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Magazinwechseleinrichtung für Matrizensetz-und Zeilengiessmaschinen.
Die Erfindung betrifft Verbesserungen an einer Typensetzmasehine jener Art, bei welcher typentragende Matrizen und dehnbare Spatien verwendet werden, die durch geeignete Mechanismen ihren Magazinen oder Sammelbehältern entnommen und als Zeile gesetzt werden, worauf die Zeile ausgeschlossen und ein Abguss abgenommen wird, um eine Typenstange herzustellen und die Typen und Spatien, welche für die Zeile verwendet wurden, in die Magazine zurückbefördert werden.
Die Verbesserungen beziehen sich insbesondere auf solche Maschinen dieser Art, welche für die Zusammenstellung von je nach der Natur des Satzes erforderlichen verschiedenen Schriftarten von Typenmatrizen geeignet sind und bei denen eine Mehrzahl von übereinander angeordneten Magazinen für die Aufnahme der verschiedenen Typenmatrizen und Einrichtungen zum Verschieben der Magazine vorgesehen sind, um das eine oder das andere derselben in die Stellung für die Abgabe der gewünschten, in einer Zeile zu setzenden Matrizen und für die Aufnahme solcher Matrizen zu bringen, welche in das Magazin zurückbefördert werden, nachdem von der Matrizenzeile ein Abguss hergestellt wurde.
Solche Maschinen sind bekannt ; die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Verbesserung besteht darin, dass der Antrieb des oberen Endes des Magazinstapels bei seiner Verschiebebewegung zur Beförderung eines der Magazine aus und in die Arbeitsstellung in besonderer Weise mit dem Antrieb des unteren Endes in Verbindung gebracht wird. Bei den bekannten Einrichtungen dieser Maschinen erfolgt die Bewegung des unteren Endes des Magazinrahmens durch Abrollen eines Zahnrades auf einer Zahnstange, eine am oberen Ende des Magazinträgers gelagerte Rolle oder ein Zahnrad rollt dabei gleichzeitig auf einer parallel zur ersten liegenden Bahn bzw. Zahnstange ab. Die Drehung des unteren Zahnrades bewirkt ein Verschieben der unteren Magazinenden und gleichzeitig ein Verschieben der oberen Magazinenden um stets gleiche Weglängen.
Um die unteren Magazinenden besser an die Auswurföffnungen heran-und wieder von diesen wegzubringen, bei gleichzeitig dichtem Anschluss in der Arbeitsstellung, und um den ganzen Mechanismus gegen unbeabsichtigte Verschiebungen aus der Arbeitsstellung und während der Bewegung zu sichern, ist gemäss der Erfindung der Antrieb der oberen Magazinenden mit dem der unteren zwangläufig durch ein Getriebe verbunden, das ein Zurückbleiben der oberen Enden zu Anfang und am Ende seiner Bewegung und ein Voreilen in der Mitte der Bewegung bewirkt ; dadurch wird das unmittelbare Anliegen an die Einwurföffnung gesichert und auch eine Selbstsperrung in der Endlage erzielt, die eine unbeabsichtigte Stellungsänderung ausschliesst.
Erreicht wird dies durch Übertragung der Drehung des unteren Antriebszahnrades auf das obere durch einen Lenker, wobei das untere Zahnrad das Ende des Lenkers durch ein Exzenter in Bewegung setzt. Das richtige An-und Absetzen der Magazinenden gegenüber der Einwurföffnung geschieht überdies noch durch eine besondere, eine Hub-und Senkbewegung der unteren Enden bewirkende Exzentervorrichtung. Diese Anordnung bewirkt auch eine günstige Arbeitsverteilung und gleichmässigen Gang der Maschine.
In der Zeichnung ist Fig. 1 eine Seitenansicht des oberen Teiles einer Setzmaschine, bei welcher die Erfindung angewendet ist ; Fig. 2 ist eine teilweise geschnittene Einzeldarstellung, welche die Art der Befestigung einer Seite der Magazineinheit am Hauptgestell der Maschine veranschaulicht ; Fig. 3 ist eine im grösseren Massstabe gehaltene Einzeldarstellung in Seitenansicht der Magazineinheit und des Trägers derselben, welche Figur schematisch die Bewegung der Magazineinheit veranschaulicht, während sie verschoben wird, um ein Magazin aus der Arbeitsstellung zu entfernen und ein anderes Magazin
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in diese Stellung zu bringen ; Fig. 4 zeigt in einer teilweise geschnittenen Teildarstellung einen Teil des Verschiebemechanismus und veranschaulicht eines der Magazine in einer anderen Phase seiner Verschiebebewegung ;
Fig. 5 zeigt in teilweiser geschnittener Vorderansicht den Trag-und Verschiebemechanismus für die Magazineinheit ; Fig. 6 veranschaulicht schematisch die Arbeitsbewegungen des Magazinverschiebemechanismus und zeigt in welcher Weise ein Magazin in der Arbeitsstellung festgehalten und an einer Verstellung gehindert wird.
