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Veränderlicher Kondensator.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf veränderliche Kondensatoren mit einem drehbaren. das Dielektrikum bildenden Behälter, der eine bewegliche leitende Masse enthält, die den einen Belag bildet, während der andere Belag auf einem Teil der Aussenfläche des Behälters aufgebracht ist. Von den bisherigen veränderlichen Kondensatoren dieser Art unterscheidet sich die Erfindung im wesentlichen darin, dass der veränderliche Kondensator aus zwei koaxial ineinander angeordneten, um ihre gemeinsame Achse drehbaren rohrförmigen Korpern besteht, zwischen denen sieh die bewegliche leitende Masse befindet.
Durch die Ineinanderanordnung von zwei rohrförmigen Körpern, von denen der innere als Verdrängungskörper dient, ist es möglich, den Kondensator verhältnismässig klein zu halten und trotzdem eine grosse Belagiläche und eine grosse Kapazität auf kleinem Raum zu erzielen. Ferner genügt die Verwendung der theoretisch notwendigen Menge der als innerer Belag zwischen den beiden Wänden der rohrartigen Körper dienenden beweglichen Masse, wodurch eine erhebliche Ersparnis an Kosten und Gewicht erzielt wird. Das ist besonders dann wesentlich, wenn eine teure oder schwere leitende Masse. z. B. Quecksilber, Metallkügelchen usw., angewendet wird. Die rohrartigen Körper können einteilig, z. B. aus Glas hergestellt werden, so dass sie vollkommen dicht sind.
Mehrere Einzelkondensatoren der angegebenen Art können gemäss der Erfindung derart zu Batterien zusammengestellt sein, dass jedes Einzelelement für sich drehbar und ausserdem auch sämtliche Elemente durch Drehung gemeinsam einstellbar sind.
Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigen : Fig. 1 einen doppelwandigen Röhrenkondensator im Längsschnitt zum Teil in Ansieht, Fig. 2 im Querschnitt, Fig. 3 einen doppelwandigen Röhrenkondensator mit ungleicher Wandstärke im Querschnitt, Fig. 4 eine Kondensatorbatterie in Endansicht.
In Fig. 1 und 2 ist 11 ein hohler röhrenartiger Glaskörper, der eine leitende Flüssigkeit 8 aufnimmt und aussen etwa zur Hälfte mit einem leitenden Belag 9, z. B. aus Metall versehen ist. Der röhrenartige Glaskörper 1 läuft in am Ende zugeschmolzene Zapfen aus, über welche hohle Metallkörper a, 6 übergezogen und verkittet sind. Der Metallkörper 5 ist mit einer Elektrode 7 verbunden, die ständig mit der Flüssigkeit 8 in leitender Verbindung ist. Die Kappe 6 dagegen ist mit dem äusseren Belag 9 verbunden. Der Glaskörper 11 dient als Dielektrikum und als Träger der leitenden Schichten.
In dem Glaskörper ist koaxial ein zweiter Glaskörper 12 angeordnet, der als Verdrängungskörper dient und zu dem Zwecke vorgesehen ist, damit die innere leitende Masse 8 quantitativ nicht allzugross und schwer
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schweren leitenden Masse eine Rolle spielt. Die Flüssigkeit 8 oder sonstige leitende Masse befindet sich nur zwischen den Wänden der Gefässe 11 und 1'2 und reicht bis zur Elektrode 7 hinauf.
Wird nun der, z. B. in Stützen 2 drehbar gelagerte Glaskörper gedreht, so verschiebt sich die mit dem leitenden Belag 9 versehene Stelle gegenüber der inneren stehenden Flüssigkeit 8 und die Kapazität wird kleiner. Durch Drehung des Körpers 1 kann somit die Kapazität beliebig geändert werden. Die Drehung kann z. B. mittels eines auf eine Verlängerung des Zapfens 5 oder 6 aufgesetzten Handgriffes oder in anderer Weise erfolgen.
An Stelle der Flüssigkeit 8 können auch bewegliche feste Körper, z. B. Kohle- oder Metallküge1chen.
Stangen, gebogene Bleche oder Streifen usw. in den Glaskörper 1 eingebracht werden. Der Glaskörper kann eventuell auch evakniert oder mit Gasen gefüllt werden.
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Fig. 3 ist ein Schnitt durch einen Hohlkörper 19, bei dem die Kapazität durch die Veränderung des Dielektrikum reguliert bzw. geändert werden kann. Der Hohlkörper ist zu diesem Zweck mit ungleich starker Wandung versehen. Wird der Körper 19 so gedreht, dass der dickere Teil der Wandung nach unten kommt, so ist die Kapazität kleiner, ist der dünnere Teil der Wandung unten, so ist die Kapazität grösser.
Der Hohlkörper 19 kann gleichfalls aus Glas bestehen und aussen auf seinem ganzen Umfange mit einem leitenden Belag 21 versehen sein. 20 ist eine Füllung aus losen Kohle-oder hIetaDkügelehen, 22 ist der koaxial im Hohlkörper 19 angeordnete Verdrängungskörper.
In Fig. 4 sind mehrere einzelne Kondensatoren 15 der beschriebenen Art zu einer Batterie so zusammengestellt, dass sie sowohl einzeln, als auch alle auf einmal durch einfaches Verdrehen reguliert werden können. Über jedem Kondensator ist eine Skala 16 angebracht. Die Kondensatoren 15 werden von einem gemeinsamen Halter 17 getragen, der die Kondensatoren gehäuseartig umschliessen kann. Mittels des Halters 17 können sämtliche Kondensatoren auf einmal gedreht werden, wofür die Gesamt- skala 18 vorgesehen ist, während ausserdem die Kondensatoren 15 auch einzeln und unabhängig voneinander gedreht werden können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Veränderlicher Kondensator, mit einem drehbaren, das Dielektrikum bildenden Behälter, der eine bewegliche, leitende Masse enthält, die den einen Belag bildet, während der andere Belag auf einem Teil der Aussenfläche des Behälters aufgebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter aus zwei koaxial ineinander angeordneten, um ihre gemeinsame Achse drehbaren, rohrförmigen Körpern besteht, zwischen denen sich die bewegliche leitende Masse befindet.