AT11227B - Vorrichtung zum Pressen von Sammlerbatterieplatten u. dgl. - Google Patents

Vorrichtung zum Pressen von Sammlerbatterieplatten u. dgl.

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Description


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  Vorrichtung zum Pressen von Sammlerbatterieplatten u. dgl. 



   Die neue Vorrichtung ist bestimmt zur Herstellung von fein geformten Gittern für Elektroden von Sammlerbatterien, jedoch ist die Vorrichtung auch zur Herstellung anderer feiner Platten oder dgl. geeignet, welche aus Metall oder irgend einem anderen Material durch Druck hergestellt werden und welche zur Erhaltung ihrer Form ein besonders   kräftiges   Loslösen von den Pressformen auf mechanischem Wege verlangen. 



   Der Erfindungsgedanke hierbei beruht auf einer besonderen Bauart aus einzelnen   Abschnitten bestehender Pressformen   (Matrizen) und damit zusammenwirkenden Hilfsvorrichtungen zum Abstreifen der gepressten Platten. 



   Auf den   beifolgenden Zeichnungen   veranschaulicht : Fig. 1 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, der in eine hydraulische Presse eingesetzten Matrizen und der Vorrichtung zum Abstreifen der Platten, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie   A--A   von   Fig. l, Fig.   3 eine perspektivische Ansicht der Endteile der unteren Matrizen und des damit zusammenwirkenden Hebels, Fig. 4 eine Grundansicht der unteren Matrize mit einem daraufliegenden Gitter und der Abstreifvorrichtung,   Fig. 5 einen vergrösserten Grundriss   einer oberen Ecke einer bevorzugten   Gitterform,   Fig.   i   einen   wagrochten Schnitt   von Fig. 5, Fig. 7 einen Grundriss eines Teiles einer der   Matrizenabschnitte mit   einem die Rippen bildenden Ansatz. 



  Fig.   S     einen   senkrechten Schnitt dadurch, Fig. 9 einen Grundriss eines Teiles einer der   Matrizcnabs-hnitto   ohne den Ansatz, Fig. 10 einen senkrechten Schnitt dadurch, Fig. 11 eine Seitenansicht im Schnitt des unteren   Matrizongestells   mit der bevorzugten Abstreif- 
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 wegungen der beiden Reihen der Matrizanabschnitte durch die Hebel veranschaulichen, Fig. 14 einen senkrechten Längsschnitt eines der Hobel, Fig. 15 eine teilweise Schnittansicht desselben Teiles, Fig. 16 einen Querschnitt des Hebels, Fig. 17 eine Endausicht eines der Hebel,   Fig. 18 und 19 senkrechte Querschnitte von Teilen von vier Matrizenabschnitten. welche die wechselweise Umkehrung der Niveaus der Matrizenabschnitte gegeneinander zur Ab-   streifung der Platten klar veranschaulichen. 



     - ? bezeichnet das   Fundament einer hydraulischen Presse, 2 deren Kopfteil und 3 die   beide Tciic unbeweglich   mit einander verbindenden Streben. Auf dem Fundament ist der Bock 4 angeordnet, welcher durch Flüssigkeitsdruck zum Kopf 2 hinbewegt werden kann. 



     Zur Herstellung   der in   Fig. 4,   und 6 veranschaulichten Elektrodenplatte werden zwei gegenüber angeordnete Matrizen benutzt, welche in Fig. 1   und : ! mit   6   bezw.   7 bezeichnet sind. Diese Matrizen bestehen jede aus einer Reihe nebeneinander gestellter einzelner 
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 werden. Führungsstifte 13 in dem   eiten Matrizengestell   treten in Löcher 14 in dem-anderen ein (Fig. 1), wodurch genaues Aufeinanderpassen der beiden Matrizen 6 und 7 gesichert wird. In Nuten zwischen den   Matrizetigestellen 8   und dem Kopfgestelle 2   bezw.   Bock 4 eingebettete gehärtete Stahlkeile sind für die Ausrichtung der Matrizenniveaus vorgesehen 
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   Die Platte ist mit einer Randleiste 16 und inneren Längs-und Querrippen 17, 18 versehen, welche der Platte die nötige Stärke verleihen und dieselbe in jede gewünschte Zahl von Abteilungen einteilen, deren jede von dünnen Häuten   19   begrenzt wird, welche mit den Rippen aus einem Stück bestehen (Fig. 4). Jede Abteilung ist durch dünne Längsund. Querrippen   20, 21   (Fig. 5). nochmals in kleine Öffnungen 22 geteilt. Kammähnlich gruppiert feine, Finger 23 springen von den Rippen aus in diese Öffnungen 22 vor und zwar so, dass die Enden der Finger, welche sich in der Mittelebene des Gitters befinden, am weitesten in die Öffnungen vorstehen. Eine bevorzugte Form dieser Finger ist in Fig. 5 und 6 gezeigt. 



