AT109027B - Armierungseisen für Betonkonstruktionen und Verfahren zu dessen Herstellung. - Google Patents
Armierungseisen für Betonkonstruktionen und Verfahren zu dessen Herstellung.Info
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Description
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Es wurde bereits vorgeschlagen, Armierungseinlagen, insbesonuere für Betonkonstruktionen aus kalt verwundenen Eisenstäben zu erzeugen. Hiebei wurde die Beobachtung gemacht, dass bei Einspannung eines Eisenstabes an seinen Enden und Verwindung um seine geometrische Achse unter Beibehaltung des Einspannabstandes eine Verlängerung des solcherart verwundenen Stabes eintritt. Diese Erscheinung findet ihre Erklärung darin, dass bei Verwindung des Stabes um seine geometrische Achse eine radiale Pressung vom Stabumfang gegen seine Achse hin erfolgt und unter dieser Pressung die zentralen gepressten Materialschichten in der Längsachse des Stabes ausweichen.
Eine derartige Materialwanderung entspricht aber nicht jener, wie sie bei Streckung eines Stabes in gerader Richtung auftritt und lässt auch nicht jene Festigkeitseigenschaften erreichen, wie sie für ein Armierungseisen erforderlich sind.
Ausserdem bedingt diese Materialwanderung eine unerwünschte Querschnittsverringerung des verwundenen Eisens gegenüber dem ursprünglichen Querschnitt.
Verwindet man ein kantiges Eisen um seine Achse und streckt es hiebei gleichzeitig, so ergibt sich erfahrungsgemäss der Nachteil, dass dasselbe im Betonkörper eingebettet, gefährliche Sprengwirkungen
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nicht mehr zu unterscheiden und das Mass der Streckung nachträglich nicht mehr feststellbar. Dies ist für die praktische Verwendung solcher Armierungen von grossem Nachteil.
Ein weiterer Nachteil. der jedoch auch bei niehtverwundenem und nicht gestrecktem Eisen in Erscheinung tritt, besteht darin, dass die Streckung jeder einzelnen Faser an verschiedenen Stellen ihrer Längenausdehnung verschieden gross ist.
Alle diese Nachteile erscheinen durch die vorliegende Erfindung beseitigt, indem man zwei oder mehrere Stabeisen unter gleichzeitiger Streckung miteinander verdrillt und die Verdrillung so weit treibt, bis die Elastizitätsgrenze überschritten ist, wobei jedoch die Beanspruchung unter der nach dem Verdrillen sich ergebenden Fliessgrenze verbleibt.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der gemäss der Erfindung ausgebildeten Armierungseinlage dargestellt. Fig. 1 zeigt die Einlage in Seitenansicht und Fig. 2 im Querschnitt.
Fig. 3 zeigt ein Diagramm.
Zwecks Herstellung der dargestellten Armierungseinlage verfährt man nun in folgender Weise : Zwei Eisenstäbe, vorzugsweise kreisrunden gleichen Querschnittes, die längs einer Erzeugenden aneinander anliegen, werden an ihren Enden in je einem Spannkopf zentral fest eingespannt. Während der eine dieser Spannköpfe drehbeweglich, jedoch ortsfest angeordnet ist, ist der andere unverdrehbar, jedoch längsverschiebbar und feststellbar angeordnet. Die Einspannung der Eisenstäbe in die Spannköpfe erfolgt derart, dass die Drehachse mit den sich berührenden Erzeugenden zusammenfällt. Durch Verdrehung des erstgenannten Spannkopfes wird nun ein Verdrillen der beiden Eisenstäbe bewirkt, wobei die der
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stärksten über die natürliche Elastizitätsgrenze gestreckt werden.
Die Streckung erfolgt über die ganze Länge der Faser vollkommen gleichmässig und ist an Hand der Windungen pro Längeneinheit in einfacher Weise messbar. Das Diagramm Fig. 3 zeigt die Festigkeitseigenschaften des nach dem Verfahren behandelten Armierungseisens. Die gestrichelte Kurve zeigt das Verhältnis der Spannung zur Dehnung bei normalem Rundeisen. Die vollausgezogene Kurve gibt dieses Verhältnis für denselben Rundeisenstab
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nath dem Verfahren an. Die Beanspruchung während des Verfahrens liegt im Bereich t unbedingt jedoch unter der Flie#grenze 7c ; welch letztere durch das Verfahren gemäss der Erfindung um den Betrag t über die ursprüngliche Fliessgrenze 7a gehoben wurde.
Ein gemäss der Erfindung ausgebildetes Armierungseisen, weist gegenüber dem gerade gestreckten oder kalt verwundenen Einzelstabeisen viele Vorteile auf. So ist es von nicht gestrecktem Eisen sofort unterscheidbar und die Grösse der Streckung ist in jedem Zustand durch Abmessen der Ganghöhe genau bestimmbar. Der wesentliche Vorteil besteht jedoch darin, dass durch die Streckung bis über die Elastizitätsgrenze die Fliessgrenze, die für die Beurteilung der Tragfestigkeit von Eisenbetonkonstruktionen von besonderer Wichtigkeit ist, wesentlich hinaufgesetzt wird. Die so erzielte Verfestigung des Materiales ergibt geringere Eisenquersehnitte und in zusammengesetzten Konstruktionen auch geringere Gesamtquerschnitte. Eine wesentliche Material-, Arbeits- und Lohnersparnis ist die weitere Folge.
PATENT-ANSPRÜCHE:
1. Eisenarmierung für Betonkonstruktionen, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus miteinanaer verdrillten und über ihre natürliche Elastizitätsgrenze beanspruchten Stabeisen besteht.
Claims (1)
- 2. Verfahren zur Herstellung von Eisenarmierungen für Betonkonstruktionen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehrere Stabeisen unter gleichzeitiger Streckung derart mit- EMI2.1 EMI2.2
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