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Einrichtung zur Steuerung des Federantriebes und Aufzuges bei Uhren oder anderen
Gangwerken mit elektromagnetischer Anfzngsvorrichtnng.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Steuerung des Federantriebes und Aufzuges bei Uhren oder andern Gangwerken mit elektromagnetischer Aufzugsvorrichtung vom Gangwerke aus, wobei im Gangwerke unabhängig vom System der elektromagnetischen Aufzngsvorrichtung ein mit der Aufziehachse oder deren Teilen und mit dem Federgehäuse des Triebwerkes verbundenes zweites Kontaktsystem vorgesehen ist, durch das einerseits die Grenzstellungen und Bewegungen der Triebfeder fixiert und geregelt, anderseits der Kontaktstrom zur elektromagnetischen Aufzugsvorrichtung und damit diese während der Ablaufzeit der Triebfeder vollkommen ausgeschaltet werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegensandes in einer Uhr mit elektromagnetischer Aufzugsvorrichtung bekannter Art dargestellt, an Hand deren die Erfindung erläutert wird. Es zeigt : Fig. 1 eine Ansicht des elektromagnetischen Schaltwerkes.
Fig. 2 eine Seitenansicht desselben und der Steuerungseinrichtung, Fig. 3 eine Vorderansicht des oberen Teiles der Steuerungseinrichtung, Fig. 4 den unteren Teil der Steuerungseinrichtung, durch die Platine gesehen, im Augenblicke der Stromausschaltung und Fig. 5 die Ansicht wie in Fig. 8, ebenfalls im Augenblicke der Stromas- sehaltung nach erfolgtem Aufzug (wie in Fig. 4).
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die mit ihrem andern Ende an einem Stift 8 od. dgl., der in die Platine eingesetzt ist, angehängt wird und die Hublagen des Magnetankers geräuschlos begrenzt.
In Fig. 2 ist die Steuerungseinrichtung in Seitenansicht dargestellt. Auf der Aufzieh-bzw. Trieb- federachse M sitzt, mit dieser fix verbunden, ein Zahnrad 38 (Fig. 3, 5) auf, das in die Zähne eines zweiten Zahnrades 9 eingreift und diesem dadurch eine Drehbewegung umgekehrt der der Aufzugsachse 34 erteilt.
Mit dem Zahnrad 9 ist eine Scheibe 10 fix verbunden, die einen Transportzahn trägt, der durch eine um die Scheibe bzw. um die Achshülse derselben herumlaufende Feder stets nach erfolgtem Eingriff in die Zähne 20 der Steuerscheibe 18 in die in Fig. 3 gezeichnete Ruhelage ausserhalb des Eingriffes springt. Mit dem Federgehäuse fix verbunden ist eine Hülse 16 (Fig. J) lose auf der Aufziehachse 34 aufgesetzt, die ebenfalls einen Transportzahn 16 trägt. Auf einer gemeinsamen Achse 77 sitzen, mit
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tragen, die durch die Transportzähne 11 bzw. 16 betätigt werden.
Auf der einen Steuerscheibe 18 ist ein Steuerzapfen 22 vorgesehen, der in seinen Grenzlagen den Kontakthebel 23 des Stromschalters betätigt, wodurch der auf demselben befindliche Kontakt 24 mit einem zweiten, mit der Magnetspule 32 in leitender Verbindung stehenden Kontakt 2' ? in Berührung kommt oder sieh von demselben entfernt (Fig. 3 bzw. 5), dadurch den Strom schliesst oder öffnet. Der Kontaktschalter 23 ist mit zwei Einkerbungen 26 versehen, in welche die mit einem Knie 27 ausgestattete Feder 28 in den beiden Endlagen eingreift und dadurch das Auskippen des Kontakthebels 23 bewerkstelligt.
In die Steuerscheibe 19 (Fig. 4) bzw. in die Lücken zwischen den Stiften 21 derselben greift die Feder 29 mit einem Knie 30 nach jeder ruekweisen Bewegung ein und sichert dadurch dieselbe in ihrer
Stellung.
Die elektrische Verbindung ist wie folgt hergestellt : Von der Spule 37 des Elektromagneten 33 führt eine Leitung 35 zum Kontakthebel 5 des bekannten Magnetaufzuges. Von der zweiten Spule 32
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führt eine Leitung 36 zn dem Kontakt 25 gegenüber dem Stromschalthebel 23 unù von dem Kontakt. 24 am Stromschalthebel 23 eine solche 37 zum Kontaktstifte 4 am Kontakthebel 3 der elektromagnetis.'hen Aufzugsvorrichtung.
Die Wirkungsweise der Steuerungseinrichtung ist die folgende : Während des elektrischen Aufziehens des Uhrwerks wird das auf der Aufziehachse 34 fest aufsitzende Zahnrad 38 mitgenommen und betätigt dadurch mittels des Zahnrades 9 den Transportzahn 11, der bei jeder Umdrehung in einen Stift 20 der Scheibe 18 eingreift und denselben und damit die Scheibe um eine Stiftentfernung weiterdreht. Die Sperrfeder 29 sichert jedesmal die Scheibe in ihrer neuen Lage.
