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Mittel zur Erhöhung der Keimfähigkeit von Saatgut.
Durch Versuche von Popoff und Andrew sowie Dr. Stranack und Stocklassa ist nachgewiesen, dass Metallsalze, wie z. B. Mangansalze, Magnesiumsalze, Salze der Zeriterden, radiumhaltige Salze u. dgl.
Katalysatoren die Keimfähigkeit von Saatgut u. dgl. offenbar durch Reizwirkungen oder durch katalytisehe Wirkungen wesentlich erhöhen und den Ernteertrag steigern können. Bisher wurden für diesen Zweck
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Diese Behandlung hat nun den grossen Nachteil, dass z. B. schon beim Versetzen des Saatgutes in den Boden diese löslichen Salze durch die Bodenfeuchtigkeit, durch Regen usw. in kurzer Zeit abgewaschen bzw. ausgewaschen und ausgelaugt werden und dadurch die Saatgutkörl1t'r der Wirkung dieser Salze entzogen werden. Darin ist offenbar auch die Ursache gelegen, dass diese Feststellung sich bisher in der Praxis nicht bewährt hatte.
Die vorliegende Erfindung besteht nun darin, dass das Saatgut mit unlöslichen oder wenigstens schwer löslichen und zur Hervorrufung von Reizwirkungen geeigneten Verbindungen in fester bzw. trockener Form überzogen bzw. behandelt wird. Das Verfahren wird in der Weise ausgeführt, dass das Saatgut trocken mit dem in fein verteilte Form gebrachten Reizmittel vermengt wird, am besten in Mischmaschinen wie Mischtrommeln, wodurch ein gleichmässiges Überziehen der Saatgutkörner mit dem Reizstoff erreicht werden kann. Als Reizstoffe können verwendet werden unlösliche bzw. schwer- losliche Manganverbindungen, Zeritverbindungen, Magnesiumverbindungen, radioaktive Verbindungen. z.
B. unlösliche oder schwerlösliche basische Salze oder Oxyde oder unlösliche bzw. schwerlösliche organische Verbindungen usw. Zur leichteren Einstellung auf bestimmte Konzentrationen und zur Erleichterung des Mischverfahren ist es bei der Ausführung des Mischverfahrens zweckmässig, die Reizmittel im Gemenge mit unwirksamen, schwerlöslichen oder unlöslichen Verdünnungsmitteln, wie z. B.
Talk. zu benutzen, wodurch unter allen Umständen genügend grosse Mengen zur Erreichung einer gleichmässigen Mischung des Reizmittels mit dem Saatgut erlangt werden können.
Die Reizmittel können einzeln oder im Gemenge benutzt werden. Es hat sich als zweckmässig erwiesen, die Reizmittel im Gemenge mit fungizid wirkenden Beizmitteln zu benutzen, mit welchen auf pflanzliche Parasiten, wie z. B. auf die Sporen eingewirkt werden kann, wobei gemäss der Erfindung von schwerlöslichen oder unlöslichen Beizmitteln Gebrauch gemacht wird. um ein Auswaschen bzw.
Auslaugen zu verhindern. In solchen Gemengen von Reizmitteln und Beizmitteln ist die fungizide bzw. sporentötende Wirkung der Beizstoffe gesteigert, offenbar dadurch, dass durch Erhöhung der Keimfähigkeit des Saatgutes od. dgl. infolge der Reizmittel der Keimling der parasitischen Einwirkung rascher entzogen ist und die Zeitdauer seiner grösseren Empfindlichkeit stark herabgesetzt ist.
Beispiele :
1. 200 g Zeritoxyde werden mit 100 kg Saatgut, z. B. Weizen in einer sich drehenden Misch trommel vermengt und dadurch das Saatgut mit dem Reizmittel überzogen. Ein so vorbereitetes Saatgut ist unmittelbar für den Anbau geeignet.
2.80 g radiumhaltiges Zeritoxyd werden zur Verdünnung mit 120 g Talk innig vermengt und dieses Gemenge z. B. in einer Mischtrommel mit 100 leg Saatgut vermengt.
3.60 g Mangansuperoxyd werden mit einem Beizmittel, z. B. 140 g Kupferoxyd gemengt und dieses Gemenge z. B. in einer Mischtrommel mit 100 kg Saatgut behandelt.
Die Menge des Reizmittels und die eventuell erforderliche Verdünnung ist abhängig von der Art bzw. von der Keimfähigkeit des Saatgutes und von der Wirkung des Reizmittels. Das gleiche gilt von dem Mischungsverhältnis zwischen Reiz-und Beizmittel.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Mittel zur Erhöhung der Keimfähigkeit von Saatgut, dadurch gekennzeichnet, dass es aus den
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Zeritverbindungen und radiumhaltigen Verbindungen einzeln oder im Gemenge besteht, mit welchen das Saatgut od. dgl. trocken vermengt wird.
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