<Desc/Clms Page number 1>
Puderdose.
Die Puderdosen, welche bloss eine Quaste und das lose Pulver enthalten, weisen den Übelstand auf, dass immer ein Überschuss von Puder an der Quaste halten bleibt. Um diesem Übelstand vorzu- beugen, wurden Dosen mit Presspuder geschaffen, die jedoch ihrerseits wieder den Übelstand aufweisen, dass es oft schwierig ist, sich die Presspudertabletten von den erforderlichen Abmessungen zu beschaffen.
Schliesslich gibt es auch Dosen mit gelochten Zwischenböden, die eine ständige Berührung des Puders mit der Quaste vermeiden und mit einer Vorrichtung versehen sind, um das Puder durch die Bodenbohrungen austreten zu lassen. Die Vorrichtung in diesen Dosen ist jedoch äusserst kompliziert, kostspielig und oft Störungen unterworfen.
Die Erfindung betrifft nun eine Puderdose mit gelochtem Zwischenboden, die bei einfacher und billiger Bauart das Austreten der genauen gewünschten Pudermenge aus den Bodendurchbohrungen bewirkt.
Die Puderdose zeichnet sich zunächst dadurch aus, dass in dem mit einem vorzugsweise gerauhten Boden versehenen Puderbehälter ein aufrecht stehender Rechen in Sehlangen-oder Spiralform drehbar angeordnet ist ; dieser Rechen umgrenzt einen oder mehrere Kanäle mit einer erweiterten Ausnehmung, einer mittleren Einschnürung und einem bauchig erweiterten hinteren Teil. Ausserdem zeichnet sieh die Puderdose dadurch aus, dass die Öffnungen ihres Zwischenbodens zweckmässig die Form von exzentrischen Schlitzen aufweisen, die längliche, im Drehsinne des Rechens ausmündende Düsen bilden.
Endlich ist die Puderdose noch insofern gekennzeichnet, dass der Rechen entweder durch einen Teller, welcher den Puderbehälterboden umschliesst, oder durch einen Trieb (durch Zahnräder od. dgl.), welcher im Boden eines Kästchens untergebracht ist, bewegt werden kann. In diesem Kästchen ist ein Pudervorratsbehälter gelagert, der mit dem eigentlichen Puderbehälter in Verbindung steht und einen zweiten Rechen enthält, der ebenfalls durch den Trieb betätigt wird und selbsttätig den Puderbehälter wieder auffüllt.
Die Zeichnung veranschaulicht verschiedene beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes. Fig. 1 zeigt einen axialen Schnitt durch eine geschlossene Puderdose zum Einstecken in die Tasche oder ein Handtäschchen, Fig. 2 ist eine Draufsicht auf die geöffnete Dose, Fig. 3 ist eine Teildraufsicht der Dose ohne Deckel, Fig. 4 ist ein senkrechter axialer Schnitt einer komplizierten Puderdose in Form eines kleinen Möbels. Fig. 5 ist ein Horizontalschnitt der in Fig. 4 gezeigten Puderdose.
In den Fig. 1-3 bezeichnet 1 : den Körper oder Fassungsraum der Dose und 2 ihren mit einem Spiegel 3 versehenen Deckel (Fig. 2). Der Spiegel wird durch eine Umbördelung 4 festgehalten und : ein Scharnier 5 verbindet den Dosenkörper mit dem Deckel. Im Dosenkörper ist genau passend ein gelochter oder mit Fenstern versehener Zwischenboden 6 eingebaut, der eine Ringfeder 7 aufweist. Die Fenster oder Lochungen des Zwischenbodens weisen dabei zweckmässigste Formlvonexzentrischen senkrecht zueinander gestellten Schlitzen 8 auf, die zweckmässig so aus dem vollen Material des Bodens herausgeschnitten sind, dass sie längliche, in einer Richtung entgegengesetzt der Uhrzeigerbewegung ausmündende Düsen bilden.
