DE478579C - Vorrichtung zum Spinnen von Kunstfaeden - Google Patents
Vorrichtung zum Spinnen von KunstfaedenInfo
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- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Spinnen von Kunstfäden aus
Celluloseestern und -äthern, welche unter Verwendung umlaufender Düsen nach dem Druckspinnverfahren
arbeitet.
Bei derartigen Vorrichtungen erhält man eine Verzwirnung der Elementarfäden dadurch,
daß man den Träger für die Spinndüsen dreht. Bei dieser Einrichtung bilden die Elementarfäden
die Seitenlinien eines Kegels, dessen Spitze der Punkt ist, an dem die Elementarfäden sich
vereinigen. Der Abstand dieses Punktes vom Spinndüsenträger ist gleichzeitig bestimmt durch
die lineare Spinngeschwindigkeit und durch die Umlaufgeschwindigkeit des Spinndüsenträgers.
Bei den bekannten Vorrichtungen sind die Achsen der Spinndüsenkanäle parallel zur
Drehungsachse des Spinndüsenträgers. Infolgedessen werden die Fäden nicht in der Ebene
ao der Ausgangsöffnungen der Spinndüsen abgezogen, sondern sie werden nach einer Seite
hin gezogen und bilden einen bestimmten Winkel zur Längsachse der Ausgangsrohre.
Dabei verändert der Zug, der auf die EIementarfäden während ihrer Bildung ausgeübt wird, nicht nur die Form des Querschnittes der Elementarfäden, sondern er verursacht auch oft den Bruch dieser Elementarfäden.
Dabei verändert der Zug, der auf die EIementarfäden während ihrer Bildung ausgeübt wird, nicht nur die Form des Querschnittes der Elementarfäden, sondern er verursacht auch oft den Bruch dieser Elementarfäden.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, diese Mißstände dadurch zu vermeiden, daß die
Kapillarröhren, durch welche die Celluloseester- oder Celluloseätherlösung hindurchgeht,
derart angeordnet sind, daß sie den Elementarfäden eine Neigung geben, die derjenigen
gleicht, die diese Elementarfäden während des Umlaufens der Spinndüse annehmen müssen,
um die Zwirnung der Elementarfäden herbeizuführen.
Es ist zwar bereits bekannt geworden, feststehende Düsen unter einer gewissen Neigung
zur Düsenmittelachse anzuordnen. Die vorliegende Erfindung bezieht sich jedoch auf
Drehdüsen.
Gemäß der Erfindung befinden sich die gesponnenen Elementarfäden immer in einer
gleichmäßigen Kurve, welche von der Längsachse der umlaufenden Spinndüsenröhrchen
zu dem Fadenvereinigungspunkt führt, so daß der Zug, der auf die Fäden während des Düsenumlaufes
ausgeübt wird, keine Veränderung der Querschnittform dieser Elementarfäden und auch keinen Bruch der Elementarfäden
verursacht.
Im folgenden werden einige beispielsweise Ausführungsformen gemäß der Erfindung, wie
sie in den Zeichnungen schematisch dargestellt sind, besprochen.
Bei einer Ausführungsform ist die umlaufende Spinndüse mit einer Platte versehen, in welche
die Kapillaren unter dem Spinnwinkel eingebohrt sind.
Zur Erläuterung dienen die Abb. 1 und 2.
Abb. i zeigt einen axialen Querschnitt, Abb. 2 zeigt eine Ansicht der Spinndüse von unten.
Hier sind die Kanäle 1 in die Platte 2 eingebohrt und haben eine derartige Neigung, daß bei
einer bestimmten Spinngeschwindigkeit und bei einer gleichfalls bestimmten Umlaufgeschwindigkeit
der Spinndüse die sich bildenden Fäden nach dem Verlassen der Düse in der Verlängerung der Achse der geneigten Kapillarröhren
abgezogen werden.
Die punktierten Linien in Abb. 2 zeigen die die Fadenwege.
Hat man einen Satz von mehreren derart durchbohrten Platten zur Verfügung, die sich
durch die verschiedene Neigung der Kanäle .unterscheiden, so kann man durch entsprechende
Auswahl einer bestimmten Platte in jeder Hinsicht den Erfordernissen der Spinnerei
entsprechen.
