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Es ist bereits bekannt, Eisen-und Stahlstäbe auf elektrischem Wege zu schmieden, indem man , ie mittels elektrischen Stromes durch die Joule'sehe Wärme erhitzt. Ebenso sind Vorrichtungen zur Ausführung dieses Verfahrens bekannt.
Die Vorrichtungen bestehen im wesentlichen aus zwei getrennten Teilen : 1. einem elektrischen reil zur Lieferung des Wechselstromes zum Erhitzen des Metallstabes ; 2. einem mechanischen Teil zur Übertragung des zur a : estaltlichen Veränderung. d. h. zum Schmieden nötigen Druckes auf den vom Strom erhitzten Stab.
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bildet, gegen die der Stab zwecks Schmiedens gedruckt wird ; eine FÜhrung für den Stab, die als zweite Elektrode mit Gleitkontaktwirkt, und schliesslich eine Pressvorrichtung, die auf den Stab drückt und seine
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Die bekannten Elektroden haben die verschiedenste Ausbildung erhalten.
Die neuesten Maschinen besitzen eine als Amboss dienende Elektrode mit Einstell- und Ausrichteinrichtung, um vor Anfang des
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des Metallstabes mit glatten Lagern, die dem Werkstück genau angepasst sind und es mit solchem Druck festhalten, dass der Stab durch sie l1Índurchgleitend gegen die erste Elektrode gepresst werden kann.
Während des Sehmiedevorganges sind beide Elektroden gegeneinander unverschiebbar und das Schmieden findet durch Bildung eines Kopfes statt, der annähernd die Form eines Umdrehungsellipsoids aufweist, dessen grösste Abmessung durch den anfänglichen Abstand der Elektroden bestimmt wird, der, um eine Knickung des Stabes zu vermeiden, stets ziemlich gering ist, begrenzt wird.
Bei diesen Maschinen weist der geschmiedete Teil stets eine ellipsoidale Form auf, die sich ergibt, da der Stab gegen ein festes Widerlager gepresst wird, so dass das Erhitzen des Materials im Berührungpunkt mit letzterem einsetzt. Das Material verändert sich durch Ausbreiten auf dem Widerlager, Überlagerung und Ausdehnen je nach dem Fortschreiten der Bearbeitung dauernd und nimmt die genannte eigenartige Form an.
Bei den bekannten Maschinen kann selbstverständlich der Stab festgehalten und die Elektroden können bei unveränderlicher Einhaltung ihres gegenseitigen Abstandes zusammen bewegt werden, was jedoch stets zu denselben Ergebnissen führt. Bei solchen Maschinen ist es aber unmöglich, Grossstücke
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können nicht überschritten werden, da sonst die Temperatur des Werkstückes in der Erhitzungszone rasch bis zur Verbrennungstemperatur steigt, wobei auch der Stauchkopf sich lostrennen kann. Der Elektrodenabstand, der während der Arbeit unveränderlich ist, darf nur ziemlich klein sein, widrigenfalls der Stab unter der Belastung sich durchbiegt und das Stauehstück exzentrisch wird.
Selbst beim Arbeiten innerhalb der beschränkten in solchen Maschinen zulässigen Grenzen muss mit grösster Sorgfalt vorgegangen werden, namentlich bei Behandlung von Sonderstahl, damit das Stück nicht verbrennt, da bei den bekannten Verfahren und Vorrichtungen der Stauchdruek und die Staueh- temperatur nicht leicht einstellbar sind.
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Elektrosehmieden von Eisen und Stahl, die diese Nachteile nicht haben und gestatten, selbst grosse Stücke zu schmieden und grössere Metallmassen als bisher im Verhältnis zu den Stababmessungen zu stauchen, ausserdem aber das Werkstück zu irgendeiner gewünschten, z.