Bei Erreichen der gewünschten Aufzugslage (Fig. 5) wird der auf der Steuerscheibe 18 befindliche Steuerzapfen 22 den Stromsehaltehebel 23 bzw. dessen eines Ende betätigen und denselben verdrehen, so dass die Berührung zwischen Kontakt 2 und Kontakt 25 gelöst, dadurch der Strom ausgeschaltet und die elektomagnetisehe Aufzugsvorriehtung ausser Tätigkeit gesetzt wird. Jetzt wird das Federgehäuse das Uhrwerk in normaler Weise betätigen.
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betätigen und diese um eine Stiften1fernung zurückdrehen.
Die Drehrichtung der Aufziehachse 34 während des Aufziehens und des ablaufenden Federgeh1iuses 14 ist die gleiche. Durch Einschaltung des Zahnrades 38 zwischen Aufziehaehse und Transportzahn wird die Drehrichtung desselben umgekehrt, so dass die Drehrichtung des zweiten Transportzahnes 16 bei Ablaufen des Federgehäuses 14 umgekehrt ist wie die Drehrichtung des Transportzahnes H während des Aufziehens.
Damit wird auch die Steuerscheibe 19 in umgekehrter Richtung als vorher die Scheibe 18 gedreht, derart, dass durch ihre rücklaufende Drehung die mit ihr verbundene Steuerscheibe 18 wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückkehrt, in der sie mittels des Steuerzapfens 22 den zweiten Arm des Stromschalthebels 23 betätigt und denselben verdreht, Beruhrung zwischen den Kontakten 24 und 25 herstellt und den Strom schliesst. Dadurch wird nun dem Kontakt 4 der elektromagnetischen Aufzugsvorrichtung Strom zugeführt und tritt derselbe in Tätigkeit.
Der Steuerzapfen 22 (es können solcher auch zwei sein) oder der Stromschalthebel sind verstellbar
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oder 24 Stunden beliebig eingestellt werden.
Durch die beschriebene Steuerungseinrichtung wird der sonst bei solchen bekannten Uhren ausserordentlich heikle Stellungsmechanismus (Maltheserkreuz) überflüssig. Das sonst eintretende, ungünstige, ständige Mitziehen der voll aufgezogenen Triebfeder durch die stärkere Ankerrückzugfeder, die sodann selbst das Werk konstant betreibt, verursacht, sobald stromlos die ablaufende Triebfeder mit der Gangreserve einsetzt, eine empfindliche Gangdifferenz, welcher Mangel durch die vorliegenden Einrichtungen vollkommen behoben wird, da nach erfolgtem Aufziehen das Werk mit oder ohne Stromanschluss stets nur durch die ablaufende Triebfeder in normaler Weise betätigt wird, somit der elektromagnetische Aufzug bloss nach gewünschten Zeitintervallen, innerhalb welcher der Magnetanker samt Rückzugfeder in Ruhelage verbleibt, den Aufzug bewirkt.
Die Summe der für das elektrische Aufziehen benötigten Zeit beträgt im Verlaufe eines Jahres nur zirka zwei Stunden. Ohne die Steuerungseinrichtung verbleibt dagegen die Aufzugsvorrichtung auch nach dem Aufziehen weiter das ganze Jahr, ununterbrochen die Ankerrückzugfeder in kurzen Intervallen nachspannend, in Bewegung, wodurch leicht Störungen durch Heisslaufen usw. eintreten.
Die beschriebene einfache Steuerungseinrichtung mit dem ebenso einfachen unempfindlichen Stromschalter, die unabhängig von der so heiklen Vorrichtung des Magnetaufzllges betätigt wird, ist keinerlei Störung unterworfen, sie verhütet auch noch im Gegenteil im Falle als bei der Trieb-oder Rückzugfeder ein Federbrueh eintritt, das sonst unvermeidliche Heisslaufen durch selbsttätige Ausschaltung des Stromes, wodurch auch die Magnetankerfunktion ausgeschaltet wird.
Durch die beschriebene Hubbegrenzung des Magnetankers mittels einer Kette od. dgl. wird ein geräuschloses Aufziehen des Gangwerkes erzielt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Steuerung des Federantriebes und Aufzuges bei Uhren oder andern Gangwerken mit elektromagnetischer Aufzugsvorriehtung vom Gangwerke aus, dadurch gekennzeichnet, dass im Gangwerke unabhängig vom System der elektromagnetischen Aufzugsvorrichtung ein mit der Aufziehachse oder deren Teilen und mit dem Federgehäuse des Triebwerkes verbundenes zweites Kontaktsystem vorgesehen ist, durch das einerseits die Grenzstellungen und Bewegungen der Triebfeder fixiert und geregelt, anderseits der Kontaktstrom zur elektromagnetischen Aufzugsvorrichtung und damit dieser während der Ablaufzeit der Triebfeder vollkommen ausgeschaltet werden.
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