Die dargestellte Maschine ist so eingerichtet, dass sie drei übereinander angeordnete Magazine 10 aufweist, wenngleich die Einheit eine grössere oder kleinere Magazinanzahl besitzen kann. Jedes Magazin enthält einen gewünschten Satz von Typenmatrizen. Die unteren Enden der Magazine sind mit Auslässen 10a ausgestattet, welche dazu dienen, die Matrizen imMagazin zurückzuhalten, hingegen die Abgabe von Matrizen bewirken, wenn sie durch den üblichen Tastenmechanismus der Maschine betätigt werden, mit welchem die Auslässe bei in Arbeitsstellung befindlichen Magazine in Verbindung stehen.
Jedes Magazin ist auf einem Magazinrahmen 11 angeordnet, welche die bezügliche Magazine tragen und sie je nach ihrer Stellung entweder am Vorwärtsgleiten hindern oder die Abnahme eines oder mehrerer der Magazine von den Rahmen durch Rückwärtsverschiebung dieses Magazins oder dieser Magazine gestatten. Seitenplatten lla sind an den gegenüberliegenden Seitenkanten der Magazinrahmen 11 befestigt, wodurch eine Mehrfachmagazineinheit gebildet wird, welche die Magazine 10 und ihre Rahmen 11 umfasst. Die Magazineinheit wird durch ein Paar Seitentragrahmen 12 und 13 gehalten. Diese Seitentragrahmen sind am Hauptgestell der Maschine befestigt. Das Hauptgestell ist gewöhnlich aus einer Anzahl besonderer Teile zusammengesetzt, die ein feste Tragkonstruktion bilden.
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rahmen 15, der den Tastenmechanismus der Maschine tragende Tragrahmen 16 und der einer Verbindung zwischen den Tragrahmen 15 und 16 herstellende Tragrahmen 17 miteinander verschraubt und in der in den Fig. 1 und 3 dargestellten Ausführungsform ist der vordere Teil des Tragarmes 12 an dem Zwischentragrahmen 16 mittels eines Bolzens 20 befestigt, und der hintere Teil des Tragrahmens 12 ist mit einem sich seitlich erstreckenden Zapfen 21 versehen, der fest an dem Tragrahmen befestigt ist oder in einem Stück damit ausgebildet ist und in eine Ausnehmung 22 eingreift, die in einem einen Teil des Verteilertragrahmens bildenden Arm 23 ausgebildet ist.
Der Tragrahmen 13 ist an seinem vorderen Ende an der Säule 18, die einen starren Teil des Maschinengestelles bildet, mittels eines Bolzens 24 befestigt und an seinem hinteren Teile ist dieser Tragrahmen 13 mit einem seitlichen Zapfen 25 versehen, der fest mit dem Tragrahmen verbunden oder mit diesem in einem Stück ausgebildet ist, und in eine im Verteilertragrahmen 15 ausgebildete Ausnehmung 26 eingreift. Auf diese Weise werden die die Magazinseinheit tragenden Tragrahmen 12 und 13 zu festen Teilen des Hauptgestelles der Maschine.
Eine Welle 30 ist in bekannter Weise in dem mittleren Magazinrahmen 11 gelagert bzw. reicht durch diesen hindurch und trägt an den gegenüberliegenden Seiten dieses Rahmens Rollen 31, wie in Fig. 5 dargestellt. Die Enden der Welle 30 greifen in die oberen Enden eines Paares von Lenkern 32 ein und sind an den Lenkern mittels der dargestellten Stifte oder sonstiger geeigneter Einrichtungen befestigt. Die unteren Enden der Lenker sind mit dem Verschiebemechanismus verbunden, wie dies später beschrieben wird. Die Rollen 31 werden durch geneigte Schienen 33, die an den oberen Teilen der Seitentragrahmen 12 und 13 ausgebildet sind, geführt und getragen. Die Rollen können in bekannter Weise auf diesen Schienen während der Verschiebebewegungen der Magazineinheit laufen.