   Eine Vorrichtung zum Pressen von Platten, bei welcher die Matrize aus einzelnen Abschnitten besteht, ist bereits bekannt geworden, aber bei derselben wird das Material durch einen Stempel gegen die Matrize gepresst, und zur Abstossung der gepressten Platte werden nur die dünnen Matrizenabschnitte nach dem Arbeitsniveau der dickeren Abschnitte zu bewegt, welche unbeweglich sind. Auf diese Weise wird das Produkt oft durchschnitten oder sonst verstümmelt. 



   Im vorliegenden Falle sind sämtliche   l\1atrizenahschnitte   beweglich zueinander, und zwar werden sie über das Niveau der Arbeitsfläche hinaus bewegt, wodurch das gepresste Produkt unbeschädigt abgestreift wird. Dabei sind die einzelnen Matrizenabschnitte so angeordnet, dass immer eine Reihe abwechselnd mit einer anderen sich bewegt. Ferner werden durch Anwendung von Kipphebeln zum Bewegen der   Matrizenabsellnitto   den letzteren schnelle Hammerschläge erteilt, wodurch das gepresste Produkt leichter abgestreift wird, als wenn die Matrizenabschnitte durch langsam wirkende Excenter bewegt würden.

   Beide Matrizen 6 und 7 sind von wesentlich gleicher Bauart, nur mit dem Unterschied, dass die untere Matrize 7 ringsum mit einer Schulter x versehen ist, welche ungefähr der Dicke 
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Widerstand und verhindert   dadurch seitliches Ausfliessen   des Materials, wodurch das Gitter in seiner ganzen Struktur zu einer vollkommenen und gleichförmigen Dichtigkeit gepresst wird. 



   Die Vorrichtung zum Abstreifen des Gitters ist bei beiden Matrizen im   wesentlichen   dieselbe. Es genügt also, nur eine Matrize 7 mit dieser Vorrichtung näher zu beschreiben.
Vorzugsweise werden besonders geformte dünne Matrizenabschnitte, welche die Längs- rippen 17 des Gitters bilden, an den   benachbarten Matrizenabscbnitten   befestigt, mit denen sie beweglich sind.   Diese dünnen Matrizenabschnitte sind   in Fig. 7 und 8 bei 25 ange- deutet. Die Randleisten 16 des gitters werden durch Abschnitte 26 gebildet, welche mit der erwähnten Schulter x zusammenwirken. Die Querrippen 18 werden durch Matrizen- abschnitte 27 gebildet.

   Die   dünnen   Häute 19 und die dünnen Längsrippen   z   (Fig. 5) und die Querrippen. 21 werden durch   MaHi/ennuten 2   gebildet, während die Finger 23 inner- halb der Öffnungen 22 durch   Nuten 29   in den Matrizenabschnitten gebildet werden. Die   Matrizen können natürlich   in jeder beliebigen Form gemacht sein. Die Matrizenabschnitte sind in zwei Reihen geteilt, die abwechselnd miteinander über das Niveau der Arbcitsfächo hinaus bewegt werden, so dass jede Reihe das gepresste Produkt von der anderen abstreift. 



   Jede Matrize 6,7 besteht aus vierzehn Abschnitten, welche in je zwei. abwechselnd mit   a,/) bezeichnete   Reihen zerfallen (Fig. 2,3, 12,13, 18 und 19). Kipphebel 30 sind vorgesehen, um diese Reihen abwechselnd nacheinander zu bewegen. Für jede Matrize sind zwei Kipphebel vorgesehen und jeder Hobel geht durch an den Enden der Matrizen- abschnitte gebildete Öffnungen von eigentümlicher Form. Die Kipphebel, welche beide gleich sind, sind mit abgerundeten Kantenstücken 31, 32 versehen, welche in ein oben und unten abgerundetes Mittelstück 33 verlaufen (Fig. 15 und 17).

