AT142222B - Verfahren zum Vorwärmen von Maische. - Google Patents

Verfahren zum Vorwärmen von Maische.

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  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Vorwärmen von Maische. 



   Es ist bekannt, Maische vor ihrem Eintritt in die Destillierkolonnen vorzuwärmen, in der Regel unter Ausnutzung der Wärmemengen, welche der mit einer Temperatur von etwa 100  C und darüber aus der Maischkolonne austretende   Destillationsrückstand,   die Schlempe, an die kühlere Maische abzugeben vermag. Man hat dabei die Maisehe auf etwa   500 bis höchstens   ungefähr 70  C vorgewärmt und die für die Erhitzung auf Destillationstemperatur weiterhin noch erforderlichen Wärmemengen in der Maischkolonne in Gestalt von Frisehdampf zugeführt.

   Hiezu sah man sich-obwohl in der anfallenden heissen Schlempe noch weitere   erhebliche Wärmemengen   zur Verfügung standen-gezwungen, weil die Erhitzung der Maische im Vorwärmer auf höhere Temperaturen   (90-100  C   und darüber) mit verschiedenen Schwierigkeiten verbunden war.

   Diese bestanden in der Hauptsache darin, dass einerseits beim Erhitzen 
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 des Siedepunktes herrühren und die zur Beschädigung oder gar Zerstörung der Vorwärmer führen können, und dass andererseits bei Eintritt von hoch erhitzter (über etwa   750 C) Maische   in die Maischkolonne (infolge der Entspannung derselben) durch   stürmisches   Ausgasen   von C02, Alkohol   usw. starkes Schäumen auftritt, welches die   Leistungsfähigkeit   der Apparatur in hohem Grade beeinträchtigt. 



   Das Verfahren vermeidet diese Schwierigkeiten und gestattet, die Maische vor ihrem Eintritt in die Maischkolonne ohne weiteres auf beispielsweise 90  C und mehr zu erwärmen, u. zw. auch hier zweckmässig unter Benutzung der in der anfallenden heissen Schlempe enthaltenen grossen Wärmemengen. 



  Bei dem Verfahren wird das Vorwärmen der Maische unter so hohem Druck durchgeführt, dass die durch die Schlempeabwärme erzielbare Temperatur tiefer liegt als die Temperatur, welche ein mit wasserschlagähnlichen Erscheinungen verbundenes Sieden von Maischebestandteilen im Vorwärmer hervorrufen kann. Der hiefür erforderliche Überdruck im Vorwärmer beträgt in der Regel etwa 3-4 at. Der Überdruck wird praktisch am einfachsten dadurch erzeugt, dass die Maische mittels Druckpumpe in den Vorwärmer eingepresst wird, der auf der andern Seite (d.   h.   in der Leitung für die Weiterführung der vorgewärmten Maisehe) mit einem entsprechenden Drosselorgan versehen ist. Dadurch wird erreicht, dass die wasserschlagähnlichen Erscheinungen im Vorwärmer trotz der hohen Temperatur mit Sicherheit vermieden werden.

   Man hat das Erwärmen der Maische im Vorwärmer zwar auch schon unter geringem Überdruck durchgeführt, nämlich unter dem hydrostatischen Überdruck der Flüssigkeitssäule der dem Vorwärmer mit ihrem Eigengewicht   zuströmenden   Maische. Dieser geringe Überdruck konnte aber naturgemäss nicht ausreichen, bei einer Temperatur von z. B. 90  C und darüber das Sieden der flüchtigsten Maischebestandteile zu verhüten, so dass auf diese Weise auch   Wasserschläge   nicht vermieden werden konnten. 



   Ferner wird nun nach dem Verfahren die auf hohe Temperatur vorgewärmte Maische nicht direkt in die Maischkolonne eingeführt, sondern zunächst durch ein der Maischkolonne vorgeschaltetes Entspannungsgefäss geleitet ; die dabei sich entwickelnden Dämpfe und Gase werden entweder der Maischkolonne durch eine besondere Leitung oder aber der Rektifizierkolonne zugeführt. Hiedurch wird das lästige Schäumen der vorgewärmten Maische in der Kolonne vollständig vermieden. 



   Anhand der beigefügten Abbildung wird das Verfahren durch nachstehendes Ausführungsbeispiel näher   erläutert,   

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Die der Anlage durch Leitung a mit einer Temperatur von   55  C   zuströmende Maisehe wird mittels Pumpe E durch Leitung b dem Vorwärmer A unter Druck zugeführt, in welchem sie durch die 
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 wieder abfliessende   Schlempe   auf ungefähr   950 C erhitzt   wird. Der Druck in dem durch Ventil d, welches in der Leitung c angeordnet ist, gedrosselten Vorwärmer beträgt bei der angegebenen Temperatur etwa 3-5 at. Die auf die angegebene Temperatur   vorgewärmte Maische   wird nun zunächst über Leitung c dem Entspannungsgefäss B   zugeführt ;   wo eine Druckentlastung stattfindet, u. zw. bis auf einen Druck (von z.

   B. etwa 0-6 at) entsprechend dem, welcher an derjenigen Stelle der Maischkolonne herrscht, an welcher die Maische eingeführt wird. Die hier durch die Druckentspannung sich entwickelnden Gase und Dämpfe   (C02, Alkohol,   Wasserdampf) strömen durch die mit dem Druckregler h versehene Leitung g dem oberen Teile der Maischkolonne 0 zu, der ebenda durch Leitung f auch die vorgewärmte Maische zugeführt wird. Hier findet die weitere Erhitzung mittels des durch Leitung k zugeführten Dampfes statt, wobei das abdestillierende Alkohol-Wasserdampfgemisch durch Leitung t der Destillier-bzw. 



  Rektifizierkolonne D zuströmt, in welcher die Weiterbehandlung in bekannter Weise erfolgt. 



   Das Verfahren gestattet vor allem, das Temperaturgefälle zwischen Schlempe und Maische praktisch vollkommen auszunutzen und damit eine erhebliche Ersparnis an Frischdampf zu erzielen. Ferner erfährt der Destillationsprozess in der Kolonne durch die höhere Vorwärmetemperatur eine   beträchtliche Unter-   stützung und Beschleunigung. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
 EMI2.2 
 bei der Destillation der Maische. anfallende heisse Schlempe verwendet und die Maische im Vorwärmer unter so hohen Druck gesetzt wird, dass die durch die   Schlempeabwärme   erzielbare Temperatur tiefer liegt als die Temperatur, welche ein   mit wasserschlagähnlichen Erscheinungen   verbundenes Sieden von   Maisehebestandteilen   im Vorwärmer hervorrufen kann.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Maische im Vorwärmer bei Erwärmung auf etwa 80-98 C unter einen Druck von mindestens 3 at gesetzt wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die im Vorwärmer auf die gewünschte hohe Temperatur (z. B. 90 C und darüber) erhitzte Maisehe der Maischkolonne durch ein vorgeschaltetes Entspannungsgefäss an sich bekannter Art zugeleitet wird, in welchem eine Entspannung des Vorwärmerdruekes stattfindet, und aus welchem sowohl die bei der Druckentspannung sieh entwickelnden Gase bzw. Dämpfe als auch die vorgewärmte Maische direkt der Maische oder Rektifizierkolonne an beliebiger Stelle zugeführt werden.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die im Vorwärmer erhitzte Maische im Entspannungsgefâss auf den Druck entspannt wird, der an der Zufuhrstelle der Maische in der Maischkolonne herrscht.
AT142222D 1932-09-14 1933-07-06 Verfahren zum Vorwärmen von Maische. AT142222B (de)

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