Die unteren Teile der Tragrahmen 12 und 13 sind mit Schlitzen 34 versehen, die parallel zu den oberen Schienen 33 verlaufen, und an den Tragrahmen sind Zahnstangen 35 befestigt, die sich in der Längsrichtung der Schlitze erstrecken und so angeordnet sind, dass ihre Teilkreis sich in der gleichen Ebene mit den als Schienen dienenden Flächen 36 am Grunde dieser Schlitze befinden.
Der Verschiebemechanismus für die Magazineinheit kann sich auf den Flächen 36 bewegen und wirkt mit den Zahnstangen 35 und den Lenkern 32 zusammen. Der Versehiebemechanismus besitzt ein Paar Ritzel 40, welche an den Innenseiten der Rahmen 12 und 13 angeordnet und an Wellen 41 befestigt sind, die sich nach aussen durch die Schlitze 34 erstrecken. Die Ritzel stehen mit den Zahnstangen 35 in EingTiff, welche an den Seitenrahmen 12, 13 befestigt sind. Rollen 42 sind vorteilhaft an den Wellen 41 so angebracht, dass sie in die Schlitze 34 eingreifen und auf den, an den unteren Kanten dieser Schlitze ausgebildeten Schienen 36 laufen. Die Wellen 41 sind durch eine Welle 43 verbunden, die exzentrisch bezüglich der Wellen 41 angeordnet ist. Die Wellen 41 sind koaxial zu einander angeordnet.
Wie ersichtlich, sind die Enden der Welle 43 fest mit den inneren Enden der Wellen 41 durch Kurbeln 44 und 45 verbunden. Die Welle 43 erstreckt sich quer durch den Zwischehraum zwischen den inneren Enden der Wellen 41 und trägt Rollen 46, welche derart angeordnet sind, dass sie gegen die vorne an der Unterseite des unteren Magazinrahmens 11 ausgebildete Fläche 46a anliegen. Diese Fläche ist vorteilhaft etwa unter dem dargestellten Winkel geneigt. Der Magazinverschiebemechanismus wird durch eine Kurbel oder einen Handgriff 47 betätigt, welcher an dem äusseren Ende einer der Wellen 41, zweckmässig rechts befestigt ist. Die Wellen 41 sind an den Aussenseiten der Rahmen 12 und 13 mit Exzentern 48 versehen, welche an diesen Wellen mittels der Stifte 49 od. dgl. befestigt sind.
Die Mittelpunkte dieser Exzenter liegen vorteilhaft auf einer Linie zwischen den Mittelachsen der Wellen 41 und 43,
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ausgebildet. Der Magazinverschiebemechanismus stellt also einen doppelten Exzentermechanismus dar, der die exzentrisch bezÜglich der Wellen 41 angeordnete Welle 43 und die die Lenker betätigenden
Exzenter 48, welche gleichfalls bezüglich der Wellen 41 exzentrisch angeordnet sind, umfasst.
Um die richtige Übereinstimmung des unteren Endes jedes Magazins mit dem Matrizensammler- einlass und seines oberen Endes mit dem Kanaleinlass 56, der von dem Matrizenverteiler herführt, in der Arbeitsstellung zu sichern, sind die Seitenplatten lla gegen das vordere Ende der Magazineinheit zu mit entsprechend angeordneten Vorsprüngen 57 und die Seitenrahmen 12 und 18 mit Vertiefungen 58 versehen. Diese Vorsprünge und Vertiefungen sind so angeordnet, dass ein Paar von Vorsprüngen der
Magazineinheit in die Vertiefungen der Seitenrahmen eingreift, wenn irgendeines der Magazine der Einheit die Arbeitsstellung erreicht und sie dienen also dazu, die richtige Lage der Enden des in die Arbeitsstellung gebrachten Magazins mit Bezug auf den Sammlereinlass und Kanaleinlass zu sichern.
Die Wi kungsweise ist folgende : Angenommen, die Magazineinheit nimmt die in Fig. 1 in vollen
Linien dargestellte Stellung ein und sie soll verschoben werden, um das mittlere oder das untere Magazin in Arbeitsstellung zu bringen, so wird diese Verschiebung in die Gebrauchsstellung durch Drehen des
Handgriffes 47, gemäss Fig. 1 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn, um eine oder zwei Umdrehungen bewirkt. Die Drehung des Handgriffes 47 bewirkt eine Umdrehung der Wellen 41 und da die Ritzel 40 an diesen Wellen befestigt sind, so drehen sich die Ritzel und verschieben sich dabei auf den Zahn- stangen 35, mit denen sie in Eingriff stehen, vorwärts.