B. zylindrischen, kegeligen oder von irgendeinem Profil begrenzten Form zu stauchen, was sehr wichtig ist, da es so möglich wird, für irgendeine Arbeit dem Werkstück
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Das Verfahren nach der Erfindung besteht darin, dass der Elektrodenabstand während des Schmiedevorganges bis zur Unterbrechung des Heizstromkreises vergrössert wird, wodurch selbst Grossstücke bearbeitet und grössere Metallmassen im Verhältnis zu den Stababmessungen gestaucht werden können, wobei die beim Schmieden gefährlichen Temperaturgrenzen nicht überschritten werden, selbst wenn die Arbeit längere Zeit dauert.
Dieses wird dadurch erzielt, dass man dieführungselelztrode in zum Stabvorschub entgegengesetzter Richtung oder die Widerlagerelektrode in gleicher Richtung wie den Stab, aber mit geringerer Geschwindig- keit oder beide Elektroden gleichzeitig bewegt.
Durch die Bewegung der Widerlagerelektrode ist es möglich, das Stück vorzuformen oder irgendein Profil des Schmiedestückes zu erzielen, indem man die Geschwindigkeit der Rückbewegung des Widerlagers entsprechend verändert. Einer gleichförmigen Rückbewegungsgeschwindigkeit entspricht ein zylindrisches Stauchen, einer allmählich zunehmenden Geschwindigkeit entspricht ein Kegelprofil. Bei der Änderung der Geschwindigkeit der Rückwärtsbewegung des Widerlagers während der Arbeit ändert sich das Profil des im entsprechenden Zeitabschnitt gestauchten Teiles und, da eine unbegrenzte Zahl von Geschwindigkeitsmöglichkeiten vorhanden ist, die zwischen Null und der der Stabvorschubgeschwindigkeit gleichen Geschwindigkeit liegen, so sind beim Stauchen unzählige Änderungen der aufeinanderfolgenden Profilteile möglich.
Ferner ist zu bemerken, dass während der Arbeit Stillstandspunkte in der Rückbewegung des Widerlagers, gegebenenfalls sogar kurze Vorwärtsbewegungen möglich sind, was die Anzahl der Stauehprofile noch vergrössert. Wenn das Widerlager zum Stillstand gebracht wird, besonders während einer Vorwärtsbewegung, muss die Führungselektrode gleichzeitig in einer zum Stabvorschub entgegengesetzten Richtung verstellt werden, um dabei den Elektrodenabstand nicht zu verkleinern, sondern zu vergrössern.
Die Erfindung betrifft ferner eine zur Ausführung dieses Verfahrens geeignete Maschine, u. ?. w. insbesondere :
Mittel zur Einstellung der Elektrodenbewegung, des Stabvorschubes und des Heizstromes während der Arbeit ;
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Stücken ;
Kugellager, in den die Führungselektrode bildenden Klemmen, deren Kugeln auf dem Werkstück aufliegen und derart angeordnet sind, dass sie sich der Form und den Abmessungen des Werkstückes innerhalb weiter Grenzen anpassen, n. zw. bei Herstellung eines guten Kontaktes und ohne unzulässige Erwärmung trotz Durchganges des erforderlichen Stromes.
Die Lager dienen zur Herbeiführung einer
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Werkstück, aber einen grösseren Durchmesser als dieses besitzt, wodurch das Widerlager nur eine niedrigere Temperatur als das Stabende erreicht, die jedoch hoch genug ist, um eine schädliche Kühlung durch
Wärmeleitung zu vermeiden. Das Widerlagermaterial soll ferner einen genügenden mechanischen Wider- stand besitzen, damit es sich nicht unter dem vom Stabende ausgeübten Druck dauernd gestaltlich verändert ;
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stückes beim Schmieden, bestehend aus einem Haupttransformator, dessen Primärstromkreis in mehrere
Teile unterteilt ist, die mittels eines Schalters in den Stromkreis gelegt werden können, und einem Auto- transformator zur Erweiterung der Regelungsgrenzen des Heizstromes, um die Heizwirkung je nach den ) Abmessungen des Werkstückes genau regeln zu können ;
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einigen Einzelheiten dargestellt.
