AT108418B - Verfahren zur Herstellung von gezogenem Metalldraht vorzugsweise aus Wolfram. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gezogenem Metalldraht vorzugsweise aus Wolfram.

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    Wolframdrähten,   eine faserige Kristallstruktur zur Folge hat. Wird ein solcher Draht auf hohe Temperatur erhitzt. so werden die deformierten Kristalle wieder eine Form anzunehmen suchen, bei der die gegenseitigen Abmessungen dem   ursprünglichen   Verhältnis mehr entsprechen, als es bei Faserstruktur der Fall ist ; man spricht in diesem Falle von Rekristallisation. Nach der Rekristallisation hängt die Struktur unter anderem von der Temperatur ab. bei der der Draht rekristallisiert. aber auch von der   ursprünglichen     Grösse   der Kristalle, von der Natur des Metalles, aus dein der Draht besteht, ferner von dem Masse der Bearbeitung sowie überhaupt von den Operationen, denen der Draht vor der Rekristallisation unterworfen worden war. 



   Die Struktur eines gezogenen Drahtes ist nach der Rekristallisation sehr unregelmässig ; einige Kristalle sind gross und etwa von derselben   Grössenanordnung wie   der   Durchmesser   des Drahtes, während andere in bezug auf den Drahtdurchmesser sehr klein sind.

   Nun hängen aber von der Struktur des bearbeiteten und rekristallisierten Drahtes die physikalischen Eigenschaften des Drahtes und damit auch die Eigenschaften ab, die seine Brauchbarkeit als   Glühfaden   bedingen ; eine   ungleichmässige   Struktur bewirkt, dass der Draht spröde und wenig widerstandsfähig gegen   Erschütterung   wird und ruft eine Erscheinung hervor, die mit dem   Namen #Offsetting" bezeichnet   wird und darin ihren Ausdruck findet. dass ein spiralisierter Faden während des Glühens   durchzuhängen   beginnt. Es wird daher in vielen Fällen zweckmässig sein, die   Rekristallisationsgeschwindigkeit   des bearbeiteten Fadens herabzusetzen. 



   Zu diesem Zwecke ist der Zusatz seltener Erden (bereits) vorgeschlagen worden. Namentlich   Thoriumoxyd   ist hiezu verwendet worden. Aber auch Zirkonoxyd findet sich unter den für diesen Zweck in Vorschlag gebrachten Stoffen. Dieses enthält, wie spätere   Forschungen   ergeben haben, fast stets   mehr   oder minder grosse Mengen von   Hafninmoxyd.   die bis zu   20" 0 betragen können.   



   Bei dem angemeldeten Verfahren jedoch wird   Hafniumoxyd als solches,   also nicht als zufälliger Gemengteil eines   Zirkonminerales, zugesetzt. Dieses   bietet gegenüber Thoriumoxyd und Zirkonoxyd den Vorteil, dass es auch bei der Temperatur, die für die Sinterung von Wolframstäben erforderlich ist, nicht merklich aus dem Wolframstab heransverdampft. 



   Zur Herstellung gezogener Drähte nach der Erfindung von einem an sich schwer schmelzbaren Metall in   Pulverform   oder von einer Verbindung dieses Metalles ausgegangen und zu demselben direkt Hafniumoxyd oder eine   Hafniumverbindung   zugesetzt, aus der während der Herstellung des Metalldrahtes   Hafniumoxyd   gebildet wird. Hat   man   auf diese Weise ein Metallpulver erhalten, das als Bei- 
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 Stärke hindurch, dass der Stab auf Weissglut erhitzt wird.   Schliesslich   wird der Stab durch mechanische Bearbeitung, wie Hämmern und Ziehen ; auf die gewünschte Dicke gebracht. 

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   Durch die Anwesenheit des   Hafniumoxyds   wird, wie oben bemerkt, die   Rekrista1liatiou. z.   B. eines bearbeiteten   Wolfram drahtes.   in hohem Masse hintangehalten, so dass die Grosse der Kristallite untereinander viel weniger verschieden ist. als dies in einem rekristallisierten Drahte aus reinem Wolfram der Fall ist. Durch die verringerte Rekristallisation ist die Kristallstruktur Hafniumoxyd enthaltender Wolframdrähte nach dem   Ausglühen   fein geblieben und es hat sich in der Praxis gezeigt. dass ein Draht mit einer gleichmässigen feinen Kristallstruktur sehr widerstandsfähig gegen Erschütterung und duktil ist und   kein Offsetting"aufweist.   
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 Wasserstoffs reduziert.

   Das Wolframpulver, mit dem nach einer der oben beschriebenen Methoden etwas Hafniumoxyd gemischt ist,   kann   nun in der   bekannten Weise zu Stäben gepre#t werden. die hierauf   gesintert werden, indem man sie auf sehr hohe Temperatur in einem   Vakuum   oder in einer Wasserstoffatmosphäre erhitzt. Hierauf wird der Stab   durch mechanische Bearbeitung a. uf   die gewünschte Dicke reduziert. 



   Gezogener Draht, der höchstens ddrei Gewichtsprozent Hafuiumoxyd enthäft, eignet sich besonders für Glühfäden elektrischer Lampen, thermioniseher Apparate od. dgl. Es ist zu bemerken, dass unter die   Bezeichnung #seltener Erden" dieser Patentschrift im Sinne früher geltender Auschauungen auch   Thorium, Zirkonium und Hafnium fallen.

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  1. PATENT-ANSPRUCH : EMI2.2
AT108418D 1923-08-09 1924-07-24 Verfahren zur Herstellung von gezogenem Metalldraht vorzugsweise aus Wolfram. AT108418B (de)

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