Die bezüglich der Wellen 41 exzentrische Welle 43 schwingt zufolge der drehenden und fortschreitenden Bewegung der Ritzel auf einer ungefähr zykloiden- förmigen Bahn, während sich ein Magazin in Arbeitsstellung befindet, sind seine Auslässe unmittelbar oberhalb und in Eingriffsstellung mit den oberen Enden der Stangen oder der die Auslässe betätigenden
Glieder 60, die von dem Tragrahmen 16 des Hauptgestelles getragen werden. Wenn jedoch die Kurbel 47 in der angegebenen Weise gedreht wird, so heben die Rollen 46 auf der Exzenterwelle 43, welche gegen die Fläche 46a des unteren Magazinrahmens anliegen, das untere oder vordere Ende der Magazin- einheit, wobei die Rollen 46 auf den Flächen 46a laufen, während sich die Ritzel auf ihren Zahnstangen vorwärtsbewegen.
Die so der Magazineinheit erteilte Hubbewegung hebt das untere Ende des Magazins, welches sich in Arbeitsstellung befunden hat, so dass dessen Auslässe aufwärts und von den Betätigungs- stangen wegbewegt werden. Die Bewegung der Magazineinheit in der Richtung nach vorn und hinten wird durch die Lenker 32 beeinflusst, deren untere Enden mit den auf den Wellen 41 befestigten
Exzentern 48 zusammenwirken und deren obere Enden an der die Magazineinheit tragenden Welle 30 befestigt sind.
Es wurde gefunden, dass, wenn die die Magazineinheit tragende Welle 30 derart angeordnet ist, dass sie sich während der Verschiebeoperation gemeinsam oder synchron mit den Wellen 41 bewegt, die resultierende Längsbewegung des Magazins zu rasch mit Bezug auf die Hubwirkung der Welle 43 erfolgt und zu einer Kollision der unteren Enden der Magazine mit den oberen Enden der Stangen 60 führen würde. Dadurch jedoch, dass die Verbindung der Welle 30 mit den Wellen 41 mittels Exzentern auf den
Wellen 41 erfolgt, wird eine veränderliche Längsbewegung der Welle 30 mit Bezug auf jene der Wellen 41 erzielt.
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etwas grösser ist, als jene zwischen den Teilstrichen O"und j !"-und es ist daher in dieser Phase der Operation die Vorwärtsbewegung der Magazine verhältnismässig gering im Vergleich zu der Hubbewegung der Welle 43.
Mit weiterem Vorschreiten der Versehiebeoperation wächst die Grösse der Vorwärtsbewegung der Welle 30 in Beziehung zur Vorwärtsbewegung der Wellen 41 progressiv, so dass, wenn die Welle 30 sich nahe der Mitte ihrer Vorwärtsbewegung während jeder Verschiebeoperation befindet, ihre Vorwärtsbewegung jene der Wellen 41 übersteigt. Wenn die Verschiebeoperation sich dem Ende nähert, so nehmen die Beträge der Vorwärtsbewegung der Welle 30 mit Bezug auf die entsprechenden Beträge der Vorwärtsbewegung der Wellen 41 ab, wie dies durch die verschiedenen Abstände der Teilstriche längs der Linie 61 angegeben ist.
Infolge der Verzögerung der Vorwärtsbewegung der Welle 30 während der Anfangs-und Endstation der Verschiebe operation kann'die exzentrisch angeordnete Welle 43 wirksam die Auslässe der vorher in Verwendung gestandenen Magazine aus der Wirkungsverbindung mit den Stangen herausheben und die Auslässe eines anderen in Gebrauchsstellung gebrachten Magazins senken, so dass die Auslässe in Wirkungsverbindung mit den Stangen gelangen, ohne dass die Gefahr einer Kollision zwischen den Auslässen oder unteren Enden der Magazine mit den Stangen besteht.
Ferner wird dadurch, dass der Welle 30 in dem mittleren Stadium der Verschiebeoperation eine beschleunigte Vorwärtsbewegung erteilt wird, das vorher verwendete Magazin, nachdem es angehoben wurde, rasch aus der Arbeitsstellung herausgeschoben und das nächste Magazin wird durch eine rasche Bewegung verschoben, um dessen Auslässe in die Stellung oberhalb der Stangen zu bringen.
