AT113215B - Vorrichtung zum Beschweren von seidenem oder Seide enthaltendem Textilgut. - Google Patents

Vorrichtung zum Beschweren von seidenem oder Seide enthaltendem Textilgut.

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AT113215B
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AT
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silk
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liquid
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Inventor
Rene Dr Clavel
Original Assignee
Rene Dr Clavel
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Description


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   Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beschweren won natur- oder kunstseidenem oder Natur-oder Kunstseide   enthaltendem   Textilgut   beliebiger Art. z. 13. in Garn-, Strang-,   Bandform oder in Form von Geweben, in der das Textilgut in einem fortlaufenden Arbeitgang ohne Unterbrechung durch Waschen, Absäuern oder Neutralisieren zwischen den einzelnen Arbeitsstufen in kürzester Zeit ausreichend und einwandfrei beschwert werden kann.

   Die Beschwerung von naturseidenem oder Naturseide enthaltendem Textilgut ohne das fabrikatorisch und   wirtschaftlich nachteilige Auswaschen, Absäuern oder   Neutralisieren des aus einem Beschwerungsbade kommenden Textilgutes vor dem Übergang in das nachfolgende Beschwerungsbad ist erst ermöglicht worden durch die Erkenntnis. dass man auf diese   lästige.   Zwischen-   behandlmg   des Textilgutes verzichten kann, wenn man die Behandlung des Textilgutes mit der 
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 oder sauren Salzen vornimmt, die entweder vor der Metallsalzbehandlung auf das Textilgut zur Einwirkung gebracht oder der   Metallsalzlösung zugesetzt werden.

   Kunstseidene   oder Kunstseide enthaltende Erzeugnisse liaben überhaupt erst technisch einwandfrei beschwert werden können,   nachdem   man die obige Erkenntnis gehabt hat. 



   Die Erfindung betrifft nun eine Vorrichtung zum Beschweren von Seide beliebiger Herkunft enthaltendem Textilgut beliebiger Art, die zur Durchführung nach dem oben beschrie. 
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 für das Textilgut angeordnet sind. Der Unterteil dieser Kammer ist als Aufnahmebehülter für   Beschwerungsflüssigkeiten ausgebildet   und an ein Rohrleitungssystem mit   Fordereinrichtung   angeschlossen, das den Kreislauf der Beschwerungsflüssigkeit, die Füllung des Aufnahme-   behälters mit Beschwerungsuüssigkeit und   seine   Entleerung gegebenenfalls unter Rucktuhr   der   Beschwerungsflussigkeit   in die Vorratsbehälter ermöglicht.

   Es empfiehlt sich, als Träger für das zu beschwerende Textilgut horizontal angeordnete, feststehende oder   drehbare Hohlträger   zu verwenden, die mit feinen anstrittsöffnungen im Mantel verschen und an das Kreislaufsystem für die Beschwerungsflüssigkeit angeschlossen sind. Besonders geeignete Hohlkörper dieser Art sind einfache zylindrische Rohre mit   Mantelöfi'nungen.   Die Kammer selbst, in der die Beschwerung des Textilgutes vorgenommen wird, ist mit einer   Absaugevorriciitung für überschüssige Beschwerungs-   flüssigkeit aus dem Textilgut und Dämpfe in der Kammer versehen. Vorzugsweise arbeitet diese Absaugevorrichtung über den Öffnungen in Mantel des Hohlträgers.

   Zur Reinigung der   Beschwerungseinrichtung empfiehll sich   der Anschluss einer   Wasserzuleitung   an das Rohrsystem für den Kreislauf der Beschwerungsflüssigkeit.   wodurch   alle Rohre und die Kammer einwandfrei durchgespült und ausgewaschen werden können. 



   In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei Abbildungen beispielsweise dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 eine Seitenansicht und Fig. 2 eine Aufsicht der neuen Einrichtung. 



