AT105526B - Verfahren zur Herstellung staubdichter Gewebe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung staubdichter Gewebe.

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AT105526B
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Reinhold Steinbrecher
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  Verfahren zur Herstellung staubdichter Gewebe. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung staubdichter Gewebe aus Jute, Hanf, Flachs u. dgl. gröberem Fasermaterial. Die bekannten Sackgewebe aus Jute, Hanf, Flachs od. dgl. haben   den Übelstand,   dass sie nicht staubdicht sind und daher das in solchen Säcken verpackte Gut wie Mehl od. dgl. leicht durch den Sack durchstauben kann. Gemäss der Erfindung werden staubdicht
Gewebe dadurch hergestellt, dass das Gewebe mit einer Papierstoffmasse imprägniert bzw. gefüllt wird, d. h. die Fasern mit Papierstoffmasse vollgesogen werden, derart, dass diese das Gewebematerial durchsetzt und sich mit dem Gewebe verbindet ohne den Charakter des Gewebes durch Bildung einer Papierschichte an der Oberfläche des Gewebes aufzuheben.

   Die Vermeidung der Bildung von Papierschichten also von Papier an der Oberfläche des Gewebes ist nicht nur deswegen von Wichtigkeit, weil der Charakter und die Eigenschaften des Gewebes unterdrückt werden, sondern auch deswegen, weil Papier keine Elastizität besitzt bzw. eine erheblich geringere Zugfestigkeit als das Gewebe besitzt, hingegen ein schütteres Gewebe nicht nur dehnbar, sondern auch verziehbar ist, wodurch bei einer Zugbeanspruchung in der Fadenrichtung des Gewebes die Papierschicht an vielen Stellen reissen und bei einem Verziehen des Gewebes eine Ablösung der Papierschichten eintreten muss. Je schwächer die das Gewebe belegende Papierschicht ist, desto leichter erfolgt die Loslösung vom Gewebe. Denn das Gewebe bildet in einem solchen Falle den Träger der Papierschicht.

   Das Loslösen der Papiersehiehte von dem Gewebe nimmt erst in dem Masse ab als die Stärke und die Festigkeit der   Papiersehiehte   zunimmt bzw. das Papier der Träger wird. Damit hört aber auch der Charakter bzw. die Elastizität und die Geschmeidigkeit, die dem
Gewebe zu eigen sind, auf, und das erhaltene Produkt ist ein steifes nicht dehnbares Papier bzw. eine Pappe mit einer Gewebeeinlage. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung unterscheidet sich daher ganz prinzipiell von jenen bekannten Verfahren zur Herstellung von Papier und Pappe mit Gewebeeinlage, bei welchen das Papier bzw. die Pappe durch eine Gewebeeinlage eine besonders hohe Festigkeit erlangen soll z. B. als   Bedaehungs-   material od. dgl. Bei diesen bekannten Verfahren bleibt der Grundkörper das Papier bzw. die Pappe und die Auftragung der Papiermasse erfolgt in einer solchen   Schichtstärke,   die zur Erzielung eines festen Papieres erforderlich ist. Die Gewebeeinlage bildet hier ein Hilfsmittel zur   Erhöhung   der Festigkeit des Papieres.

   Dagegen ist bei dem Verfahren gemäss der Erfindung das Gewebe der Grundkörper, welcher neuartigerweise eine Imprägnierung mit einer Papierfüllmasse erfährt, durch die der Gewebecharakter und die Gewebeeigenschaften insbesondere die Verziehbarkeit nicht aufgehoben werden. Durch die Imprägnierung wird das Gewebe staubdicht und wasserdicht. 



   Das Verfahren kann in der für Imprägnierungsverfahren bekannten Weise ausgeführt werden, nämlich in der Weise, dass das Jute-od. dgl. Gewebe durch einen die Imprägniermasse enthaltenden Behälter durchgezogen oder die Imprägniermasse auf einer oder auf beiden Seiten aufgetragen wird und 
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 getrocknet wird. 



   Gegebenenfalls kann der Papiermasse loses Fasermaterial vorzugsweise kurzer Spinnabfall beigemengt, oder aber dieses Textilfasermaterial, währena oder nach Aufbringung des Papierstoffes auf das Gewebe aufgelegt werden. 



   Das Imprägnierverfahren gemäss der Erfindung kann auch so ausgeführt werden, dass zur Imprägnierung ein Papierstoff verwendet wird, der in seiner Farbe der Farbe des Gewebes entspricht, also z. B. für Jutegewebe z. B. eine Natronzellulosepapiermasse, oder für weisse Gewebe eine   weisse   Papiermasse, so dass die Imprägnierung von der Farbe des Gewebes nicht abstich. 



   Durch Färbung des Papierzeuges kann die Imprägnierung in den verschiedensten Farben ausgeführt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung staubdichter Gewebe insbesondere solcher aus Jute, Hanf, Flachs u. dgl. grobfaserigen Material, dadurch gekennzeichnet, dass eine Papierstoffmasse in ein Gewebe derart eingebracht wird, dass sie dasselbe durchsetzt und sich mit dem Gewebe verbindet, ohne seinen Charakter durch eine aufgelagerte Papierschicht aufzuheben. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Imprägnierung eine Papiermasse verwendet wird, die in der Farbe der Farbe des Gewebes entspricht. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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