<Desc/Clms Page number 1>
Heizvorrichtung mit einem in einem wärmespeichernden Heizkörper eingefli1lten
Temperaturausgleichsmittel.
EMI1.1
möglichst getrennt von der zu erhitzenden Flüssigkeit zu halten. Man bedient sich dabei z. B. überhitzten
Dampfes oder sonstiger Flüssigkeiten, um von den feuergefährlichen Rohsubstanzen Flammen ferni zuhalten. Diese Mittel müssen durch maschinelle Einrichtungen in Zirkulation gehalten werden. Im
Gegensatz hiezu wird bei der Vorrichtung gemäss der Erfindung eine Heizung erzielt, die keinerlei maschinelle Einrichtung zur Zirkulation des Wärmeubertragungsmittels erfordert.
Gegenstand der Erfindung ist eine Heizvorrichtung mit einem in einem wärmespeichernden Heiz- körper eingefüllten Temperaturausgleichsmittel, die mindestens zwei von Kanälen durchsetzte Metallblöcke besitzt, deren Kanäle ständig miteinander verbunden sind und das Temperaturausgleichsmittel einmal für immer eingefüllt enthalten, wobei der eine Metallblock allseitig isoliert und durch eine Heiz- quelle geheizt, wogegen der andere Metallblock nur teilweise isoliert ist und die an ihn'übertragene und in ihm aufgespeicherte Wärme durch die nicht isolierten Blockflächen abgeben kann.
Eine solche Vorrichtung eignet sich insbesonders für chemische Betriebe und kann so angelegt i werden, dass der wärmeaufnehmende von dem wärmeabgebenden Block weit entfernt ist, wobei die die Kanalsysteme der beiden Blöcke miteinander verbindende Rohrleitung gut isoliert sein muss.
Die Wärmeübertragung beruht auf der Anwendung folgender Tatsachen : Es wurde gefunden, dass jede Flüssigkeit unter bestimmten Druck-und Temperaturverhältnissen ein Maximum an Wärmeleit- fähigkeit besitzt. Der günstigste Wärmeleitungszustand liegt zwischen dem Siedepunkt und der kritischen Temperatur, wenn sich das Wärmeübertragungsmittel im Zustande des gesättigten Dampfes befindet.
Demgemäss hat z. B. Wasser die günstigste Wärmeleitung zwischen zirka + 1000 und 3ss0 , Ammoniak zwischen - 330 und + 1300, Alkohol zwischen + 80 und 240 usw.
Die Wirkungsweise bei der Wärmeübertragung ist die folgende : Man wählt die Art und Menge des Wärmeübertragungsmittels, das in das Kanalsystem ein für allemal eingeführt wird, so dass es sich innerhalb der Temperaturgrenzen, zwischen denen die Wärme nutzbar gemacht werden soll, im Zustand des gesättigten Dampfes und in der Nähe des Maximums seiner Wärmeleitfähigkeit befindet, so dass im gesamten Kanalsystem die gleiche Temperatur herrscht. Wenn man z. B. eine Temperatur von 100 bis 240'C benötigt (7. B. bei der Destillation von Mineralölen), so wird man in das Kanalsystem Alkohol,
Wasser usw. einfüllen, also Substanzen, die zwischen diesen Grenzen die genannten Eigenschaften aufweisen.
Durch Versuche wurde die ausserordentlich rasche Wärmeübertragung festgestellt, denn es hat sich gezeigt, dass an verschiedenen Stellen des wärmeaufnehmenden und des wärmeabgebenden Blockes ange- brachte Thermometer nahezu augenblicklich dieselbe Temperatur anzeigten.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1 ist ein Vertikalsehnitt durch die Einrichtung, Fig. 2 ein Grundriss da7U, Fig. 3 ein Schnitt nach der Linie 111 bis Ill der Fig. 1 ; Fig. 4 zeigt eine Einrichtung zum Regeln der abgegebenen Wärme im Aufriss.
