck auszuführen, wobei natürlich auch der Sauerstoff unter höherem Druck zugeführt werden muss (DRP. Nr. 266.516). Nach diesem Verfahren lassen sich 3%ige Lösungen mit 90% Stromausbeutenherstellen. Gleichzeitig können höhere Stromdichten als bei dem ursprünglichen Traubeschen Verfahren angewandt werden.
Die Ausführung der Elektrolyse unter Druck bietet nun technisch sehr erheblich Schwierigkeiten und eine Reihe von Gefahrmomenten. Es können z. B. durch den Strom lokale Erhitzungen eintreten, die dann bei Anwesenheit des komprimierten Sauerstoffs zum Anbrennen selbst des Druckgefässes führen können. Auch kann beim Ausbleiben der Sauerstoffzufuhr-was von aussen nicht immer sofort festgestellt werden kann - Wasserstoffentwicklung an der Kathode und damit Knallgasbildung auftreten, wobei dann ein Fünkchen oder eine überhitzte Stelle genügen, um besonders mit grösseren Apparaten furchtbare Explosionen herbeizuführen.
Wie nun gefunden wurde, kann man diese Gefahren vermeiden und trotzdem bis zu mindestens 3% igen Lösungen gelangen, wenn man an Sauerstoff übersättigte Lösungen unter gewöhnlichem Druck elektrolysiert. Es hat sich gezeigt, dass derartige Lösungen, die in bekannter Weise hergestellt sein können, auf Wasserstoffperoxyd elektrolysiert werden können, ohne dass bei geeigneter Arbeitsweise Aufhebung' der Übersättigung am Diaphragma oder an der Kathode erfolgt. Auch können-dem Grade der Übersättigung entsprechend-ähnlich hohe Stromdichten angewandt werden, wie sie bei der Elektrolyse unter höherem Druck möglich sind.
Beispiel 1.1%ige Schwefelsäure wird in einem Druckgefäss bei 25 Atm. mit Sauerstoff gesättigt und dann in demselben Gefäss nach Ablassen des Druckes oder in einem andern Elektrolysiergefäss bei Atmosphärendruck mit einer Kathode aus amalgamiertem Gold und einer Anode aus Platin elektrolysiert, wobei die Stromdichte bis 4 Amp. pro dm2 betragen kann. Es bildet sich dann in den ersten Minuten mit mehr als 90% Stromausbeute Wasserstoffsuperoxyd. Bei den bisher bekanntgewordenen Verfahren zur Darstellung von Wasserstoffsuperoxyd durch kathodische Reduktion von Sauerstoff unter Atmosphärendruck erreicht die Stromdichte höchstens 0.2 Amp. pro dm2, während bei dem neuen, hier beschriebenen Verfahren ein Vielfaches davon-in dem Beispiel das 20fache - möglich ist.
Beispiel 2. Die nach Beispiel l erhaltene Lösung wird wiederholt in der gleichen Weise behandelt, d. h. unter Druck mit Sauerstoff gesättigt und dann bei Atmosphärendruck elektrolysiert. Zweckmässig lässt man die Lösung im Kreislauf durch Sättigungsgefäss und Elektrolysierzelle kontinuierlich strömen.
Man gelangt so mit einer durchschnittlichen Stromausbeute von 80% zu einer 3% igen Wasserstoffsuperoxydlösung.
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Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Wasserstoffsuperoxyd durch kathodische Reduktion von Sauerstoff, der in wässerigen Flüssigkeiten gelöst ist, dadurch gekennzeichnet, dass übersättigte Lösungen von Sauerstoff bei gewöhnlichem Druck elektrolysiert werden. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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| DE113666X | 1926-07-16 |
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1927
- 1927-07-11 AT AT113666D patent/AT113666B/de active
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