   Diese Teile gehen durch Öffnungen der Matritzenabschnitte a, b und in Öffnungen 34, welche sich etwa zwei Centimeter in runde   Nabenlager 35   hinein erstrecken, die sich in dem   : Matrizen gestell 8 drehen können.   
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 gewöhnlich in die Wände und den Boden von vertikal verlängerten Öffnungen 37 in den
Naben 35 passen, wodurch ein Spielraum oben entsteht, wie aus Fig. 14 ersichtlich. Wie aus Fig. 1-1 und   lui fermer   ersichtlich, sind auch die Nabenöffnungen 34 so erweitert, dass über den Teilen   31,   32, 33 der Kipphebel ein Spielraum bleibt.

   Infolge dieser Bauart können sich die Naben 35 frei in dem   Matrizengestell 8 drehen   und die Spielräume 

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 gestatten den Hebeln eine Kippbewegung nach oben zur Bewegung der Matritzenabschnitte. 



  Eine Unterlegscheibe 38 und Mutter 39 halten Nahe 35 in dem Gestell 8 lose in ihrer Stellung. 



   Die Naben 35 sind vorzugsweise mit vorspringenden Armen 40 versehen, welche an der unteren Matrize 7 nach unten und an der oberen Matritze 6 nach oben gehen und an jeder Seite des Gestelles sind diese Arme 40 durch ein Gelenk 41 miteinander verbunden (Fig. 11). An den Naben 35 der vorderen Kipphebel sind Hebel 42 befestigt, welche an dem äusseren Ende durch eine Querstange 43 verbunden sind (Fig. 4), welche, wenn senkrecht auf-und abbewegt, beide Hebel gleichzeitig betätigt. Die Mittelteile der Queröffnungen 44 in allen Matrizenabschnitten sind grösser als die Teile 33 der   Kipphebel 3C,   um diesen einen Spielraum zu geben, so dass sie die Matrizenabschnitte nach aussen bewegen können.

   Die   Haupteigentümlichkeit   dieser Öffnungen besteht darin, dass sie an einem Ende mit senkrechten kurzen Nuten 45 versehen sind (Fig. 12 und 13) und am anderen Ende mit senkrechten längeren Nuten 46. Diese Öffnungen haben in den einzelnen Abschnitten abwechselnd eine umgekehrte Stellung, d. h. die kurzen Nuten 45 sind bei einem Abschnitt vorne und beim nächsten Abschnitt hinten. Diese abwechselnd   umgekehrte   Stellung der Nuten 45,46 ist klar angedeutet in Fig. 3,12 und   ! 3. Die kurzen Nuten 45   bilden Drehpunkte für die   Kipphebel, während   die langen Nuten 46 einen Spielraum für die Hebel abgeben. Der Grad der Bewegung der Matrizenabschnitte ist der Deutlichkeit halber in Fig. 12 und 13 übertrieben. In der Wirklichkeit ist der Grad der Bewegung nur ein sehr geringer. 



   Die Wirkungsweise ist wie folgt : Ein geformtes   J3leistUck   von etwas mehr als 3 nun
Dicke wird auf die untere Matrize 7 gelegt und darauf Bock 4 hydraulisch nach oben bewegt, bis die   Matrizen 6 und   7 zusammentreffen, wodurch der Bleiplatte die in Fig. 4, 5 und 6 veranschaulichte allgemeine Form gegeben wird. Die   Leiste 16 und Itippen 17, 1's   
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 sowie die Wurzeln der Finger   23   werden an beiden Flächen der Teile   16, 17, 18 uni   ein gleiches Stück gehoben und erhalten dadurch von Kante zu Kante eine Dicke von etwas uber 6 mm.