Fig. 1 und 2 stellen das bisher bekannte Stauchverfahren schematisch dar, bei dem die Elektroden während der Arbeit festliegen. Fig. 1 zeigt den Beginn des Stauchvorganges, Fig. 2 die höchsterzielbare Stauchung.
Fig. 3-6 zeigen die Staucheinriclitung mit verstellbaren Elektroden nach der Erfindung.
In Fig. 3 bleibt die Widerlagerelektrode fest, und die andere Elektrode bewegt sich während der Arbeit in einer zum Stabvorsehub entgegengesetzten Richtung. Man erzielt auf diese Weise einen Stauchkopf von derselben Form wie die durch die bekannten Verfahren erhaltene (Fig. 2), vermeidet jedoch jede Verbrennungsgefahr. Es ist vielmehr möglich, bei gleichen übrigen Merkmalen der Maschine und gleichem Stabquerschnitt, eine viel grössere Metallmasse zu stauchen und selbst Grossstücke zu verarbeiten.
In Fig. 4 wird das Widerlager während der Arbeit mit gleichmässiger Geschwindigkeit verstellt, wodurch das Werkstück zylindrisch gestaucht wird.
In Fig. Ï bewegt sich das Widerlager in aufeinanderfolgenden Stufen mit gleichbleibender, jedoch zunehmender Geschwindigkeit und das Schmiedestück besteht aus mehreren Zylindern mit abnehmenden zweckmässig ineinander übergehenden Durchmessern.
Die Fig. 6 zeigt eine weitere, unter den zahlreichen möglichen Formen, bei der das Stück aus zwei kugeligen, durch einen zylindrischen Abschnitt verbundenen Teilen besteht und erzeugt wird, indem man während kurzer Zeit die Widerlagerelektrode zur Bildung der ersten Kugel festhält, sie alsdann mit gleichbleibender Geschwindigkeit zur Bildung des zylindrischen Abschnittes bewegt und zur Bildung der zweiten Kugel wieder festhält.
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auch eine Bewegung der Führungselektrode in einer zum Werkstüekvorschub entgegengesetzten Richtung statt, was unbedingt nötig wird. wenn das Widerlager bei der Arbeit auf längere Zeit zum Stillstand gebracht wird, wie z. B. bei Fig. 6.
Die Fig. 7 und 8 zeigen schematisch eine Vorrichtung gemäss der Erfindung mit den betreffenden Antrieben, mit beweglicher Widerlagerelektrode bzw. mit beweglicher Widerlager-und Führungselektrode.
Die Fig. 7 zeigt auch die Transformatorschaltung.
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des Massstabes der Darstellung) eine Maschine zum Schmieden und Vorformen von Werkstücken irgendwelcher Form und selbst von grossen Abmessungen aus Eisen-und Stahlstäben.
Fig. 11 zeigt eine Einrichtung zur Einstellung der Bewegung der Widerlagerelektrode während des Schmiedevorganges in Schnitt und Fig. Ilb eine Nockenscheibe dieser Einrichtung.
Fig. 12 und 13 zeigen in Quer- und Längsschnitt schematisch eine Ausführung der Kugellager in der Führungselektrode.
Fig. 14 ist ein Schnitt durch das Werkstückwiderlager.
Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, nimmt bei dem bekannten Verfahren, wo der Abstand der Elektroden 2 und 4 bei der Arbeit unverändert bleibt, der Abschnitt A des Stabes, der einen gleichbleibenden, dem Anfangsquerschnitt des Stabes gleichen Querschnitt aufweist und zwischen den Elektroden fest-
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(Fig. 2) beträgt.
