AT106346B - Verfahren zur Veredlung von Sojabohnen. - Google Patents

Verfahren zur Veredlung von Sojabohnen.

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AT106346B
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Ladislaus Dr Berczeller
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Ladislaus Dr Berczeller
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  Verfahren zur Veredlung von Sojabohnen. 
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 oder durch einen   Kochprozess   oder durch eine Vereinigung dieser beiden Massnahmen in eine für die Er-   nährung zweckmässige   Form gebracht werden. 



   Die Behandlung mit Wasserdampf hat sich auch für gequollene oder gekeimte Sojabohnen als wertvoll erwiesen, indem dieselben in wenigen Minuten den für die Bohne   eigentümlichen   Geschmack verlieren und daher in feuchtem Zustand zur Nahrungsmittelbereitung, z. B. fiir Wurstwaren, herangezogen werden können. Bei der Destillation gequollener oder gekeimter Bohnen müssen dieselben rasch vorgewärmt und dann kurze Zeit der Destillation mit Wasserdampf unterworfen werden. 



   . Als AusfÜhrungsbeispiel sei das Folgende erwähnt :
In einem eisernen Gefässe, das am   zweckmässigsten   mit einem Dampfmantel (und einem Rührwerk versehen ist) werden die Bohnen lose aufgeschüttet und etwa 10-20 Minuten gesättigter Dampf   durchgeleitet ; der entweder   im äusseren Mantel erzeugt oder, denselben   durchströmend,   durch einen im Deckel angebrachten Stutzen über den Bohnen in das Gefäss eintritt und   unten     abgeführt wird. Die   Überleitung des Dampfes wird am zweckmässigsten begonnen, wenn der Inhalt des Gefässes eine Temperatur von etwa   1000 erreicht   hat.

   Dadurch wird erzielt, dass sich an den Wandungen und auf den Bohnen kein oder fast gar kein Wasser kondensiert, so dass die Bohnen das geringste Mass an Feuchtigkeit aufnehmen. 



   Um die Bohnen dauernd haltbar und für die Mahlung geeignet zu machen,   müssen   sie hierauf einem möglichst kurzen   Trockenprozess unterworfen   werden. Besonders   zweckmässig   ist es, im unmittelbaren Anschluss an den Destillationsprozess den noch heissen Inhalt des Gefässes unter Vakuum zu setzen, wobei sich die Feuchtigkeit in wenigen Minuten   verflüchtigt   und die Bohne in mahlharten Zustand versetzt wird. Falls die Bohnen nicht vermahlt werden, kann der   Trockenprozess   unterbleiben. 



   Die dem Destillationsprozess unterworfene Bohne lässt sich nach dem Trocknen äusserst leicht schälen, so dass man durch   Entfernen   der Schale den Zellulosegehalt bedeutend herabsetzen kann. Es hat sich herausgestellt, dass die destillierte und geschälte Bohne noch besseren Geschmack zeigt, als die   ungeschälte.   



   Auch nach der Patentschrift Nr. 277227 sollen Sojabohnen mit Wasserdämpfen behandelt werden ; jedoch wird die Bohne vorher einer fraktionierten   Röstung   unterworfen, bei der es sieh   darum   handelt, plötzlich eine starke Erhitzung der Bohnen zu erreichen, um dadurch eine stürmische Entwicklung der Gase in den Zellen herbeizuführen0 Die so vorbehandelte Bohne wird nach der   Anfeuchtung   mit Wasserdämpfen bei etwa   900 behandelt,   bei welcher Temperatur sich die unangenehmen   teerartig riechenden   Stoffe verflüchtigen sollen. Dieses Verfahren mag zur Herstellung eines   Kaffeersatzmittels-dies   ist sein Zweck-geeignet sein.

   Im Gegensatz hiezu tritt bei dem vorliegenden Verfahren an die Stelle des Röstprozesses eine kurze Destillation mit Dampf, und dies mit weit vollkommeneren Wirkungen. Dabei besteht allerdings auch im Dämpfverfahren selbst ein Unterschied ; während die Bohnen nach dem D. R. P. 277227 mit Wasser zusammengebracht werden, um   den durchströmenden   Dampf hinreichend anzufeuchten", wird die Dampfdestillation gemäss der Erfindung bei Temperaturen über 90 , zweck- 
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   Desgleichen ist ein Verfahren bekannt geworden, nach welchem in erster Linie Mehle, wie Kornmehl und Baumwollsamemmehl nach erfolgter Fettextraktion mittels Kohlenwasserstoffen von dem ihnen anhaftenden starken Geruch durch Dämpfen befreit werden. Der Fachmann konnte aber hieraus nicht ohne weiteres auf die Behandlung der Sojabohnen nach der Erfindung schliessen, weil bei der Sojabohne Geruchsstoffe gegenüber den zu entfernenden Geschmacks-und Giftstoffen eine mehr untergeordnete Rolle spielen und weil nach dem bekannten Verfahren viel weniger   ölreiehe   Mehle vorher der Fettextraktion unterzogen werden, nach der vorliegenden Erfindung aber die besonders hohen Fettgehalt aufweisende Sojabohne direkt mit Dampf behandelt werden soll.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Veredlung von Sojabohnen, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohnen in unver- ändertem oder gequollenem Zustand oder nach vorheriger Keimung im vorgewärmten Zustand einer Destillation mit Wasserdampf, vorzugsweise mit gesättigtem Dampf so lange unterworfen werden, bis EMI2.2
AT106346D 1921-01-20 1921-01-20 Verfahren zur Veredlung von Sojabohnen. AT106346B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970264C (de) * 1940-10-20 1958-09-04 Dr Richard Hempel Verfahren zur Verarbeitung von Huelsenfruechten, Getreidearten und sonstigen Samen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE970264C (de) * 1940-10-20 1958-09-04 Dr Richard Hempel Verfahren zur Verarbeitung von Huelsenfruechten, Getreidearten und sonstigen Samen

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