   In einem durch eine Tür verschliessbaren Behälter 1, der in seinem unteren Teil als 
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 mit Öffnungen in den Wandungen, z. B. zylindrische Rohre 3 mit einer Vielzahl im oberen Teil angebrachter Öffnungen, angeordnet. Aus den die einzelnen   Beschwerungsflüssigkeiten   enthaltenden Behältern A, B, C und D führt eine Rohrleitung 4 in das Reservoir 2 ; Hähne 5 ermöglichen es,   Beschwerungsflüssigkeiten   aus den Behältern   B, C,   D in beliebiger Reihenfolge, getrennt oder zusammen, dem Reservoir 2 zuzuführen. Dieses besitzt zwei Ablaufrohr 6 und 7 mit Verschlusshähnen   8 und 9.   Das Ablaufrohr 6 mit dem Hahn 8 lässt die Flüssigkeiten aus der Apparatur ablaufen, während das Ablaufrohr 7 mit Hahn 9 mit einer Zentrifugalpumpe 10 in Verbindung steht.

   Diese Pumpe 10 fördert die aus dem Reservoir 2 durch Rohr   11 kommende Flüssigkeit   je nach Stellung der Hähne 12, 13 entweder durch Rohr 15 in die mittels Vorrichtung 14 eventuell drehbar gestalteten mit Austrittsöffnungen für die Flüssigkeit versehenen Träger 3 oder durch   Rohr 16 über einen   der   Hähne 17   in den entsprechenden Behälter   A,   B, C und D. Die Wasserzuleitung 18 mit Hahn 19 dient dazu, sowohl die Trägerrohre   3'durch Rohrleitung 11 und 15   mit Wasser zu durchspülen, wie auch das Reservoir 2 auszuwaschen   ; das   Wasser wird dann durch Ablaufrohr 6 abgelassen.

   Mit den Trägern 3 steht eine Vakuumpumpe (nicht eingezeichnet) durch Rohrleitung 20 mit Verschlusshahn 21 in Verbindung, die dazu dient, dem auf den Trägern 3 liegenden Textilgut die überschüssige Flüssigkeit zu entziehen, die durch Rohr 23 nach Schliessen des Hahnes 22 und Öffnen des Hahnes 24 dem Reservoir 2 wieder zugeführt werden kann, um von da durch die Zentrifugalpumpe   10   in die Behälter A, B, C und. D zurückzugelangen. 



   Der Arbeitsvorgang dieser Apparatur ist beispielsweise folgender :
Das zu beschwerende Textilgut wird an die Träger 3 gehängt, der Kasten 1 geschlossen und Hahn 5 des   Behälters   der die   Vorbehandlungsflüssigkeit,   z. B. Ameisensäure, enthält, sowie   Durchlasshalm.   22 so lange geöffnet, bis genügend Flüssigkeit in das Reservoir 2 eingeströmt ist. Nach Öffnung des Hahnes 9 fliesst die Säure zu der laufenden Zentrifugalpumpe   10,   die sie nach Schliessen des Hahnes 12 und Öffnen des Hahnes 13 durch Rohrleitungen 11 und   15   in die sich gegebenenfalls drehenden Träger 3 pumpt, durch deren Öffnungen sie austritt, das Textilgut durchtränkt und, an demselben herabströmend, sich im Reservoir 2 wieder sammelt.

   Nach der wenige Minuten dauernden Behandlung-die Säure macht unter Umständen einen Kreislauf durch Reservoir 2, Pumpe 10 und Träger 3 - wird durch Schliessen des Hahnes 13 und Öffnen der Hähne 12 und   17 A die   Flüssigkeit durch Rohrleitungen   11   und 16 in den   Behälter A   zurückgeleitet. Hierauf wird in der gleichen Weise der Inhalt des Behälters B in Kreislauf gesetzt, um das Gut mit dem im Behälter B vorhandenen Beschwerungsmittel, z. B. einer Chlorzinnlösung, zirka 5 Minuten weiterzubehandeln. 



  Nunmehr kann man nach   Schliessen   des Halmes 13 und Öffnen der Hähne   21 und 24   die Absaugevorrichtung in Tätigkeit bringen, wodurch bei stossweiser Betätigung der Vakuumpumpe und gleichzeitiger Drehung der Träger mittels der Drehvorrichtung 14 das Textilgut   stückweise   von der überschüssigen Flüssigkeit befreit wird, wobei das Gut gleichzeitig vor der Weiterbehandlung mit der Luft in Berührung kommt. 



