AT110201B - Verfahren und Vorrichtung zur stroboskopischen Untersuchung beweglicher Gegenstände. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur stroboskopischen Untersuchung beweglicher Gegenstände.

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  Verfahren und Vorrichtung zur stroboskopischen Untersuchung beweglicher Gegen- stände. 



   Das Prinzip der stroboskopischen Untersuchung periodischer Bewegungen (umlaufender oder hin und her gehender) ist seit langem bekannt, ebenso sind zahlreiche industrielle oder wissenschaftliche Anwendungen dieses Prinzipes bekannt geworden. Im besonderen hat man bereits die Stroboskopie zum Eichen von Messapparaten benutzt, z. B. von Elektrizitätszählern. Die zu diesem Zwecke benutzten Verfahren sind in der französischen Patentschrift Nr. 560664 erläutert und betreffen eine Methode, die man treffend   mit"Strombometrie"bezeichnen   kann. 



   Vorliegende Erfindung bezweckt das Anwendungsgebiet der stroboskopischen oder strobometrischen Methoden zu erweitem. Man kann vor die Aufgabe gestellt werden, gleichzeitig periodische Erscheinungen verschiedener Periodizität zu untersuchen, beispielsweise die Geschwindigkeit von zwei Friktionsrädern oder von zwei Zahnrädern verschiedenen Durchmessers zu bestimmen. Wenn man sich hiezu der intermittierenden Beleuchtung mittels eines stroboskopischen Projektionsapparates bedient, oder wenn man den Sehstrahl, der vom Auge zum beweglichen Objekt geht, periodisch mittels einer Blende unterbricht, ist man gezwungen, stets nacheinander die beiden beweglichen Gegenstände zu beobachten, es sei denn, dass die Perioden ihrer Bewegungen im Verhältnis eines Multiplum zueinander stehen. Der eine bewegt sich scheinbar, während der andere scheinbar still steht.

   Diese Unmöglichkeit der gleichzeitigen Feststellung ist für manche Messungen von grossem Nachteil. 



   Diesen Nachteil zu vermeiden, ist Zweck der vorliegenden Erfindung. Sie besteht darin, eine Auswahl des oder der beweglichen Gegenstände, die man zu untersuchen beabsichtigt, zu treffen, indem man sie gewissermassen von den übrigen isoliert. Dies geschieht in der Weise, dass man sie mittels monochromatischen Lichtes beleuchtet und sie bzw. darauf angebrachte Merkzeichen in anderer Farbe als die des Lichtes färbt, während man die beweglichen Gegenstände oder deren Merkzeichen, die man zu isolieren beabsichtigt, gleichfarbig mit dem monochromatischen Licht macht, wodurch sie unsichtbar werden. 



   Man bewirkt die monochromatische Beleuchtung entweder durch einen stroboskopischen Projektionsapparat, dessen Lichtquelle monochromatisches Licht liefert, oder indem man absorbierende Schirme benutzt, durch die man die beweglichen Gegenstände beobachtet. Diese Schirme werden vorzugsweise auf stroboskopischen Fernrohren angebracht, wenn solche zur Verwendung gelangen, oder man versieht 
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 rot, das andere blau gefärbt ist, so gestattet die Beobachtung bei monochromatischem blauem oder rotem Licht die scharfe Unterscheidung ihrer beiden Bewegungen, da das eine nach Belieben sichtbar oder unsichtbar gemacht werden kann. Bei blauem Licht ist das blaue Rad unsichtbar, im roten Licht das rote Rad. Zwei Operateure bedienen sich, der eine eines roten Schirmes, der andere eines blauen und können demnach gleichzeitig beide Bewegungen beobachten. 



   Eine sorfortige praktische Anwendung dieser Methode ist in der Spinnerei gegeben, wo die Unter-   suchung   in monochromatischem Licht gleichzeitig die Geschwindigkeit der Spindeln, welche Fäden verschiedener Färbung zwirnen, zu kontrollieren gestattet. Dieses Zwirnen verlangt eine vollkommene Gleichmässigkeit in der Zusammendrehung der beiden Fäden, die auf diese Weise leicht zu überwachen ist. 

