DE201460C - - Google Patents

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DE201460C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01KELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K3/00Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
    • H01K3/02Manufacture of incandescent bodies

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 201460-KLASSE 21/. GRUPPE
Zusatz zum Patente 197382 vom 17. März 1906,
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27.Oktober 1906 ab. Längste Dauer: 16.März 1921.
In dem Patent 197382 ist ein Verfahren zur Herstellung von Glühfaden für elektrisches Licht beschrieben, das darin besteht, daß ein Pulver von Wolframmetall oder ein Gemisch von Metallpulvern schwer schmelzbarer Metalle in ein Rohr aus anderem duktilen Metall fest eingestampft und mit diesem anderen Metall zusammen gezogen oder gewalzt wird, worauf die Hülle aus anderem Metall durch Abschmelzen oder auf mechanischem oder chemischem Wege entfernt werden kann. Gemäß vorliegender Erfindung wird dieses Verfahren auch auf die Pulver anderer Metalle, vor allen Dingen Thorium und Zirkon, oder Mischungen oder pulverförmige Legierungen solcher Metalle mit anderen schwer schmelzbaren Metallen angewendet. Es hat sich gezeigt, daß für andere Metalle das Verfahren unter Umständen noch größere Bedeutung hat als für Wolframmetall. Mit Thorium beispielsweise ist das Verfahren überaus leicht und einfach ausführbar, während die Verarbeitung des Metalls zu Glühfäden durch vorheriges Schmelzen und nachfolgendes Ziehen des homogenen Schmelzkörpers trotz der hohen Duktilität des Metalls mit einer Reihe von besonderen Schwierigkeiten verknüpft ist, die in der physikalischen und chemischen Eigenart dieses Metalls begründet sind.
Das Thoriummetall ist auch ganz besonders geeignet, als Bindemittel für andere Metallpulver zu dienen, da es durch mechanische Verarbeitung leicht zu ziemlich homogenen Körpern vereinigt werden kann ohne einen vorausgegangenen Schmelzprozeß. Das Verfahren gestaltet sich nun ganz besonders einfach und sicher, wenn statt der eigentlichen Metallpulver eine andere Form des Metalls genommen wird, die in gewissem Sinne zwischen der pulverförmigen Beschaffenheit und der homogenen Form der Metalle steht. Es ist dies eine filzige oder schwammige Form des Metalls, bei der das Metall nicht vollständig in Pulverform gebracht ist, aber außerordentlich weitgehend aufgelockert ist. Man kann solche filzigen Metallmassen beispielsweise erhalten, wenn man aus gewissen Legierungen der betreffenden Metalle das legierende Metall durch Lösungsmittel entfernt. Solche filzigen Metallmassen ergeben im allgemeinen viel homogenere Fäden, als wenn man von den Metallpulvern ausgeht, und ergeben größere Festigkeit und leichtere mechanische Verarbeitbarkeit.
Besonders gute Eigenschaften zeigt der Thoriumfilz/ Er kann daher auch mit Vorteil benutzt werden, um nicht nur für sich allein zu Fäden verarbeitet zu werden, sondern auch, um als Bindemittel für andere weniger leicht verfilzbare Metalle oder für Metallpulver zu dienen, indem diese in die filzige Masse möglichst gleichmäßig eingebettet und dann mit dem Thoriumfilz zusammen verarbeitet werden.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von Glühfäden für elektrisches Licht nach Patent
    197382, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren nicht nur auf Wolframmetall,-sondern auch auf Thoriummetall und Zirkon-' metall oder Mischungen oder Legierungen von Pulvern dieser Metalle miteinander oder mit anderen schwer schmelzbaren Metallen angewendet wird.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zu behandelnde Metall nicht in reiner Pulverform, sondern in. Gestalt einer filzigen oder schwammigen Metallmasse verwendet wird.
  3. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Thoriumfilz verwendet wird, dem Pulver anderer schwer schmelzbarer Metalle einverleibt sein können.
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