Der untere Teil des Dosenkörpers 1 ist von einem Teller 9 umschlossen,'" der zweckmässig auf seiner äusseren Umfläche gerändert oder in anderer Weise gerahmt ist, damit er einen besseren Halt für die Finger des Benutzers bietet. Im Mittelpunkt besitzt der Teller einen inneren Knopf 10, auf welchem ein Streifen 12 aus Metall oder einem andern geeigneten Stoff in Schlangen-oder Spiralform mittels
<Desc/Clms Page number 2>
eines Stiftest leicht abnehmbar'befestigt ist. Dieser Streifen bildet einen Puderredten uhd'ist fait leichter Reibung auf den Boden la der Dose aufgepasst.
Der Rechen besteht-wie gezeigt, aus zwei schraubenförmigen Kurvenstücke, die beiderseits des Mittelzapfens eine erweiterte Eintrittsmündung 12 a, eine eingeschnürte Stelle 12b und einen bauchig erweiterten Hinterteil begrenzen ; derselbe kann jedoch auch alle andern ähnlich gekrümmten oder eckigen Umrisse annehmen. Die mit dem Reehen 12 in Berührung kommende Innenseite des als Puderbehälter dienenden Dosenkörpers kann glatt, vorzugsweise aber auch auf geeignete Weise gerauht sein, indem'sie beispielsweise mit Glaspapier abgerieben oder mit einer rauhen Masse, wie z. B. Stoff, ausgefüttert wird. Im Raum 13 zwischen dem mit Fenstern versehenen Zwisehenboden 6 und dem Spiegel. 3 wird die niehtgezeichnete Quaste bekannter Bauart untergebracht.
Das Reispuder wird lose im Raum zwischen den beiden Böden 6 und 1 a untergebracht.
Die Wirkungsweise der Puderdose ist leicht verständlich : Beim Drehen des Tellers 9 von Hand entgegen der Phrzeigerbewegung (s. ausgezogenen Pfeil in Fig. 3) führt der mit ihm durch den Mittel-
EMI2.1
partie zu gelangen. Von hier aus wird es nach oben durch die Längsschlitze 8 des Zwischenbodens 6 abgestossen. Indem nun die Quaste über den Boden 6 gestreift wird, kann eine der Winkelverstellung des Tellers 9 innerhalb des Dosenkörpers entsprechende Pudermenge abgenommen und solcherart jede Puderverschwendung vermieden werden. Dank der besonderen Rechenform wird der von ihm geführte Puderstrom an der Stelle 12b eingeschnürt und es kann daher keine aussergewöhnliche Pressung bzw.
Zusammenldeben desselben in den Teilen 12c entstehen, was die Wirkungsweise der Dose beeinträchtigen könnte.
Die Fig. 4 und 5 zeigen eine andere Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes. Die Dose ist hier gross genug, um ein kleines, beispielsweise auf der Toilette aufzustellendes Möbel zu bilden.
Aus Fig. 4 ist ersichtlich, dass die Dose ein Kästchen 15 aus Metall, Holz od. dgl. bildet, das in jeder beliebigen Weise verziert sein kann. Dieses Kästchen ist durch einen mittels Schrauben 17 befestigten Boden 16 verschlossen und oben mit einer Trennwand 18 ausgerüstet, die an geeigneter Stelle zur Aufnahme eines zylindrischen Pudervorratsbehälters 19 ausgespart ist. Oben ist der Vorratsbehälter durch einen abnehmbaren Deckel 20 und unten durch einen horizontalen Boden 21 verschlossen, der
EMI2.2
zwecks Bildung einer Seitenöffnung 22 im Behälter 19 ausgehöhlt. Im Zentrum des Pudervorratsbehälters 19 befindet sich eine senkrechte Welle 23, die oben einen Knopf 24 und unten den mittels Stift 27 an der Welle befestigten und etwas vom Behälter abstehenden Rechen 26 trägt.