Der kurze Abschnitt A (Fig. 2), auf den der zwischen den Elektroden befindliche Stababschnitt vom ursprünglichen Querschnitt gebracht wird, liegt in unmittelbarer Nähe der wirksam gekühlten Elektrode 4, durch die der Stab hindurchbewegt wird, und erleidet infolge einer wohlbekannten Erscheinung eine Temperaturzunahme, die sich zu der bereits viel höheren, durch die Joule'sehe Wärme entstandenen summiert, was eine besondere für Stahl gefährliche Materialveränderung an der Über-
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Verbrennen und selbst Schmelzen des Materials an dieser Stelle und damit ein Lostrennen des gestauchten Teiles herbeiführt, falls eine besonders grosse Stauchung bewirkt wird.
Bei den bekannten Maschinen ist es unmöglich ; diese Nachteile durch Vergrösserung des Elektrodenabstandes zu vermeiden, da dann unter anderem der grosse Ubelstand aultreten würde, dass der zwischen den Elektroden befindliche Stababschnitt A unter der Stauchbelastung infolge zu grosser Länge im Verhältnis zu seinem Querschnitt sich seitlich ausbiegt, d. h. ausknickt.
Ferner erhält das Werkstück bei den bekannten Verfahren ausschliesslich annähernd die Form eines Umdrehungsellipsoids, wie in der Zeichnung angedeutet, und man kann weder grosse Stücke verarbeiten noch grosse Metallmassen im Verhältnis zu den Stababmessungen stauchen.
Nach der Erfindung nimmt der Elektrodenabstand während des Stauchvorganges zu, so dass zwischen den Elektroden stets bis zum Ende des Stauchvorganges eine Stabstreeke bleibt, die von gleichbleibendem, dem Anfangsquersehnitt des Stabes gleichen Querschnitt und von ungefähr gleicher Länge wie die ursprüngliche Stabstrecke zwischen den Elektroden ist, jedenfalls von derartiger Länge, dass
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die rasche Stromstärkezunahme verhindert und die obenerwähnten Nachteile vermieden werden, so dass nan die Arbeit noch um die zum Schmieden von Grossstücken oder zum Stauehen grosser Metallmassen erforderliche Zeit weiterführen kann, ohne Gefahr zu laufen, dass die Temperatur die zulässige Grenze übersteigt.
Die allmähliche Zunahme des Elektrodenabstandes während der Arbeit verhindert auch die schädlichen Einwirkungen der Knickbelastung am Anfang des Schmiedevorganges.
In der Fig. 3 ist angenommen, dass das Widerlager 2 festgehalten und die Führungselektrode 4 in einer zum Stabvorschub entgegengesetzten Richtung bewegt wird. Auch in diesem Falle nimmt das 3chmiedestück stets die dargestellte Gestalt an, d. h. die eines Umdrehungsellipsoids, jedoch mit dem Vorteil, dass der scharfe Übergang in die Stabform vermieden, und es, wie oben gesagt, möglich wird, dass bis zum Ende des Vorganges ein beträchtlicher Stababschnitt von gleichbleibendem, dem Anfangsquerschnitt des Stabes gleichen Querschnitt zwischen den Elektroden eingeschaltet bleibt, wodurch die Temperaturerhöhung über die zulässige Sehmiedetemperatur verhindert wird, selbst wenn die Arbeit
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Bei der schematischen Al1sfÜhrungsformnach Fig.
7 ist nur das Widerlager 2 beweglich angenommen und ein Flüssigkeitsgetriebe vorgesehen. Ein Kolben 8, auf dessen Stange das Widerlager 2 sitzt, bewegt sich in einem Zylinder 9, der mittels eines Ventiles 10 mit einem, einfachheitshalber nicht dargestellten Flüssigkeitsspeicher verbunden ist. Das Ventil 10 kann z. B. durch einen Nocken 14 auf einer Stange 11
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der Widerlagergesehwindigkeit vorgesehen.
