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Kreuzraster mid mit diesem durchgeführtes photographisches Aufnahmeyerfahren.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen neuartigen Kreuzraster und ein mit diesem durchgeführte photographisches Aufnahmeverfahren zur Zerlegung toniger Originale in Linien.
Bei den meisten der bisher bekannt gewordenen Verfahren zur Zerlegung toniger Originale in Linien bedurfte es mehrerer Arbeitsvorgänge und bei allen waren ungewollte Unterbrüche der Linien an helleren Stellen nicht zu vermeiden. Mit Anwendung des vorliegenden Rasters und Verfahrens dagegen lassen sich ohne weiteres ununterbrochene Linien erzielen. UnterbrÜche können auch herbeigeführt werden, stehen aber ganz im Belieben und in der Macht des Photographe. Die Arbeitsweise wird bedeutend vereinfacht und verbilligt, indem nur eine einzige Aufnahme erforderlich ist.
Dieses Ergebnis wird erzielt durch die Verwendung eines Kreuzrasters, dessen eine Linienriehtung auf die Längeneinheit mindestens die doppelte Anzahl von Linien besitzt als die kreuzende Richtung.
Die eine Richtung kann beispiels-n eise 25, die andere 50, 60. 70 oder noch mehr Linien auf den Zentimeter aufweisen.
Kreuzraster, bei denen in den verschiedenen Linienrichtungen die Linienanstände verschieden sind, kennt man in einigen Ausführungen. Beispielsweise sind Kreuzraster mit vierfacher Linienkreuzung
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paaren besteht, wobei die Linien gleich und die Zwischenräume verschieden breit sein können und umgekehrt.
Mit diesen bekannten Rastern werden andere Zwecke verfolgt und andere Verfahren ausgeführt als mit dem den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Kreuzraster. Das mit letzterem erzielte, oben erwähnte Ergebnis wird mit keinem der älteren Raster erzielt. Das mit dem vorliegenden Kreuz- raster durchgeführte Verfahren besteht darin, dass man in Verbindung mit diesem Kreuzraster eine
Schlitzblende verwendet und deren Schlitz parallel zu den Linien der gröbern Rasterteilung richtet.
Dadurch wird der Original im Negativ in Linien zerlegt, die aus eng aneinandergereihten, ovalen Punkten bestehen, deren Grösse sich nach den Tonabstufungen des Originales richtet. Die den Blendensehlitz kreuzenden Linien der feineren Teilung werden je nach der Belichtungsdauer und der Beschaffenheit des Originales mehr oder weniger überstrahlt. Bei der Weiterbehandlung eines in angegebener Weise erhaltenen Negatives schliessen sich die ovalen Punkte zu einer kompakten Linie zusammen. Eine von einem solchem Negative erhaltene Kopie sieht einem Holzschnitt ähnlich.
Je grösser im einen der Liniensystemen die Anzahl der Linien ist im Verhältnis zur Linienzahl im andern System, auf einem um so grösseren Bruchteile ihrer Länge fliessen die erwähnten ovalen Punkte ineinander über, um so weniger tief gezackt wird also die zwischen zwei Reihen solcher Punkte frei- bleibende Linie und um so schärfer das gewonnene Bild.
Das vorliegende Verfahren ist für alle Arten von Druck (Buchdruck, Offset usw. ) anwendbar.
Es bietet z. B. grosse Vorteile für Zeitungsillustrationsdruck, indem die mit ihm erhaltenen Linien weiter auseinandergehalten werden können, als die nach den bekannten Rasterverfahren erhaltenen Punkte.
Dadurch wird ein Zusammenfliessen von Linien fast ganz vermieden, anderseits dank der feineren Linien- teilung des Rasters wegen Vermeidung unerwünschter Unterbrüehe die Schärfe des Bildes erhöht.
Die Druckfähigkeit von mittels des neuen Rasters erhaltenen Klischees ist bedeutend besser als die von mittels gewöhnlicher Raster hergestellter Klischees.
Die beiden Liniensysteme des Rasters können entweder auf der gleichen Platte oder auf zwei besonderen, nachher mit den linierten Seiten aufeinandergelegten Platten angebracht werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kreuzraster, bei dem die Linienabstände in den verschiedenen Linienrichtungen verschieden sind, dadurch gekennzeichnet, dass er in der einen Linienrichtung auf die Längeneinheit mindestens die doppelte Anzahl von Linien besitzt als in der kreuzenden Richtung.
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