Auf dem Knopf 24
EMI2.3
selben trägt sie ein Zahnrad 28, das mit einem zweiten Zahnrad 29 in Eingriff steht. Letzteres sitzt auf der Welle 30, die ebenfalls den Boden 21 durchsetzt und in der Vertiefung des letzteren einspringt, wo sie einen Rechen 31 in Schlangen-oder Spiralform mit mittlerer Einschnürung, wie der in Fig. 1-3 beschriebene trägt. Der Rechen ist bei 32 mit der Welle. 30 verkeilt und so bemessen, dass er teilweise auf dem vom Rechen 26 bestrichenen Feld reitet, so dass beide Rechen teilweise gegenseitig sich überdeckende Zonen bestreichen.
Etwas oberhalb des Rechens 31 ist eine gelochte oder gefensterte mit Längsschlitzen versehene Scheibe. 33 ähnlich dem Zwisehenboden in Fig. 2 gelagert. Diese Scheibe wird durch einen an der Zwischenwand 18 angesehraubten Ring 35 getragen. Etwas oberhalb der Scheibe 3. 3 ist in einer Aussparung der Zwischenwand IS ein Gehäuse. 36 angeordnet, das einen Deckel 37 aufweist. Auf letzterem sitzt eine kleine Dose 38 mit Presspuder und Rottablette. Im Gehäuse befindet sich die gewöhnliche Quaste P. Die Zwischenwand kann auf ihrer oberen Fläche Vertiefungen. 39 zur Aufnahme von Farbstiften (nicht gezeichnet) aufweisen.
Ein mit dem Zahnrad 28 im Eingriff stehendes Zahnrad 40 wird durch den Knopf 41 (Fig. Öj betätigt und ermöglicht, die Bedienung der Dose von zwei verschiedenen Stellen aus vorzunehmen oder eine Übersetzung ins Langsame zur Verringerung der erforderlichen Kraftanstrengung herbeizuführen.
Die Wirkungsweise ist die folgende :
Das im Vorratsbehälter 19 aufgespeicherte Puder wird beim Drehen des Rechens auf seiner Welle in proportionalem Mengenverhältnis zur Winkelstellung des Rechens durch die Öffnung 22 gefördert.
Gleichzeitig wird infolge des Zahntriebes 28, 29 der schlangen-oder spiralförmige Rechen 31 im Gegensinne gedreht, wodurch das in seiner Kammer mit vorzugsweise gerauhtem Boden befindliehe Puder austritt und die solcherart verausgabte Pudermenge selbsttätig durch eine gleichwertige. durch die Öffnung 22 geförderte Pudermenge ersetzt wird. Der Rechen 31 dreht sich somit stets in einer wesentlich gleichbleibenden Pudermenge, was zur'Folge hat, dass eine gleiche Winkelbewegung stets eine gleiche Pudermenge durch die Schlitze.'34 austreten lässt, von wo aus sie mittels der Quaste P in gewohnter Weise aufgenommen wird. Dadurch wird eine Puderversehwendung vermieden.
Verschiedene bauliehe Einzelheiten können eine Abänderung erfahren, ohne aus dem Rahmen
EMI2.4
<Desc/Clms Page number 3>
der Schlitze geändert werden, sowie auch die Bewegung zwischen den Rechen im zweiten Ausführungsbeispiel.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Puderdose mit einem gelochten oder mit Fenstern versehenen Zwischenboden zur Bildung von getrennten Räumen für die Aufnahme der Quaste und des Puders und mit einer Abgabevorriehtung zur geregelten Abgabe von Puder nach dem Quastenraum, dadurch gekennzeichnet, dass als Abgabevorriehtung im Puderbehälter der Dose ein aufrecht stehender, drehbarer Rechen in Schlangen-oder
EMI3.1
armen einen oder mehrere Kanäle mit einer erweiterten Einmündung, einer mittleren Einschnürung und einem bauchig erweiterten Hinterteil begrenzt.