Zu Beginn der Arbeit bleibt das Widerlager 2 fest, da der Hahn 10 geschlossen ist und daher der Kolben 8 sich in seinem Zylinder nicht bewegen kann. Sobald sieh das Ventil 10 öffnet, was zu Beginn des Stauchvorganges erfolgt, entfernt sich die Elektrode 2 allmählich von der Elektrode 4. Am Ende des
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des Hahnes 7, worauf der getauchte Stab mit den Kolben 6 und 8 zurückgeschoben und diese wieder in die Bereitschaftsstellung gebracht werden.
Bei der abgeänderten Form der Maschine gemäss Fig. 8 ist eine Einrichtung zum selbsttätigen Antrieb der Klemmelektr9de 4 während des Stauchens dargestellt. Die Klemme hat zu diesem Zweck eine Zahnstange 9', in die ein Ritzel 10'eingreift, das sich um einen festen Zapfen dreht und auch in eine Zahnstange 14'eingreift, die auf der mit dem Stempel 3 verbundenen Stange 11 befestigt ist.
Der in Fig. 7 beispielsweise schematisch dargestellte Transformator besteht aus einem Haupt- transformator .. dessen Primärwicklung in mehrere in veränderlicher Anzahl mittels des Schalters 16 in den Stromkreis einschaltbare Teile unterteilt ist, und aus einem Hilfs-Autotransformator 17 im Nebenschluss zu dem Primärstromkreis des Haupttransformators, der gleichfalls in eine Anzahl mittels des Schalters 18 einschaltbarer Teile unterteilt ist ; der Autotransformator bezweckt die Regelungsgrenzen des Heizstromes zu erweitern, um die Heizwirkung je nach den Abmessungen des Werkstückes genau regeln zu können.
In den Fig. 9,10 und 11, die eine Gesamtausführung einer Maschine nach der Erfindung darstellen,
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rahmen. Bei 22 ist der Haupttransformator angeordnet, 23 bezeichnet den selbsttätigen, am Hubende wirksamen Aussehalter, 24 den Einschalter des Autotransformators, 26 das Steuerrad des Einschalter des Transformators, 26 das Handrad zum Antrieb des Induktionsreglers, 27, 28 den Selbsttransformator und 29 den Transformator zur selbsttätigen Stromausschaltung am Ende des Hubes.
Am Ende des Maschinenbettes sind die Flüssigkeitszylinder 6,9 angebracht, u. zw. der auf den Stab einwirkende Presszylinder 6 und der die Widerlagerelektrode 2 verstellende Zylinder 9. Der Zylinder 6 enthält den Kolben 5, der durch seine Stange 3 den Druck auf den Stab 1 überträgt. Im Zylinder 9 bewegt sich der Kolben 8, dessen zweckmässig geführte Stange 8'in das Widerlager 2 ausläuft, das die eine Elektrode bildet, gegen die der Stab 1 gepresst wird. 4 bezeichnet die zweite, als Führung für den Stab dienende Elektrode, die in der Zeichnung einfachheitshalber als am Maschinenbett fest dargestellt ist, jedoch in der praktischen Ausführung in zum Stabvorschub entgegengesetzter Richtung, z.
B. durch die in Fig. 8 angedeuteten mechanischen Mittel bewegbar ist. 30 und 31 sind zwei Flüssigkeitsspeicher, die bei der Arbeit einen gleichbleibenden Druck aufrechterhalten und von denen im ersten ein höherer
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schnitt des Werkstückes und den Metalleigenschaften erhöht bzw. erniedrigt werden.
Der Speicher 31 arbeitet in geschlossenem Kreisprozess, wie nachstehend beschrieben, und der Druck in ihm kann durch Öffnung des Hahnes 32 erhöht werden, der in eine die beiden Flüssigkeitsspeicher verbindende Leitung 3. 3 eingeschaltet ist. 34 bezeichnet die Steuerung zur Verbindung der aus dem Speicher 30 herkommenden Leitung 36 mit der in das Aussenende des Zylinders 6 mündenden Leitung 36 zur Übertragung des Druckes auf den Kolben und durch dessen Stange 3 auf den Stab 1, der an die Widerlagerelektrode 2 gepresst
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wird.