   An Stelle dieser durch die Trägerrohre   geleiteten Absaugevorrichtung   kann auch an andern als der Auflagestelle des Gutes eine nach der Grösse des Gutes einstellbare Absaugevorrichtung vorgesehen sein. 



   Nachdem das ganze Gut die Absaugevorrichtung passiert hat. wobei die entzogene überschüssige Flüssigkeit durch Rohrleitung 23 dem Reservoir 2 wieder zugeführt wurde, wird dieselbe nach Schliessung der Hähne 21 und 24 und Öffnen der Hähne   9,   12 und   17 B   durch die Zentrifugalpumpe wieder in den Behälter B   zurückgeleitet.   



   Hierauf wird das Gut in der gleichen Weise mit der im Behälter 0 vorhandenen Fixierlösung, z. B. einer   Phosphatlösung,     durchtränkt   und diese nach einer Zirkulation von zirka 6 Minuten in   den-Behälter   C zurückgeleitet. Hierauf werden die Hähne 12 und 17 G geschlossen, und durch Öffnen der Hähne 19 und 8 wird eine vollständige Spülung der Apparatur durch Wasser aus dem Rohr 18 vorgenommen. 



   Nach Schliessung der Hähne 19, 8 und Öffnen des Hahnes 22 wird das Gut in beschriebener Weise mit einer weiteren im Behälter D sich befindenden   Beschwerungsflüssigkeit,   z. B. Wasserglaslösung, weiter behandelt und nach Zurückpumpen der überschiessenden Flüssigkeit in den Behälter   D   durch Öffnen der   Hähne 19   und 8 nach Schliessung der Hähne 12 und 17 mit Wasser ausgewaschen, worauf das Gut fertig beschwert zur Trocknung gelangt. 



   An Stelle der Flüssigkeitszufuhr durch die mit Austrittsöffnungen versehenen Träger kann dieselbe z. B. auch in der Weise erfolgen, dass durch besondere Organe das auf Trägern liegende oder hängende Gut von aussen her bespritzt wird. 



   Durch die Behandlung des seidenhaltigen Textilgutes in einer einzigen Apparatur ohne Abnehmen des Gutes und ohne jeweiliges Auswaschen, Absäuern und Neutralisieren zwischen den einzelnen Behandlungen werden sowohl hinsichtlich der Qualität des beschwerten Gutes wie auch hinsichtlich der Zeitdauer und Materialersparnis ausserordentliche Vorteile erzielt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zum Beschweren von seidenem oder Seide enthaltendem Textilgut, gekennzeichnet durch eine im Unterteil als Aufnahmebehälter ausgebildete, verschliessbare, mit Trägern für das Textilgut ausgerüstete Kammer, die mit Einrichtungen versehen ist, um den Unterteil der Kammer von Vorratsbehältern aus mit den verschiedenen erforderlichen Beschwerungsflüssigkeiten bzw. Gemischen der Beschwerungsflüssigkeiten anzufüllen, die Beschwerungsflüssigkeiten im Kreislauf mit dem Textilgut in Berührung zu bringen und nach Benutzung wieder aus der Kammer zu entfernen und gegebenenfalls ihren Vorratsbehältern wieder zuzuführen.
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Träger für das zu beschwerende Textilgut horizontal angeordnete, feststehende oder drehbare, mit feinen Austritts- öffnungen im Mantel versehene Hohlträger, z. B. zylindrische Rohre, dienen, die an das Kreislaufsystem für die Beschwerungsflüssigkeit angeschlossen sind.
    3. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer mit einer z. B. über den Öffnungen im Mantel des Hohlträgers arbeitenden Absaugeeinrichtung für überschüssige Beschwerungsflüssigkeit und Dämpfe in der Kammer versehen ist.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder den Unteransprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrsystem für den Kreislauf der Beschwerungsflüssigkeit an eine Wasserzuleitung angeschlossen ist. EMI3.1
AT113215D 1927-08-23 1928-05-14 Vorrichtung zum Beschweren von seidenem oder Seide enthaltendem Textilgut. AT113215B (de)

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