AT112980B - Verfahren zur Gewinnung flüchtiger Stoffe aus wässerigen Lösungen. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung flüchtiger Stoffe aus wässerigen Lösungen.

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AT112980B
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur stufenweisen Verdampfung und Extraktion sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens ; nach der Erfindung kann aus verdünnten, insbesondere   wässerigen Lösungen   der gelöste, mit dem Lösungsmittel verdampfbare Stotf, in einem Arbeitsgang unter Benutzung eines   Mehrkörperapparates   in konzentriertem Zustande gewonnen werden. Im besonderen dient das Verfahren in bekannter Weise zur Extraktion gewisser, in Wasser   löslicher,   flüchtiger Stoffe (z. B. Essigsäure) und besteht darin, dass das Dampfgemisch mit in Wasser schwer oder unlöslichen Ölen, deren Siedepunkt höher als jener des im Wasser gelösten Stoffes liegt. ausgewaschen wird.

   Den auf- 
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 apparat geschaltet ist und dass das jeweils in der vorhergehenden Blase erzeugte Dampfgemisch von Lösungsmittel und gelöster Substanz in der folgenden Extraktionskolonne zur Extraktion gelangt, während die unverdampft gebliebenen Anteile der Lösung den direkten Weg von einer Destillierblase zur   nächsten   unter geringerem Druck stehenden Destillierblase nehmen. Dabei dienen die aus den Extraktionskolonnen abströmenden, von gelöstem Stoff praktisch befreiten Wasser-oder sonstigen Lösungsmitteldämpfe 
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 mischer Natur. 



   Es ist zwar bereits bekannt, dass durch stufenweise Verdampfung einer Flüssigkeit in mehreren nacheinander angeordneten Gefässen und bei stufenweise abnehmendem Druck in den verschiedenen Gefässen der   Wärmeverbraurh   für die Verdampfung ganz wesentlich vermindert werden kann, wie dies beispielsweise in den   Mehrkörper-Verdampfapparaten   verschiedenster Konstruktion und verschiedener Druckabstufung erfolgt. 



   Die erfindungsgemässe Arbeitsweise bedingt insofern eine Abänderung der bekannten Verfahren und der zu ihrer Durchführung dienenden Apparatur, als man die dem   Verdampfungsgefäss     entströmenden   Dämpfe nicht direkt zur Verdampfung von   Flüssigkeit   in einem zweiten Siedegefäss benützen kann, sondern vielmehr diese Dämpfe erst in einer anschliessenden   Extraktionskolonlle   mit einem Extraktionsmittel in Berührung bringt und nach erfolgter Extraktion die der Extraktionskolonne entströmenden, von gelöstem Stoff befreiten Wasserdämpfe zur Beheizung eines zweiten Verdampfgefässes benutzt. Die Verdampfung und Extraktion in dem zweiten System erfolgt in an sich bekannter Weise unter einem tieferen Druck als in dem ersten System.

   Es lassen sich auf diese Weise, wie bei den bekannten Mehr-   körper- Verdampfapparaten, auch   mehr als zwei derartige Verdampfungs-und Extraktionssysteme hintereinander schalten. Durch diese   Massnahmen   wird bei Anwendung von zwei, drei oder vier derartigen Aggregaten der   Wärmeverbraueh   wohl nicht auf die Hälfte, ein Drittel bzw. ein Viertel der bei   der gewöhnlichen   Arbeitsweise benötigten Wärmemenge vermindert, wohl aber sinkt der Wrmeanfwand durch   diese. Massnahme auch hier so   bedeutend, dass die Kosten des gesamten Extraktionsprozesses ganz wesentlich herabgesetzt werden. 



   Die Arbeitsweise wird durch die beiliegende schematische Zeichnung näher erläutert ; als Beispiel soll dabei die Konzentrierung von wässeriger verdünnter   Essigsäure besehrieben   werden. 



   Aus dem Reservoir   1   fliesst durch die Rohrleitung 2 unter Regelung des Zuflusses durch den Halm 3 
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 ein und wird in diesem durch das Heizsystem 5, in welches bei 6 Dampf eintritt, teilweise verdampft. 