Die der Welle 30 von den Wellen 41 durch die Exzenter auf den letzteren und die Lenker erteilte Differenzbewegung erleichtert nicht nur die Bewegung der Magazine aus der und in die Arbeitsstellung heraus bezüglich der die Auslässe betätigenden Stangen, sondern sie ermöglichen auch, dass die Verschiebeoperation durch Ausgleich oder Verteilung der Arbeitsleistung über die ganze Verschiebeoperation leichter durchgeführt werden kann.
Es ist zu beachten, dass während das Gewicht der unteren Enden der Magazine durch die Aufwärtsbewegung der Welle 43 angehoben wird, eine verhältnismässig geringe Längsbewegung der Welle 43 vorhanden ist, dass aber, nachdem die unteren Enden der Magazine angehoben worden sind und keine weitere Kraft für das Anheben benötigt wird, die Welle 30 sich beschleunigt bewegt, um die Magazineinheit vor-oder rückwärts zu befördern, wobei dieses vergrösserte Ausmass der Bewegung der Magazineinheit nach vorne oder hinten der betätigenden Kurbel keine zusätzliche Belastung auferlegt, da in diesem Stadium kein weiteres Heben der vorderen Enden der Magazine nötig ist.
Fig. 3 zeigt die Magazineinheit in jenem Stadium der Versehiebeoperation, in welchem die unteren Enden der Magazine ungefähr bis zu ihrer höchsten Lage angehoben wurden. Die strichpunktierten Linien in dieser Figur geben die schliesslich von dem mittleren Magazin eingenommene Stellung an, wenn
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wenn der Verschiebemechanismus sich von der vollgezeichneten Stellung in die strichpunktiert dargestellte Stellung bewegt. Die genaue Einstellung der verschiedenen Magazine bezüglich des Sammlereintrittes 55 und des Kanaleintrittes 56 wird durch die Fortsätze 57 gesichert, welche an der Magazinseinheit entsprechend den Arbeitsstellungen der verschiedenen Magazine derart angeordnet sind, dass sie in die Vertiefungen 58 in den Seitentragrahmen 12 und 13 eingreifen, wenn das betreffende Magazin in Arbeitsstellung ist.
Die strichpunktierte Linie X bezeichnet im wesentlichen die Bahn, welche diese Vorsprünge bei der Bewegung in und ausser Eingriff mit den Vertiefungen 58 beschreiben.
Die Doppelexzenteranordnung des Verschiebemechanismus bildet auch eine Festhalteeinrichtung, welche eine zufällige Verschiebung eines Magazins aus der Arbeitsstellung verhindert. Dies ist aus Fig. 6 ersichtlich, welche schematisch die Lage der Teile des Versehiebemechanismus zeigt, wenn sich ein Magazin in der Arbeitsstellung befindet. In dieser Figur bezeichnet 70 die Achse der Ritzelwellen 41 und 71 die Achse der Exzenter 48 auf diesen Wellen. Wenn auf die Magazineinheit eine Kraft wirkt, welche deren tragende Welle 30 vorwärts oder in der Richtung des Pfeiles A zu bewegen sucht, so tritt eine resultierende Kraft im Lenker 32 auf, die trachtet, das untere Ende des Lenkers vorwärts oder in der Richtung des Pfeiles B zu bewegen.
Es nimmt jedoch zu dieser Zeit der Mittelpunkt 71 des durch das untere Ende des Lenkers beeinflussten Exzenters eine Stellung zwischen der Achse 70 und der Zahnstange ein. Das Ritzel wird in diesem Falle gegen Vorwärtsbewegung längs seiner Zahnstange festgehalten, weil eine Vorwärtsbewegung des Ritzels längs seiner Zahnstange eine Drehung dieses Ritzels in der Richtung des Pfeiles C* mit sich bringen würde, welche Drehung eine gleichgerichtete Bewegung des Mittelpunktes 71 des Exzenters bedingen würde, die der auf den Lenker 32 in solcher Richtung wirkenden Kraft, dass sie den Lenker in der Richtung der Linie B zu bewegen sucht, entgegenwirkt und sie überwindet.