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   Die Vorrichtung arbeitet also in derselben Weise wie ein Nonius. Nimmt man z. B. an, dass die Reihe 12 hundert Strahlen oder andere in gleichem Abstand bestehende Merkstriche trägt, die Reihe 11 deren 101, die Reihe 13 deren 99, so liefert die scheinbare Unbeweglichkeit der einen oder anderen dieser Reihen 11 und 13 bei Betrachtung in rotem Licht den Beweis, dass der Fehler des Zählers unterhalb 
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 Apparate verwenden, deren Drehgeschwindigkeit zwischen zwei bestimmten Toleranzgrenzen liegt. Es ist zu betonen, dass das stroboskopische Verfahren mit monochromatischem Licht entsprechend der Erfindung zahlreiche Verwendungen finden kann, welche aus dem Rahmen der eigentlichen Untersuchung von Bewegungen heraustritt. So kann dasselbe zur Erzeugung von Verschwindungseffekten bei Licht-   reklame-und Signalisierungsvorrichtungen   usw. verwendet werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur stroboskopischen wahlweisen Untersuchung von beweglichen Gegenständen, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die beweglichen Gegenstände in monochromatischem Licht beobachtet werden, und dass man denjenigen Gegenständen bzw. den darauf angebrachten Merkzeichen, die man isolieren oder auswählen will, eine andere Farbe gibt als die Beleuchtungsfarbe, und dass die übrigen beweglichen Gegenstände oder deren Merkzeichen unsichtbar gemacht werden, indem man ihnen dieselbe Farbe gibt wie die des Untersuchungslichtes.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man für das Beleuehtungslicht und für den zu isolierenden beweglichen Gegenstand oder für die darauf angebrachten Merkzeichen Komplementärfarben anwendet, zum Zwecke, den beweglichen Gegenstand bzw. das darauf angebrachte Merkzeichen schwarz erscheinen zu lassen.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass behufs monochromatischer Beleuchtung als Lichtquelle ein stroboskopischer Projektionsapparat verwendet wird, dass zwischen das Auge und den zu untersuchenden Gegenstand absorbierende Schirme eingesetzt werden, und dass vor das Lichtbündel, welches von einem stroboskopischen Projektionsapparat gemischter Lichtquelle ausgesandt wird, Absorptionsschirme angeordnet werden.
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein stroboskopisches Fernrohr benutzt wird mit auf das Okular aufgesetztem farbigem Häubchen, und dass die Blende durch einen Synchronmotor gesteuert wird, welcher durch den fibrierenden Strom eines Oszillators regelbarer Frequenz gespeist wird.
    5. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 zum Eichen oder zum stroboskopischen Regeln von Messapparaten mittels periodischer Beleuchtungen von regelbarer Frequenz, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Scheibe des Zählers mehrere konzentrische Reihen gleichabständiger Strahlen oder Merkzeichen angebracht werden, dass die Strahlen zweier benachbarter Reihen verschiedenfarbig sind und benachbarten Teilungen des Scheibenumfanges entsprechen, und dass die gleichfarbigen Strahlen auch auf die Kante der Scheibe verlängert werden.
    6. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 zur Prüfung der zulässigen Fehlertoleranz von Apparaten mit drehbaren Organen, im besonderen von Zählapparaten, die einen positiven oder negativen Fehler aufweisen, der zwischen bestimmten Grenzen liegt, dadurch gekennzeichnet, dass man den drehbaren Teil scheinbar unbeweglich macht und ihn mit drei Reihen konzentrischer verschiedenfarbiger Strahlen versieht, wovon die eine Reihe eine Anzahl Strahlen trägt, die dem genau geregelten Apparat entspricht, die beiden andern eine Anzahl Strahlen, die von der Anzahl der ersten Reihe mehr oder weniger abweicht, und dass die Untersuchung mit monochromatischem Licht erfolgt, welches die erste Reihe unsichtbar macht.
    7. Ausführungsform des Prüfungsverfahrens nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die dem genau geregelten Apparat entsprechende Reihe zwischen den beiden andern Reihen unter sich gleicher Färbung angebracht wird.
AT110201D 1926-05-27 1927-05-27 Verfahren und Vorrichtung zur stroboskopischen Untersuchung beweglicher Gegenstände. AT110201B (de)

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