   Der auf Bock 4 ausgeübte Flüssigkeitsdruck wird jetzt nachgelassen und gleichzeitig damit wird Hebel 42, 43 der oberen Matrize 6 senkrecht auf- und abbewegt, wodurch die Matrizenabschnitte a, b abwechselnd über das Niveau der   Arbeitsnächc   der 
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   Uelenken 41 verbindenden   Zapfen sich ungefähr in vertikaler Lage befinden, wie aus   F) g. l, 3, 4 und K)   der Zeichnungen ersichtlich. Wenn Hebel 42, 43 der unteren Matrize beispielsweise aus seiner gewöhnlichen Stellung nach unten bewegt wird, so schwingt er Arme 40 und Gelenke 41 nach hinten, wie durch die gestrichelten Linien in Fig. 12 an-   gedeutet.

   Während dieser Bewegung heben   die unteren Schultern der Öffnungen 34 die 
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 der Abschnitte a um ihre Vorderkanten 31 drehend, veranlasst, die Abschnitte b nach oben zu bewegen, wie in Fig. 12, wobei die Kanten 32 der Kipphebel einen   hammer-   artigen Schlag auf diese Matrizenabschnitte b ausüben, während die längeren hinteren Nuten   4ei der   Abschnitte a die   Aufwärtsl) ewcgung der Kanten   der Kipphebel gestatten 
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 bewegt, so schwingen Arme 40 und Gelenke   41 nach   vorne, wie durch die gestrichelten Linien in Fig.

   13 angedeutet, wodurch die Schultern der Öffnungen   34   veranlasst werden, die vorderen Kanten der Kipphebel 30 mit hammerschlagartiger Wirkung zu heben, während die Kipphebel sich um ihre hinteren Kanten 32 in den kurzen Nuten aller Matrizenabschnitte b drehen. Nun bleiben diese ruhig, während die Kanten 31   ! der Kipphebel   alle 
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   wegten Abschnitte b werden also   die   gepresste Platte 5 von den Abbchnitten c abstreiten   und darauf werden diese die Platten   Ó,   von den Abschnitten b abstreifen, was geschieht, ohne dass die Platte im geringsten beschädigt wird. 



   Fig. 18 und 19 veranschaulichen klar die nacheinander erfolgende Umkehrung der Niveaus der Matrizenabschnitte. In Fig. 18 sind die Abschnitte a über das   Arbeitsniveau   der Abschnitte b hinausbewegt, und in Fig. 19 sind diese über das Arbeitsniveau der Abschnitte a hinaus bewegt. Diese Umkehrung der Arbeitsniveaus der Matrizenabschnitte kann aber auch durch Bewegung nur einer Reihe von Matrizenabschnitten bewirkt werden, beispielsweise der Matrizenabschnitte a, indem dieselben zuerst über das Niveau der Abschnitte b, wie in Fig.   18,   und dann unter das Niveau der Abschnitte b, wie in Fig.   19,   bewegt werden, wodurch die Platte zuerst von den Abschnitten b und dann von den Abschnitten   a   losgelöst und abgestreift wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Vorrichtung zum Pressen von Sammlerbatterieplatten oder   dgl..   dadurch gekennzeichnet, dass die Matrize aus beweglichen Abschnitten besteht, derart, dass dieselben ihre Arbeitsflächen abwechselnd gegeneinander in der   Höhenlage   verstellen können, um das gepresste Produkt abzustreifen.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Matrizenabschnitte abwechslungsweise in zwei Parallel reihen auf der ganzen Arbeitsfläche der Matrize angeordnet sind und jede Reihe unabhängig von der anderen senkrecht zur Arbeitsfläcbe beweglich ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch zwei miteinander zusammenwirkende, aus gegeneinander verstellbaren Abschnitten bestehende Matrizen, zwischen welchen das Arbeitsstück gepresst wird.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Matrizenabschnitte mit Queröffnungen versehen sind, durch welche Kipphebel hindurchgehen, welche die l\1atrizenabschnitte behufs Ahstroifens des gepressten Produktes hammerschlagartig bewegen.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Matrizen- abschnitte mit einer dem Umriss des zu pressenden Produktes entsprechenden Einkerbung vorsehen sind, um seitliches Ausfliessen des Materiales während des Pressens zu verhindern,
AT11227D 1901-06-18 1901-06-18 Vorrichtung zum Pressen von Sammlerbatterieplatten u. dgl. AT11227B (de)

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