AT111371B - Verfahren zur Herstellung von Kunststeingegenständen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunststeingegenständen.

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AT111371B
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/18Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing mixtures of the silica-lime type

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Description


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  Verfahren zur Herstellung von   Eunststeingegeuständen.   



   Es ist bekannt, Kunststeingegenstände aus einer Rohmasse herzustellen, die im Wesen aus Kalkhydrat und gegebenenfalls   Füll-oder   Farbstoffen besteht, indem aus dieser Rohmasse Presslinge erzeugt und diese durch Kohlensäure gehärtet werden. Durch diese Härtung wandelt sich die gepresste Kalkhydratmasse in Kalziumkarbonat um. 



   Dieser Härtungsprozess kann aber nur dann erfolgreich durchgeführt werden ; wenn in den Presslingen ein gewisser   Feuchtigkeitsüberschuss   vorhanden ist   und   Versuche haben ergeben, dass trockenes Kalkhydrat überhaupt nicht befähigt ist, Kohlendioxyd zu absorbieren. Dort, wo eine Absorption noch möglich ist und diese rasch vor sich geht, verursacht selbst die dabei freiwerdende Wärmemenge eine solche Wärmeentwicklung, dass das freiwerdende Wasser verdampft und damit die   anfänglich   rasch vor sich gehende Absorption gehemmt und schliesslich ganz verhindert wird. Daraus ergibt sich die Bedeutung, welche den geringen Wassermengen der Presslinge für das Gelingen des Härtungsprozesses zukommt. 



   Die Härtung geht in der Weise vor sich, dass die in dem Pressling enthaltene Feuchtigkeit, d. i. eine gesättigte Lösung von Kalkhydrat in Wasser, Kohlensäure gierig unter Bildung eines zunächst kolloidalen   wasserhältigen   Kalziumkarbonates absorbiert, welches erst allmählich in kristallinischen Kalzit oder Arragonit übergeht. Kalkhydrat ist im Wasser aber schwer löslich und die   Löslichkeit   sinkt bei wachsender Temperatur. Da bei dem Härtungsvorgang Wasser frei wird und der Vorgang in den Presslingen von aussen nach innen fortschreitet, so ist klar, dass die Härtung umso rascher vor sich gehen würde, je mehr man das Lösen von Kalkhydrat in diesem vordringenden Wasser beschleunigt. 



   Dies wird nun gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass der Rohmasse kalklösende und durch Kohlensäure wieder abspaltbare Stoffe, wie z. B. Zuckerarten, zugesetzt werden. 



   Durch diesen Zusatz wird die Löslichkeit des Kalkes um ein Vielfaches gesteigert und die Reaktion befördert und beschleunigt, ohne dass sich der Zuckergehalt vermindert, weil ja die bei der Reaktion 
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 bringt, so dass also der Zucker gewissermassen als Katalysator wirkt. 



   Der Zusatz von Zucker hat auch den Vorteil, dass die Temperaturempfindlichkeit der Reaktion sinkt, weil die Dampftension der in dem Pressling enthaltenen   Zuckerkalklösung um   vieles geringer ist, als die des reinen Wassers. 



   Ist die Härtungsreaktion beendigt, so empfiehlt es sich, den Zuckerzusatz weiterhin dadurch unwirksam zu machen, dass die Kunststeingegenstände auf ungefähr   60-80  C   erhitzt werden, wodurch sich das leicht lösliche Mono-oder Dikalziumsaccharat in unlösliches Trikalziumsaceharat umwandelt. 



   Das Verfahren kann beispielsweise folgendermassen ausgeführt werden : Die in bekannten Mengenverhältnissen hergestellte Rohmasse aus Kalkhydrat, gemahlenem Kalkstein und ungefähr 7% Wasser wird vor der Verpressung in einer Mischvorrichtung mit ungefähr   1-2%   Rohrzucker gemischt und dann werden aus der Masse Presslinge hergestellt, die in der üblichen Weise mit Kohlensäure behandelt werden. 



   Der Zucker kann in Form von Staubzucker oder aber in Form einer   Zuckerlösung   der Masse zugesetzt werden, u. zw. derart, dass die Lösung so viel Zucker enthält, dass der Zuckergehalt der Kunststeinmasse schliesslich etwa 2% beträgt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Kunststeingegenständen aus einer im Wesen aus Kalkhydrat und gegebenenfalls   Füll- oder   Farbstoffen bestehenden Rohmasse, aus der Presslinge erzeugt und der   Kohlensäurehärtung   unterworfen werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohmasse kalklösende Stoffe, welche durch Kohlensäure wieder abgespalten werden, insbesondere Zuckerarten, in einer Menge zugesetzt werden, die geeignet ist, das Lösen des Kalkes in dem jeweils vorhandenen Wassergehalt und damit den Härtungsvorgang zu beschleunigen. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststeingegenstände nach dem Härtungsprozess auf ungefähr 60-80 C erhitzt werden, um etwa vorhandene lösliche Mono-oder Dikalziumverbindungen des Zuckers in unlösliche Trikalziumsaecharate umzuwandeln. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT111371D 1926-04-20 1926-04-20 Verfahren zur Herstellung von Kunststeingegenständen. AT111371B (de)

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