DE399896C - Verfahren zur Herstellung von Metalldraehten oder -faeden, insbesondere aus schwerschmelzbaren Metallen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Metalldraehten oder -faeden, insbesondere aus schwerschmelzbaren Metallen

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DE399896C
DE399896C DEG55117D DEG0055117D DE399896C DE 399896 C DE399896 C DE 399896C DE G55117 D DEG55117 D DE G55117D DE G0055117 D DEG0055117 D DE G0055117D DE 399896 C DE399896 C DE 399896C
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DE
Germany
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wire
threads
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metal
metal wires
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Expired
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DEG55117D
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English (en)
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FREDERICK SHAND GOUCHER DR
General Electric Company PLC
Original Assignee
FREDERICK SHAND GOUCHER DR
General Electric Company PLC
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C37/00Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape
    • B21C37/04Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape of rods or wire
    • B21C37/045Manufacture of wire or rods with particular section or properties

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Crystals, And After-Treatments Of Crystals (AREA)
  • Heat Treatment Of Strip Materials And Filament Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Metalldrähten oder -fällen, insbesondere aus schwerschmelzbaren Metallen. Für diese Anmeldung ist gemäß dem l:nionsvertrage vom z. Juni iqi i die Priorität auf Grund der Anmeldung in England, soweit die Anmeldung sich auf gezogene Drähte bezieht, vom 28. Oktober 1(,=o und, soweit sie sich auf gespritzte Fäden bezieht, vom i t. August 1921 beansprucht. Die Erfindung betriii't ein Verfahren zur Herstellung von 'Metalldrähten oder -faden, die insbesondere zum Gebrauch in elektrischen Glühlampen o. dgl. geeignet sind und die, ohne brüchig zu werden, beliebig gebogen und auch lange Zeit hohen Temperaturen ausgesetztl werden können. Im nachstehenden ist der heue Metallfaden oder -dralit kurz mit stabiler Draht bezeichnet.
  • Es ist bekannt, daß beim Drahtziehen die Metallkristallkörner gestreckt werden und daß bei aus Draht bestehenden Glühkörpern elektrischer Glühlampen, bereits nach kurzer Brenndauer der letzteren die Kristallkörner sich wieder zu bilden oder zurückzuziehen versuchen. Bei dieser Rekristallisation des Drahtes entstehen oft Kristallgrenzflächen, die sich über den größten Teil oder sogar den gesamten Querschnitt. des Drahtes erstrecken und die alsdann Veranlassung zu mechanischen Fehlerquellen oder zum Bruch des Drahtes bilden. Bekannt ist auch, daß aus feinen Kristallkörnern zusainniengesetzte, gespritzte Fäden, sofern sie eine genügend lange Zeit auf eine genügend hohe Temperatur erhitzt werden, eine Struktur anzunehmen versuchen, die sich aus viel größeren Körnern von ungleicher Abmessung zusammensetzt.
  • Um die erwähnte Rekristallisation des Drahtes und die durch sie hervorgerufenen Fehlerquellen im Draht zu verhindern, ,ist bereits vorgeschlagen worden, die Metalldrähte oder -faden durch eine kurze Zone von sehr hoher Temperatur mit einer Geschwindigkeit hindurchzuführen, die gleich oder geringer ist als die Kristallwachstumsgeschw-indigkeit. Der Draht oder Faden soll hierbei durch diese Behandlung in einen einzigen Kristall oder verschiedene nebeneinandergelagerte oder die Gestalt eines Bündels annehmende Kristalle von Gebrauchslänge verwandelt werden. Draht, in welchem ein derartiger Strukturwechsel eingetreten ist, ist ein stabiler Draht im Sinne der vorliegenden Erfindung.
  • Das die Erfindung bildende Verfahren gestattet, einen Draht oder Faden, insbesondere aus schwerschmelzenden Metallen, wie Wolfram, herzustellen, der, ohne die Einkristallstruktur zu besitzen, dennoch ebenfalls stabil ist. Das neue Verfahren besteht darin, daß der Metalldraht oder -faden vorerst geglüht, dann eitler eine geeignete Spannung ini Metall erzeugenden Behandliting unterworfen, und darauf durch eine sehr steil anwachsende Wärmezone von hoher Maximaltemperatur (hohe Weißglut) geführt wird. Hierbei tritt ein rasches Wachsen großer Kristalle ein, wenn die Fortbewegung des Drahtes oder Fadens in an sich bekannter Weise so geregelt wird, daß der Bereich, in welchem die geeignete Temperatursteigerung eintritt, mit einer Geschwindigkeit über den Draht wandert, die gleich oder geringer ist als die Wachstumsgeschwindigkeit der Kristalle. Die notwendige Spannung im Metall kann z. B. dadurch erreicht werden, daß der Draht unter Anwendung einer beim Drahtziehen üblichen Temperatur durch ein oder mehrere Zieheisen hindurchgeführt wird. Die innere Spannung kann dem Draht jedoch auch auf andere Weise gegeben werden; die Erfindung ist jedenfalls nicht an ein bestimmtes Verfahren zur Erzeugung der notwendigen Spannung im Draht gebunden. Gemäß der Erfindung wird außerdem ein- stabiler Draht erzeugt, dessen Eigenschaft sich durch eine solche Anordnung der Grenzflächen der Kristalle ergibt, daß die Kristalle wirksam ineinander 'greifen.