Bei einer zweiten Ausführungsform des Erfindungsgedankens ist die Tragvorrichtung mit
beweglichen Spinndüsen versehen, deren jede aus einem gebogenen Rohr besteht, das an der
Düsenplatte 2a befestigt ist.
Die Abb. 3 zeigt eine Ansicht dieser Vorrichtung und Abb. 4 einen im vergrößerten
Maßstabe gezeichneten Teilquerschnitt.
Die hohle Platte za ist mit einzelnen Spinndüsen
versehen, deren jede aus einem gebogenen Rohr 3 mit einer Kapillare xa besteht, das in
der Platte -za mittels einer Mutter 4 befestigt ist.
Bei einer dritten Ausführungsformjbesteht
der Düsenträger aus einer Anzahl einzelner geneigter Spinndüsen, die auf der Düsenplatte
in beliebige Winkel eingestellt werden können. Dazu zeigt Abb. 5 die Verwendung einer
Platte 2*, auf welcher eine Anzahl einzelner Spinndüsen befestigt ist, die derartig angeordnet
sind, daß sie es ermöglichen, die Neigung jedes Elementarfadens je nach dem Spinnen
zu verändern. Daher trägt die Platte 2b auf ihrer Unterseite eine bestimmte Anzahl halbkugeliger,
hohler Sitze 5, in welche sich der Kugelkopf 6 einer jeden Spinndüse einpaßt.
Dieser wird in seiner Lage mittels einer Überwurfmutter
gehalten, die in ein auf der Platte 2b vorspringendes Gewinde 8 aufgeschraubt wird.
Die Mutter 7 hat eine öffnung 9 mit einem Durchmesser, der größer ist als der Teil des
Düsenträgers, der durch seine Öffnung hindurchgeht. Nach Lösen dieser Mutter kann
man eine Drehung des Düsenträgers sowie eine beliebige Neigung gegenüber der Platte 2*
herbeiführen und somit nach Belieben die Richtung des aus der Düse austretenden Elementarfadens ändern.
Bei der Ausführungsform gemäß Abb. 5 können die verschiedenen Düsenrohre untereinander
verbunden werden, so daß es möglich ist, auf einmal sämtliche Düsenrohre zu verstellen.
Man kann ebenso jeweils einen umlaufenden Spinndüsenkopf mit einer Schutzhülle versehen,
die, wie die Hülle 10 in Abb. 3 es erkennen läßt, die in der Bildung begriffenen Elementar- 6g
fäden vor schädlichen Luftströmungen schützt.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Spinnen von Kunstfäden aus Celluloseestern und Celluloseäthern
nach dem Druckspinnverfahren unter Verwendung umlaufender Spinndüsen, dadurch gekennzeichnet, daß die Spinndüsen derart
geneigt angeordnet sind, daß sie dem EIementarfaden beim Verlassen der Düse eine
Ablenkung geben, die der Zugrichtung des Fadens bei der Drehung der Spinndüse entspricht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die umlaufende Spinndüse
mit einer Platte (2) versehen ist, in die Kapillarröhren (i) unter dem Spinnwinkel
eingebohrt sind,
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Spinndüsenträger
aus Knieröhren (3) bestehende Spinndüsen befestigt sind, die beweglich ausgebildet
und unter bestimmten Winkern einstellbar sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß als Rohrverbindung vom Spinndüsenträger (2*) mit den Einzeldüsenträgern
jeweils ein Kugelgelenk (5, 6) dient, daß durch eine Schraubenmutter (7) in beliebiger Stellung feststellbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR478579X | 1927-01-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE478579C true DE478579C (de) | 1929-06-28 |
Family
ID=8903284
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER70551D Expired DE478579C (de) | 1927-01-04 | 1927-03-13 | Vorrichtung zum Spinnen von Kunstfaeden |
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| DE (1) | DE478579C (de) |
| FR (1) | FR638994A (de) |
| GB (1) | GB283140A (de) |
Families Citing this family (3)
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| FR2516105A1 (fr) * | 1981-11-12 | 1983-05-13 | Yazaki Corp | Procede pour realiser des cables a plusieurs brins, et machine de fabrication pour sa mise en oeuvre |
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- 1927-10-07 AT AT112265D patent/AT112265B/de active
-
1928
- 1928-01-04 GB GB252/28A patent/GB283140A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB283140A (en) | 1928-10-04 |
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