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Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Einrichtung an Flugzeugen, welche den Zweck hat. diese in einfacher und wirksamer Weise für Signal-, Reklame oder ähnliche Zwecke dienstbar zu machen.
Zu diesem Zwecke sind an der unteren Seite der Tragflächen oder an irgendwelchen anderen geeig- neten Stellen des Flugzeuges Stoffrollen angebracht, deren Stoffe (Gewebe od. dgl. ) auf ihrer beim Ent- falten der Rollen nach der Erde gerichteten Seite Signal-oder Reklamezeiehen tragen, welche auf dem Stoff in irgendeiner geeigneten Weise, durch Einwebung, durch Anstrich, durch Ausschnitte od. dgl. gebildet sind und welche, um auch bei Nachtflügen wirksam zu sein. entweder selbstleuehtend gemacht oder in geeigneter Weise beleuchtet werden können.
Die Stoffrollen sind an den genannten Stellen des Flugzeuges mittels Schnüren od. dgl. derart lösbar befestigt, dass sie vom Führersitz aus gegebenenfalls bei Landungen in gerolltem oder entfalteten Zustande vom Flugzeug gänzlich abgelöst werden können. Durch weitere Schnüre werden die Stoffrollen in gerolltem Zustande so lange gehalten, bis der Flugzeugführer im gewünschten Zeitpunkt die Abrollung vermittels dieser Schnüre auslöst, so dass sieh die Stoffe in der Flugrichtung vom Wind mehr oder weniger horizontal gehalten, nach rückwärts entfalten, wodurch die Signal-oder Reklamezeiehen von der Erde aus sichtbar werden.
Dabei ist dafür Vorsorge getroffen, dass die Staffe" während des Fluges wieder eingerollt werden können, wobei die Einrollung der Stoffe und der Einzug der Befestigungs-und Betätigungs- schnüre an ihrem von dem Verbindungspunkt mit dem Flugzeug entfernteren Ende nach Art der Rollvorhänge beginnt.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in mehreren beispielsweisen Ausführungsformen dargestellt. Fig. 1. zeigt in schematischer Perspektive eine beispielsweise Ausführungsform der Einrichtung für Signal-oder andere Zwecke in Gebrauchsstellung an einem im Fluge befindlichen Flugzeug. Fig. 2 zeigt gleichfalls in Perspektive eine abgeänderte Form dieser Einrichtung. Fig. 3 zeigt perspektivisch die Einrichtung mit einem aufgerollten Stoffstück. Fig. 4 zeigt in grösserem Massstabe einen Teil der Einrichtung nach Fig. 3.
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weise ein Stück Seide von annähernd der Breite der Spannweite des Flugzeuges und von beträchtlicher Länge, wird an der Unterseite der unteren Tragfläche befestigt und somit beim Fluge mitgenommen.
Wird die Reklameaufschrift des Stückes nur bei Tag verwendet (Fig. 1), so werden die Schriftzeichen entweder durch entsprechende Ausschnitte im Stoff oder durch gewöhnlichen Anstrich herge- stellt. Soll das Flugzeug in der Dunkelheit Reklame-oder andern Zwecken dienen (Fig. 2). dann werden die Schriftzeichen entweder gleichfalls durch einfachen Anstrich hergestellt und durch entsprechend angeordnete Liehtquellen beleuchtet oder es wird der Anstrich aus leuchtenden Mitteln durchgeführt. oder es können auch Auflagen verwendet werden, die durch Lichteinwirkung zum Leuchten gebracht werden.
Diesem Zwecke können auch aus elektrischen oder anderen Lampen zusammenfresetzte Schriftzeichen dienen oder es können sogenannte elektrische Perlstäbe benutzt werden.
Das Stoffstück a wird mit einem seiner Enden am Flugzeug so befestigt, dass es sieh beim Fluge im Windstrom in der Flugrichtung nach rückwärts legt. Die Befestigungsmittel sind dabei dünne Seile b,
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der unteren'Tragfläche, so angeordnet und so geführt sind, dass es gewünschtenfalls möglich ist, die Stofffläche vom Führersitz aus einzuziehen.
Zum Zwecke der Beleuchtung der Schriftzeichen sind elektrische Lampen a ! vorgesehen, welche vermittels der Seile c oder vermittels teleskopartiger Stangen an dem Flugzeug derartig angehängt sind, dass sie sich in die jeweilige Windrichtung einstellen (Fig. 2).
Die Fig. 3 zeigt die zu einer Rolle aufgewickelte Stofffläche in dieser Rollenform. Zum Auf-und
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liegende Rollen angeordnet sein, die nacheinander, ähnlich wie Vorhänge, Stores, zur Entfaltung gelangen. Das Stoffstück kann mit Drähten bewehrt oder auch an Druckgasrohren angeordnet sein, um eine möglichst rasehe Entfaltung erzielen zu können. Es können auch die Drähte einer am Flugzeug angeordneten Antenne zur Aufspannung des Stoffes benutzt werden.
Bei Flugzeugen mit Schwanzflächen können die Befestigungsmittel für die Stoffstucke auch an diesen selbst oder an an ihnen angeordneten Gestängen angeordnet sein. so dass ein Verwickeln der
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PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Einrichtung an Flugzeugen für Signal-und Reldamezweeke u. dgl., dadurch gekennzeichnet,
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oder an geeigneten Gestellteilen des Flugzeuges befestigten Stoffflächen vor ihrer erst während des Fluges erfolgenden Entfaltung in Form einer Rolle gewickelt sind und durch Schnüre in dieser Form so lange erhalten bleiben, bis der Flugzeugführer die letzteren Schnüre im gewünschten Zeitpunkt während des Fluges auslöst.
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