  • Auf der Zeichnung ist ein Längsschnitt durch ein kurzes Stück einer Ausführungsform eines derartigen Drahtes im größeren Maßstabe dargestellt. Mit A und B sind in dieser Darstellung zwei verschiedene Kristalle bezeichnet. Die zwischen den Kristallen befindliche, durch die unregelmäßige Linie C veranschaulichte Grenze hat eine derartige Gestalt, daß die Kristalle durch wirksames Ineinander-greifen oder Ineinanderverketten eineu Teil eines stabilen Drahtes bilden können.
  • Zum leichteren Verständnis der Erfindung und ihrer praktischen Ausführung ist im nachstehenden als Beispiel die Anwendung des neuen Verfahrens bei einem gezogenen Wolframdraht von bestimmtem Durchmesser beschrieben.
  • Ein Wolframdraht von o,0¢3 mm Durchmesser, der etwa o,6 Prozent Phoriumoxyd enthält, wird auf irgendwelche bekannte Weise geglüht, um die beim Ziehen des Drahtes zur angegebenen Dicke gebildete fasrige Struktur zu verändern. Das Glühen oder Ausglühen des Drahtes kann dadurch bewirkt werden, daß dieser in einer reduzierenden Atmosphäre auf ungefähr i 60o° C, und zwar etwa für die Dauer einer Sekunde, erhitzt wird. Temperatur und Zeitdauer beim Ausglühen können jedoch entsprechend der Größe und Zusammensetzung des Drahtes sowie der Art der voraufgehenden mechanischen Behandlung des Drahtes verändert werden.
  • Der Durchmesser des Drahtes wir danach durch Ziehen des letzteren durch ein Zieheisen oder eine Ziehdüse von üblicher Ausbildung von o,043 mm auf 0,0q.0 mm verringert. Während dieses Ziehens wird der Draht auf etwa 300°C gehalten. In den Draht wird auf diese Weise eine geeignete Spannung gebracht.
  • Der Draht wird darauf in bekannter Weise durch eine Wärmezone von sehr hoher steil anwachsender Temperatur hindurchgeführt, und zwar zweckmäßig mit einer gleichmäßigen Geschwindigkeit von ein bis zwei Metern pro Stunde. Die Wärmezone wird zweckmäßig dadurch geschaffen, daß mittels zweier in einer reduzierenden Atmosphäre befindlicher Kontakte elektrischer Strom durch den Draht geschickt wird. Die Wärmezone kann ungefähr i cm lang sein. Besondere Vorsichtsmaßregeln zum Kühlen des fertigen Drahtes, der schließlich aufgespult wird, sind nicht notwendig; es ist auch keine weitere mechanische Behandlung, etwa ein Ziehen des Drahtes, erforderlich.
  • Das eingangs erwähnte Verfahren zur Umwandlung in die Einkristallstruktur ist praktisch nur für Metallkörper anwendbar, die aus gespritzten Fäden bestehen, denn es ist fes:aestellt worden, daß mittels dieses Verfahrens gezogene Wolframdrähte nicht immer in einen einzigen Kristall und damit in einen stabilen Draht umgewandelt werden können. Die Erfindung, die sowohl für gespritzte Fäden als auch für alle Arten von gezogenen Drähten anwendbar ist, gestattet nun aber mit- besonderem Vorteil auch solche gezogenen Drähte in einen stabilen Draht zu verwandeln, bei denen das vorerwähnte Einkristallverfahren nicht erfolgreich ist. Die r Erfindung kann zur Erzeugung eines stabilen Drahtes dienen, welcher aus einem einzigen Kristall oder mehreren solchen nebeneinander oder in Bündelform gelagerten Kristallen besteht. Der Draht verdankt hierbei seine Stabilität nicht etwa nur dem Umstand, daß die Kristalle wirksam ineinandergreifen. Mit besonders gutem Erfolg läßt sich gemäß der Erfindung gezogener oder auf andere Weise mechanisch behandelter Wolframdraht, der mit oder ohne Zusätze von Thoriumoxyd, Aluminiumoxyd oder Siliciumoxyd versehen ist, in einen stabilen Draht verwandeln.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Metalldrähten oder -fäden, insbesondere aus schwerschmelzbaren Metallen, wie Wolfram, dadurch gekennzeichnet, daß der Metalldraht oder -faden vorerst geglüht, dann einer eine geeignete Spannung im Metall erzeugenden Behandlung unterworfen und darauf durch eine sehr steil anwachsende Wärmezone von hoher Temperatur (hohe Weißglut) geführt wird. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die nach dem Glühen des Drahtes in diesen hineinzubringende Spannung durch Ziehen des Drahtes durch ein oder mehrere Zieheisen hervorgerufen wird.-
DEG55117D Verfahren zur Herstellung von Metalldraehten oder -faeden, insbesondere aus schwerschmelzbaren Metallen Expired DE399896C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1519869B1 (de) * 1965-03-18 1970-01-15 Siemens Ag Verfahren zum Herstellen einer Faserstruktur in einem Koerper aus einer halbleitenden Verbindung
DE2219275A1 (de) * 1971-07-22 1973-02-01 Gen Electric Festkoerperverfahren fuer eine legierungsmikrostruktur

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1519869B1 (de) * 1965-03-18 1970-01-15 Siemens Ag Verfahren zum Herstellen einer Faserstruktur in einem Koerper aus einer halbleitenden Verbindung
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