Dieser bei der Arbeit gleic1lbleibende Druck soll erfindungsgemäss delll zur dauernden gestaltlichen Veränderung des den Stab bildenden Materials bei der günstigsten Schmiedetemperatur erforderlichen
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das Sehmieden, sobald der Stab die vorbestimmte geeignete Temperatur erreicht hat, selbsttätig einsetzen zu lassen. Die Temperatur kann bis zum Ende des Schmiedevorganges unter der Wirkung der allmählich zunehmenden Entfernung der Elektroden selbsttätig aufrechterhalten werden.
Vom Niederdruckspeicher 81 ist eine Leitung 37 zum Unterende eines senkrechten Zylinders 38 abgezweigt, in dem sich ein mit einem Schwinghebel 39 verbundener Kolben bewegt, der die eine Klemmbacke der Führungselektrode bewegt. Auf diese Weise wird die Elektrode vom Flüssigkeitsspeicher. 31 selbsttätig mit gleichbleibendem Druck geschlossen erhalten. Am Oberende des Zylinders 38 mündet
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in Verbindung gesetzt werden kann, wodurch am Ende der Arbeit die Klemme geöffnet wird. Gleichzeitig verbindet die Steuerung 34 die Leitung 36 mit dem Auslassrohr 41 und entlastet den Stab. Der rasche
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der Leitung 36 entgegengesetzten Ende des Zylinders 6 führt, wodurch auf den Kolben ein Gegendruck erzeugt wird.
Bei Bestimmung des zum Anpressen des Stabes 1 an das Widerlager erforderlichen Druckes im Flüssigkeitsspeicher muss diesem vom Flüssigkeitsspeicher 31 auf den Kolben/5 stetig ausgeübten Gegendruck Rechnung getragen werden.
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wird durch ein Handrad 45 bedient, auf dessen Welle 47 eine Anzahl von Noekenscheiben 46 sitzen. Zu jeder Nockenscheibe gehört ein Stössel 48 zum Öffnen von Ventilen 49.
Die nockenscheiben besitzen je mehrere Nocken und ihre Anordnung ist so getroffen, dass verschiedene Stellungen des Handrades 45 die Öffnung aller Ventile herbeiführen. Sämtliche Ventile liegen zwischen den Stutzen 50 und 57 zum Anschluss der von den Zylindern 9 und 43 kommenden Rohre 42, so dass je nach der Zahl der geöffneten
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lagers schneller oder langsamer erfolgt. Da der Durchgangsquerschnitt bei jedem Ventil verschieden sein kann, so kann eine sehr grosse Zahl von Geschwindigkeitsänderungen in der Bewegung des Widerlagers durch entsprechende Venti1öffnungszusammenstellungen erhalten werden.
Da auf die der Leitung 37 zugekehrte Fläche des Kolbens 44 von dem Flüssigkeitsspeicher 31 her ein gleichbleibender Druck aus- geübt wird und der vom Stab 1 auf das Widerlager 2 übertragene Druck ebenfalls gleichbleibend ist, so entspricht einer gegebenen Stellung der Steuerung 45 eine gleichförmige Rückwärtsbewegung des Widerlagers. Die Steuervorrichtung 45 besitzt auch eine Stellung, in der die Leitung 42 abgeschlossen ist und jede Bewegung des Widerlagers 2 aufhört.
Wenn am Ende eines Arbeitsspieles der vom Stab auf das Widerlager übertragene Druck aufhört, fliesst das Öl unter der Wirkung des vom Flüssigkeitsspeicher 31 erzeugten, auf den Kolben 44 wirkenden Druckes selbsttätig in den Zylinder 9 zurück und das Widerlager nimmt seine Anfangsstellung wieder ein, u. zw. beschleunigt, da dann alle Ventile 49 sich gegen ihre Schliessfedern selbsttätig öffnen. Das Einstellorgan kann auch als in die Leitung 42 eingeschalteter, mit Kanälen von Null bis zu einem Höchstwert zunehmenden Querschnitt versehener Zylinder ausgebildet sein, in dem ein Kolben zur Änderung des Drosselungsgrades einstellbar ist. Der Rückfluss erfolgt in diesem Falle durch ein selbsttätiges Ventil in den Kolben.
