AT106348B - Vorrichtung zum Anlegen von Kokonfäden oder zum Spinnen von Kunstseide. - Google Patents
Vorrichtung zum Anlegen von Kokonfäden oder zum Spinnen von Kunstseide.Info
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Description
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Vorrichtung zum Anlegen von Kokonfäden oder zum Spinnen von Kunstseide.
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an der umlaufenden Scheibe überflüssig.
Erfindungsgemäss ist die umlaufende Scheibe des Anlegers mit einer oder mehreren, zu den feststehenden Ösen exzentrisch angeordneten besonderen Ösen versehen, deren Exzentrizität nach Wunsch veränderbar ist. wodurch ein Polieren und ein Ausgleichen des Fadens bewirkt und ihm geg'ebenenfalis auch eine Drehung erteilt werden kann. Ferner ermöglicht diese Einrichtung auch ein Zwirnen zweier oder mehrerer Fäden. Te nach der Stellung der Ösen kann man eine Drehung des Fadens hervorrufen oder von dieser absehen und auch die Polierung in verschieden gründlicher Weise ausführen. Di Spinn- düse kann sowohl zum Haspeln von Kokons als auch zum Spinnen von künstlicher Seide oder anderm Fadenstoff und zum Zwirnen von Fäden dienen.
In der Zeichnung sind beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung dargestellt. Die Fig. 1 und 2 sind ein Vertikalschnitt bzw. eine Druntersicht eines Fadenanlegers mit einer Ose, die auf der umlaufenden Scheibe mit verschiedener Exzentrizität einstellbar ist. Fig. 3 ist ein Schnitt durch einen Anleger mit zwei umlaufenden Scheiben, von welchen die obere einen Fadenführer enthält ; die Fig. 4 und 5 stellen Ausführungsformen des Anlegers oder der Spinndüse für die Herstellung von Kunstseide- fäden, z. B. aus Kollodium oder andenn zellstoffhaltigen Stoff, dar.
Fig. 6 zeigt eine weitere Ausgestaltung des Anleger oder der Spinndüse mit seitlich in dem Hohlraum der Scheibe angeordneter Fadenaustrittsös e und exzentrischem Fadenführer ; Fig. 7 veranschaulicht eine Ausgestaltung des Hohlraumes einer Scheibe für die Wiedergewinnung des Lösungsmittels der Kunstseidemasse.
Jeder Fadenanleger besteht im Wesen in an sich bekannter Weise aus einem Rohr 1 (Fig. 1) mit
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Durch Anordnung von zwei exzentrischen Ösen 13 unterhalb der Scheibe 2 kann man zwei Seidenfäden zwirnen.
Fig. 3 stellt eine wesensgleiche Vorrichtung, jedoch mit zwei umlaufenden Scheiben 2 und 2'dar : die untere Scheibe 2'dient zur Aufnahme des oder der Faden (Seidenfäden von Kokons z. B.) und zum
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selbsttätigen Mitnehmen (Anlegen) derselben ; die obere Scheibe 2 trägt einen mitrotierenden Faden- führer 1S'oder einen gleichfalls mitrotierenden Ring oder Reiter. Bei dieser Spinndüse werden die von der Scheibe 2' angelegten Kokonfäden beim Austreten aus der Öse 8 durch die Scheibe 2 gedreht, wodurch das Zusammenkleben der einzelnen zu einem Gregefaden zu vereinigenden Kokonfäden gefördert wird.
Weiter findet hiebei eine bessere Polierung, nämlich infolge der Schrägstellung des Fadens zwischen Öse 8 und Fadenführer 18 und infolge der Drehung des Fadens, statt, die beim Aufspulen wieder verloren geht, doch zur Reinigung der Fäden und zu ihrer Polierung beigetragen hat. Der durch die Scheibe 2 gebildete trichterartige Hohlraum kann zur Aufnahme von Lösungen od. dgl. verwendet werden, mit welehen der Faden auf. seinem Weg zwischen der Öse 8 und dem Fadenführer 18 behandelt wird.