In den Fig. 1, 2 und 3 bedeuten 1 die wärmeaufnehmende und 2 die wärmeabgebende Vorrichtung,
3 eine diese beiden verbindende wärmeisolierte Rohrleitung. Das das Wärmeübertragungsmittel ent- haltende Kanalsystem 4 ist in der wärmeaufnehmenden Vorrichtung in das Innere des metallischen
<Desc/Clms Page number 2>
Blockes J verlegt. Der Block 5 besitzt U-förmigen Querschnitt und ist durch eine zum Block gehörige Wand 5'in zwei nebeneinander angeordnete Räume unterteilt, die an der einen Stirnseite des Blockes miteinander verbunden sind. Der Block ? ist gegen aussen auf allen Seiten gut isoliert. Die wärmeaufnehmenden Flächen 12 und 13 des Blockes bilden 7. B. die Decke und die Seitenwände der Züge 9 einer Feuerung. 6 ist deren Rost, 10 der Rauchgasabzug, 11 die Türe der Feuerung.
Die Rauchgase nehmen den in der Fig. 3 durch Pfeile angedeuteten Weg. Der Block 5 kann auch durch mehrere Wände in mehrere Räume unterteilt sein. Durch wechselweise Verbindung der Räume an den Stirnseiten des Blockes werden die Rauehgase an dessen Innenflächen mehrmals hin-und hergeführt, bevor sie durch den Abzug 10 entweichen.
In der wärmeabgebenden Vorrichtung ist das das Wärmeübertragungsmittel enthaltende Kanalsystem i5 in dem Block 16 angeordnet. Dieser ist gleichfalls, z. B. durch Korkstein und Thermolyth, isoliert. Nur die wärmeabgebende Fläche 14 des Blockes, auf die der zu erhitzende Gegenstand aufgesetzt wird, ist von der Isolierung freigelassen.
Die von der Feuerung erzeugte Wärme wird von den Flächen 12 und 13 des Blockes 5 aufgenommen.
Das in dessen Kanalsystem 4 enthaltene Mittel verteilt die. Wärme sehr rasch auf die ganze Blockmasse und überträgt sie durch das Rohr und das Kanalsystem. M auf den Block 16. Von hier kann die aufgespeicherte Wärme nach Bedarf abgenommen werden.
In Fig. 4 ist 20 der isolierte Block, der auf der Plattform 40 gelagert ist, 22 z. B. eine Destillierblase, die von dem Ring 23 getragen wird. Dieser stützt sich auf die Säulen 41. Zur Regelung der von dem
EMI2.1
ihrem Zapfen 46 in der an der Unterseite der Platte befindlichen Büchse 47 drehbar gelagert ist. Die
Schraubenspindel 45 findet ihr Muttergewinde in dem Ständer JO. Mit der Spindel 45 ist durch den
Bolzen 51 der Hebel 52 starr verbunden. Durch dessen Verdrehung schraubt sich die Spindel 45 in den Ständer 50 hinein, wodurch sich die an den Säulen 41 geführte Platte 40 senkt und der Block 80 von der feststehenden Destillierblase 22 entfernt wird.
Solche Einrichtungen eignen sich insbesonders für Betriebe, in denen es nicht angängig ist, dass
Feuerung und Wärmeentnahmestellen in demselben Raum untergebracht sind. Da sich infolge der guten
Wärmeisolierung der Blöcke die von der Feuerung erzeugte Wärme sehr lange aufspeichern lässt. kann diese auch entnommen werden, wenn die Feuerung nicht mehr im Betriebe ist. Durch die Einrichtung zum Regeln der abgegebenen Wärme ist die dem zu erhitzenden Gegenstande zugeführte Wärmemenge in weiten Grenzen unabhängig von der jeweiligen Temperatur der Blöcke.
Um eine gute Wärmeübertragung von der wärmeabgebenden Blockfläche 74 auf den zu erhitzenden
Gegenstand zu erzielen, ist diese Fläche geschliffen oder mit leicht schmelzbarem Metall bedeckt, dessen i Abfliessen durch eine erhöhte Wand verhindert wird.
Anstatt einer wärmeabgebenden Vorrichtung können auch mehrere solche mit der wärmeauf- nehmenden Vorrichtung durch isolierte Rohre verbunden werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Heizvorriehtung mit einem in einem wärmespeichernden Heizkörper eingefüllten TemperaturausgleichsmitteL gekennzeichnet durch mindestens zwei von Kanälen (4, 15) durchsetzte Metallblöcke (1, 2), deren Kanäle ständig miteinander verbunden sind und das Temperaturausgleichsmittel einmal für immer eingefüllt enthalten, wobei der eine Metallblock (1) allseitig isoliert und geheizt, der andere Metallblock (2) nur teilweise isoliert ist und die an ihn übertragene und in ihm aufgespeicherte Wärme durch seine nicht isolierten Flächen (14) abgeben kann.