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Lichtbild-Projektionsanlage.
Die heute gebräuchlichen, meist in die Tiefe gehenden Anlagen zur Vorführung von Projektionbildern für eine grössere Anzahl von Personen vernachlässigen vollständig den -Umstand, dass ein richtiges Bild nur in jenem Punkte (Entfernung) gesehen werden kann, der z. B. bei photographischen Bildern der Brennweite entspricht, weshalb immer nur eine kleine Anzahl der Betrachter ein halbwegs richtiges Bild sieht, während die übrigen Personen, je weiter sie vor oder hinter diesem Punkt oder seitwärts desselben entfernt sitzen, ein umso unwahreres verzerrtes Bild zu sehen bekommen. Dieser Übelstand bildete bisher insbesondere bei der Projektion stereoskopischer Bilder unüberwindliche Schwierigkeiten.
Um nun ohne Verringerung der Zuschaueranza. M und somit auch der Rentabilität solcher Anlagen dennoch alle Betrachter möglichst um jenen günstigsten Punkt zu gruppieren, werden gemäss vorliegender Erfindung mehrere sektorartige Projektions-bzw. Betrachtungsräume strahlenförmig um eine gemeinsame, die Projektionsapparate samt Lichtquelle aufnehmende Projektionskammer angeordnet und als Projektionsfläehen entweder äussere Abschlusswände oder vorzugsweise durchscheinend Zwischenwände der Projektionsräume verwendet. Weitere Erfindungen betreffen verschiedene Einzelheiten zum Betrieb solcher Anlagen sowie zum Schutz gegen Brandgefahr.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Piojcktiomanlage gemäss der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 dieselbe im Grundriss, Fig. 2 im Schnitt, Fig. 3 und 4 zeigen vergrössert die optische Einrichtung für eine solche Anlage im Grundriss und Querschnitt.
Um die zentrale z. B. leuchtturmartig ausgebildeteLichtquelle L T, Fig. 1, oder einen Kranz von Lichtquellen 1, Fig. 3, ist ein Ring von Kondensatoren K und um diese ein Kranz von Objektive 1-12, Fig. 3 (1-10, Fig. 1), angeordnet, so dass die Projektionen sternförmig auseinanderstrahlen bzw. auf den durchscheinenden Bildfläche B F oder auf die undurchsichtigen Bildflächen B Fi geworfen werden.
Entsprechend diesen Bildflächen sind auch die durch Blendenwände Bl abgeteilten sektorförmigen Zu- schauerräume a, b, d, e, g, angeordnet. Die beste Ausnutzung des Raumes und beste, optisch präziseste Projektions- wie Betrachtungsmöglichkeit wird sich dann ergeben müssen, wenn die Sektorenwinkel dem Scheitelwinkel jenes Dreieckes gleich sind, welches sich aus der Bildbreite (Blatt 1, B, F) als Basis und der Brennweite t des Bildaufnahmeobjektivs ergibt, der im Patentanspruch kurz "Brennwinkel"
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ersichtlich ist, liegt die günstigste Sicht in 8in dcr Entfernung der Brennweite t von der Bildfläche Bi Fi, in welchem Punkt daher auch die besten (Logen-)
Plätze LP angeordnet sind. Weitaus günstiger und
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Zuschauerräume während der Darbietung erhellt seien oder überhaupt als Tageslichträume (Freilufttheater) verwendet werden können. Ein weiterer Vorteil liegt, wie aus Fig. 2 hervorgeht, nur bei dieser Art auch darin, dass sowohl die Projektion als auch die Betrachtung genau senkrecht zur Bildfläche geschehen und daher ein einwandfrei richtiges Bild bewirkt werden kann.
Fig. 3 und 4 zeigen weiters eine beispielsweise Ausführung einer zentralen gemeinsamen Antriebsmechanik M und ein von dieser gefördertes von Bildfenster zu Bildfenster schraubenförmig durchlaufendes Filmband. Es ist selbstverständlich, dass auch ein kreisförmig wagrecht verlaufendes Band verwendet werden kann.
Zur Vermeidung der Zeitverluste beim jedesmaligen Einbringen der Filme in die einzelnen Bildfenster wird erfindungsgemäss ein z. B. zwei Folgefilme miteinander leicht lösbar kuppelnder Band-
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anhang (BJindfiim) von vorzugsweise solcher Länge vorgesehen, dass er alle Bildfenster bestreicht, so dass der einzubringende Film vom Vorfilm bzw. Blindfilm, der zweckmässig nach Betriebsschluss überhaupt im Fenstersatz verbleibt, selbsttätig nachgezogen wird. Der Blindfilm kann als undurchsichtiger Dunkelfilm oder durchsichtiger Worte oder Bilder tragender Reklamefilm ausgeführt sein.
Zum Schutz gegen Brandgefahr werden erfindungsgemäss die Optiken in die Kammerwände dicht und fest eingebaut, wobei die übrige Projektionsapparatur der Höhe und der Seite nach verstellbar eingerichtet sein kann.
Die ganze Anlage kann nicht nur frei für Massenbetrachtung in Sälen verwendet werden, sondern auch, in einem Kasten eingebaut, für Heimunterhaltung.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Lichtbildprojektionsanlage, dadurch gekennzeichnet, dass um eine zentral gelegene gemeinsame Lichtquelle oder um einen Kranz von Lichtquellen Projektionselemente kreisförmig angeordnet sind, entweder mit Einzelantrieb oder aber gemeinsamen Antrieb, u. zw. bei lebenden Bildern vorzugsweise mit von einem zum andern Apparat durchlaufenden Filmband.