Gleicherweise wird, wenn auf die Magazineinheit eine Kraft wirkt, welche die Welle 30 rückwärts oder in der Richtung des Pfeiles D Fig. 6 zu bewegen sucht, ein resultierender Aufwärtszug auf den Lenker 32 ausgeübt. Diese Kraft wird von dem Lenker durch das Exzenter auf das Ritzel übertragen und trachtet, das Ritzel rückwärts oder in der Richtung des Pfeiles E zu bewegen. Eine solche Rückwärts- bewegung des Ritzels würde jedoch eine Drehung des Ritzels in der Richtung des Pfeiles F bedingen, und infolgedessen wird der Verschiebemechanismus die Magazineinheit gegen eine solche Bewegung festhalten.
Es ist daher ersichtlich, dass ein Magazin in der Arbeitsstellung nicht zufällig aus dieser Stellung
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durch eine Kraft verschoben werden kann, welche die Magazineinheit entweder vorwärts oder rückwärts zu bewegen sucht, dass jedoch die Magazineinheit durch blosse Drehung des Betätigungshandgriffes in der geeigneten Richtung und um die geeignete Anzahl von Umdrehungen rasch verschoben werden kann.
Wenn sieh das obere Magazin in Arbeitsstellung befindet und gewünscht wird, das mittlere Magazin in diese Stellung zu bringen, so bewirkt eine vollständige Umdrehung des Betätigungshandgriffes- gemäss Fig. 1 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn-diese Verschiebung, und wenn gewünscht wird, das obere Magazin aus der Arbeitsstellung zu entfernen und das unterste Magazin in diese Stellung zu bringen, so wird dieses Ergebnis durch zwei Umdrehungen des Betätigungshandgriffes 47 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn erzielt. Wenn das mittlere oder untere Magazin die Arbeitsstellung einnimmt und gewünscht wird, das obere Magazin in diese Stellung zu bringen, so wird die Verschiebung durch Drehen des Betätigungshandgriffes 47 im Sinne des Uhrzeigers um eine oder zwei Umdrehungen bewirkt.
Soll ein Magazin von der Magazineinheit abgenommen und durch ein anderes Magazin ersetzt werden, so braucht die Bedienungsperson nur den am hinteren Ende des unteren Magazinrahmens befestigten Handgriff M herunterzuziehen. Die Magazineinheit wird dann aus ihrer normal vorwärts abwärtsgeneigten Lage in die entgegengesetzte oder rückwärts-und abwärtsgeneigte Lage geschwenkt, wobei die Schwingbewegung um die Welle 30 als Achse stattfindet. Während dieser Schwingbewegung wird die Fläche 46a am unteren Magazinrahmen bloss aus der Wirkungsverbindung mit den Rollen 46 auf der Welle 43 herausgehoben.
Fig. 1 zeigt strichpunktiert die in ihre rückwärts-und abwärtsgeneigte Lage verschwenkte Magazineinheit, wobei letztere dann in einer Lage ist, in der eines oder mehrere der Magazine abgenommen und durch andere ersetzt werden können, worauf die Magazineinheit in ihre in vollen Linien in dieser Figur dargestellte normale Lage zurückgesehwenkt werden kann, wodurch die Fläche 46a am unteren Magazinrahmen in ihre normale Wirkungsverbindung mit den Rollen 46 auf der Welle 43 zurückgebracht wird.
Um die Magazineinheit in der Stellung für die Abnahme der Magazine, welche in Fig. 1 durch die strichpunktierten Linien dargestellt ist, festzuhalten, kann an dem unteren Magazinrahmen eine Klinke 19 angelenkt sein, welche so geformt und angeordnet ist, dass sie über einen Flansch am Verteilertragrahmen geschoben werden kann, wenn die Magazineinheit die richtige gekippte Lage erreicht hat. Die Klinke hält die Magazineinheit in dieser Lage, bis die Magazine ausgewechselt worden sind, worauf die Magazineinheit durch Lösen der Klinke 19 in ihre Normallage zurückgeschwenkt werden kann.
Das Gewicht ist in der Magazineinheit so verteilt, dass der vor der Welle 30 befindliche Teil schwerer ist als der Teil hinter dieser Welle, so dass die Magazineinheit durch ihr eigenes Gewicht in ihrer normal vorwärts-und abwärtsgeneigten Stellung zu verbleiben sucht und die Fläche 46a an dem unteren Magazinrahmen in Anlage mit den Anti-Reibungsrollen 46 auf der Hubwelle 43 bleibt.