  Das Essigsäure-Wasserdampfgemisch gelangt sodann durch die Rohrleitung'7 unten in die Extraktionkolonne 8 ; in dieser werden die Dämpfe durch ein bei 9 eintretendes, hochsiedendes Lösungsmittel berieselt, wobei eine (in der Zeichnung nicht dargestellte) Heizvorrichtung im unteren Teile des Extraktionapparates für die Überhitzung des Dampfgemisches sorgt. Diese Massnahme empfiehlt sich im Falle der Essigsäurekonzentration-siehe Patentschrift Nr. 106231-kann jedoch bei Extraktion anderer wässeriger Lösungen selbstverständlich unterbleiben. Das mit konzentrierter Essigsäure beladene Extraktionsmittel fliesst durch das Rohr 10 in die Sammelleitung 36 ab ; die von Essigsäure befreiten Wasserdämpfe entweichen am Kopf der Kolonne durch das   Roher 11   und durchziehen den Heizkörper 12 des zweiten   Siedegefässes   13.

   Das wässerige Kondensat dieser Dämpfe fliesst durch   Rohr-M und Kühler 75   bzw. Rohr 16 in das Sammelgefäss 17 ab, während das wässerige Kondensat aus dem   Heizkörper   der Blase 4 in den Kondenstopf 42 abgezogen wird. Die unverdampft gebliebene Flüssigkeit gelangt aus dem Siedegefäss 4 durch die Rohrleitung 18 und das Drosselventil 1. 9 nach dem Siedegefäss   13,   wo wieder ein Teil der verdünnten wässerigen Essigsäure verdampft, u. zw. bei niedrigerer Temperatur als in der Blase   4,   da im Gefäss 13 verminderter Luftdruck herrscht.

   Das entweichende Essigsäure-Wasserdampfgemisch gelangt in der Extraktionskolonne 20 in ähnlicher Weise wie in der Kolonne 8 zur Extraktion ; das Extraktionsmittel strömt aus dem Rohr M durch den Hahn 22 in die Extraktionskolonne und wird, 
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 Die von Essigsäure befreiten Wasserdämpfe entweichen durch das Rohr 25 aus der Kolonne 20 und dienen zur Beheizung der Blase 26 ; die aus dem Heizkörper 27 ablaufenden Kondensate werden im KÜhler. 28 gekühlt und durch eine Pumpe 29 in das Sammelgefäss 17   befördert.   



   Die Verdampfung wird in den drei   Siedegefässen   derart geregelt, dass aus dem   Siedege'äss   26 durch die Rohrleitung 30 und die Pumpe   31   von Essigsäure fast befreiter Blasenteer abgezogen werden kann, der   im Gefäss 52   gesammelt wird. Bei der Aufarbeitung von roher Essigsäure bildet es einen besonderen 
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 verdichtet und durch ein Fallrohr   39,   dessen Länge dem im Siedegefäss 26 herrschenden Druck angepasst sein muss, selbsttätig in das Sammelgefäss 17 geleitet werden. Eine beim Scheider 40 mittels Rohrleitung 41 angeschlossene, in der Zeichnung nicht sichtbare Luftpumpe sorgt für Entfernung etwa entweichender nicht kondensierbarer Gase. 



   Die aus der   Leitung 56   kommenden gesammelten Extrakte werden in bekannter Weise weiter aufgearbeitet. 



   Das geschilderte Verfahren zur   Konzentrierung   von Essigsäure wird in der Weise durchgeführt, dass man von   Atmosphärendruck   oder Überdruck von etwa 1 Atm. ausgeht und mit dem Druck auf einige Zehntel Atm. herabgeht. Es ist aber   selbstverständlich,   dass man auch von grösseren Drucken ausgehen kann und die Druckdifferenz nach den jeweiligen Arbeitsbedingungen passend zu wählen hat. 



   Das beispielsweise für Essigsäure beschriebene Verfahren ist ganz analog auch für die   Konzern-   trierungandererverdünnterFettsäurenodersonstigerwässerigerLösungenanwendbar.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Gewinnung flüchtiger Stoffe aus wässerigen Lösungen durch Extraktion der bei ihrer Destillation gebildeten Dampfgemisch mittels hochsiedender Lösungsmittel, dadurch gekenn- zeichnet, dass man die Lösung des flüchtigen Stoffes in einem Mehrkörper-Verdampfsystem bei fallendem Druck destilliert, das in jedem Verdampfkörper gebildete Dampfgemisch in einer gesonderten Extraktionkolonne dem Extraktionsmittel entgegenführt, den Extrakt abzieht und die von den flüchtigen Stoffen befreiten Wasserdämpfe dem Heizraum des nächsten Körpers zuführt, 2. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 auf die Verarbeitung verdünnter Essigsäure. EMI2.3
AT112980D 1925-02-21 1925-02-21 Verfahren zur Gewinnung flüchtiger Stoffe aus wässerigen Lösungen. AT112980B (de)

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