Um exzentrische, schräge oder gekrümmte Stücke zu stauchen, besitzt die Maschine eine Einrichtung 56 zur Querbewegung des Widerlagers 2.
Die Fig. 12 und 13 zeigen die Kugellager der Klemmbacken der Führungselektrode. In diesen
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parallelen Längsrinnen 54 angeordnet, die in den Lager1dötzen ausgearbeitet sind. Die Kugeln werden durch irgendwelche bekannte Mittel, z. B. durch leichtes Umbördeln des Randes der Rillen 54 festgehalten.
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In jedem Lagerklotz 52 kann selbstverständlich eine einzige Rille 54 für beide Kugelreihen vorgesehen werden, wenn die Kugelabmessungen es gestatten. die Kugelreihen einander zu nähern, bis sie sich berühren. Die Kugeln 53 werden in der Rille 54 mit einem gewissen Spielraum eingefüllt, damit sich frei drehen können und unter dem Einspanndruck alle zwecks Herstellung eines guten Kontaktes auf den Stab 1 gepresst werden.
Bei Axialdruek auf den Stab 1 zum Stauchen wird der Stab gegen das Widerlager ; ? vorgeschoben
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der Kugeln erneuernden Kontaktes. Wie Versuche bewiesen haben, kann die nötige Stromstärke ohne erhebliche Erwärmung der Kontaktpunkte hindurchfliessen.
Die Lager gemäss der Erfindung gestatten ferner, nichtgezogene Stäbe zu behandeln und sind gegenüber den Gleitlagern der bekannten Maschinen, denen stets zahlreiche und deshalb kostspielige Lagerbacken zur Anpassung an jede Stababmessung und Form beizugeben waren, viel wirtschaftlicher.
Die älteren Lager müssen ferner wegen der sich auf ihnen durch kleine Splitter, Gussnähte oder Ver- unreinigungen, die auf gezogenen Stäben vorkommen, bildenden Riefen oft ausgebessert und ausgewechselt werden. Die Lager mit gleitender Reibung haben den weiteren Nachteil, dass die geringsten Abweichungen des Stabdurehmessers, die auch bei gezogenen Stäben vorkommen, den Kontakt stark beeinflussen, wodurch das Stabmaterial seitlich überhitzt werden kann. Die Erfindung vermeidet alle diese Nachteile.
Fig. 14 veranschaulicht die verbesserte Widerlagerelektrode. Ihr Kopf 2 ist auf die den Strom zuführende Stange S'einfach aufgesetzt. Der Kopf besteht aus einem Material, das ungefähr den gleichen Ohmschen Widerstand wie der an ihn beim Stauchen angepresste Stab 1 hat, und hat einen grösseren Durchmesser als der Stab 1, derart, dass seine Temperatur beim Stromdurchfluss niedriger als die des Stabes 1 bleibt, jedoch hoch genug (z. B. die Hälfte der vom Stabende erreichten Temperatur) ist, um eine schädliche Wärmeableitung am Ende des Stabes, wie sie bei den bekannten Maschinen auftritt, zu vermeiden.
Das Widerlagermaterial soll selbstverständlich auch einen genügenden mechanischen Widerstand besitzen, um beim Anpressen des Stabendes während des Stauchen jede dauernde gestaltliche Veränderung zu vermeiden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Elektroschmieden von Eisen-und Stahlstäben, bei dem das Werkstück zwischen zwei Elektroden erhitzt, durch die eine Elektrode hindurchgeschoben und gegen die andere als Amboss wirkende Elektrode gepresst wird, dadurch gekennzeichnet, dass während des Schmiedens der Abstand zwischen den Elektroden (2,-1) vergrössert-wird.
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