Bei der in den Fig. 4 und 5 dargestellten Spinndüse ist das Spinnrohr 6 mit einer Zuleitung 19 bzw. 22 für eine Kunstfadenmasse versehen und man kann demzufolge mit dieser Vorrichtung die unter Druck aus den Ösen 8 der mit Kunstfadenmasso gefüllten Rohre austretenden Fäden durch die Öse, Ring oder Reiter 18 der Scheibe 2 durchziehen und sie mit jeder gewünschten Steigung drehen und zugleich polieren. Statt die aus der oder den Ösen des Rohres 6 austretenden Fäden unmittelbar zu einem exzentrischen Fadenführer zu leiten, können dieselben durch eine seitliche, im Hohlraum der Scheibe 2
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Der Hohlraum der im Sinne der Fadenbewegung hinter der Austrittsdüse liegenden Scheibe 2 kann eine Koagulationsflüssigkeit enthalten, durch die der Kunstfaden hindurchgeht, oder er kann auch zum Wiedergewinnen des flüchtigen Lösungsmittels, etwa Äther, der verwendeten Kunstfadenmasse ausgestaltet werden.
Dies kann etwa dadurch geschehen, dass dieser ansonsten bis auf die Austrittsöse des Fadens geschlossene Hohlraum mit einer Absorptionsflüssigkeit für das Lösungsmittel gefüllt oder, wie dies Fig. 7 schematisch darstellt, mit einer Zuleitung 14 für allenfalls erhitzte Luft und mit einer Abfuhrleitung M für die mit dem flüchtigen Losungsmittel gesättigte Luft versehen wird, die zu einer Absorptions- oder Kondensationsanlage für das Losungsmittel führt.
Soll die Vorrichtung auch zum Zwirnen der aus dem Rohr 6 austretenden Fäden dienen, so werden sowohl das Rohr 6 als auch die Scheibe 2 in Umdrehung versetzt. Fig. 5 zeigt eine diesbezügliche Aus-
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etwa mittels Schrauben 2. mit dem Scheibenkörper fest verbunden ist und dadurch ebenfalls umläuft.
Der Anschluss der mittels eines Hahnes 20 abschliessbaren Zuleitung der Kunstfadenmasse an das Düsenrohr 6 erfolgt in beliebiger Weise, etwa durch ein Dichtungsstück 26.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Anlegen von Kokonfaden oder zum Spinnen von Kunstseide mit einem mit Ösen versehenen Rohr und drehbarer Scheibe, gekennzeichnet durch eine besondere, an der umlaufenden Scheibe (2) in bezug auf die Ösen (7, 8) des feststehenden Rohres exzentrisch angeordnete Öse (13) oder einen Fadenführer (18) zum Polieren und Ausgleichen oder Drehen der Fäden.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die besondere Öse (13) verstellbar ist, um das Mass ihrer Exzentrizität zu den feststehenden Ösen zu ändern.3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum des Rohres oder einer Scheibe mit einer Klebstofflösung gefüllt ist, durch die der aus zusammenklebenden Fasern zu bildende Faden hindurchgezogen wird. EMI2.3 der Hohlraum einer Scheibe 2 (Fig. 4 und 5) eine Koagulationsflüssigkeit enthält.5. Vorrichtung nach Anspruch 4. dadurch gekennzeichnet,. dass die den Hohlraum bildende Scheibe (2) mit einer Einrichtung zum Wiedergewinnen des Lösungsmittels der Kunstfadenmasse ausgestattet ist.6. Vorrichtung nach Anspruch 4-, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwand der den Hohlraum bildenden Scheibe (2) eine Öse (13) besitzt, durch welche die unter Druck aus der oder den Rohrösen austretenden Fäden hindurch zu einem Fadenführer gehen.7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4,5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Spinnrohr (6) und die Scheibe (2) umlaufen, um die austretenden Fäden zu zwirnen.
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| AT106348T | 1924-03-24 |
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1924
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